Er lebt? lebt? Du kennst ihn? wo ist er, wo, wo?

will hinwegrennen.

D. A. MOOR

Du weißt von meinem Sohn?

HERRMANN

Er studierte in Leipzig. Von da zog er, ich weiß nicht wie weit, herum. Er durchschwärmte Deutschland in die Runde, und, wie er mir sagte, mit unbedecktem Haupt, barfuß, und erbettelte sein Brot vor den Türen. Fünf Monate drauf brach der leidige Krieg zwischen Preußen und Österreich wieder aus, und da er auf der Welt nichts mehr zu hoffen hatte, zog ihn der Hall von Friderichs siegreicher Trommel nach Böhmen. Erlaubt mir, sagte er, zum großen Schwerin, daß ich den Tod sterbe auf dem Bette der Helden, ich habe keinen Vater mehr! —

D. A. MOOR

Sieh mich nicht an, Amalia!

HERRMANN

Man gab ihm eine Fahne. Er flog den preussischen Siegesflug mit. Wir kamen zusammen unter ein Zelt zu liegen. Er sprach viel von seinem alten Vater und von bessern vergangenen Tagen — und von vereitelten Hoffnungen — uns standen die Tränen in den Augen.