Er stand und starrte unablässig nach dem Feuerschein am Himmel.

Eine Erinnerung mühte sich qualvoll aus der Nacht seiner Seele.

Er atmete glücklich auf: dort lag die Stadt. Und dies da am Himmel — das ist ja der Schein des elektrischen Lichtes.

— Mein Kind, mein Weib, meine Erlösung! fuhr es ihm wieder durch das Gehirn.

Er schnellte auf. Eine unerhörte Energie ergoss sich über seinen Körper. Er schritt mit weiten, triumphierenden Schritten der Stadt zu.

Oh, er kannte seine Erlösung, er kannte die Sonne, die in seinen Wahnsinn mit reinigender Macht hinabtauchte.

Plötzlich packte ihn ein furchtbares Grauen: Gott! Allmächtiger Gott, wenn sie nicht da ist?

Er fing an zu laufen, er vergaß seinen Körper. Er selbst war nur ein großes, klopfendes — Herz, er fühlte es den Boden berühren und in wilden Sprüngen aufschnellen; er kam in die Stadt.

Da schlich er langsam wie ein Dieb: er fühlte, dass sein Ende komme, wenn sie nicht da sei.

Schließlich kroch er fast. Er wagte nicht an das Denkmal heranzukommen: er sah es in dumpfer Stille aufragen, kalt, grausam wie sein Schicksal, er sah es sich in einen großen Dunstkreis auflösen, der zu schwirren und zu kreisen anfing, er fühlte den Boden sich um ihn drehen, heftiger, schneller noch, er taumelte... da plötzlich: aus den kreisenden Dunstringen quollen ihm zwei Augen.