Radoboj. Ein Oberflügel, dessen Innenrand aber nicht erhalten ist.

Charpentier hat diesen Flügel einem Sphinx zugesprochen und ihn mit dem Sphinx Tiliæ L. verglichen; allein schon die ziemlich stark gebogene Randlinie (vena marginalis) spricht gegen Sphinx, bei welcher Gattung sie bis über zwei Drittel Flügellänge fast gerade verläuft und dann erst gegen die Spitze sich zubiegt; ebenso aber auch das Geäder. Bei Sphinx haben wir nämlich ein geschlossenes Mittelfeld und der Ast der vena externo-media, welcher neben der Flügelspitze ausläuft, verästelt sich nicht. In der Form des Flügels, im Geäder und Färbung stimmt unser Schmetterlingsflügel, wie mir scheint, am besten mit der Gattung Vanessa F. überein. Wir bemerken nemlich, gerade wie bei den Vanessen, zunächst eine starke vena scapularis, welche weit vorn in die v. marginalis ausläuft; eine schwächere vena externo-media, welche noch näher der Flügelspitze mit dem Rande sich verbindet; diese bildet nach Innen zunächst einen Ast[T], der flügelspitzwärts in zwei weitere Aeste sich spaltet; der äussere von diesen läuft zur Flügelspitze, der innere aber trennt sich nochmals in zwei Gabeläste, welche zum Hinterrande verlaufen und von denen jeder in einen schwachen, stumpfen Zahn des Flügelrandes ausgeht. Auf diesen Gabelast folgen weiter nach Innen zwei Längsadern, welche am Grunde sich wahrscheinlich verbinden, und in die vena externo-media eingefügt sind. Diese beiden Adern (es sind diess die fünfte und sechste Ader von Herrich Schaeffer) gehen bei [178] den Vanessen getrennt bis zur v. externo-media hinauf und divergiren gleich, wie sie aus dieser heraustreten; wahrscheinlich ist diess beim fossilen Thiere auch der Fall, jedoch sieht man nur die Einmündung des äusseren Astes in die vena externo-media, indem der innere am Grunde ganz verwischt ist, wie denn überhaupt die Adern in Folge des starken Druckes, dem der Flügel unterworfen war, äusserst schwach hervortreten und nur mit Mühe zu erkennen sind. Die vena interno-media verläuft wie bei den Vanessen, sie sendet nämlich nach dem Hinterrande zwei Aeste aus, so dass im Ganzen drei Längsadern zuletzt in parallelen Linien nach dem Rande verlaufen. Die vena analis ist nur am Grunde angedeutet, indem der Innenrand grossentheils zerstört ist. Das Mittelfeld ist offen, wenigstens ist keine Spur eines Verbindungsastes zwischen v. externo-und interno-media zu finden. In allen diesen Punkten stimmt also das fossile Thier mit den Vanessen überein. Ebenso stimmt ferner der zackige Hinterrand, indem wir, wie schon bemerkt, an der Ausmündung des äusseren Gabelastes der v. externo-media kleine Zacken bemerken, wobei freilich zu bedauern, dass von dort an der Flügel zerrissen ist, so dass die Randbildung nur an jene kleinen Stelle bestimmt werden kann. In der Färbung zeigt der Flügel viel Uebereinstimmendes mit demjenigen der Vanessa Cardui L. Wir bemerken nemlich zunächst dem Grunde eine dunklere Stelle, welche fast bis zu ⅓ Flügellänge hinausreicht; dieser dunklere Flügelgrund ist indessen wieder in der Mitte durch einige unregelmässige hellere Stellen unterbrochen. Auf diese dunkle Stelle folgt ein helles Querband von 1¾ Linien Breite, welches aber nicht bis zum Innenrande reicht, wenigstens ist an der Stelle, wo die v. interno-media den ersten Ast aussendet, wieder ein, freilich sehr undeutlich umgrenzter, dunkler Fleck; auf dieses helle Querband folgt wieder ein 3 Linien breites dunkles Querband, welches mit mittleren schwarzen Querband der V. cardui entspricht; bemerkenswerth ist, dass dieses bei der V. attavina von der Nahtseite her ebenfalls durch einen helleren Flecken getheilt wird, welcher helle Flecken nicht his zum Aussenrand hinausreicht. Auf dieses dunkle Querband folgt wieder ein helles Band von 1¼ Lin. Breite, und darauf wieder ein dunkler, 3¼ Lin. breiter Flecken, der aber sehr kurz ist, indem weiter nach Innen an jener Stelle der Flügel wieder hellgelb braun gefärbt ist; auf diesen dunklen Flecken folgt wieder ein kleiner heller Flecken; weiter flügelspitzwärts ist der Flügel dunkelbraun gefärbt, welche Farbe allmählig heller wird, so dass der Flügelrand wieder hellbraun wird; die Zackenspitzen dagegen sind schwarz.

In der Färbung des Oberflügels stimmt also der fossile Schmetterling am meisten mit Vanessa Cardui L. überein, dennoch kann er nicht als analoge Art betrachtet werden, denn fürs erste war er beträchtlich grösser [179], fürs zweite ist die Randader stärker gebogen, zeigt eine regelmässige Bogenlinie, während sie bei Vanessa Cardui in mehr gerader Linie verläuft.

The only subsequent notice of this insect, not directly copied or abbreviated from the above is by Butler, who remarks[U]; “I think it just possible, from the great resemblance which V. Attavina of Heer bears to the under surface of J.[unonia] Hedonia, that it is the reverse of J. Pluto.”

I have been unable to see this fossil, or even to find out where it is preserved. Charpentier states that he received it for description from Dr. Unger through Professor Göppert of Breslau. Heer makes no mention of the quarter whence he received it. Herr Brunner von Wattenwyl searched for it in vain in the Vienna Museums.

All that can be said, therefore, must be drawn from the illustrations and remarks of Professor Heer. These seem to me to leave no doubt that the insect must be placed in Eugonia, and that it was a little larger than the European vau-album or our own j-album. A comparison of the neuration of Eugonia j-album ([Pl. I], fig. 4) with that of Heer’s figures of the fossil (reproduced on [Pl. I], figs. 1, 7) shows that the last divarication of the subcostal nervure of the fore wing, and the points of termination of the last two superior nervules and of the subcostal nervure itself are essentially the same in both; while the position of all the markings on the fossil, allowing for its natural defects, are quite the same in position, direction and intensity, as in E. j-album ([Pl. I], fig. 6). The same may be said of the form of the wing, as far as it can be seen, but as this is true only of the costal margin, and the merest fragment of the outer border, it cannot be considered to have much weight in itself; still, taken in connection with all the other features, which agree almost wholly with those of Eugonia, and but partially with its near ally Vanessa, to which Heer compares it, we must refer the fossil to Eugonia, at least until a new examination of the fossil shall give us further facts as a basis for an opinion. This is the position dubiously assigned to it by Kirby, in his Synonymic Catalogue.

Tertiaries of Radoboj, Croatia.

PAPILIONIDÆ—DANAI—FUGACIA.

MYLOTHRITES Scudder.

Of the form of the fore wing ([Pl. II], figs. 7, 17) we can say but little, from the imperfect nature of the fossil; the costal margin, however, is very regularly and rather strongly arched, and the direction of the middle portion of the outer border (probably at a right angle, or at a little less than a right angle, with the apical portion of the costal margin, and but slightly convex) leads us to presume that the apex was rather pointed, though not falciform.