Dann geht sie fort. Stumm wird's und leer, 25
Und drinnen wacht kein Auge mehr.

* * * * *

109. APRIL

Das ist die Drossel, die da schlägt,
Der Frühling, der mein Herz bewegt.
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
Die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fließet wie ein Traum— 5
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.

* * * * *

110. MAI

Die Kinder schreien Vivat hoch!
In die blaue Luft hinein;
Den Frühling setzen sie ans den Thron.
Der soll ihr König sein.
* * * * *
Die Kinder haben die Veilchen gepflückt, 5
All, all, die da blühten am Mühlengraben.
Der Lenz ist da; sie wollen ihn fest
In ihren kleinen Fäusten haben.

* * * * *

111. ELISABETH

Meine Mutter hat's gewollt,
Den andern ich nehmen sollt';
Was ich zuvor besessen,
Mein Herz sollt es vergessen;
Das hat es nicht gewollt. 5