28. Kronschwertträger — Hohe Beamte, welche den Fürsten das Reichsschwert vortrugen. [przypis tłumacza]
29. Früchte — Man kann bei englischen Dichtern viele schöne Vergleichungen mit diesen eigentümlichen Früchten lesen, welche an den Ufern des Asphalt-Sees (bekannt unter dem Namen des toten Meeres) wachsen sollen, z. B. «Like to the apples on the Dead Sea’s shore,/ All ashes to the taste.» Byron, Harold, Cant. III. «Like Dead Sea fruits, that tempt the eye,/ But turn to ashes on the lips.» Th. Moore, Lalla Rookh, 1.222. (Malczewski) [przypis autorski]
30. Reine — Vers 231 bis 232 Und weil (...) Reine — Dieser dem Geiste der christlichen Religion entsprechende Ausdruck ist vielleicht selbst in Bezug auf die Art und Weise nicht figürlich, in welcher sich dem Auge in einer bedeutenden Höhe die Schöpfungen des menschlichen Stolzes und Scharfsinnes, ja selbst die Schönheit der Natur, die zu schauen ihm vergönnt ist, darstellen. Als ich den Gipfel des Montblanc bestiegen, wo sich mir während zweistündigen Aufenthalts Gefühle erschlossen, wie ich sie gewiß nie wieder in meinem Leben erfahren werde, entschwand auf dem Wege dahin bei lebendigen Leibe meinen Augen und Sinnen das Stück Erde, über welches der Mensch gebietet, und erst von der Spitze aus konnte man die weißfarbigen Gegenstände und gerade diejenigen unterscheiden, welche er durch seinen Einfluß nicht zu verändern vermochte. So sahen die Seen von Genf, Neuenburg, Murten, Biel etc. aus, als wären es über Dämmerung ausgespannte Segel, während die an ihren Ufern stehenden Häuser, Städte, die Farben und der Schimmer, einen dunklen Nebel bildeten. Auf ähnliche Weise konnte man die Gletscher unterscheiden, während Wiesen, Wälder, ja selbst Berge von bedeutender Höhe, wenn auch niedern Ranges, in ihrem Umkreis in grauem Dunst ineinanderliefen. Gleichwohl gibt es nichts Prachtvolleres, Wilderes, als die Aussicht vom Montblanc; aber da sie durchaus verschieden ist von den bekannten Fernsichten, so kann man sich dieselbe nicht anders ausmalen, als indem man sich vorstellt, sie sei von irgend einem bösen oder guten Geist im Augenblick, als Gott das Chaos schuf, entführt worden. Alles Menschenwerk verschwindet durch seine Kleinheit; Tausende von Bergwiesen mit Granitgipfeln oder Schneeschilden, der fast schwarz gefärbte Himmel, die umdunkelte Sonne, der blendende Schneeglanz, die dünne Luft und, in Folge dessen, der kurze Atem und der schnelle Pulsschlag erfassen den Sterblichen mit übermenschlichen Gefühlen, und ich bin gewiß, daß, außer andern Ursachen, namentlich wegen des unermeßlichen Unterschiedes dieser wunderbaren Höhensicht von andern und wegen der Schwäche unserer Sinne, kein Mensch diesen Anblick lange zu ertragen im Stande wäre. Möge diese Erinnerung eines ungewöhnlichen Interesse, wie ich es auf jenem ungeheuern, abgesonderten Berggipfel empfunden, keinem unserer jungen Reiselustigen ein Anlaß, diese Reise zu unternehmen, sein. Der sehr großen Gefahren und Beschwerden nicht zu gedenken, die mit diesem Vorhaben notwendigerweise verbunden sind, hängt der glückliche Ausgang desselben auch noch von vielen Umständen ab, die nicht in unserer Macht liegen. Drei Tage schönes Wetter ohne die geringste Wolke und ohne allzu weichen Schnee sind hier fast eine nötigere Hilfe, als die geduldigste Ausdauer und die stärksten Lungen; ohne diese Bedingungen jedoch kann es nur zum Unheil ausschlagen, und es wäre der verderblichste Starrsinn nicht auf die Warnungen der Führer zu hören, welche überall in der Schweiz, und besonders in Chamouni, voll Mutes und gesunden Urteils sind. (Malczewski) [przypis autorski]
31. Speis — Wem das Bild nicht richtig scheint, der möge mit dem Dichter hadern! [przypis tłumacza]
32. Flut — Ich habe das Bild in der Übersetzung teils ergänzt, weil es sonst nicht verständlich wäre, teils gemildert, um den im Originaltext damit verbundenen widrigen Nebenbegriff zu beseitigen. [przypis tłumacza]
33. Heiligenbilde — Ich hatte Gelegenheit, eine in dieser Art eigentümliche Reliquie zu sehen. Auf einem türkischen Säbel, dessen Klinge der Länge nach mit Koransprüchen beschrieben war, war an dem Griffe das Bildnis der h. Jungfrau sammt einer poln. Inschrift in gotischen Buchstaben eingraviert. Dieser Säbel gehörte einem Engländer, der ihn in Italien käuflich an sich gebracht hatte; er hatte auf diese Art weite, und gewiß auch oft blutige Reisen vollendet. Schade nur, daß in der Inschrift weder das Jahr, noch der Name dessen, der ihn erbeutet, angegeben war. (Malczewski) [przypis autorski]
34. Freiheit — Kosak bezeichnet in Klein-Rußland eigentlich jeden Freigebornen, der nicht zum Adel gehört, und dieser Stand ist noch heutigen Tages im Gegensatz zum Moskowiterlande unter den Kleinrussen zahlreich vertreten. Während der Polenherrschaft, die besonders durch religiösen Druck sich verhaßt machte, verließen viele Kosaken die Heimat und gründeten in den Steppen zahlreiche kleine Freistaaten, an deren Spitze ein Hetmann stand. (Kohl.) Kosak bezeichnet in Klein-Rußland eigentlich jeden Freigebornen, der nicht zum Adel gehört, und dieser Stand ist noch heutigen Tages im Gegensatz zum Moskowiterlande unter den Kleinrussen zahlreich vertreten. Während der Polenherrschaft, die besonders durch religiösen Druck sich verhaßt machte, verließen viele Kosaken die Heimat und gründeten in den Steppen zahlreiche kleine Freistaaten, an deren Spitze ein Hetmann stand. (Kohl.) [przypis tłumacza]
35. czapka — die gewöhnliche Kopfbedeckung des Kosaken. Sie galt zugleich als Abzeichen (s. V. 387–8) [przypis tłumacza]
36. Würze — Über die Vorliebe unserer Vorfahren für gewürzhafte Zurichtung der Speisen kann man viele interessante Beschreibungen in der schätzenswerten und anziehenden Sammlung: Gedenkbücher über das alte Polen von Julian Niemcewicz, lesen. (Malczewski) [przypis autorski]
37. Wiara — (eigentlich: der Glaube, die christliche Religion) ist ein vielfach gebrauchter Anruf an eine Menge Volkes, besonders Soldaten, von derselben Kraft, wie der des Cäsar: Quirites! Er hat eine religiöse Färbung, und hängt mit dem Glauben zusammen, daß es Polens Bestimmung sei, das Christentum gegen das heidnische Morgenland zu verteidigen. (Vergl. V. 973, 1017, ferner den Pan Tadeusz von Mickiewicz zu Ende des dritten Buches). — Towarzystwo: schwer gerüstete, aus polnischem Adel bestehende, pancerni: leicht gerüstete Kürassiere. [przypis tłumacza]