977. Crispin-asse: Nachahmung von Poet. II. 1. p. 285: Cris. ... my name is Crispinus, or Cri-spinas indeed. u. V. 1. p. 361. Tib. ... Crispinus, alias Crispinas, poetaster ..., was wieder an den Aristarchus, or — stark-ass in Ev. Man out, Ind. p. 122 erinnert.

978. besser: Play-dresser, Cf. Poet. III. 1. p. 315: one Demetrius, a dresser of plays about the town, here und später die schon [z. Z. 611]. cit. Stelle V. 3 p. 361. Marston ist Poetaster, Dekker nur Playdresser, ein Vorwurf, der um diese Zeit auch Jonson gemacht werden konnte, denn er hat damals die Spanish Tragedy überarbeitet und dafür von Henslowe (Diary 201 u. 223) im Sept. 1601 und Juni 1602 Honorar erhalten. Allerdings hat Gifford Recht, wenn er zur ersteren Poet.-Stelle sagt, dass kein Dichter bei Henslowe so oft als «altering or amending old plays» erwähnt wird wie gerade Dekker.

980/81. Ob Dekker durch die zweimalige Einführung des «Moor» im Poet. III. 1. gereizt wurde, wie Gifford annimmt, mag dahingestellt bleiben (cf. Mallory, Anm. p. 202), immerhin aber sei auf die Stelle (M. Ser. 316): «Where art thou, boy? Where is Calipolis?» etc., ein Zitat aus Peele’s Battle of Alcazar, hingewiesen, mit der die ZZ. 980f. im Satirom. im engen Zusammenhang stehen. — Hinsichtlich dieser Zeilen meint Fleay, Chron. I. 127f., dass sie Bezug haben auf The Famous History of The Life and Death of Captain Thomas Stukeley (1596), ein Stück das offenbar drei Autoren hat. Einer davon ist Peele, der den Alcazar-Teil dazu lieferte. Das Stück wurde verschiedentlich geändert und schliesslich 1600 wahrscheinlich für die Paul’s Boys hergerichtet. «Dekker had patched up the play with half of one by Peele on the Moor Mahomet, and then published it». — Fleay drückt sich hier etwas unklar aus. Tatsache ist nur, dass Tom Stukely in der Battle of Alcazar und in der Famous History, etc. vorkommt, vgl. dazu Ward, I. p. 370f. u. Note 3. Da aber das Verhältnis des letzteren Stückes zum Alcazar noch nicht feststeht, so kann man schwerlich behaupten, Stukeley sei das zweite Moor-Stück. — Der Sinn von Z. 980f. ist doch der: Dekker hat aus einem älteren Moor-Stück zwei neue gemacht. Wie diese Stücke aussahen wissen wir nicht. Prof. Bang glaubt, dass das Citat aus Alcazar bei Jonson, Poet. III, direkt beweist, dass es sich um eine Umarbeitung des Peele’schen Stückes handelte, von dem wir jedoch nur die Originalrezension kennen. Eine andere Frage wäre es, ob eines von Dekker’s Moor-Stücken nicht in Lust’s Dominion or the Lascivious Queen vorliegt, das Fleay, I, 272, mit der Spanish Moor’s Tragedy von Haughton, Day und Dekker identifizieren möchte, eine Annahme, welcher Ward, II, 467, nicht ganz beistimmt. Sollte Fleay doch Recht behalten, so wäre immer noch das zweite Moor-Stück Dekker’s unbekannt.

982. these Poet-apes, womit eigentlich der folgende Vers beginnen sollte, sind Marston und Dekker. Der Ausdruck selbst weist zurück auf den Envy-Prol. p. 266: Are there no players here? no poet-apes? vgl. dazu Jonson’s Epigr. 56 On Poet-ape, das wahrscheinlich auf Marston gemünzt war.

988. Rosamond: Rosamond Clifford, Geliebte Heinrichs II. Ihr Schicksal wurde in altenglischen Balladen und in neuerer Zeit von Addison und M. Edgeworth behandelt.

994. lies: fled

996/98. Drei nahezu wörtlich zitierte Zeilen aus den sieben Versen beginnend mit: And therefore opens he bis to learned eares des Prologs zu Cynthia’s Revels.

1006. lies: All, Widdow?
[your first man

In meiner Ausgabe der Queene habe ich in Anmerkung 3216 auf diesen Ausdruck aufmerksam gemacht und u. a. auf The Witch of Edmonton III, 1 (I am thy first man, sculler) hingewiesen. Inzwischen finde ich ein zweites Beispiel, in dem the first man eine ganz bestimmte, der eben citierten Stelle scheinbar diametral entgegenlaufende Bedeutung haben muss, in Sir Thomas Ouerbury His Wife etc., London, 1627, fol. N 3ͮ, wo es heisst: A Water-man. Is one that hath learnt to speake well of himselfe; for alwaies hee names himselfe, The first Man.

Soll das heissen: Ich bin der erste, der ins Boot steigt und bin als Ruderer überhaupt die Hauptperson?