SCHUFTERLE

Wenn ich das verlieren müßte, was ich auf Borgs auf dem Leibe trage, so hätt’ ich allenfalls morgen nichts mehr zu verlieren.

SPIEGELBERG

Also denn! Er stellt sich mitten unter sie mit beschwörendem Ton. Wenn noch ein Tropfen deutschen Heldenbluts in euren Adern rinnt — kommt! Wir wollen uns in den böhmischen Wäldern niederlassen, dort eine Räuberbande zusammen ziehen, und — Was gafft ihr mich an? — ist euer bißgen Mut schon verdampft?

ROLLER

Du bist wohl nicht der erste Gauner, der über den hohen Galgen weggesehen hat — und doch — Was hätten wir sonst noch für eine Wahl übrig?

SPIEGELBERG

Wahl? Was? nichts habt ihr zu wählen! Wollt ihr im Schuldturm stecken, und zusammenschnurren bis man zum jüngsten Tag posaunt? Wollt ihr euch mit der Schaufel und Haue um einen Bissen trocken Brot abquälen? Wollt ihr an der Leute Fenster mit einem Bänkelsänger Lied ein mageres Almosen erpressen? oder wollt ihr zum Kalbsfell schwören — und da ist erst noch die Frage, ob man euren Gesichtern traut — und dort unter der milzsüchtigen65 Laune eines gebieterischen Korporals das Fegfeuer zum voraus abverdienen? oder bei klingendem Spiel nach dem Takt der Trommel spazieren gehn, oder im Galioten Paradies das ganze Eisen-Magazin Vulkans66 hinterschleifen? Seht, das habt ihr zu wählen, da ist es beisamen, was ihr wählen könnt!

ROLLER

So unrecht hat der Spiegelberg eben nicht. Ich hab auch meine Plane schon zusammengemacht, aber sie treffen endlich auf eins. Wie wärs, dacht ich, wenn ihr euch hinsetztet, und ein Taschenbuch oder einen Almanach, oder so was ähnlichs zusammensudeltet, und um den lieben Groschen rezensiertet, wie’s wirklich67 Mode ist?