Versuche Jakob’s, einen allgemeinen Friedensschluß zu verhindern.
Inzwischen erregte Jakob durch seine Klagen und Drohungen die Heiterkeit und das Mitleid von ganz Europa. Er hatte vergebens sein Recht geltend gemacht, als der alleinige wirkliche König von England einen Gesandten zu dem Congresse zu schicken.[121] Er hatte umsonst an sämmtliche römisch-katholische Fürsten der Conföderation eine Denkschrift gerichtet, in der er sie beschwor, sich mit Frankreich zu einem Kreuzzuge gegen England zu verbinden, um ihn wieder in sein Erbe einzusetzen und die gottlose Rechtsbill zu annulliren, welche Mitglieder der wahren Kirche vom Throne ausschloß.[122] Als er sah, daß diese Aufforderung unbeachtet blieb, erließ er einen feierlichen Protest gegen die Gültigkeit jedes Vertrags, an welchem die bestehende englische Regierung sich betheiligen würde. Er erklärte alle Verpflichtungen, die sein Königreich seit der Revolution eingegangen war, für null und nichtig und kündigte an, daß, wenn er wieder zur Gewalt gelangen sollte, er sich an keine dieser Verpflichtungen gebunden erachten würde. Er gab zu, daß er durch die Nichtachtung dieser Verpflichtungen große Calamitäten sowohl über seine eigenen Lande als über die ganze Christenheit bringen könne; aber er erklärte, daß er sich wegen dieser Calamitäten weder vor Gott noch vor den Menschen für verantwortlich halten werde. Es scheint fast unglaublich, daß selbst ein Stuart, ja der schlimmste und beschränkteste aller Stuarts wähnen konnte, das es die erste Pflicht nicht nur seiner Unterthanen, sondern der ganzen Menschheit sei, seine Rechte zu vertheidigen; das Franzosen, Deutsche, Italiener und Spanier ein Verbrechen begingen, wenn sie nicht Jahr auf Jahr für ihn ihr Blut vergössen und ihr Geld opferten; daß die Interessen der sechzig Millionen Menschen, für welche der Friede ein Segen gewesen wäre, im Vergleich mit den Interessen eines Einzelnen von gar keinem Gewicht seien.[123]