II
Das Aufrichten gelingt dir kaum,
Nur winselnd im Schweiß;
Immer ist ein Sinken, bis du stehst.
Dann trostlose Schritte
Gradeaus im Kreis.
Als wär’ nie mehr für dich eine Bitte,
Gehst du Linien ohne Punkt,
Ohne Farben, ohne Raum.
Wenn dir, stillstehend,
Die Augen sinken zur Vision,
Spürst du kalt wehend
Den grinsenden summenden Hohn;
Wie um Aas den Menschenschwarm.
Dann, verloren in Tränen den Mund,
Fühlst du, wechselnd eisig warm,
Das Sausen im fallenden Grund.
Und wo die Qual noch so sehr schwieg,
Hier schreit sie weinend heraus
Töne ohne Takt, ohne Musik.
Wie ein Lawinenstrom ohne Damm
Bricht die Klage aus,
Über die Erde der Welt und den ewigen Schlamm.