B. 106. Bilibald Pirkheymer. 1524.
Keins der Dürer’schen Bildnisse ist so allgemein verbreitet, als dieses, seines gelehrten und treuesten Freundes. Die Abdrücke kommen daher in den verschiedensten Zuständen und auf den mannigfaltigsten Papieren vor. Die ältesten haben das Wasserzeichen des Kruges oder der kleinen hohen Krone Nr. 36. In dem Königlichen Kupferstich-Cabinet in München habe ich ausnahmsweise einen Abdruck auf Ochsenkopf-Papier gefunden, sie sind kräftig, aber nicht sehr fett in Farbe. Es giebt noch ziemlich gute Abdrücke auf einem Papiere, dessen Wasserzeichen unter einem dem Nürnberger ähnlichen Wappen, einen Mohrenkopf hat, Nr. 16, oder auf einem festen Papier mit 12 Linien Entfernung der Drathstriche.
Die neueren schwärzeren Abdrücke sind von der späterhin aufgestochenen Platte, von der man in der Kaiserlichen Bibliothek zu Wien ebenfalls einen Abdruck zur Vergleichung neben einem des ersten Etats sieht. Sie unterscheiden sich durch eine gewisse Rauheit in den Haaren und den Buchstaben der Unterschrift, auch ist die Halskrause stärker markirt.