Wissen S’, Fräul’n Marie, ein Glas Bier lassen S’ Ihnen geben. Zu einer Blonden sich wendend, die eben mit einem Burschen vorbeitanzt, sehr hochdeutsch: Mein Fräulein, darf ich bitten? —
DAS STUBENMÄDCHEN UND DER JUNGE HERR
Heißer Sommernachmittag. — Die Eltern sind schon auf dem Lande. — Die Köchin hat Ausgang. — Das Stubenmädchen schreibt in der Küche einen Brief an den Soldaten, der ihr Geliebter ist. Es klingelt aus dem Zimmer des jungen Herrn. Sie steht auf und geht ins Zimmer des jungen Herrn. Der junge Herr liegt auf dem Diwan, raucht, und liest einen französischen Roman.
DAS STUBENMÄDCHEN
Bitt’ schön, junger Herr?
DER JUNGE HERR
Ah ja, Marie, ah ja, ich hab’ geläutet, ja... was hab’ ich nur... ja richtig, die Rouletten lassen S’ herunter, Marie... Es ist kühler, wenn die Rouletten unten sind... ja...
Das Stubenmädchen geht zum Fenster und läßt die Rouletten herunter. DER JUNGE HERR liest weiter.
Was machen S’ denn, Marie? Ah ja. Jetzt sieht man aber gar nichts zum Lesen.