III
Der Schnellzug nach Straßburg verließ Lyon frühmorgens. Auf dem andern Geleise lief einer, auf den ich hatte verzichten müssen, um die gleiche Stunde nach Paris. Lyon trug sich in Nebeln, vielfach noch in Lichtern. Es gab viel Reisende, und bei mir zog gleich eine ganze Gesellschaft ein: zwei ältere Herren, der eine sehr schön gewesen, der andere sehr lustig geblieben, ein Herr von vierzig Jahren und eine noch wunderhübsche Dame mit einem schon siebzehnjährigen Söhnchen, der in einem großen, weiten Eisbärpelz schier zerging. Sie waren guter Dinge, und kurzweilig kündete sich meine Fahrt. Der lustig Gebliebene lachte über eine Komödie aus der „Illustration“, und die Weise, in welcher der schöne Nestor der Dame aus ihrer Jacke half, sprach Bände für seine Vergangenheit. Als sie das erste Mittagessen wählten, wählte ich auch das erste Mittagessen, und im Speisewagen behielt ich sie erst recht im Auge. Die Dame trug eine Bluse aus weißer Chinaseide zu einem grauen Rock. Ihre schlanken Füße in den hellen Strümpfen und den offenen Schuhen hatten eine feste Art aufzutreten. Munter speiste sie, trank munter Wein, derweil sie munter sprach, und blieb zart und blaß dabei wie eine Narzisse. Das Reizendste vielleicht war doch ihr Mund, der, ein bißchen schief gezogen, ein bißchen schmerzlich, eben diese Schmerzlichkeit jener leisen Verzogenheit verdankte. Es war ein schwärmerischer, bitterer, glückseliger Mund, man wußte nicht recht, wie er sich zu ihrem lebhaften und sicheren Wesen verhielt. Aber sie war sich bewußt, glücklich zu sein.
Vor den breiten Scheiben floh eine Landschaft dahin, die mich nicht fesselte. Hin und wieder Hügel, von Schnee gestreift: der Winter, mir von jeher verhaßt, der von der Erde Besitz ergriff, und ein toter, mißgelaunter Himmel. Lieber sah ich zu jenem Tische hin. Als sie dort Kaffee nahmen, nahm ich auch Kaffee, denn ich wollte erst aufbrechen, wenn sie aufbrechen würden. Mein Eckplatz befand sich an der Seite des Ganges. Dort pflanzten sie sich bei ihrer Rückkehr auf; sie setzten sich nicht gleich herein, aber sie blieben bei mir, und ich hörte alles, was sie sagten. In aufgeregtester Debatte standen sie beisammen: denn das Essen hatte nichts getaugt. Dieses Fricandeau, was das wohl hatte bedeuten sollen? Gab es Worte für so unzulängliche Kartoffeln und eine so nichtssagende Omelette? „Cependant les petits pois“, sagte der Mann von vierzig Jahren ... „Les petits pois étaient bons“, sagte die hochstielige Narzisse. „C’étaient ma foi d’excellents petits pois“, sagte Nestor. „Ils étaient même étonnants“, sagte mit großem Ernst der lustig Gebliebene. Das Söhnchen hatte im Speisewagen sein Zigarettenetui vergessen, kam jetzt herzu und sagte lebhaft: „Il n’y avait de bon que les petits pois.“ Und nun wurde noch eine ganze Weile intensiv, wie in den Wandelgängen der Kammer, über die, wie mir dabei kund wurde, keineswegs leichte Kunst der Erbsenzubereitung verhandelt. Von den Erbsen kam man auf die Wicken, von den Wicken auf die Gewinnung des Lavendels. Der echte ist sehr schwer vom wilden zu unterscheiden. Nestor, müde vom Stehen, nahm als erster wieder Platz. Er fragte mich, ob mich der Rauch nicht störe, und mein „oh non“, die einzigen Worte, die ich an diesem Tage sprach, wollte sagen: „Kommt alle herein, setzt euch. Ich bin entzückt.“
Das Geheimnis der Franzosen, was ist es, wenn nicht, daß sie bei so starker Animalität so wenig materiell sind. Hier ist der Schlüssel zu ihrem Wesen wie zu ihrer Kunst. Es ist der Augenblick, der, wenn auch nicht verweilen, sich voll auslösen darf, weil er nie vorgreift, auch wo er überfließt, und weil sein Rhythmus sich genügt. Unüberlegtes Volk, tragisch in seiner Kindlichkeit. Wem würde es einfallen, die Deutschen Kinder zu nennen? Frankreich ist der Wein der Welt, Deutschland wäre aller Brot, wenn es doch endlich die Dinge treiben ließe.
Ich kann freilich nicht verlangen, daß ein Militarist von dem, was hier gemeint ist, auch nur ein Wort versteht. Denn Militaristen sind Geschöpfe ohne Hirn, an sich also nur grotesk. Allein, solche Wesen ohne Kopf durften sich zu Herren der Welt erheben, und streben vollen Ernstes, es noch einmal zu werden. Auf die Weise zwingen sie denkende Kreaturen, im Harnisch zu bleiben und weiterhin zu buchstabieren.
Venedig 1922
Ich traf es unvergleichlich, um über den Gotthardt zu fahren. Er stand in Verzückung, und die Seen lösten sich als himmlische Dekorationen ab. Dennoch ist es nicht nur die Schönheit – die Welt ist in Europa fast überall schön –, sondern der seltene Vorzug der Schweiz ist ihre heutige Leere. Man kehrt in leeren Gasthöfen ein, speist in leeren Lokalen, kein Zug ist überfüllt. Wohin du siehst, brauchst du nicht über eine Unzahl Köpfe hinüberzublicken: die Dinge sind dein. Der hohe Kurs hält nicht nur den Andrang der Reisenden ab, auch von den eigenen Landeskindern sind viele ausgeflogen. Schon in Como sitzt man wieder gedrängt. Und angesichts des immer voll besetzten Vaporettos, der zum Lido fährt, steigt der Gedanke auf, daß wir zu zahlreich geworden sind, Atem holen, eine Orgelpause ansetzen, auch in geistiger Hinsicht aufräumen, und uns besinnen sollten, bevor wir weitergehen. Wir erleben eine Zeit, die sich nicht mehr überblicken läßt. Vorigen Herbst kam ich in einem sehr östlichen Lande beim Umsteigen hinter einer dichten Menschenmenge durch die Untergründe eines Bahnhofs zu gehen, von welchen zwei Treppen zur Oberfläche zurückführten. Von unten gesehen schienen die langsam nach oben vorschiebenden Köpfe alle konisch auszulaufen, und also gestaut, und in solcher Massenauflage kaum noch auf ein persönliches Schicksal hinzudeuten. Entsetzlich zu sagen: wie Sardinenpackungen nahmen sie sich aus.
Die Allgemeinheit ist heute jener Wald geworden, den man vor Bäumen nicht mehr sieht. Sie stiebt hin und her, und nicht mehr dem Führer, sondern den mannigfachen Verführern eröffnet sich heute ein dankbares Feld. Es wird immerzu von der Masse gesprochen, nie von der Menge, nie von der pacotille humaine, welche, lediglich weil sie aus allen Ständen zusammengesetzt und zahlkräftig ist, zum Machtfaktor erhoben wurde. Die stets lenksame Herde ist es, der man sich unterwirft. Und diese so unnötige Diktatur der Menge, sie, deren Exponent der Ramschladen ist, sie ist es, die unserem Gemeinschaftsleben den gewöhnlichen Stempel aufdrückt.
Ich schreibe diese Zeilen in Venedig, es ist wahr, aber Leute wie ich haben ja nur für ein paar Gedanken Raum, und alle Wege führen zu ihnen wie nach Rom. Sie bezahlen ihren partiellen Scharfsinn mit Unzulänglichkeiten aller Art.
Auf meiner Fahrt hierher stellte ich des öfteren fest, in wie hohem Grade die Masse sowohl heranzubilden wie zu korrumpieren ist. Ich war bereit, in Mailand dieselbe angenehme Enttäuschung zu erleben wie bei meiner ersten Reise nach Italien, vor welcher ich manches von dem „erledigten und geschmacklosen Rafael“ gehört hatte und seine Stanzen und Deckengemälde mir dann vor Bewunderung den Atem raubten.
Vielleicht würde es mir mit dem Mailänder Dom ähnlich ergehen.
Allein ich kam über den Krankheitsherd seiner Fassade nicht hinaus; die schönen Paläste, die sich auch hier vorfinden, kommen dagegen nicht an. Die in Triangelform ausgehauene Schweizer Stickerei, welche sie überragt, schlug eine Dominante für Mailand an. Sie ist heute noch verantwortlich für gewisse Hüte, Kleiderarrangements, Farbenzusammenstellungen, Loggien und Neubauten, denen man anderorts nicht begegnet, denn sie hat fortwirkend das Auge der Mailänder so sicher gefälscht, wie sich das der Venezianer bildete. Die ärmste Frau aus dem Volke hüllt dort bis an das Ende der Zeiten ihre ungefähre Kleidung in das Dekorum eines schwarzen Schals, zum Zeichen, daß sie einen höheren Rang einnimmt als die Kollegin, welche in Schürze und Kittel zwischen scheußlichen Mietskasernen ihre Sohlen schief tritt, während die Elektrische hinter ihr daherpoltert. Ihr Bewußtsein ist ein Reflex der Wundergassen, durch die sie wandelt. Er leuchtet von den beseelten Stirnen der venezianischen Kinder. Laut sind nur die melodischen Rufe der Gondoliere. Man erschrickt hier vor groben Stimmen, oder sie wirken komisch.
Für den Militarismus freilich war diese Stadt wie jede andere lediglich eine Zielscheibe für erfolgreiche Bombenwürfe, und nichts könnte ihn besser kennzeichnen, als seine Kanonenauffahrt gegen ihre Fragilität. Von seinen Bekennern sagte ich ja schon, daß ihre Nasen stumpf ausliefen, wie die Nasen der Hunde, ebenso unfähig wie Hunde, den geistigen Gang der Dinge zu spüren.
Ich schreibe diesen Brief im Abendwinde der Piazzetta, nach einem ersten flüchtigen Rundgang in den giardini publici. Dort stehen ein halb Dutzend Gebäude oder mehr den Bildern aller Länder gastlich, allzu gastlich offen. Die schon geäußerten Erwägungen drängen sich von neuem auf: Überschüssiges, Ausschußware, als eine Folge der Quantität, die sich auf Kosten der Qualität behauptet, infolgedessen höherer, nicht zu vermeidender Ramsch auch hier. Die guten Bilder, oder wenigstens die guten Künstler, auch die guten Plastiker kannte man.
Überall läuteten schon die Wächter den Schluß der Ausstellung ein, sehr verfrüht, wie mir schien, aber sie waren es wohl müde, vor so viel Bildern herumzustehen. Gott, o Gott! Was sollte ich über diese Ausstellung schreiben? „Ich komme schon!“ rief ich, England durchrasend, dem Türhüter zu. Nach Holland fliehend, läutete mich schon wieder einer hinaus. Aber ein erster Rundgang sollte es ja sein. Also rasch nach Ungarn, dazu reichte es noch. –
Seid mir gegrüßt, ihr Glocken!
Ich stand wieder auf dem Vaporetto; konnte es etwas Überwundeneres geben, etwas, das sich in dem Maße überlebt hatte, etwas den Bildern selbst Unzuträglicheres, wie solche Massendarbietungen? Nur Separatausstellungen haben noch einen Sinn. Der Eindruck einer Überzahl von Bildern verschiedensten Ursprungs hingegen ist dem eines großen Geschreies vergleichbar. Wir möchten uns die Ohren zuhalten: sie reden alle zugleich und fallen einander ins Wort, wobei die Unwichtigsten, wie das so geht, am lautesten sind. Welch eine stillere Kunst fürwahr ist die Musik! Und wäre es nicht an der Zeit, solche Bilderparlamente ein für allemal zu schließen? Hier geht es doch wirklich nicht um Demokratie. Lohnt es sich, so weise man diesen und jenen Malern einen Raum. Wenn nicht, so mögen sie erst ausreifen, sofern sie das Malen nicht aufstecken; jedenfalls verschone man uns mit ihrem Lärm. Auch dem Nichtssagenden, wie allem, was es gibt, hat der Weltkrieg neue Lichter aufgesteckt. Vor Leuten, von welchen sich einer acht Jahre früher anöden ließ, ergreift er heute erschrocken die Flucht, und die Menschengruppen sondern sich heute reinlicher ab, es ist wahr.
Montag, 26. Juni
Wieder auf dem Vaporetto. Nur für Stehplätze an der Sonne ist noch Raum, einer Julisonne kann man wohl sagen, und es ist Mittag. Mein Sonnenschirm ist an der Grenze geblieben, und mein Fächer im Hotel. Es fällt mir plötzlich ein, daß man damals, als es sich noch ausbreiten konnte in der ganzen Welt, und seine Schiffe in allen Häfen einliefen, so oft sagen hörte: Deutschland müsse seinen Platz an der Sonne haben und er sei ihm verwehrt. Barmherziger Gott! Wie ist es heute zusammengepfercht! Warum ich gerade heute so viel hinüberdenke? Ist es das überfüllte Boot?
Es glitt den Canal Grande entlang, und das Auge stillte sich an den unsterblichen Palästen, den gewaltigen wie den schmächtigen, der Musik ihrer Formen, dem Zusammenklang ihrer Farben; denn sie sprachen zu ihm. Ja, es fühlte sich angerufen von diesen geschwungenen Brücken, sie fingen an, ihm die intimste aller Gefolgschaften zu bilden; diese Gassen, in den Gewässern aufgetan, die Stufen, die hinab in ihre Stille führten, und ihre Pforten, so traumhaft umspült, sie zogen alle mit ihm; und die Gärten, die Mauern, tief von den Ästen überhangen, und jene Kinder dort, zwischen den Säulen der Terrasse, so schlank, so zart gekleidet, und die so still hielten ... Und die berückende Dame, die uns in ihrer Gondel kreuzte, deren Rosenherz vorfrüh gebrochen ist, und lange vor Sommers Ende den Herbst erlebte. Welcher Stoß hat es getroffen, und wird es sich erholen? Sie gibt die schweren Kelche ihrer Augen, die von der Süße und Qual der Rosen beladenen, dem Lichte preis, fesselnder in ihrem unverminderten, doch schon verfallenen Zauber, wie alle Jugend. Sie ist vorbeigezogen.
Am Rialto gab es ein Gedränge. Doch jetzt saß ich am äußersten Ende des Bootes. Das Glück stieg und schwellte in mir empor, und ich gewährte ihm ganz. Wir hatten im Schatten angelegt, und vor mir war ein schwerer Palast, die rostbraunen Gardinen herabgelassen. Aber ein Luftzug bewegte sie; sie blähten sich wie Segel, bereit, dem Winde zu folgen. Warum erhöhte sich da meine Lust? – Die Welt ist nie so heimatlos, Venedig noch nie so kostbar gewesen.
Ich hatte beim Einsteigen den Corriere della Sera erstanden, aber vergessen, ihn zu lesen. Er glitt jetzt von meinen Knien zu Boden, und ich hob ihn auf. Zuoberst auf der ersten Seite standen die Worte: Rathenau assassinato. Sie setzten das Auge unverzüglich außer Spiel und schalteten es aus. Von all den Palästen sah es keinen einzigen mehr.
Fürwahr, ihr Freunde, ein wunderbarer Richter ist der Tod. Mit zeitloser Geschwindigkeit hat er die Maske von uns gerissen, die Schale zerbrochen und den tauben oder süßen Kern in uns geprüft und kundgetan. Da sind „gute Bekannte“, von deren Sterben man Notiz nahm, ohne mit der Wimper zu zucken; da ist ein anderer, scheinbar Fernerstehender, dem wir durch die Umstände oder durch gewisse Eigenschaften, die uns in Schach hielten, nie wirklich nähertraten. Und da trifft uns sein Tod wie der eines nahen Freundes, als hätten wir ihn immer geliebt. Es zeigt sich, daß alle seine Schuldscheine zerrissen, jeder Schatten durch starke Wesenheiten überboten sind, und es will plötzlich nicht mehr gelingen, uns seiner Fehler auch nur zu entsinnen. Was ist geschehen? Es gibt Fehler, die nichts Inherierendes sind.
Rathenau gehörte, wie der während des Krieges verstorbene Robby Mendelsohn, zu den ganz wenigen feudalen Juden, die in Deutschland zu finden sind. Hier ist der Punkt, wo jeder Mensch von Ressentiment (sei es aus Rasse oder sonstigen Gründen) ihn mißverstehen mußte. Undenkbar – denn es war nichts Kleinliches in ihm, nicht einmal in seiner Eitelkeit –, daß er den Nekrolog geschrieben hätte, der ihm von Harden zuteil wurde. Selbst was er Richtiges enthält, ist daneben. Rathenaus Ehrgeiz war ohne eine Spur von Subalternität. Als er zur Regierung gelangte, zeigte es sich, daß er nicht nur seinem Talent, sondern auch seiner Natur nach dazu berufen war. Dies gab seiner Gestalt das ungemeine Relief: mochte er diesen oder jenen Fehler begehen, er war an seinem richtigen Platz. Und die antike Glorie seines Todes entsprach ihm wirklich.
Daß er übrigens bis in das Jahr neunzehnhundertundachtzehn an den Sieg Deutschlands glaubte, habe ich von ihm selbst anders gehört. Im Frühjahr neunzehnhundertundsechzehn besuchte er mich einmal in München, im Herbst desselben Jahres fuhren wir die Strecke Romanshorn-Buchloe zusammen, im Januar neunzehnhundertundsiebzehn sah ich ihn zum letzten Male in Berlin. Es war hier und dort fast dasselbe Gespräch:
„Lassen Sie heute die Hände“, sagte er, „von der Politik. Sie ist des Teufels Kessel. Sie wissen nicht, was vorgeht, und Sie können nicht dagegen an.“
„Warum tun Sie nichts?“
„Weil nichts zu machen ist, die Dinge müssen ihren Lauf nehmen. Erwarten Sie immer das Ärgste, und Sie werden es noch übertroffen sehen. Es gibt keine Dummheit, die man unterlassen wird. Den Unterseebootkrieg? Ja, der kommt auch,“ fuhr er in seiner gleichmäßigen Stimme fort, „und dann der Krieg mit Amerika. Und zuletzt wird man ihn verlieren. Auch das.“
„Das sagen Sie,“ rief ich, „und sehen zu?“
„Weil alles vergebens ist. Später, viel später erst, werde ich vielleicht eingreifen können. Ich warne Sie“, fing er wieder an – und nahm seine Belehrungen wieder auf.
Seine Worte, meine Unfähigkeit, die Lage zu übersehen, bedrückten mich schwer. Doch ich hielt an meiner Hoffnung an ein baldiges Ende fest. Dieser Allesbesserwisser! Gottlob, daß er nicht recht zu haben brauchte.
Den Hakenkreuzlern ins Stammbuch
Kein Glaube hat sich als so ominös erwiesen, als wie der Glaube, das auserwählte Volk zu sein. Ihm wurde auf Jahrhunderte der Fluch des Ghettos zuteil, der auf den größten aller Morde zurückführt. Seht ihr nicht, wie sich für eure Verblendung und eure Missetaten über eure Köpfe hin das Ghetto profiliert, das euch abseits stellt? – Kein Mord bleibt ungesühnt, auch wenn der Täter entwischt. Haken-Kreuzler in der Tat!