Threnodie XIX. Der Traum
Mein Leid ließ lang zur Nacht mich nicht die Augen schließen
Und den erschlafften Leib der Ruhe nicht genießen.
Kaum eine Stunde vor dem Morgengraun umfingen
Mich des saumsel’gen Schlafes schwärzlich-düstre Schwingen.
Derweil erschien leibhaftig mir die Mutter da
Und hielt im Arme meine holde Ursula,
Wie sie so ums Gebet zu mir zu kommen pflegte,
Sobald aus ihrem Bett sie in der Früh sich regte.
Ein weißes Hemdlein hatte sie, gekraust das Haar,