Entlassung Melfort’s.

Die Irländer verlangten vom Könige zum Lohn für die energischen Anstrengungen in seinem Interesse ein Zugeständniß, das ihm durchaus nicht angenehm war. Melfort’s Unpopularität hatte in einem solchen Grade zugenommen, daß er kaum noch seines Lebens sicher war, und er besaß keinen Freund, der ein Wort zu seinen Gunsten hätte sprechen können. Die Franzosen haßten ihn. In jedem Briefe, der aus England oder Schottland in Dublin ankam, wurde er als der böse Genius des Hauses Stuart bezeichnet. Es war um seiner selbst willen nothwendig ihn zu entlassen. Man fand einen ehrenvollen Ausweg. Er erhielt Befehl, sich nach Versailles zu begeben, den Stand der Dinge in Irland dort darzulegen und die französische Regierung um schleunige Zusendung eines Hülfscorps von sechs- bis siebentausend Mann gedienter Infanterie zu bitten. Er legte die Siegel nieder und sie wurden zur großen Freude der Irländer den Händen eines Irländers Sir Richard Nagle anvertraut, der sich als Generalfiskal und als Sprecher des Hauses der Gemeinen hervorgethan hatte. Melfort reiste unter dem Schutze der Dunkelheit ab, denn die Wuth des Volks gegen ihn war so groß, daß er sich am Tage nicht ohne Gefahr in den Straßen von Dublin zeigen konnte. Am andren Morgen verließ Jakob seine Hauptstadt in entgegengesetzter Richtung, um Schomberg entgegenzurücken.[55]