Du hassest mich.

AMALIA

Ich verachte dich, geh!

FRANZ

mit den Füßen stampfend.

Wart! so sollst du vor mir zittern! mich einem Bettler aufopfern? Zornig ab.

AMALIA

Geh, Lotterbube — itzt bin ich wieder bei Karln — Bettler, sagt er? so hat die Welt sich umgedreht, Bettler sind Könige, und Könige sind Bettler! — Ich möchte die Lumpen, die er anhat, nicht mit dem Purpur der Gesalbten92 vertauschen — der Blick mit dem er bettelt, das muß ein großer, ein königlicher Blick sein — ein Blick, der die Herrlichkeit, den Pomp, die Triumphe der Großen und Reichen zernichtet! In den Staub mit dir, du prangendes Geschmeide! Sie reißt sich die Perlen vom Hals. Seid verdammt, Gold und Silber und Juwelen zu tragen, ihr Großen und Reichen! Seid verdammt, an üppigen Mahlen zu zechen! Verdammt euren Gliedern wohl zu tun auf weichen Polstern der Wollust! Karl! Karl! so bin ich dein wert — Ab.

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