Es war später Nachmittag. Die Häuser warfen schwere, satte Schatten über die breite Straße. Das dichte Laub der Bäume war gesprenkelt mit purpurnen Flecken. Weiter ab ein Baum, dessen Blätter schon ganz gelb waren und abwärts die Straße entlang flirrte unruhig eine ganze Farbenskala von fiebrigem Purpur bis zum welken Weißgelb hinab: er bekam ein plötzliches Interesse für die Tausende von Farbennuancen...

— Nun, warum sprichst Du denn kein Wort? Sollen wir den ganzen Nachmittag so stumm dasitzen?

Agaj war sehr erregt.

Er sah sie an und lächelte seltsam.

Sie fuhr auf.

— Warum siehst Du mich so an?

Sie starrten sich lange an. Sie wurde rot und senkte die Augen.

— Noch nie hast Du mich so angesehen, murmelte sie leise.

Er rückte ihr näher.

— Ja, Agaj, ich habe Dich noch nie so angesehen. Du hast Recht. Aber Du bist mir nicht mehr das, was Du mir gestern warst. Ich bin neugierig auf Dich. Ich kannte Dich bis jetzt nicht.