Die neuen Bischöfe.
Die Stühle der Bischöfe, welche zugleich mit Sancroft vertrieben worden waren, wurden in einer der Regierung zur Ehre gereichenden Weise besetzt. Patrick wurde Nachfolger des Verräthers Turner. Fowler ging nach Gloucester. Richard Cumberland, ein bejahrter Geistlicher, der keine Gönner bei Hofe hatte und dessen einzige Empfehlungen seine Frömmigkeit und Gelehrsamkeit waren, erfuhr mit Erstaunen aus einem Neuigkeitsbriefe, den er auf dem Tische eines Kaffeehauses fand, daß er zum Bischof von Peterborough ernannt war.[57] Beveridge wurde zum Nachfolger Ken’s erwählt; er willigte ein und die Ernennung wurde wirklich in der London Gazette angezeigt. Doch Beveridge war wohl ein rechtschaffener Mann, besaß aber keine Seelenstärke. Einige Jakobiten machten ihm Vorstellungen, andere Vorwürfe, der Muth sank ihm, und er nahm seine Zusage zurück. Während die Eidverweigerer über diesen Sieg frohlockten, wurde er wieder andren Sinnes, aber zu spät. Er hatte sich durch seine Unschlüssigkeit Wilhelm’s Gunst verscherzt und erhielt erst eine Mitra, als Anna auf dem Throne saß.[58] Das Bisthum Bath und Wells wurde Richard Kidder verliehen, einem Manne von hervorragender Bildung und makellosem Character, der aber in dem Verdacht stand, daß er sich zum Presbyterianismus hinneige. Um die nämliche Zeit nahm Sharp, der Hochkirchlichste, der einen Skrupel deshalb hegte, daß er der Nachfolger eines abgesetzten Prälaten werden sollte, das durch Lamplugh’s Tod zur Erledigung gekommene Erzbisthum York an.[59]