Verdächtiges Treiben Seymour’s.

Der Ausschuß berichtete ferner, daß er ein contractliches Uebereinkommen gefunden habe, kraft dessen die Compagnie sich verpflichtet habe, einer Person, Namens Colston, zweihundert Tonnen Salpeter zu liefern. Auf den ersten Anblick schien dieses Geschäft kaufmännisch und in Ordnung zu sein. Bald aber kam man dahinter, daß Colston nur ein Agent Seymour’s war. Dies erweckte Verdacht. Die verwickelten Bedingungen des Contracts wurden genau untersucht und sie ergaben sich als in der Weise festgestellt, daß in jedem möglichen Falle eine Summe von zehn- bis zwölftausend Pfund von Seymour gewonnen und von der Compagnie verloren werden mußte. Alle Sachverständigen waren der Ansicht, daß der Contract ein bloßes Scheindocument sei, das eine Bestechung verdecken sollte. Die Maske war aber so geschickt gemacht, daß die Landgentlemen sich nicht hineinfinden konnten und daß selbst die Juristen zweifelten, ob solche Beweise von Bestechung vorlägen, wie sie ein Gerichtshof für genügend erachten würde. Seymour kam sogar ohne Tadelsvotum davon und nahm nach wie vor einen leitenden Antheil an den Debatten der Gemeinen.[19] Aber die Autorität, die er lange im Hause und in den westlichen Grafschaften ausgeübt hatte, war, wenn auch nicht vernichtet, doch sichtbar vermindert, und bis an das Ende seines Lebens blieb sein Salpeterhandel ein Lieblingsthema für whiggistische Pamphletisten und Dichter.[20]