Mag füglich auf so späte Arzenei verzichten,
Durch die Vernunft soll er, was sonst die Zeit heilt, schlichten.
Und welches Mittel hat die Zeit? Die frühern Plagen
Verdrängt durch frische sie, die leichter teils zu tragen,
Teils auch der gleichen Art; doch der vernünft’ge Mann
Sieht sie voraus und klammert, dies bedenkend, an
Vergangenes sich nicht, des Künftigen gewärtig,
Und macht das Herz für Glück wie auch für Unglück fertig.
Dran halte dich, und menschlich Missgeschick, mein Sohn,
Trag menschlich: Einer ist Herr über Leid und Lohn”.