2. Verpackungen.
In den Abschnitten, die von der Kultur und der Erntebereitung handeln, haben wir die Droge bis zur fertigen Herstellung am Orte der Gewinnung verfolgt. Wir kommen nun zu den Verpackungen. Diesem Teile der Pharmakognosie ist bisher nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet worden. Ich betreibe das Studium der Verpackungen seit 1884, wo ich bei Beginn meiner Tätigkeit als Dozent der Pharmakognosie mir durch Vermittelung der Großdrogenhäuser (besonders GEHE & CO.) eine ziemlich vollständige Sammlung der Originalpackungen verschaffte und diese dann hier und in Indien fortdauernd vermehrte. So konnte ich bei der Eröffnung des Museums des Berner pharmazeutischen Institutes (1893) eine Gruppe vorführen, die alles Wesentliche enthielt ([Taf. XXX] u. [XXXI]). Wie neuere Mitteilungen (von WEIGEL 1905) zeigen, hat sich in letzter Zeit an den Packungen fast nichts geändert.
In der Literatur findet man wenig über Verpackungen und meist nur ganz gelegentliche Notizen darüber. Die mannigfaltigen Verpackungen der Sarsaparille, die ehedem im Handel anzutreffen waren, sind abgebildet in PEREIRA, Elements of materia medica 1855 II, p. 277–284, die eigenartigen Kisten, in denen die Cajeputölflaschen verpackt werden, in meinen Indischen Heil- und Nutzpflanzen (Taf. 75). Die älteste Drogenpackung, von der eine Abbildung auf uns gekommen ist, ist die des Silphium auf der berühmten Arkesilasschale aus dem VI. Jahrh. v. Chr. (Fig. 273), auf der das Abwiegen und Verstauen der Silphiumballen im Schiffsraum dargestellt ist.
Fig. 285.
Verpackung von Mate (Paraguaytee).
[Tschirch phot.]
Ich gebe im folgenden ein Verzeichnis der hauptsächlichen Packungen, wie dieselben sich 1907 im Großhandel fanden, bemerke jedoch, daß namentlich das Gewicht und die Dimensionen wechseln, und auch andere vorkommen. Im Verpackungstyp hat sich aber in den letzten 20 Jahren wenig geändert. In diesem Punkte ist der Großhandel ziemlich konservativ.
Als Packmaterial bedient man sich sehr verschiedener Dinge: der Rumexfrüchte beim Opium, der Lorbeerblätter beim Succus liquiritiae, der nach der Destillation aus der Destillierblase entfernten und getrockneten Melaleucablätter bei den Flaschen des Cajeputöls. Auch Reisspelzen finden hie und da Verwendung, z. B. beim Lemongrasöl.
Ich unterscheide drei Verpackungstypen: den Kistentyp, den Ballentyp und den Kanister-Flaschentyp. Nach diesen geordnet sollen im folgenden die Packungen vorgeführt werden.
Da die Dimensionen der Kisten usw. wechseln, habe ich sie, um die Form zu fixieren, nach den mir vorliegenden, in meiner Sammlung befindlichen angegeben.
Tafel XXX
Die Sammlung von Drogenpackungen im Museum des pharmazeutischen Institutes der Universität Bern.
[Tschirch phot.]
⇒
GRÖSSERES BILD
Tafel XXXI
Die Sammlung von Drogenpackungen im Museum des pharmazeutischen Institutes der Universität Bern.
[Tschirch phot.]
⇒
GRÖSSERES BILD
1) Kisten, Chests.
Opium, kleinasiatisches und türkisches, in Broten. Mit Zinkblech ausgeschlagene, rechteckige Kisten (Länge c. 87 cm, Tiefe c. 45 cm, Höhe c. 30 cm). Packmaterial: Rumexfrüchte. Gewicht 50 oder 75 kg ([Taf. XXXI] u. [Fig. 274]).
Ammoniacum. Quadratische Kisten mit Eisenblech ausgeschlagen (60 cm breit, 53 cm tief, 55 cm hoch), die größten von c. 120 kg ([Taf. XXXI]).
Asa foetida. Kisten von 50–150 kg.
Barbadosaloë. Kalebassen (Kürbisse) von verschiedener Größe, vollständig mit der Aloë erfüllt, meist mitten durchgeschlagen ([Fig. 275]). Mehrere solcher Kürbisse zum Export in Fässer zusammengepackt ([Fig. 278]).
Curaçaoaloë. Quadratische, roh zusammengeschlagene Kisten (von meist 35 cm im Quadrat), Gewicht 50–55 kg.
Capaloë. Rechteckige Kisten von 100–220 kg, die mit der zusammengeflossenen Aloë nahezu ganz erfüllt sind. Die Aloë muß mit Hammer und Meißel herausgestoßen werden.
Crown-(Uganda-)Aloë. In rechteckigen Stücken von c. 450 g, in rotes Papier gewickelt und in Kisten verpackt.
Drachenblut. Große Blöcke mit Sackabdrücken ([Fig. 276]) oder in Stangen von c. 20 cm Länge, in Licualablätter eingewickelt. In Kisten von c. 100 kg.
Cardamomum (Malabar). Quadratische Kisten 40 zu 40 cm ([Taf. XXXI]).
Flores cassiae. In Kisten mit Bastumhüllung ([Fig. 277]).
Cinnamomum Cassia. Rinden-Röhren in Kisten ([Fig. 277]).
Chinesischer Rhabarber. Quadratische Kisten, die außen meist gelb angestrichen oder mit gelbem Papier beklebt sind, innen mit Blech ausgeschlagen, das bisweilen innen mit Papier beklebt ist (Tiefe 50, Breite 70, Höhe 60 cm). Canton-Rhabarber in Kisten à 75–90 kg. Shanghai-Rhabarber in Kisten à 100 kg. Shensi in Kisten à 110 kg.
Vanille. Blechdosen, Früchte in Bündeln. Bei der Vanille werden Bündel von 50 Früchten (mazos) hergestellt, je 60 mazos (= 3 Millares) werden in eine Blechkiste verpackt ([Fig. 274] u. [279]).
Tee. Quadratische, mit Bleifolie ausgeschlagene und verlötete, bunt beklebte Kisten sehr verschiedenen Durchmessers ([Taf. XXX] u. [XXXI], [Fig. 275] u. [280]).
Araroba. Kisten von 70 kg.
Canthariden, chinesische: Kisten von c. 30 kg; russische: Fässer von 50 oder 100 kg.
Coloquinthen, Palästina. Säcke von 50–100 kg.
China-Succirubra. in Röhren, Kisten von 45–50 kg ([Fig. 269]).
Benzoë, Palembang. Kisten à 8 Dosen, c. 8–10 kg.
Benzoë, Siam. Kisten von 30–115 kg.
Benzoë, Sumatra. durchgesägt, in Sackleinwand, in Kisten von 40–50 kg, (London).
Resina guajaci. Kisten von 40 kg.
Gutti in Röhren. Kisten von 100 kg.
Kino. Kisten von 70 kg.
Mastix. Kisten von 50 kg.
Olibanum. Kisten von 110–125 kg oder Säcke à 90 kg.
Kamala. Kisten von c. 30 kg.
Manna. Kisten von c. 30 oder 90 kg.
Guarana in Stangen. Kisten von c. 65 kg.
Sternanis, chinesischer. Kisten von c. 60 kg.
Succus liquiritiae. Kisten von c. 100 kg ([Fig. 274]), Packmaterial Lorbeerblätter.
Catechu, in Blöcken à 50 kg.
Galläpfel, chinesische. Kisten von 60–100 kg.
Traganth. Kisten von c. 75 kg.
Castoreum, canad. Dosen von c. 5 kg.
Moschus. Zierliche, mit gemusterter Seide überzogene Pappkästchen, die innen mit dicker Bleifolie ausgelegt sind und außen mit zwei kleinen Beinriegeln verschlossen sind ([Taf. XXX] u. [XXXI], [Fig. 274] u. [275]). Die Moschusbeutel sind in Papier gewickelt, auf dem mit roter Farbe die Jagd des Moschustieres dargestellt ist (Fig. 281). Die Darstellung ist aber kaum authentisch, da das Moschustier mit einem Geweih ausgestattet ist und die Verfolgung zum Teil zu Pferd erfolgt, was kaum möglich sein dürfte. — Dosen à ½ Catty = 302½ g. — Assammoschus, ex vesicis. In Gläsern à 100 g.
Zibeth. Gerade Hörner, die oben und unten abgeschnitten, unten mit einem Holzverschluß versehen, oben mit Leder zugebunden und meist noch in Haut eingenäht sind, à c. 1½ kg ([Taf. XXXI]).
Fig. 286.
Alte Verpackungsart des Mate in die Haut des großen Ameisenbärs.
[Tschirch phot.]
2) Ballen,
Seronen (Serons), Packen, Säcke, Körbe, Matten, Fardelen, Gonges, Bales, Packages, Bags, Robbins, Cases, Baskets.
China Calisaya plana (Monopol), amerikanische Seronen aus Tierfellen mit der Haarseite nach außen, die mittelst Hautstreifen verbunden sind ([Fig. 276] u. [Taf. XXX]). Breite c. 60, Tiefe c. 45, Höhe c. 45 cm. Die Häute umschließen den Inhalt vollständig. c. 30 kg schwer. Gelegentlich ist die Verpackung noch sorgfältiger: Leinen, Öltuch, Teertuch und schließlich Rindshaut — oder in Kisten von c. 30 kg.
Sarsaparille, Honduras. Seronen von c. 60–90 kg; aus Tierfellen, die Haarseite nach außen, die Haut umschließt die Droge nicht vollständig, sondern es sind nur oben und unten zwei Hautkappen von 55 cm Breite und 45 cm Tiefe angebracht, die durch breite Hautbandstreifen miteinander verbunden sind, so daß in der Mitte der Serone die Droge frei sichtbar ist ([Fig. 275], [276]). Die Droge in Puppen ([Fig. 275], [Taf. XXXI]), 80–85 in einer Serone.
Sarsaparille, Veracruz. In Ballen von 60–100 kg, mit Eisendraht ([Fig. 275]) umwickelt. Ware oberflächlich gereinigt.
Ipecacuanhawurzel. Rio. Seronen aus Tierfellen. Haare nach außen. Länge c. 80 cm, Breite c. 45 cm. Die Ränder sind mit Hautbandstreifen vernäht und oft auch mit grober Sackleinwand verklebt ([Taf. XXX]). Das Fell umschließt die Droge ganz.
Cinnamomum ceylanicum. Die auf gleiche Länge gebrachten Rindenröhren des Ceylon-Kaneels mit Bast zu zylindrischen Bündeln zusammengebunden, von c. 45 kg, mit Sackleinwand umnäht, «Fardehl» [Fardele] ([Fig. 277], [282]).
Euphorbium, Schilfseronen, sehr sauberes Geflecht, sogar mit Griffen versehen (Marokko), c. 130 kg ([Fig. 276]).
Gummi arabicum, Cordofan. Schilfmatten von pyramidenförmiger Gestalt, mit Sackleinen umnäht oder in Kisten von c. 100 oder 180 kg. Gummi arabicum, Senegal. Ballen von c. 100 kg.
Granatwurzelrinde. Zylindrische aus breiten Stuhlrohrbändern dicht geflochtene Körbe von rundem Querschnitt, von c. 1,20 m Höhe und c. 60 cm Durchmesser, flachem Boden und flachem oder gewölbten Deckel ([Taf. XXX]).
Fig. 287.
Einfüllen des Perubalsams in die Kanister in San Salvador.
[Preuß phot.]
Guttapercha. Aus dünnen, runden Stuhlrohrstengeln sehr locker geflochtene, zylindrische Körbe mit rundem Querschnitt und flachem Deckel, die in Sackleinwand eingenäht sind. Durchmesser c. 50–60 cm, Höhe c. 65–75 cm ([Fig. 275]).
Senf. Zylindrische Fässer von rundem Querschnitt, c. 50 cm Durchmesser und c. 60–65 cm Höhe, in Bastmatten eingenäht. Bombay-Senf, in Säcken von c. 75 kg.
Nux vomica. Aus dünnen, flachen Rotangstreifen dicht geflochtene Körbe von rundem Querschnitt, die in feingeflochtene Bastmatten eingenäht sind ([Taf. XXXI]). Durchmesser c. 50–60, Höhe c. 60 cm oder in Säcken.
Fig. 288.
In der Mitte ein moderner Perubalsamkanister, rechts und links davon früher gebräuchliche Krüge.
[Tschirch phot.]
Koso in Bündeln. Blütenstände straußartig zusammengebunden. In Säcken.
Cassiabruch in Ballen ([Fig. 277]).
Caryophylli (Penang) in Kisten von c. 150 kg (rot) oder in Basthüllen (die Bastmatten übereinandergeschlagen und verschmiert), «Gonges» ([Fig. 277]) von c. 80 kg.
Lycopodium in Säcken à c. 50 kg von ziemlich feiner Leinwand, die in groben Hanfsäcken stecken; umgeben von aus Schilf geflochtenen Bastmatten mit starken Tauen verschnürt oder in Kisten à 10 Pack à 10 kg.
Cortex Aurantii Malaga. Große, oft über 1,30 m lange, aus Halfagras dicht geflochtene «Matten» von c. 140–170 kg. Sizilianische, Säcke von c. 50 kg. Curaçao, Ballen von c. 65 kg.
Cortex Winteranus. Ovale Körbe mit Deckel aus Rotangstreifen geflochten, Höhe c. 45 cm, Breite c. 65 cm, Tiefe in der Mitte c. 35 cm ([Fig. 275]).
Russisches Süßholz. Große c. 1,20 m lange Bastmatten ([Fig. 275]), 70, 90, 120 kg. Spanisches Süßholz. Pack von c. 60 kg. Spanisches Süßholz. Tortosa (2 Bots) Ballen von 29–30 cm, à 24 Bund à 5 kg. Griechisches Süßholz. Pack von c. 150 kg.
Muscatnüsse (Banda) ungekalkt in Fässern (oder Kisten) von c. 100 kg.
Sennesblätter (alexandrinische). Große, aus dünnen Streifen eng geflochtene Matten von etwa 85 cm Breite, außen noch in Sackleinwand eingehüllt, von c. 150 kg. Tinevelli. Ballen von c. 170 kg.
Sabadillsamen, in Säcken.
Galgant. Etwa meterlange, feingeflochtene Bastmatten oder Bastballen, mit dünnem Rohr verschnürt. Ballen 90–120 kg ([Fig. 276]).
Bengaleningwer, in Säcken von c. 100 kg. Jamaicaingwer. Enggeflochtene Körbe von rundem Querschnitt, mit flachem Boden und flachem Deckel. Durchmesser c. 60, Höhe c. 75 cm. Die Körbe sind in Bastmatten eingenäht und meist noch mit derben Stuhlrohrstreifen umflochten.
Sassafrasrinde. Ballen von c. 100 kg.
Sassafrasholz, geraspelt in Säcken à 100 kg.
Strophantus. Säcke von c. 30 kg.
Baccae Juniperi. Säcke von c. 50 kg.
Curcuma. Säcke von 50–80 kg.
Arrowroot, St. Vincent. Fässer von c. 100 kg.
Toncobohnen, Angostura. Fässer von c. 200–500 kg.
Arecasamen. Säcke von c. 60 kg.
Jaborandi. Ballen von 100–170 kg.
Mate. Ballen von c. 100 kg oder in sehr eigenartigen Taschen ([Fig. 285] u. [286]).
Matico. Ballen von c. 40 kg.
Grana Paradisi. Ballen von c. 75 kg.
Galbanum. Ballen von c. 80–90 kg.
Fig. 289.
Originalverpackungen von Drogen.
[Weigel phot.]
Myrrha. Ballen von c. 80 kg, in Bastkörben (London).
Herba Cannabis Indicae. Ballen von c. 50 kg.
Carrageen. Ballen von c. 50 oder 100 kg.
Agar-Agar in Fäden. Packen von c. 90–120 kg; Schnitzel- und Linealform Packen von c. 90 kg.
Fungus Laricis. Ballen von c. 75 kg.
Oleum Cacao. Blöcke von 10–16 kg und Ballen von 70–90 kg.
Oleum Myristicae, in Riegeln von ½ oder 1 kg.
Cassia Fistula, ostindische. Körbe, aus derben Spänen geflochten, oft mit Sackleinwand übernäht, von 50–60 kg ([Fig. 278]).
Cocculi Indici. Säcke von c. 55 kg.
Cortex Angosturae. Ballen von c. 70 kg.
Cortex Canellae. Ballen von c. 70 kg.
Cascara Sagrada. Ballen von c. 30 kg.
Cortex Cascarillae. Ballen von c. 70 kg.
China flava, Cartagena. Ballen von c. 60 kg. China flava, Maracaibo. Ballen von c. 60 kg. China flava, Puerto Cabello. Ballen von c. 40 kg.
China fusca Loxa. Ballen oder Kisten von c. 50 kg.
China Calisaya (Kulturrinde). Ballen von c. 25 kg.
Condurangorinde. Ballen oder Säcke von c. 50 kg.
Quassiaholz. Ballen von 50 kg.
Quebracho blanco. Ballen von c. 30 kg.
Fig. 290.
Sechs Töpfe von Tubocurare in einer Enveloppe vereinigt.
[Tschirch phot.]
Quilayarinde. Ballen von c. 60–80 kg.
Simarubarinde. Ballen von c. 50 kg.
Cubeben. Säcke von c. 50 kg.
Calabarbohnen. Ballen von c. 70 kg.
Buccublätter. Ballen von c. 130 kg.
Cocablätter, Cuzco. Ballen à 4 Ballots à 11 kg. Trujillo. Ballen à 25–50 kg.
Für den Transport wird die peruanische Kultur-Coca in den Pflanzungen in Wollstoffe gehüllt und an der Spitze in Bananenblätter gewickelt und mit Agaveblättern zugeschnürt. 5 solche je 1 Arroba haltende Bündel werden in Cuzco in Jutestoff eingepackt.
Sem. Strychni. Säcke von 25 oder 70 kg.
Rad. Colombo. Säcke von 50–55 kg.
Tub. Jalappae. Ballen à 90 kg.
Radix Ratanhiae, Payta. Ballen von c. 45–60 kg.
Radix Senegae. Ballen von c. 80 kg.
Rhizoma Calami. Säcke von c. 100 kg.
Rhiz. Zedoariae. Ballen à c. 60 kg.
Rhiz. chinae. Ballen ([Fig. 278]).
Crocus, spanisch. Beutel, in Blechdosen verpackt, à c. 5 kg.
Secale cornutum. Säcke à c. 75 kg.
Anis, russisch. Säcke à c. 100 kg.
Fenchel, Bombay. Säcke à c. 50 kg.
Cina. Säcke à c. 30–100 kg.
Faenum graecum. Säcke à c. 100 kg.
Sabadilla. Säcke à c. 50 kg.
Die frischen Colanüsse, die in ziemlicher Menge nach Europa exportiert werden, werden in Körben versandt ([Fig. 283]), die trockenen in Säcken à 80 kg.
Die französische Absinth wird in an Gerüsten aufgehängte große Säcke mit den Füßen eingestampft ([Fig. 284]).
Eine sehr eigenartige Gruppe bilden die komprimierten Drogen Amerikas, die jenseits des Atlantischen Ozeans sehr beliebt sind, von denen aber fast nur Herba lobeliae in Paketen von ¼, ½ und 1 Pfund englisch mit Aufdruck ([Fig. 276]) sich bei uns eingeführt hat.
Von diesen Pressed herbs sind unter anderem im amerikanischen Handel:
|
Style of Package | |
| Parsley leaves Carum Petroselinum B. u. H. | ozs. |
| Pennyroyal leaves Hedeoma pulegioides Pers. | ozs. |
| Pink-root Spigelia marylandica L. | lbs. |
| Pitcher-plant root Sarracenia purpurea L. | lbs. |
| Pleurisy root Asclepias tuberosa L. | lbs. |
| Polypody leaves Polypodium vulgare L. | ozs. |
| Pomegranate, bark of root Punica Granatum L. | lbs. |
| Poppy leaves Papaver somniferum L. | ozs. |
| Prickly Ash bark Xanthoxylum americanum Mill. | lbs. |
| Privet leaves Ligustrum vulgare L. | ozs. |
| Pulsatilla herb Anemone Pulsatilla L. | ozs. |
| Red Clover tops Trifolium pratense L. | ozs. |
| Red Cohosh tops Actaea spicata L. var. rubra Ait. | lbs. |
| Red Poppy flowers Papaver Rhoeas L. | ozs. |
| Rhatany root Krameria triandra R. u. P. | lbs. |
| Rose petals, pale Rosa centifolia L. | ozs. |
| Rosemary flowers Rosmarinus officinalis L. | ozs. |
| Rosin-weed leaves Silphium laciniatum L. | ozs. |
| Rue leaves Ruta graveolens L. | ozs. |
| Safflower Carthamus tinctorius L. | ozs. |
| Sage leaves, Italian Salvia officinalis L. | ozs. |
| Sampson Snake-root Gentiana ochroleuca Froel. | lbs. |
| Sarsaparilla, Honduras Smilax officinalis B. H. K. | lbs. |
| Silkweed root Asclepias syriaca L. | lbs. |
| Skunk Cabbage root Symplocarpus foetidus Salisb. | lbs. |
| Soapwort leaves Saponaria officinalis L. | ozs. |
| Salomon’s-seal root Polygonatum officinale All. | lbs. |
| Southern-wood herb Artemisia Abrotanum L. | ozs. |
| Spearmint leaves Mentha viridis L. | ozs. |
| Spikenard root Aralia racemosa L. | lbs. |
| Star-grass Aletris farinosa L. | lbs. |
| Stillingia root Stillingia silvatica L. | lbs. |
| Stone-root Collinsonia canadensis L. | lbs. |
| Stramonium leaves Datura Stramonium L. | ozs. |
| Sweet Basil leaves Ocimum Basilicum L. | |
| Sweet Clover herb Melilotus officinalis Desr. | ozs. |
| Sweet Fern leaves Myrica asplenifolia Banks | lbs. |
| Sweet Flag root Acorus Calamus L. | lbs. |
| Sweet-gum bark Liquidambar styraciflua L. | ozs. |
| Sweet Majoram leaves Origanum Majorana L. | lbs. |
| Tag Alder bark Alnus serrulata Willd. | ozs. |
| Tamarac bark Larix americana Michx. | ozs. |
| Tansy leaves Tanacetum vulgare L. | ozs. |
| Thimble-weed herb Rudbeckia laciniata L. | |
| Thyme leaves Thymus vulgaris L. | lbs. |
| Tormentilla root Potentilla Tormentilla Scop. | |
| Turkey-corn root Dicentra canadensis DC. | lbs. |
| Twin-leaf root Jeffersonia diphylla Pers. | lbs. |
| Valerian root Valeriana officinalis L. | lbs. |
| Virginia Snake-root Aristolochia Serpentaria L. | lbs. |
| Wahoo, bark of root Evonymus atropurpureus Jacq. | lbs. |
| Wahoo, bark of tree Evonymus atropurpureus | lbs. |
| White Bryony root Bryonia alba L. | lbs. |
| White Clover tops Trifolium repens L. | ozs. |
| White Hellebore root Veratrum album L. | lbs. |
| White Indian Hemp root Asclepias incarnata L. | lbs. |
| White Oak bark Quercus alba L. | lbs. |
| White Snake-root Eupatorium aromaticum L. | lbs. |
| Wild Cherry bark Prunus serotina Ehrh. | lbs. |
| Wild Ginger Asarum Canadense L. | lbs. |
| Wild Indigo root Baptisia tinctoria R. Br. | lbs. |
| Wild Lettuce leaves Lactuca canadensis L. | ozs. |
3) Flaschen, Kanister,
Ramièren, Blechdosen, Estagnons (Blechkannen), Barrels, Oxhofte, Tonnen (puns), Fässer, Fässchen (kegs), Drums, Casks, Tins, Cans, Pots, Bottles.
Perubalsam. Rechteckige Metallkanister mit verschraubbarer Öffnung und quadratischem Querschnitt (20 cm). Höhe 30 cm. Oben Handgriff ([Taf. XXX], [Fig. 274] u. [275], [287], [288]). 2 Kanister (à 25 kg) in einer Kiste. (Die Kanister kommen mit Maschinenöl aus England nach Zentralamerika, werden dort gereinigt und zum Transport des Perubalsams verwandt.)
Tolubalsam. Zylindrische Kanister aus dünnem Blech mit rundem Querschnitt, 15 cm, Höhe 25 cm. Meist 2 in einer Kiste. Selten kleine Kalebassen.
Copaivabalsam. Zylindrische Metallkanister mit rundem Querschnitt (c. 28 cm), c. 45 cm Höhe ([Taf. XXX] u. [XXXI]), meist 2 Kanister von c. 18 kg in einer Kiste. (Bisweilen auch leere Petroleumkanister noch mit den entsprechenden Etiketten, Balsam daher vielfach trübe.)
Oleum citri und Oleum aurantii. Kupferne Kanister (Ramièren) von rundem Querschnitt, Durchmesser c. 45 cm, Höhe ohne Deckel c. 35 cm. Abgerundeter Boden, kleine zentrale Öffnung im Deckel ([Taf. XXX] u. [XXXI], [Fig. 275] u. [289]). Die Ramièren von Oleum citri halten 25 und 50 kg.
Oleum geranii. Zinkblechkanister in Form einer Destillierblase, c. 45 cm Durchmesser, mit rundem Querschnitt, verjüngtem oberen Teil. Mit dicken Schnüren umzogen ([Taf. XXX] u. [XXXI], [Fig. 275] u. [258]), oder 15 Flaschen à 850 g in einer Kiste; oder Töpfe von c. 100 kg, oder Trommeln von c. 20 kg.
Oleum cassiae und Oleum Anisi Stellati. Bleikanister von zylindrischer Form und rundem Querschnitt (21 cm), Höhe 24 cm, mit chinesischem Pflanzenpapier überklebt und mit gelbem Firniß überzogen. In der Mitte des Deckels runde, leichtverschließbare Öffnung von 3 cm Durchmesser. Am Deckel zwei Handhaben ([Taf. XXX]). Inhalt c. 7½ kg. 4 Kanister in einer Kiste ([Fig. 289]).
Citronellöl (Ceylon). Rechteckige Blechkanister von quadratischem Querschnitt (15 cm), Höhe 36 cm. Verlötbare Öffnung im oberen Deckel. Aufgeklebtes Etikett: Citronella-oil Singapore, Strait Settlements ([Taf. XXX], [Fig. 275]), oder in Kanistern à 18 kg, oder großen eisernen Trommeln von 500 kg. In London gesehen in eisernen Fässern (Barrels) à 350–400 kg.
Rosenöl (bulgarisches). Runde, flache Blechflaschen von verschiedenem Durchmesser: 14, 16, 23 cm usw., oben mit kleiner runder Öffnung, die verschlossen und versiegelt ist. Siegel: Kezanlik oder and. Die Blechflaschen sind oft in dicken Filz eingenäht. Inhalt ¼, ½ oder 1 kg ([Taf. XXX] u. [XXXI], [Fig. 275]).
Pfefferminzöl englisches. Große zylindrische Flaschen aus blauem Glas ([Taf. XXX] u. [XXXI]).
Fig. 291.
Mit Aloësaft gefüllte Gärfässer vor der Faktorei (Capland).
Pfefferminzöl amerikanisches. Kleinere Flaschen aus blauem Glas ([Fig. 275]), mit breiter Etikette: H. G. HOTSCHKISS, Lyons, Wayne County n. y. New York (U. S. A.). Verpackung der Flaschen in archeartigen Kisten mit dachförmigem Deckel (c. 75 cm lang und in der Mitte c. 45 cm hoch) ([Taf. XXX], [Fig. 289]). Kisten à 18 Flaschen. Oder in Blechflaschen (tins oder cans) in gleichen Kisten. A. M. TODD, Kisten à 3 Can à 20 lbs.
Japan. Pfefferminzöl in Blechdosen mit origineller Trade-Marke. Kisten à 12 Can à 12 lbs ([Fig. 289]).
Ylang-Ylang-Öl. Glasstöpselflaschen mit Etikett à ½ oder 1 kg.
Cajeput-Öl. In allen möglichen leeren (Rotwein-, Rum-, Kognak-) Flaschen, die in eigenartige quadratische Behälter verpackt sind, welche aus den nebeneinandergelegten Abschnitten der Blattstiele der Sagopalme (Metroxylon) hergestellt sind. Breite und Tiefe des Behälters c. 55 cm, Höhe c. 45 cm. Oben und unten zwei hölzerne Riegel, die durch Rotangstreifen miteinander verbunden sind ([Taf. XXXI] u. [Fig. 275]). Packmaterial: die destillierten und dann getrockneten Blätter der Cajeputpflanze. Jetzt oft in Kisten à 50 Flaschen à 0,6 Liter = 552 g.
Campher in Broten von c. 2½ kg.
Kanadabalsam. Kanister, zu zwei in Kisten vereinigt, c. 20 kg.
Manilaelemi. Kanister à 18 kg, zu zwei in einer Kiste.
Styrax liquidus. Kanister à 20 kg, zu zwei in einer Kiste oder in Fässern à 200 kg.
Gurjunbalsam in Kanistern à 18 kg, zu zwei in einer Kiste.
Oleum Anisi vulgaris, russisch. Blechflaschen von c. 15 kg, 6 in einer Kiste.
Oleum Bergamottae. Kisten à 1 Ramière = 12½ kg.
Zimtöl, Ceylon. Kisten à 12 Flaschen à 25 Oz, oder à 20 Flaschen à 26 Oz.
Fig. 292.
Sandelholzlager in Bangalore.
[Aus Roure-Bertrand fils Berichte.]
Oleum Rosmarini und Oleum Lavandulae in Blechkannen (Estagnons) à 25 kg ([Fig. 289]).
Lemongrasöl in leeren Weinflaschen, Packmaterial Reisstroh, je 12 in einer Kiste, c. 7.5 kg ([Fig. 289]).
Ricinusöl. Kisten à 4 Can à 20 kg oder Barrels à c. 180 kg.
Tamarinden. Oxhofte à c. 350 kg, Barrels à c. 180 kg.
Teer. Tonnen à c. 160 kg.
Galipot. Fässer à c. 350 kg.
Orlean, Guadeloupe. Oxhofte von c. 200 kg.
Terpentin, französ. Barrels von c. 130 kg oder Kisten à 2 Can von c. 120 kg.
Terpentinöl, amerikanische Barrels von c. 180 kg.
Rhiz. zingiber. condit. Runde Porzellantöpfe mit blauer Bemalung, oben mit runder Öffnung, mit Stuhlrohrstreifen umschnürt und zwei Handhaben aus Stuhlrohr ([Fig. 275]).
Curare findet sich entweder in kleinen, oft zu mehreren in einer Enveloppe vereinigten Töpfen (Tubocurare) oder in kleinen Calebassen (Calebassencurare) oder in Bamburöhren (Bambucurare) ([Fig. 290]).
4) Unverpackt.
Lose und unverpackt werden einige Hölzer, z. B. Sassafras, Sandelholz ([Fig. 292]), wohl auch Guajacholz, Quassia versandt, die direkt in den Schiffsraum geworfen und auch später ohne Emballage verstaut werden. Auch Hausenblase (in drei Formen als: Tongues, Oysters und plates) ist lose im Handel ([Fig. 274]).
Verpackungen sind auch auf den [Fig. 209]–[212], [218]–[220], [242], [248], [250]–[251], [256]–[260], [265]–[267] zu finden.
Alle Einteilungen, alle Systeme sind nur Notbehelfe. Natura non facit saltus.