Penn.
Penn’s Benehmen war kaum minder schändlich. Er war ein eifriger und geschäftiger Jakobit, und seine neue Lebensbahn war der moralischen Reinheit noch ungünstiger, als es die vorige gewesen war. Es war kaum möglich, zu gleicher Zeit ein consequenter Quäker und ein Höfling zu sein; ganz und gar unmöglich aber war es, ein consequenter Quäker und ein Verschwörer zu sein. Es ist schmerzlich es sagen zu müssen, daß Penn, während er selbst den Vertheidigungskrieg für sündhaft zu halten erklärte, doch Alles that was in seiner Macht stand, um eine fremde Armee ins Herz seines eignen Landes zu bringen. Er schrieb Jakob, daß die Anhänger des Prinzen von Oranien nichts so sehr fürchteten als einen Aufruf zu den Waffen, und daß, wenn jetzt von Frankreich oder Irland aus ein Einfall in England unternommen würde, die Zahl der Royalisten sich größer herausstellen werde als sie je gewesen. Avaux hielt diesen Brief für so wichtig, daß er Ludwig eine Abschrift davon einsandte.[119] Diese und ähnliche Mittheilungen, schrieb der schlaue Gesandte, hätten auf die Stimmung König Jakob’s einen guten Eindruck gemacht, Se. Majestät sei endlich überzeugt, daß er seine Lande nur mit dem Schwerte in der Hand wieder erlangen könne. Es ist ein interessanter Umstand, daß es dem großen Friedensprediger vorbehalten sein sollte, diese Ueberzeugung im Geiste des alten Tyrannen hervorzurufen.[120] Penn’s Verfahren war der Aufmerksamkeit der Regierung nicht entgangen. Man hatte Verhaftsbefehle gegen ihn erlassen und er war eingezogen worden; es hatten aber keine Beweise gegen ihn aufgebracht werden können, die eine Anklage auf Hochverrath begründet hätten; er hatte bei jeder Partei viele Freunde, die er auch trotz aller seiner Fehler zu haben verdiente, und er wurde daher bald wieder in Freiheit gesetzt, um zu seinen Comploten zurückzukehren.[121]