Dann trat eine lange Pause ein. Sie schlürften beide Whisky-Soda.
Dann erhob sich Theodor, reichte seinem Bruder ein lockeres Bündel Finger und ging.
Er ging sofort zum Rechtsanwalt.
„Ihr Bruder läßt Sie bitten”, sagte man ihm, „Herrn Brandeis übermorgen früh zu besuchen. Herr Brandeis erwartet Sie.” Man zahlte ihm fünfhundert Mark.
Am nächsten Tag war Pauls Trauung. Sie vollzog sich schnell, lautlos und geölt. Theodor hatte kaum Zeit gehabt, Pauls Frau zu sehn. Er sah Brandeis unter den fünf männlichen Gästen.
„Dieser Kerl kauft jetzt ganz Deutschland auf.”
In der Halle sah Theodor, wie Brandeis sich sofort von der Gruppe der andern Gäste löste, davonging mit einem leichten Schritt, den man seiner großen und wuchtigen Gestalt nicht zugetraut hätte.
„Ich möchte nicht mit ihm heimisch werden”, sagte einer von den Gästen in Theodors Nähe zum andern.
„Ja, eben ein Inflationsgewinner”, erwiderte der Angesprochene.
Den einen kannte Theodor, es war Herr Enders. Der andere sah dem Herrn Enders wie ein Bruder ähnlich. Beide bestanden aus einer glatten, runden und harten Substanz und erinnerten an hölzerne, blankgehobelte und etwas mühelos angepinselte Kugeln. Sie sprachen so laut, daß man sie in der ganzen Halle hören konnte.