Die gedruckten Werke Albrecht Dürer’s.
Als Nachtrag zu meinen Bemerkungen über die Holzschnitte Dürer’s glaube ich auch, die höchst interessanten gedruckten Werke desselben berücksichtigen zu müssen, da solche so sehr reich mit Holzschnitten ausgestattet sind, von denen Bartsch nur einzelne unter Nr. 146 bis 149 in seinem peintre graveur aufgenommen hat.
In Beziehung auf die zu diesen gedruckten Werken verwandten Papiere findet man die bei den alten deutschen Druckwerken im allgemeinen beobachtete Gewohnheit: verschiedene Papiersorten oft ohne regelmäßige Reihenfolge zu benutzen, in reichlichem Maße befolgt.
1. Die älteste Ausgabe eines Dürer’schen Werkes ist die im Jahre 1525 gedruckte
»Underweysung der messung, mit dem zirckel vn̄ richtscheyt, u.s.w.
In dieser kommen Papiere mit folgenden Wasserzeichen vor:
a) Der Henkelkrug, Nr. 33, mit Entfernung der Drathstriche von 13 Linien;
b) Die große hohe Krone, Nr. 21, jedoch in etwas abweichender Form, auch wohl mit dem Buchstaben S im Bügel, Entfernung der Drathstriche 14¼ Linien;
c) Der kleine Reichsapfel mit Kreuz, Nr. 37, Entfernung der Drathstriche 12½ Linien;
d) Der Ochsenkopf mit dem Caducaeus, Nr. 31, Entfernung der Drathstriche 13¾ Linien;
e) Der Anker im Kreise, Nr. 30, Entfernung der Drathstriche 14¼ Linien.
Die zweite Ausgabe dieses Buches, im Jahre 1538 durch Hieronymus, Formschneyder gedruckt, enthält in den Papieren folgende Wasserzeichen:
a) Eine schmälere hohe Krone, oft mit einem fünfstrahligen Stern über dem Kreuz, Nr. 36, Entfernung der Drathstriche 11½ Linien;
b) Den kleinen Reichsapfel mit Kreuz, Nr. 37, Entfernung der Drathstriche 12 Linien;
c) den größeren Reichsapfel mit Stern, Nr. 24a, Entfernung der Drathstriche 12½ Linien.
2. Das im Jahr 1527 herausgegebene Werk:
»Etliche Underricht, zu befestigung der Stett, Schloß, vnd flecken«
Dasselbe hat vorherrschend Papier mit dem Wasserzeichen des stehenden Hundes, Nr. 35, und 12½ bis 13¼ Linien Entfernung der Drathstreifen, doch gemischt mit solchem, in dem sich die schmälere hohe Krone, Nr. 36, befindet, deren Drathstriche 11½ bis 12½ Linien Entfernung haben.
Bartsch hat übrigens Unrecht gehabt: das schöne Titelblatt dieses Werkes mit dem Wappen des Erzherzogs Ferdinand von Oesterreich nicht unter den einzelnen Holzschnittblättern aufzuführen. Ich möchte glauben: daß es ein eigenhändiger Schnitt unsers Meisters sei, auch hat er selbst Werth darauf gelegt, wie ein in Farben gedrucktes Exemplar desselben beweist, welches Dürer, der von seiner Hand darauf befindlichen lateinischen Inschrift zufolge, seinem auch aus dem niederländischen Tagebuche bekannten Freunde Christoph Koler verehrte.[66]
3. Dürer’s Hauptwerk:
»Vier Bücher von menschlicher Proportion.«
An diesem hat unser Meister nach den zahlreichen noch vorhandenen Federskizzen und Studien dazu, während des größesten Theils seines Lebens gearbeitet. — Es wurde, nach der in der Königlichen Bibliothek in Dresden vorhandenen Originalhandschrift des ersten Buches, im Jahre 1523 beendigt, aber im Jahre 1528 gebessert und zum Druck hergerichtet,[67] doch erlebte Dürer die Herausgabe, welche am 31. October 1528 erfolgte, nicht mehr.
Die Papiere dieser Ausgabe haben das Wasserzeichen:
a) der schmalen hohen Krone mit Kreuz, Nr. 36;
b) derselben mit Stern über dem Kreuz; beide mit Abstand der Drathstreifen von 11½ Linien;
c) des Reichsapfels mit fünfstrahligem Stern und 11¼ Linien Entfernung der Drathrippen.
Die sechs Jahre später, im Jahre 1534 veranstaltete Ausgabe der lateinischen Uebersetzung dieses Werks durch Bilibald Pirckheimer hat im Papier
a) das Wasserzeichen des größeren Reichsapfels mit Kreuz, Nr. 6, Abstand der Drathstriche 11½ Linien;
b) dasjenige des Ochsenkopfes mit dem Caducaeus, Nr. 31, Abstand der Drathstriche 14 Linien;
c) der schmäleren hohen Krone mit Kreuz und Stern, Nr. 36, mit 11½ und 17½ Linien Entfernung der Drathstriche. —
Abschnitt III.
Die Handzeichnungen Albrecht Dürer’s.
Nichts ist geeigneter, einen richtigen Begriff von der Vielseitigkeit des Talents, dem unermüdlichen Fleiße, der strengen Gewissenhaftigkeit und der hohen Meisterschaft Albrecht Dürer’s zu gewähren, als seine zahlreichen Skizzen, Studien und ausgeführten Zeichnungen.
Man verdankt es ohne Zweifel der hohen Anerkennung, welche unser Meister schon bei Lebzeiten und gleich nach seinem Tode gefunden hat, daß eine so große Zahl dieser Entwürfe und Handzeichnungen, zum Theil noch in gutem Zustande, sich bis auf unsre Zeiten erhalten hat, doch sind sie sehr zerstreut; die Bearbeitung eines vollständigen mit Einsicht entworfenen und geordneten Verzeichnisses derselben, würde daher ein großes Verdienst sein und ein ganz neues Licht über Albrecht Dürer’s Kunstleistungen verbreiten, da derselbe, in seinen Zeichnungen, durch technische Schwierigkeiten weniger beengt als bei den Gemälden, seinem Gefühle und seinem Genius freien Lauf lassen konnte.
Heller hat in seinem Leben Albrecht Dürer’s manches Verdienstliche auch über seine Zeichnungen zusammen getragen, doch ist sein Verzeichniß weder vollständig noch mit gehöriger Kritik entworfen.
Ich selbst fühle mich zu einer solchen Arbeit nicht mehr befähigt, doch will ich in Nachfolgendem für die Freunde Dürer’scher Kunst einige Notizen über die mir bekannt gewordenen Zeichnungen geben, und bei denjenigen in öffentlichen Sammlungen befindlichen, welche mir in den letzteren Jahren zugänglich gewesen sind, auch auf das Einzelne derselben näher eingehen, zugleich aber meine Beobachtungen über die dazu verwendeten Papiere und ihrer Wasserzeichen mittheilen.
Die bedeutendsten Schätze von Dürer’schen Zeichnungen, befinden sich gegenwärtig in folgenden öffentlichen Sammlungen, als:
1) In der Sammlung des Erzherzogs Albrecht in Wien.
2) Im print-room des britischen Museums.
3) In der Kaiserlichen Handzeichnungs-Sammlung in Paris.
4) In dem Handzeichnungs-Cabinet der Ufficij in Florenz.
5) Im Königlichen Kupferstich-Cabinet in Berlin.
6) In der ehemaligen Heller’schen Sammlung auf der Stadtbibliothek zu Bamberg.
7) In der ehemaligen Klugkist’schen Sammlung in der Kunsthalle zu Bremen.
8) Auf der Königlichen Bibliothek zu Dresden.
9) Auf der Königlichen Bibliothek zu München.
10) Auf der Stadtbibliothek zu Nürnberg.
Einzelne schöne Zeichnungen sind noch:
11) In der Ambraser-Sammlung in Wien.
12) Im Städel’schen Institut zu Frankfurt a.M.
13) Im Königlichen Kupferstich-Cabinet zu München.
14) In der Königlichen Kupferstich-Sammlung zu Dresden.
15) In der Akademie alla Carità zu Venedig.
16) In der Ambrosiana zu Mailand.
17) In der Kupferstich-Sammlung auf der Festung zu Coburg.
18) In dem Herzoglichen Museo zu Braunschweig.
19) Auf der Universitäts-Bibliothek zu Erlangen.
Auch in mehreren Privat-Sammlungen in Deutschland giebt es einzelne schöne echte Zeichnungen Dürer’s, die wichtigsten sind in der kostbaren Handzeichnungs-Sammlung des Herrn E. Harzen in Hamburg; die größte Zahl dürfte wohl meine eigene Sammlung enthalten.
In England befinden sich ebenfalls noch manche Dürer’sche Zeichnungen im Privatbesitz, zum Theil aus der berühmten Sammlung des Sir Thomas Lawrence herstammend, aus welcher nach dessen Tode hundert Zeichnungen von Albrecht Dürer durch die Gebrüder Woodburn in London für 800 L. Sterling verkauft wurden.[68]
Eine bedeutende Zahl dieser letzteren Zeichnungen war früher im Besitz des französischen Generals Grafen Andreossi, welcher gleich nach der Einnahme Wiens im Jahre 1709 einen großen Schatz, durch ihre vollkommene Erhaltung besonders ausgezeichneter Entwürfe Dürer’s, an sich zu bringen gewußt hat. Andere kommen aus den älteren Englischen Sammlungen des Sir Peter Lely, W. Young Ottley, Lord Spencer, J. Richardson, P. Sanby, R. Cosway, sowie aus den bekannten Sammlungen des Chevalier Vicar und Denon.
Die Zahl der in den vorherbezeichneten öffentlichen Sammlungen enthaltenen Skizzen, Entwürfe und Zeichnungen übersteigt 1000 — und da ein großer Theil davon mit der Jahrszahl versehen ist, welche bis auf die ältesten Zeiten 1484, 1489, 1491 und 1494 hinauf reichen, so gewähren sie auch in Beziehung auf die Entwickelung unsers Künstlers die wichtigsten Anhaltspunkte.
Ueber die öffentlichen Sammlungen bemerke ich folgendes:
ad 1. Die Sammlung des Erzherzogs Albrecht in Wien ist für Dürer’sche Zeichnungen unstreitig die bedeutendste, da sie eine überwiegende Zahl ganz ausgeführter Zeichnungen, sowie Skizzen und Entwürfe zu mehreren seiner Hauptwerke enthält. Dieser Schatz — großenteils von den Kaisern Maximilian und Rudolph II. herstammend, früher im Schloß Ambras aufbewahrt — kam bekanntlich durch Tausch gegen Kupferstiche in den Besitz des Gründers jener Sammlung, des Herzogs Albert von Sachsen-Teschen. Das Geschäft scheint durch den damaligen Conservator der Herzoglichen Kupferstich-Sammlung, Namens Lefevre vermittelt zu sein, wenigstens geschah durch ihn die Aussonderung des erhaltenen sehr zahlreichen Vorraths, aus welchem nur etwa 150 Blatt der Herzoglichen Sammlung einverleibt wurden, während die übrigen theils in die von Grünling’sche Sammlung in Wien, theils in andre Hände übergingen. Acht und vierzig der bedeutenderen dieser Zeichnungen sind in den von Mansfeld u. Co. in Wien veranstalteten Nachbildungen von Handzeichnungen dieser Sammlung durch wohl gelungene fac-simile auch dem größeren Kreise der Kunstfreunde bekannt geworden.
Die vorzüglichsten Zierden dieser Sammlung sind:
Die älteste Zeichnung Dürer’s als Kind vom Jahre 1484, sein eigenes Bildniß.
Die auf grünlich grauem Grunde mit der größten Sorgfalt ausgeführten weiß gehöheten Zeichnungen einer Passion aus den Jahren 1504 und 1505, welche von ähnlichen Darstellungen Dürer’s in seinen Kupferstichen oder Holzschnitten durchgehends abweichen.
Die prachtvollen großen meist sehr vollendeten Portrait-Zeichnungen, aus den Jahren 1508, 1514, 1518 und 1521, darunter die meisterhaften Brustbilder des Kaisers Maximilian und Ulrich Varnbühlers.
Die auf grünlich grauem Grunde ausgeführten, weiß gehöheten Kreide-Zeichnungen zu den großen Aposteln vom Jahre 1523.
Die wundervollen leicht colorirten Feder-Zeichnungen zu dem in Holzschnitt ausgeführten Triumphwagen des Kaisers Maximilian vom Jahre 1518.
Ausserdem sind von großem Interesse: schöne Gewand- und Hände-Studien, sowie die leichten Federskizzen zu bekannten Holzschnitten und Gemälden auch einige Farbenzeichnungen von der bewundernswürdigsten Feinheit und Pracht. Die sämmtlichen Zeichnungen dieser Sammlung sind fest auf Cartons geklebt, und die Wasserzeichen ihrer Papiere daher nicht wahrzunehmen.
ad 2. Ueber die in Deutschland früher unbekannte sehr reiche Sammlung von Zeichnungen Dürer’s im print-room des British-Museums habe ich zwar bereits ein Verzeichniß in dem Archiv für die zeichnenden Künste von Naumann, 4. Jahrgang, 1. Heft, veröffentlicht, doch ist der betreffende Aufsatz durch zahlreiche Druckfehler selbst im Sinne entstellt, auch wohl nicht jedem Liebhaber zugänglich gewesen, weshalb ich dieses Verzeichniß hier noch einmal folgen lasse.
1. Die Zeichnung zu dem Holzschnitt B. 136 des Rhinoceros.[69] Sie ist mit höchster Feinheit und Sicherheit ausgeführt von der entgegengesetzten Seite des Holzschnitts, mit einer 3¾ zeiligen Unterschrift von Dürer’s Hand. Darüber steht in römischen nur angerissenen Buchstaben
RHINOCERON.
1515.
2. Ein aufblickender bärtiger Mannskopf, Kreidezeichnung, weiß gehöhet, mit der Jahrszahl 1508.[70]
3. bis 5. Die leicht colorirten Federzeichnungen auf schwarzem Grunde zu dem Holzschnitt der Säule, B. 129,[71] drei Blatt, zu dem oberen, unteren und einem der mittleren Theile, höchst geistreich behandelt.
4. Farben-Studie zu dem hohen Hause, welches Dürer in der Landschaft des Kupferstiches der Jungfrau mit dem Affen, B. 42, angebracht hat. Es scheint der Behandlung nach eine Naturstudie von seiner italienischen Reise in den Jahren 1506-1507. Unten mit seiner Hand bezeichnet
»weiß Hauss«.
5. Ausserordentlich feine Stiftzeichnung von grünlicher Farbe, einen liegenden Hund mit Halsband darstellend. Sie ist mit dem Monogramm versehen aber ohne Jahrszahl, nach der Beischrift von Dürer’s Hand
»zw Ach gemacht«
aber vom Jahr 1520.[72]
Auf der Rückseite zwei weibliche Figuren in verschiedenen Anzügen gezeichnet.
6. Ein bunt gefiederter Vogel, vortrefflich in Wasserfarben gemalt.
7. Lebensgroßer Kopf eines Alten, im Profil gesehen, mit einem sehr langen gelockten Bart und einem Barett auf dem Haupte. Feine Kreidezeichnung auf braun grundirtem Papier mit der Jahrszahl 1518.
8. Portraitkopf eines Mannes in mittleren Jahren, mit Hals und wenig Brust, etwas zur Linken gewendet, mit einem Feder-Barett. Herrliche Kreidezeichnung vom Jahre 1516.
9. Vortreffliches lebensgroßes Bildniß eines jungen Mannes mit großem Hut, zur Rechten gewendet. Mit der Jahrszahl 1521. Das Haar ist gelockt, die Kleidung reich mit Pelzwerk gefuttert. Kreidezeichnung.
10. Der Entwurf eines jüngsten Gerichts, reiche, oben gerundete Federzeichnung, vom Jahre 1513.
11. Angetuschte Federzeichnung, der Behandlung nach für einen Holzschnitt. Sie stellt drei Mönche dar, von denen der eine bemüht ist, den andern aus einem Wasser zu ziehen, während der dritte, mit einem Heiligenschein versehen, aus einem Fenster zuschaut.
12. Eine der frühesten Arbeiten Dürer’s, eine leichte Kreidezeichnung auf weiß Papier, welche eine weibliche Figur vorstellt, mit einem Vogel auf der linken Hand. Zur Seite steht geschrieben:
»Das ist ach alt hat mir Albrecht Dürer gemacht E er zum Moler kam in des Wolgemuths Hus uff dem Oberen Boden in dem hindern Hus in bewesten Kunrat Lomazens Piligen« (Pfleghaus, Gasthaus?).
13. Ein Engelskopf.
14. Zwei Engelsköpfe, von denen der eine sich durch besondere Feinheit auszeichnet.
15 bis 17. Verschiedene mit der Feder gezeichnete Köpfe.
18. Ein kleiner, besonders sorgfältig ausgeführter weiblicher Kopf, weiß gehöhet, nach Prof. Dr. Waagen’s Ansicht zu dem Gemälde Dürer’s, die Lucretia in der Pinacothek zu München, Nr. 93.
19 bis 21. Verschiedene kleine Entwürfe mit der Feder, zwei davon haben die Jahrszahl 1520.
22 bis 24. Kleine mit der Feder skizzirte Portraits, bei dem einen steht neben der Jahrszahl 1503 »Dr. Michael Roten sen:«
25 und 26. Colorirte Studien, zu Köpfen und Händen eines Gemäldes der ehemaligen Boisserée’schen Sammlung.
27. Kopf, Kreidezeichnung vom Jahre 1508.
28. Männlicher Kopf mit einer Mütze, besonders frei gezeichnet in der Art des M. Wohlgemuth.
29. Ein aufblickender, dornengekrönter Christuskopf von sehr leidensvollem Ausdrucke, mit der Jahrszahl 1503. Dabei steht:
»während Krankheit gez:«
30. Ein Kopf in Kohlen und Kreide vom Jahre 1503.
31. Federzeichnung eines alten Kopfes im Profil, bezeichnet 1505.
32. Jugendlicher Kopf mit Mütze, halb zur Seite gewandt. Kreidezeichnung mit der Bemerkung »alt 16 Jahr«.
33. Ein leicht colorirter Frauenkopf mit der Jahrszahl 1510.
34. Ein sehr sorgfältig in Rothstift ausgeführter Frauenkopf.
35. Kindskopf vom Jahre 1519 auf roth Papier mit Kreide gezeichnet und weiß gehöhet.
36. Eine alte Frau auf roth Papier und weiß gehöhet.
37. Ein reizender weiß gehöheter Kindskopf auf grün grundirtem Papier.
38. Ein aufblickender Mannskopf.
39. Eine liebliche Federzeichnung vom Jahre 1514, zwei Kinderköpfe darstellend.
40. Ein in die Höhe sehender Kindskopf auf grau grundirtem Papier, mit Kreide sorgfältig ausgezeichnet und weiß gehöhet vom Jahre 1521, in der Behandlung völlig übereinstimmend mit dem »weinenden Kindlein« von demselben Jahre, aus der ehemaligen Imhoff’schen Sammlung,[73] gegenwärtig im Besitze des Verfassers.
41. Herunterblickender Frauenkopf, auf gelblich blauem Grunde, weiß gehöhet.
42. Lachender alter Kopf, auf dunkelgrünem Papier, weiß gehöhet, mit der Jahrszahl 152‑, die vierte Zahl ist nicht mehr erkennbar.
43. Ein sehr ausgeführter weiß gehöheter Frauenkopf, bezeichnet 1520.
44. Lebensgroßes Frauen-Portrait in Kreide, auf braunem Grunde. Der Kopf ist mit einem Tuche bedeckt, fast wie ein Nonnenschleier, mit der Jahrszahl 1521.
45. Kleineres männliches Portrait mit einem Barett, Oelskizze auf Papier, von sehr warmer Färbung, fast in der Art des Titian.
46. Ein prächtiges lebensgroßes Portrait eines Mannes, von vorn gesehen und mit einer Mütze bedeckt. Kreidezeichnung auf gelblichem Papier.
47. Schöner Mannskopf mit Barett, vom Jahre 1521.
48. Ein Frauenskopf mit Mütze, auf grau grundirtem Papier mit Kreide gezeichnet und weiß gehöhet, mit der Jahrszahl 1522.
49. Portrait der Formschneiderin Fronica vom Jahre 1525. Sie ist mit einer platten Mütze dargestellt, mit wenigen großartigen Meisterstrichen in Kreide gezeichnet, auf schwarzem Grunde. Die Inschrift lautet
»Fronica Formschneiderin«.[74]
50. Ein sehr sorgfältig gezeichnetes großes männliches Bildniß, den Kopf im Profil gesehen, mit der Jahrszahl 1527. Das Gewand ist mit Pelz verbrämt.
51. Herrlicher, nach links gewandter Mannskopf mit spitzer Nase und aufgeschlagener Mütze. Kreidezeichnung auf schwarz schraffirtem Grunde.
52. Kreidezeichnung eines alten Frauenkopfes, im Profil gesehen.
53. Mannskopf von mittlerer Größe mit Mütze, in Rothstift sehr schön gezeichnet, besonders der Bart, mit der Jahrszahl 1523.
54. Federskizze eines Ritters in einer mit Stacheln versehenen Rüstung. Auf der Rückseite zwei fechtende Ritter.
55 und 56. Sorgfältig gezeichnete wunderbar verschlungene eckige mathematische Figuren, vom Jahre 1506. Sie erinnern an die »sechs Knoten«, B. 140-145.
57. Christus als Knabe im Tempel lehrend, ein leichter Feder-Entwurf.
58 und 59. Leichte Feder-Entwürfe zu Wappen.
60. Entwurf einer Fassung echter Steine, ohne Zweifel für einen Goldschmied.
61. Eine Federzeichnung in runder Form, welche drei weibliche Figuren in Umrissen darstellt, in deren Mitte auf einem Altar sich ein Herz befindet, welches zerschlagen werden soll. Eine andere weibliche Figur liegt zu den Füßen derselben.
62. Zwei Entwürfe des Wappens Albrecht Dürer’s mit lateinischen Inschriften, bestimmt zu der Rückseite eines Portraits von Dürer.
63. Anderer leichter Entwurf zu dem Wappen Albrecht Dürer’s.
64. Ein unbekanntes colorirtes Wappen.
65. Federzeichnung eines Wappens, welches mit der Kette des goldenen Vließes umgeben ist.
66. Ein grau und schwarz getuschtes Wappen.
67. Der buntfarbige Flügel eines Vogels, mit wundervoller Feinheit auf schwarzem Grunde gemalt.
68. Sehr reiche Composition, der Form nach für eine Degenscheide bestimmt. In der Mitte tragen zwei Kinder eine Vase, das Ganze ist mit der Feder höchst geschmackvoll und elegant verziert.
69. Federzeichnung für einen Ring.
70. Zwei mit der Feder gezeichnete Genien, welche ein reiches Gewinde von Zweigen und Früchten halten.
71. Gehänge von Laubwerk und Früchten. — Ein Phönix mit Verzierungen.
72. Entwurf eines Kelches mit Deckel, auf welchem oben ein Storch befindlich, Federzeichnung.
73. Mit der Feder gezeichneter Entwurf eines geschweiften Kelches.
74. Zwei Längen-Durchschnitte eines Kelches, gelb colorirte Federzeichnung, vom Jahre 1514.
75. Federzeichnung eines ovalen Kelches, gelb colorirt, mit der Jahrszahl 1526.
76. Zwei phantastisch verzierte Säulen, sehr schöne colorirte Federzeichnung vom Jahre 1515, daneben steht von Dürer’s Hand
»das sind Schtörch«.
77. Vortreffliche große Federzeichnung eines sehr reichen Bechers mit einem Deckelaufsatz in gothischer Architektur, colorirt.
An dem Fuße sind Jäger mit Hunden, Krieger, Bauern die mit der Erndte beschäftigt sind, und Hirten mit Vieh dargestellt.
78. Ein Vogel mit langem Schnabel, Zeichnung in Wasserfarben, oben darüber ein verziertes Band mit der Inschrift »GI. GI. GIG.«
79. Erster leichter Federentwurf zu dem Holzschnitt: der Darstellung im Tempel aus »unser Frauen Leben«, B. 81.
80. Entwurf einer ähnlichen Darstellung. Federzeichnung von großer Feinheit, welche zum Theil auf das allersorgfältigste ausgeführt ist.
Darunter steht:
»Albrecht Durer hatt dies stück gemacht In wenr ledige werd Jar.«
81. Ein stehender Ritter mit einer Federmütze, eine Hellebarde in der Hand. Federzeichnung vom Jahre 1510.
82. Darstellung des Jupiter in einem Oval, oben der Adler, unten erschlagene Krieger und ein Kind. Federzeichnung. Darunter steht:
| A | JVPITER XXXXVI | 46 |
83 bis 90. Entwürfe zu venetianischen Tarockkarten, vielleicht von Dürer in Venedig gezeichnet.
91. Entwurf zu dem Holzschnitt des sich geisselnden Heiligen, B. 119. Federzeichnung.
92. Federzeichnung eines dreibeinigen Gestells, wohl für eine Kanne bestimmt.
93. Sechs feine runde Federzeichnungen mit allegorischen Figuren.
94. Eine sehr schöne Federzeichnung, welche Maria und Johannes darstellt.
95. Zwei weibliche Figuren; die eine bekleidete hat ein Messer in der Hand, die andre nackte trägt eine Wage. Federzeichnung.
96. Erster Entwurf mit der Feder zu dem Kupferstich die »Nemesis«, B. 77. Der eine der Flügel ist besonders gezeichnet und mit der äussersten Feinheit und Sorgfalt ausgeführt.
97. Federzeichnung einer fortschreitenden weiblichen Figur.
98. Christus am Kreuz, Federzeichnung vom Jahre 1511.
99. Ein verschanztes Lager mit sehr vielen Figuren, in der Ferne eine Landschaft, — reiche Federzeichnung.
100 bis 103. Entwürfe mit der Feder zu einem Altarbilde.
Das Mittelbild stellt die Krönung der Jungfrau dar, die Predella den Tod derselben. Auf dem linken Flügel ist St. Georg und ein Heiliger mit einem Reh, auf dem rechten ein heiliger Bischof mit einer Kirche und ein Heiliger mit dem Kelche.
104 und 105. Darstellung zweier wilder Indianer von brauner Farbe, der eine auf schwarzem, der andere auf weißem Grunde.
106. Eine weibliche Figur, darunter ein Thor mit der Durchsicht in eine Landschaft. Federzeichnung.
107. Drei musicirende Figuren. Federzeichnung.
108. Eine weibliche Figur, welche sich vor einem Spiegel putzt. Das Gerippe des Todes steht hinter ihr. Mit der Feder gezeichnet.
109. Das Innere eines Zimmers mit einem Camin. Federzeichnung mit der Jahrszahl 1509.
110 bis 113. Vier leichte Federzeichnungen mit kleinen allegorischen nicht wohl zu deutenden Figuren, anscheinend Muster für Goldschmiede.
114. Die Jungfrau mit dem Kinde an einem Zaune sitzend; ein leichter sehr schöner Entwurf, ähnlich dem Kupferstich der Jungfrau mit der Birne, B. 41.
115. Christus im Oelgarten, eine sehr schöne leichte Federzeichnung.
116. Christus erscheint seiner Mutter; zu beiden Seiten die knieenden Portraite eines Ehepaars, letztere nur angelegt. Federzeichnung.
117 bis 121. Fünf reizende Entwürfe zu Goldschmieds-Arbeiten; bei einer knieenden weiblichen Gestalt sind zwei verschiedene Kopfverzierungen angebracht, und dabei steht von Dürer’s Hand geschrieben:
»Do mach welchen Kopfli Du wilt.«
122 bis 126. Fünf leichte Federzeichnungen:
Eine sitzende Ente.
Eine Kreuztragung Christi.
Die Marter der heiligen Catharina.
Die Anbetung der Könige.
Die Kreuztragung. (Die vier letzten Compositionen sind in der Form schmaler Frise.)
127. Schöne Federzeichnung eines heiligen Georg, hier älter als gewöhnlich dargestellt.
128 und 129. Zwei schöne sehr sorgfältige Federzeichnungen auf Pergament; nach dem darauf befindlichen Wappen für einen englischen Edelmann bestimmt. Die eine stellt Christus, das Kreuz tragend, vor, mit der Unterschrift:
»Qui non tollit crucem suam et sequitur me non est me dignus.«
Die andere einen betenden Mann, welcher ein Kreuz trägt, mit der Unterschrift:
»Nam si ambula vero in medio umbre mortis non time Bomala quoniã tu mecũ est.«
130. Ein sehr schönes A als Initiale in Farben.
131. Zwei Genien auf einem Stabe fliegend, welche einen griechischen Büchertitel tragen. Röthlich angetuscht.
132. Zwei Säulen-Capitäle mit Kronen. Federzeichnung.
133. Die rechte Seite eines Adlers. Federzeichnung.
134. Der obere Theil eines Raubvogels.
135. Liegende Kühe und Schaafe, erster Entwurf zu dem Holzschnitt Nr. 16 in dem dritten Buche von Dürer’s »Underweysung der messung mit dem zirckel u.s.w.« Nürnberg 1525, Blatt Jij. Federzeichnung.
136. Zwei Hasen und ein Hirschkopf.
137. Colorirte Zeichnung eines Schnabelfisches, der Kopf desselben noch besonders gezeichnet.
138. bis 141. Verschiedene Baum- und Landschafts-Studien, mit der Feder gezeichnet, unter denen der mit unglaublicher Sorgfalt behandelte Stamm eines Tannenbaums mit Aesten.
142. Studie einer bräunlichen Felsmasse von Kalkstein, bezeichnet mit dem Jahre 1506, und ohne Zweifel eine Naturstudie von der italienischen Reise.
143. Landschafts-Studie in Wasserfarben, der Kopf einer Tanne ist besonders dargestellt.
144. Farbenstudien von Pflanzen und Wurzeln.
145. Kreidezeichnung eines knieenden Christuskindes mit den Leidens-Instrumenten.
146. Ein lesender Heiliger, in der linken Hand eine Palme haltend, auf grau Papier, weiß gehöhet, vom Jahre 1520.
147. Ein Jüngling mit einem Lockenkopf unter einem Baume, welcher die Viola spielt, sehr schöne Farbenzeichnung mit der Jahrszahl 1507, die Umrisse mit der Feder.
148. Ein knieender Heiliger, hinter ihm der Henker.
149. Erster Entwurf zu dem Kupferstich des verlorenen Sohnes, B. 28. Sehr schöne Federzeichnung; die Figur des verlorenen Sohnes und ein Theil der Schweine sind ausgeführt, das Uebrige — namentlich die Gebäude — ist nur angelegt.
150. Nürnberger Matrone in ganzer Figur, dieselbe, welche auf dem Holzschnitt der Vermählung in »unser Frauen Leben«, B. 82, vorkommt.
151. Colorirte Zeichnung, welche eine weibliche Figur mit brennender Fackel darstellt, zu welcher ein von Bienen verfolgter Amor läuft. Neben diesem sieht man drei Bienenkörbe, von denen der eine umgestürzt ist. Zur Seite steht »Pluto« und
»Der Bienen stich bringt großen Schmerz
So auch die Lieb verwundt manches Hertz
Mit Freud an Lust mit Angst und Qual
Lieb ist voll Honig und bitter gall.«
152. Die allegorische Figur des Mammons mit dem Merkurstabe, welcher die verschiedenen Stände an Ketten nach sich zieht, einen Kaufmann, einen Gelehrten, einen Krieger, ein Frauenzimmer. Colorirte Zeichnung.
153. Eine Federzeichnung auf braunem Grunde, den oberen Theil eines Portals mit acht reizenden Knaben darstellend, mit dem Wappen des Cardinals Longius von Augsburg, Bischof von Gurk, zur Zeit Julius II.
154. Studie in Kreide von zwei Unterarmen und Händen, vom Jahre 1518.
155. Vortreffliche Federstudie von Armen und Händen zu einer Eva, welche den Apfel faßt, und einem Adam. — Daneben Felsenstudien.
156. Drei Entwürfe mit der Feder auf schwarzem Hintergrunde, in jedem eine Eva mit dem Apfel in einer anderen Stellung darstellend.
Zwei davon sind mit der Jahrzahl 1506, einer ist 1507 bezeichnet.
157. Entwurf eines Apollo, in der Hand eine Sonne, in welcher der rückwärts geschriebene Name Apollo steht.
158. Umriß einer weiblichen Figur, mit einem eingetheilten Zirkel, vom Jahre 1500. Der Grund ist grün schraffirt und auf der Rückseite befindet sich dieselbe Figur mit Eintheilungen. Auf einem Blatt in klein Folio daneben steht eine Erklärung in 44 Zeilen von Dürer’s Hand. — Es ist dies wohl einer der ersten Versuche zu dem von Dürer mit so unglaublicher Ausdauer und Sorgfalt während seines ganzen Lebens vorbereiteten Werke »Vier Bücher von menschlicher Proportion, 1528.[75]
159. Umriß einer fortschreitenden männlichen Gestalt, von der Seite gesehen, mit der Jahrszahl 1526, anscheinend Studie zu demselben Werke, denn auf der Rückseite ist dieselbe Figur mit mathematischen Einteilungen.
160. Umriß derselben Figur, von vorn gesehen, ebenfalls mit Einteilungen auf der Rückseite, vom Jahre 1526.
161. Zeichnung vom Jahre 1509, oben rund. Sie stellt Gott Vater, von Engeln umgeben dar, unten sind Engel, welche Teufelsgestalten niederstürzen, rechts zur Seite wird einem knieenden Manne — augenscheinlich Portrait — von einem Engel zugesprochen.
162 und 163. Colorirte Federzeichnungen zu einem Schuh in natürlicher Größe, nebst dabei geschriebenen Erläuterungen.
164. Federzeichnung des St. Antonius des Einsiedlers mit Kreuz und Glocke, welcher in einem Buche liest.
165. Colorirte Zeichnung zweier fliegender Engel, welche eine Krone tragen.
166. Ein Kameel, auf beiden Seiten des Blattes mit der Feder gezeichnet, aus der Sammlung des Sir Peter Lely.
167. Eine Maria mit dem Kinde auf einer Rasenbank sitzend, in einem reichen weit ausgebreiteten Gewande; reizende, sehr leichte Federzeichnung, mit der Jahrszahl 1503.
ad 5. In dem Königlichen Kupferstich-Cabinet zu Berlin, besteht der Hauptschatz Dürer’scher Zeichnungen in 57 Portraitskizzen aus der früheren Sammlung des Herrn von Derschau in Nürnberg, welche zu der etwa gleichen Zahl gehören, die Heller aus derselben Sammlung erwarb und in seinem Leben und Werken Albrecht Dürer’s, pag. 21 bis 34, näher anführt und beschreibt. —
Sämmtlich sind sie mit Kohle und Kreide meist sehr leicht gezeichnet und die dargestellten Personen nach links gewendet, bis auf eine einzige Ausnahme[76], ganz im Profil dargestellt.
Gleich den Hellerschen — gegenwärtig in der Stadtbibliothek zu Bamberg aufbewahrten — sind die Zeichnungen silhouettenartig ausgeschnitten und auf starkes weißes Papier geklebt, so daß die Wasserzeichen selten wahrgenommen werden können.
Nach den alten Unterschriften und der Einordnung des Königlichen Kupferstich-Cabinets sind die Dargestellten:
Fürstliche Personen, 10, als:
»Markgraff Jochain Churfürst«
»Markgraff Jochain, Sohn«
»Frau Margareth,«
»Bischoff zu Brandenburg,«
»Albrecht Bischoff und Churfürst zu Maintz,«
»Der von Anhaldt,«
»Geörg Graf zu Wirtenberg,«
»Friedrich von Bayern, Pfalzgraff etc.«
Zwei ohne Namensbezeichnung.
Vornehme vom Adel, 5, als:
»Ulrich von Hutten,«
»Bonaventura Fortenbach,«
»Graf Bertolt von Henneberg,«
»N. von Emershofer, Teutscher Herr,«
»Sigmundt von Dietrichstein.«
Geistliche, 9, als:
»Bischoff zu Trient,«
»Mathias Archiepiscob Saltzburg,«
»Johannes Administrator Episcop: Ratisp,«
»Bischoff zu Speyer,«
»Abbas fontis Salicitis,«
»Udalricus Abbas S. Pauli, Vallis Lauentenensis,«
»Abbas Scti Egidij Nürmberge,«
»Prediger bei St. Egidien,«
»Melchior Pfintzing Abt zu St. Sebald und St. Victor.«
Patrizier, Nürnberger, 15, als:
»Bernhardt Hürßvogel,«
»Felix Hemsin im Hof,«
»Geörg Folkheimer,«
»Katharina Folkhaimerinn,«
»Ulrich Starkh,«
»Enders im Hof,«
»Georg Schlauderspach,«
»Sebaldt Pfinzing,«
»Barbara Schedlin,«
»Anna Maria Pfinzinginn,«
»Martin Pfinzing,«
»Thomasin Florianus,«
»Lorentz Staiber,«
»Friedrich Behaim,«
»Herr Heinrich Stainheurl.«
»Portugales,«
»Vintzentz Pumbelt,«
»Maister Lucas,«
»Hanns Tummer,«
»Häug Huebner,«
»Hoffräulein bey der E. Herzoginn Margareth,«
»Jacob Ponisio,«
»Braun Engel,«
»Maister Conrad Schnitzer,«
»Heinrich Schlicke,«
»Maister Mathes Parbierer,«
»Thomas Polonius,«
»Hoffräulein bey der E. H. Margareth,«
»Maister Hans Voltz Parbierer,«
Vier ohne Namensunterschrift.
Ausser diesen Portraitskizzen, die ohne Zweifel von den Skizzenbüchern herrühren, welche Dürer mehrfach in dem Tagebuche seiner niederländischen Reise erwähnt, von denen aber nur etwa ein Dutzend dieser Reise angehören, besitzt das Cabinet drei ausgeführtere Portraitzeichnungen in Kreide.
1. Ein besonders schönes kräftig gezeichnetes männliches Brustbild, 13 Zoll 6 Linien hoch, 9 Zoll 6 Linien breit, mit dem Monogramm und der Jahrszahl 1520 bezeichnet.
Das etwas zur Linken dem Beschauer zugewendete Gesicht ist zu beiden Seiten durch volles Lockenhaar gehoben, welches ein barettartiger Hut bedeckt.
2. Ein nach rechts gewendeter Frauenskopf mit Dürers Monogramm, hoch 11 Zoll, breit 8¾ Zoll, kräftig schattirt.
3. Weibliches Brustbild mit halb geschlossenen Augen, etwas nach rechts gewendet und leicht colorirt, mit der Jahrszahl 1505 und dem Monogramm bezeichnet. Hoch 10 Zoll, breit 7½ Zoll. Der Kopf ist mit einem Schleier bedeckt.
Die Zahl der übrigen dem Albrecht Dürer zugeschriebenen Zeichnungen beläuft sich auf 62 Blatt, doch ist manches darunter was zweifelhaft sein, mehreres, welches unserm Meister entschieden nicht angehören dürfte.
Ausgezeichnet schön ist ein Studienblatt ohne Monogramm und Jahrszahl, hoch 14 Zoll 6 Linien, breit 10 Zoll 7 Linien, auf welchem ausser zwei Muscheln, zwei Flügel eines Vogels und mehrere einzelne Federn mit der höchsten Farbenpracht und der bewundernswürdigsten Feinheit des Pinsels in Wasserfarben ausgeführt sind. Sie gehören zu dem Schönsten welches Dürer in dieser Art gearbeitet hat.
Nicht minder schön und vollendet ist der Flügel eines Vogels, ebenfalls in Wasserfarben, aus der berühmten Crozat Mariette’schen Sammlung, Hoch 6 Zoll 7 Linien. Breit 4 Zoll 8 Linien mit dem Monogramm und der Jahrszahl 1500 bezeichnet.
Die Federn sind schwarz mit weißen Spitzen und einigen grünen gemischt.
Von den zahlreichen Darstellungen von mancherlei Thieren und Inseckten, letztere in natürlicher Größe, die Thiere meist in kleinem Format und colorirt, sind 20 Blatt wohl entschieden ächt.
Unter den übrigen colorirten Zeichnungen verdienen besonderer Beachtung:
Die Darstellung eines Bades in einem von hohen Felsen umgebenen Wasser-Bassin mit zwei Frauen und vier Männern, von denen der eine die Geige spielt.
Die Zeichnung ist hoch 11 Zoll 2 Linien, breit 11 Zoll 6 Linien, und scheint nach einer zweizeiligen Unterschrift von Dürer’s Hand, welche sich auf die Ausführung bezieht, als Modell für eine Goldschmieds-Arbeit, entworfen zu sein.
Ein runder auf zwei Vogelbeinen stehender Kessel auf dessen Deckel ein Löwe ruhet, mit dem Monogramm und der Jahrszahl 1513 bezeichnet, darüber ist eine Bandrolle mit der Inschrift FORTES FORTUNA JUVAT. Hoch 10 Zoll, breit 8 Zoll.
Ausgeführte Federzeichnungen und Entwürfe zu bekannten Kupferstichen oder Holzschnitten Dürer’s fehlen der Sammlung, doch stellt eine artige Federzeichnung einen auf dem linken Knie ruhenden Kriegsmann dar, der in der linken Hand einen Hahn, mit der rechten einen Becher empor hält. Sie ist hoch 9 Zoll 4 Linien, breit 6 Zoll 7 Linien und hat das Monogramm mit der Jahrszahl 1501.
Eine leichte Federzeichnung mit dem Monogramm und der Jahrszahl 1510 hoch 8 Zoll 9 Linien, breit 6 Zoll 2 Linien zeigt den heiligen Augustinus stehend.
Ausgezeichnet ist ein mit dem Monogramm versehener leichter Federentwurf, hoch 7 Zoll 10 Linien, breit 12 Zoll, welcher fast nur in Umrissen den von verschiedenen Nationen und Ständen getragenen Erlöser darstellt.
Christus sitzt, als Mann der Schmerzen, umgeben von Maria und Johannes, auf dem Rande eines viereckten Brunnen-Beckens, unter einem geschweiften und verzierten Thronhimmel. An drei Seiten des Beckens sieht man Delphine, auf welchen musicirende Engel sitzen. Es wird durch zwei lange Tragstäbe auf den Schultern von 15 Männern getragen, von denen 7 vorn und 8 hinten gehen und welche verschiedene Nationen und Stände, jedoch mit Ausnahme des Wehrstandes, darstellen.
Ein fast lebensgroßer liegender Haase, von vorn gesehen, in Wasserfarben auf Pergament, hoch 13 Zoll, breit 9 Zoll 6 Linien, hat neben dem Monogramm die Jahrszahl 1528.
Ein nach rechts gewendeter Christuskopf mit der Dornenkrone, in einer Rankeneinfassung wie man solchen wiederholt von unserm Meister antrifft, ist hier auf grünem Grunde mit Gold gehöhet, und auf einem Täfelchen neben dem Monogramm mit 1510 bezeichnet.
Ein Blatt von präparirtem Papier aus einem der Skizzenbücher Dürer’s, hoch 7 Zoll 6 Linien, breit 5 Zoll 6 Linien, ist auf beiden Seiten mit je zwei sehr fein mit einem Metallstift gezeichneten Landschafts-Studien bedeckt, die eine davon ist leicht colorirt. Darüber stehen auf einer Seite undeutliche Inschriften und die Jahrszahl 1514. Auf der andern Seite liest man von Dürer’s Hand »Kaltemstall bei stuckart 1515«, wonach anzunehmen sein dürfte: daß Dürer die in diesem Jahre angetretene Reise nach Augsburg auch weiter ausgedehnt habe.
ad 6. Die Sammlung Dürer’scher Zeichnungen des verdienstvollen Joseph Heller ist dessen letztwilliger Verfügung zufolge, welche seinen ganzen Kunstnachlass der Stadt Bamberg überwies, gegenwärtig der dortigen Stadt-Bibliothek einverleibt und wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends, Jedermann zugänglich. Der frühere Besitzer hat dieselbe im 2. Band seines Lebens u.s.w. Albrecht Dürer’s pag. 19 bis 34 beschrieben.
Von besonderem Interesse ist darin die bedeutende Zahl der ausgeschnittenen Portrait-Skizzen, in Kohlen und Kreide, aus Dürer’s Skizzen-Büchern, welche vorher im Besitz des Herrn von Derschau in Nürnberg waren, und von denen mehr als 30 nach dem Tagebuche unsers Meisters, auf dessen Niederländischer Reise gezeichnet sind. Sonst ist mehreres Zweifelhafte unter den Blättern, von großer Schönheit indeß der auf Pergament in den glänzendsten Farben ausgeführte Flügel eines Vogels.
ad 7. Die von dem verstorbenen Senator Dr. Klugkist in Bremen mit dem regsten Kunsteifer und unter besonders glücklichen Umständen zusammengebrachte reiche Sammlung der Werke Albrecht Dürer’s hat derselbe seiner Vaterstadt vermacht, wo sie in der dortigen Kunsthalle verwahrt wird. Sie enthält an Dürer’schen Zeichnungen 33 Stück, welche früher der von Grünling’schen Sammlung in Wien angehörten und von Heller pag. 120 und folgende unter den Nummern 1, 2, 4, 6, 8, 10, 11, 12, 14, 16, 17, 18, 19, 20, 22, 23, 25, 27, 28, 31, 32, 35, 36, 39, 40, 41, 43, 44, 45, 46, 48, 49 und 50 beschrieben sind.
Nicht alle haben gleichen Werth, einige sind zweifelhaft, dagegen befinden sich auch darunter verschiedene ganz vortreffliche Blätter, sehr interessante Studien von Gewändern und Händen, sowie Landschafts-Skizzen nach der Natur von Dürer’s Reisen und die merkwürdige von Heller unter Nr. 28 aufgeführte Zeichnung, welche mit der Jahrszahl 1489 und noch nicht mit dem Monogramm, sondern den bei einander stehenden Buchstaben AD bezeichnet, einen höchst interessanten Blick in die frühesten Kunstleistungen unsers Künstlers thun läßt.
Ausser diesen Zeichnungen der von Grünling’schen Sammlung befinden sich noch folgende sehr beachtungswerthe Arbeiten Dürer’s in dieser Sammlung, als:
1. Brustbild des Cardinal-Churfürsten Albert von Mainz, Federzeichnung vom Jahre 1518, hoch 5 Zoll, breit 3 Zoll 9 Linien.
Es ist die Zeichnung, welche zu dem Kupferstiche B. Nr. 102 gedient hat, und die Schrift ist, um bequemer danach zu arbeiten, verkehrt geschrieben.
2. In einer Landschaft hält rechts ein Kaiser zu Pferde mit Gefolge, vor ihm kniet ein Mann, anscheinend ein Verbrecher, welcher nach der links auf einer Anhöhe sichtbaren Richtstätte geführt werden soll. Hinter ihm ist ein Soldat mit anderen nachfolgenden. Sehr reiche Federzeichnung, hoch 9 Zoll 6 Linien, breit 8 Zoll.
3. Männliche Figur auf beiden Seiten des Blattes gezeichnet zu dem Werke «der menschlichen Proportionen« mit Zahlen und Bezeichnungen, auch der Jahrszahl 1513 versehen, feine Federzeichnung, hoch 10 Zoll 4 Linien, breit 8 Zoll 9 Linien.
4. Eine leicht colorirte Zeichnung, welche einen Bauer und eine Bäuerin neben einander stehend darstellt. — Sie umfaßt ihn lachend von hinten und fühlt mit ihrer linken Hand in des Mannes Munde nach dessen Zähnen. Mit 1515 bezeichnet, hoch 11 Zoll, breit 6 Zoll 4 Linien.
5. Federskizze zu dem Holzschnitt der Tod der Maria in »unser Frauen Leben«, B. Nr. 93, hoch 11 Zoll, breit 8 Zoll, aus der Sammlung Esdale.
6. Federzeichnung, welche die heilige Catharina sitzend darstellt, neben ihr das Rad und die Jahrszahl 1526. Hoch 9 Zoll, breit 7 Zoll 3 Linien.
7. Ein Dampfbad voll Frauen und Kinder, unter welchen sich eine sehr dicke alte sitzende Frau sowohl durch ihre Häßlichkeit als einen wunderbaren runden Aufsatz des Kopfes auszeichnet.
Diese merkwürdige Federzeichnung, welche die Jahrszahl 1496 und noch die Buchstaben AD neben einander stehen hat, ist auffallend in ihren Beziehungen zu dem Holzschnitte des Bades, B. Nr. 128, und bestätigt meine Ansicht, daß dieser Holzschnitt zu den früheren unsers Meisters gezählt werden muß. Die Zeichnung ist mit besonders schwarzer Dinte gearbeitet und nicht ganz so fein, wie Dürer’s spätere Federzeichnungen, jedoch keineswegs roh. Sie mißt in der Höhe 8 Zoll 7 Linien, in der Breite 8 Zoll 5 Linien.
8. Ein nackter Mann und eine nackte Frau werden von dem Teufel umfaßt, am Boden liegt ein Kind. Der Mann ist dem Beschauer zugewendet und durch ein in der Hand haltendes Schild mit Spitze darunter (vgl. B. Nr. 66) als Krieger gekennzeichnet. Rechts an der Ecke sieht man einen Schweinskopf mit der Glocke unter dem Halse, — hoch 10 Zoll 9 Linien, breit 7 Zoll.
9. Ein Soldat, das Schwert an der Seite, die Lanze in der Hand. Federzeichnung, hoch 11 Zoll 8 Linien, breit 6 Zoll.
10. Eine Frau, welche vor einem Steinsockel kniet, Federzeichnung, hoch 6 Zoll, breit 4 Zoll.
11. Weiß gehöhete Kreidezeichnung auf roth grundirtem Papier, hoch 8 Zoll 6 Linien, breit 6 Zoll 11 Linien, aus den Sammlungen Greffier Fagel und Roscoe. Sie stellt einen jugendlichen weiblichen Kopf, von vorn gesehen, dar.
12. Die berühmte kleine leicht colorirte Zeichnung, früher in den Sammlungen Greffier Fagel, Roscoe und Esdale, welche in England für die letzte Zeichnung Dürer’s gehalten wurde.[77]
Sie ist nur 4 Zoll 5 Linien hoch und 4 Zoll breit, und stellt unsern Meister in ganzer Figur, nackt bis auf die Schamtheile, dar. Man sieht an der linken Seite des Unterleibes einen runden gelben Fleck, auf welchen er hinweist. Darüber steht mit Dürer’s Hand geschrieben:
»Do der gelb Fleck ist, und mit dem Finger darauff deut Do ist mie weh.«
Auf der Rückseite dieses Blättchens befindet sich eine alte holländische Inschrift mit einer englischen Uebersetzung darunter, welche besagt, daß da Dürer an der Pest gestorben sei, dieses wahrscheinlich die letzte Zeichnung von ihm wäre. Beides ist unbegründet, doch schreibt Dürer in seinem Tagebuche von der Reise nach den Niederlanden,[78] daß ihm zu Antwerpen in der dritten Woche nach Ostern 1521 »eine wunderliche Krankheit überkam, von deren ich nie von keinem Man gehört, und diese Krankheit hob ich noch.«
Da er sich hier mit langem Haar und Bart abgebildet hat, wie er solche auf jener Reise getragen, so wird sich diese Zeichnung wahrscheinlich auf die erwähnte Krankheit beziehen und möchte er sie wohl angefertigt haben, um einen entfernten Arzt in Rath zu nehmen.
ad 8. Die Königlich Sächsische Bibliothek im Japanischen Palais zu Dresden bewahrt einen Schatz Dürer’scher Zeichnungen, welcher bisher fast ganz unbekannt geblieben ist.[79] Sie sind dem dort befindlichen Manuscripte Dürer’s von dem ersten Buche seiner »vier Bücher von menschlicher Proportion« nebst den dazu gehörigen Federzeichnungen, angebunden. Dieses Manuscript befindet sich in einem Foliobande in braunem Leder, der früher dem Grafen Brühl gehörte und Anno 1730 von dem Magister Nägelein in Nürnberg gekauft war.[80]
Vor den angebundenen Zeichnungen steht der geschriebene Titel:
»Varj Skizzi di manu propria di Alberto Durero Pittore Allemanno« und das Dürer’sche Monogramm darunter.
Es sind 94 Blatt, fast lauter Federzeichnungen und Studien, welche den Eindruck machen, als wären sie ohne Auswahl aus dem Nachlaß unsers fleißigen Künstlers zusammen gerafft. —
Die einzelnen, häufig auf beiden Seiten bezeichneten, Blätter haben eine Höhe von 11 Zoll und eine Breite von 7½ Zoll, oder sind zu jener Höhe zusammen geklebt. Ein großer Theil sind Vorarbeiten zu Dürer’s Werk »der menschlichen Proportionen«, welche die Jahrszahlen 1512, 1513 und 1519 tragen, theils Köpfe im Profil von allerlei Form, theils ganze Figuren, wovon einige röthlich angetuscht sind und grüne Schraffirungen zum Hintergrunde haben. Ausserdem sind eine Menge anderer Gegenstände, theils auf besonderen, theils auf denselben Blättern, worauf sich die vorerwähnten Darstellungen befinden, mit der Feder entworfen. Nicht alle haben das Monogramm des Meisters, doch tragen sie sämmtlich den unverkennbaren Stempel der Originalität. Der Reihenfolge nach sind auf
Blatt 1. Drei Köpfe mit der Unterschrift »Weib« und der Jahrszahl 1512, darunter das Monogramm.
Unten ist der Vorgrund einer Landschaft, auf der Rückseite verschiedene Gesichter.
2. Männerköpfe, auf der Rückseite dieselben Köpfe durchgezeichnet.
3. Vier Köpfe, auf der Rückseite dieselben.
4. Fünfzehn verschiedene Profilköpfe, auf der Rückseite dieselben durchgezeichnet.
5. Zwei Hände. Oben eine kleinere, unten eine größere, dazwischen das Monogramm.
6. Eine Hand.
7. Zwei Füße.
8. Zwei Oberbeine, mit einem Fuß und zwei Füße, welche auf der Rückseite durchgezeichnet sind.
9. Ein dreifacher Zirkel, darüber eine Gewandstudie.
10. Sehr schön ausgeführte Studie einer lebensgroßen Hand. Das Blatt ist bezeichnet 9.
11. Sechs karikirte Profilköpfe, auf der Rückseite vier solche Köpfe, zwei in eckige Figuren eingetheilte Köpfe, links die Figur eines heiligen Petrus. Bezeichnet 10.
12. Männliche Figur von drei Seiten, oben die Jahrszahl 1513, unten das Monogramm. Auf der Rückseite ein Bein. Bez. 11.
13. Eine große und eine kleine männliche Figur, von vorn gesehen. Auf der Rückseite dieselben Figuren von hinten gesehen und meisterlich schraffirt. Bez. 12.
14. Männliche Gestalt, von vorn gesehen. Auf der Rückseite zwei ähnliche Gestalten, wovon die eine mit ausgestrecktem Arm. Bez. 13.
15. Männliche Gestalt, von vorn gesehen, ohne Arme, in Zirkel eingetheilt. Bez. 14. Auf der Rückseite dieselbe durchgezeichnet.
16 und 17. Männliche Gestalten, von zwei Seiten gesehen. Bez. 15 und 16. Die zweite durchgezeichnet, beide schraffirt.
18. Eine männliche Figur mit ausgestrecktem Arm. Unten das Brustbild eines alten Mannes mit Hut und Mantel.
19. Männliche Figur von zwei Seiten. Auf der Rückseite dieselbe durchgezeichnet und schraffirt, mit der Jahrszahl 1519. Bez. 28.
20 bis 23. Vier Blatt mit verschiedenen männlichen Figuren.
24 bis 26. Drei Blatt mit ähnlichen Figuren, das eine trägt die Jahrszahl 1519.
27 bis 30. Vier Blatt mit ähnlichen Figuren, von denen das eine mit der Jahrszahl 1513.
31 und 32. Zwei Blatt mit männlichen Figuren, röthlich angetuscht auf grün schattirtem Hintergrunde.
33 bis 36. Vier Blatt männliche Figuren, auf den Rückseiten meist durchgezeichnet und schraffirt.
37. Anlage einer männlichen Figur, links oben Christus, der vor den hohen Priester geführt wird, Federskizze in der Weise der kleinen Holzschnitt-Passion. Bez. 29.
38 und 39. Zwei Blatt mit männlichen Figuren, auf dem einen ist die Jahrszahl 1513.
40. Figur eines Mannes, unten ein Gewandstudium.
41. Zwei männliche Figuren, auf der Rückseite eine jugendliche männliche Figur im Umrisse, umzeichnet mit eleganter durch Bandschleifen verzierter Kleidung.
42. Hände, Beine und ein einzelner Finger im Skelett.
43. Beine.
44. Eine Figur, welche einen Stein in der Hand hält, mit dem Monogramm und der Jahrszahl 1513 darüber. Auf der Rückseite ist dieselbe Figur schraffirt auf schwarzem Hintergrunde.
45. Eine karikirte Figur mit ausgebreiteten Armen, aus lauter Quadraten zusammen gesetzt, darunter steht von Dürer’s Hand
»Niklas am Roßmargt.«
46 und 47. Zwei Blatt Figuren.
48 bis 51. Vier Blatt menschliche Figuren, in eckige mathematische Formen eingetheilt.
52. Eine dicke weibliche Figur im Umriß, zur Seite eine sitzende Figur, welche etwas, das sie in der Hand hält, aufmerksam betrachtet. Das Monogramm steht unten.
53. Eine sehr dicke weibliche Figur mit der Jahrszahl 1508 und dem Monogramm.
54 bis 62. Neun Blatt weibliche Figuren in Umrissen.
63. Weibliche Figur mit einem wunderlich gewundenen Leuchter, auf welchem sich ein brennendes Licht befindet.
64 und 65. Zwei Kinder in Umrissen.
67. Figur eines sehr dicken Weibes im Profil. Zur Seite rechts Maria mit dem Kinde und einem Engel darüber in Wolken. Leichte Federskizze, unten Studie eines alten Kopfes.
68. Gewandstudie.
69. Säulenstudien. Ein Capital mit ausgeführter Blattverzierung, bez. 65. Auf der Rückseite leichte Studie zu dem Triumphwagen des Kaisers Maximilian mit einem Pferde.
70. Schraffirte Kopfstudie, bez. 66.
71. Schraffirte Figurenstudie, bez. 67.
72. Figurenstudie, darunter zwei karikirte männliche Köpfe im Profil. Auf der Rückseite eine Mutter mit ihrem Kinde in leichten Umrissen.
73. Zirkelstudien, unten eine Gewandstudie, bez. 69. Auf der Rückseite Gewandstudie und Abbildung von Zirkeln mit Stellschrauben.
74. Sieben verschiedene Gewandstudien, bez. 70.
75. Ein schraffirtes Bein. Skizze der Figur eines Königs. Zeichnung des Mannes im Talar und Mütze zu dem Holzschnitt 61 des Werkes der »Underweysung der messung, mit dem zirckel etc.«, 4. Buch Q. (Erste Edition von 1525.) Ein aufblickender Kopf. Ein mit Linien eingeteilter Kopf, von vorn gesehen. Bez. 71.
76. Ein König auf dem Thron, mit verschiedenen Figuren umher. Zwei Figuren bringen große Vasen, wie zum Geschenk, herbei. Bez. 72.
77. Studien von Säulen-Capitälen. Eine Gewandstudie. Bez. 73. Auf der Rückseite ein galoppirendes Pferd und andere Pferdestudien.
78. Zwei Krüge, darunter ein colorirter Lindwurm, mit dem Monogramm und der Zahl 7 daneben. Auf der Rückseite mathematische Figuren und eine Felsenlandschaft mit Bäumen. Bez. 74.
79. Ein galoppirendes wildes Schwein mit dem Monogramm darüber. Unten 16 Zirkelschläge, einer über dem andern. Auf der Rückseite die Vorrichtung zum Zeichnen einer Vase. (Dürer’s Werk der »Underweysung der meßung, mit dem zirckel u.s.w.«) 2. Ausgabe, Blatt Qiij.
80. Ein kleineres Blatt mit zwei Studien zu obigem Zeichnen der Vase, bez. 1514.
Ein großes Blatt, welches ebenfalls zu diesem bei Bartsch unter Nr. 148 aufgeführten Holzschnitt gehört.
Merkwürdig ist: daß Dürer diese schon 1514 entworfene Zeichnung bei der von ihm im Jahre 1525 veranstalteten ersten Ausgabe des betreffenden Werkes nicht benutzt hat und daß solche erst bei der 1538 veranstalteten 2. Ausgabe im Holzschnitt zur Geltung gekommen ist.
Unten auf diesem Blatte ist noch die Studie einer Hand.
81 und 82. Zwei kleine Blätter mit verschiedenen mathematischen Figuren.
83. Studien zu einem Thurm, bez. 77.
84. Architectonische Studien zu Säulen-Capitälen.
85 bis 91. Sieben Blatt mit verschiedenen Krügen und Vasen in Umrissen.
92. Sechs verschiedene verzierte Kelche mit Deckeln — ohne Zweifel Modelle für Goldschmiede — in sehr sauberen Federumrissen.
93. Eine verzierte Deckelschale.
94. Eine flache Schale mit Deckel.
ad 9. In der reichen Königlichen Bibliothek zu München befindet sich das köstliche Gebetbuch auf Pergament, welches Dürer im Jahre 1515 mit 43 Randzeichnungen verziert hat. — Die Randzeichnungen sind durch die lithographischen Nachbildungen von N. Strixner allgemeiner bekannt geworden; so gelungen diese Nachbildungen auch im Allgemeinen sind, so erreichen sie doch bei weitem nicht die Feinheit der meisterlichen Federführung Dürer’s, welche in der mannichfaltigsten Anwendung die höchste Bewunderung erregt.
ad 10. Die Stadtbibliothek zu Nürnberg ist seit dem Jahre 1835 im Besitz einer Sammlung von Bruchstücken Dürer’scher Manuscripte und Federskizzen, über welche der Herr Inspector Becker in seinem Aufsatz in dem Archiv für die zeichnenden Künste von Naumann, 4. Jahrgang, 1. Heft, pag. 20 und folgende, Näheres mitgetheilt hat. —
Eine bedeutende Zahl schöner und feiner Federstudien, welche zum größten Theil wie jene Bruchstücke sowohl zu den drei letzten Büchern »von menschlicher Proportion« wie zu »der Underweysung der meßung, mit dem zirckel etc.« gehören, sind den Manuscriptblättern angebunden. Die Zeichnungen zu dem 2. bis 4. Buch »von menschlicher Proportion« sind aber höchst lückenhaft und es wird dadurch erklärlich: daß so manche Federzeichnung, zu den in diesem Werke befindlichen Holzschnitten, in den verschiedensten Sammlungen angetroffen wird.
ad 11. Die Zeichnungen der Ambraser-Sammlung sind von Heller, pag. 95 bis 97 näher beschrieben, sie zeichnen sich durch die vortrefflichste Erhaltung aus.
Ausser den hier beschriebenen ist noch eine colorirte Zeichnung vorhanden, welche 5 Zoll 8 Linien hoch und 8 Zoll 9 Linien breit den Arion mit der Harfe auf einem Delphin darstellt und die Ueberschrift hat
PISCE SVPER CVRVO VECTVS CANTABAT ARION.
Die höchst interessanten drei Zeichnungen, welche der 1822 verstorbene Rentmeister Pfaundler in Inspruck der Ambraser-Sammlung vermacht hat und von Heller pag. 44 und 45 unter 1, 2 und 4 erwähnt werden, sind ebenfalls dem »Kunstbuche« eingefügt und hat die letzte vom Jahre 1525, den Traum darstellend, noch die Merkwürdigkeit, daß der ganze Papierbogen derselben unbeschnitten erhalten ist. Er mißt 16 Zoll 6 Linien in der Höhe und 11 Zoll 3 Linien in der Breite und hat das Wasserzeichen des gekrönten Schildes mit Lilien, Nr. 11.
ad 12. In der Sammlung des Städel’schen Instituts in Frankfurt a.M. verdienen unter den Dürer’schen Handzeichnungen eine besondere Beachtung:
Das sehr fein mit der Feder gezeichnete Portrait des Blankfeld, Dürer’s Wirth zu Antwerpen, welches der verdienstvolle Inspector Passavant für seine Anstalt in Rom zu erwerben das Glück gehabt hat.
Zwei mit ausserordentlicher Feinheit gezeichnete Studien von Figuren aus Sir Thomas Lawrence’s Sammlung.
Die bereits pag. 67 erwähnte Zeichnung, Christus im Oelgarten betend; mit ausgebreiteten Armen in Kreuzesform, auf dem Boden niederliegend, dargestellt. Es ist eine eben so schöne als vortrefflich erhaltene Federzeichnung vom Jahre 1521.
ad 13. Das Königliche Kupferstich-Cabinet in München hat mehrere Zeichnungen Dürer’s, namentlich
1. Die Federzeichnung zu dem Holzschnitt, B. 2, Simson mit dem Löwen, 10 Zoll hoch, 8 Zoll 9 Linien breit.
Der Löwe ist sehr schön, die Zeichnung, ein Bruchstück, nicht frei von Einzeichnung fremder Hand.
2. Ein schöner männlicher Portraitkopf in Kreide, hoch 12 Zoll 6 Linien, breit 10 Zoll 6 Linien.
3. Ein von vorn gesehener Engelskopf auf grün grundirtem Papier, weiß gehöhet, mit dem Monogramm und der Jahrszahl 1508, hoch 9 Zoll 9 Linien, breit 7 Zoll 2 Linien.
ad 14. Das Kupferstich-Cabinet zu Dresden bewahrt an Zeichnungen unsere Meisters, welche besondere Berücksichtigung verdienen:
1. Die Jungfrau mit dem Kinde in einer Landschaft vor Gebäuden sitzend, vier spielende Engel vor ihr, auf braunem Grunde mit der Feder gezeichnet und auf das Sauberste mit Gold gehöhet, vom Jahre 1509, etwa in der Größe der von Egidius Sadeler gestochenen Maria mit der Eule.
Diese Zeichnung wurde, von Alters her, auf Holz geklebt, unter Glas und Rahmen aufbewahrt; doch ist, da der in dem Holze entstandene Wurmfraß dieses kostbare Kunstwerk zu zerstören anfing, durch die Vorsorge des Directors Professor Grüner das Holz dahinter entfernt, und die Zeichnung gegenwärtig in dem Schaukasten des Handzeichnungs-Cabinets ausgelegt.
Einige scharfe Kenner wollen zwar neuerdings an der Originalität dieser — der Ueberlieferung nach — von Dürer für einen der Herzöge von Sachsen besonders gearbeiteten Zeichnung zweifeln, doch kann ich diese Ansicht nicht theilen, möchte vielmehr den dafür angeführten Mangel an einer gewissen Freiheit der Behandlung, im Vergleich mit mancher anderen flüchtigen Federzeichnung des Meisters, durch die ungemein sorgfältige Ausführung begründet finden, da man Aehnliches manchmal bei den besonders ausgeführten Zeichnungen und Gemälden Dürer’s wahrnimmt.
2. Eine sehr schöne Federzeichnung auf weißem Papier vom Jahre 1510. Links ist Christus am Kreuze, in der Mitte Christus als Schmerzensmann stehend, und rechts ein knieender Ritter in voller Rüstung dargestellt, dessen Helm vor ihm am Boden liegt.
3. Die eben so geistreiche als ausdrucksvolle Studie einer schlafenden Frau mit wenigen Strichen der Rohrfeder auf Papier gebracht.
4. Ein sehr eigenthümlicher männlicher Portraitkopf mit Kohle, auf die gewohnte Weise gezeichnet.
Der aufblickende Mannskopf auf sehr blau grundirtem Papier, mit der Feder gezeichnet und weiß gehöhet, scheint mir eine Wiederholung ähnlicher Zeichnungen in den Sammlungen des Erzherzogs Albrecht in Wien und des British Museums von nicht zweifelloser Autorschaft zu sein.
ad 15. In dem den Fremden nicht immer zugänglichen Sitzungszimmer der Academia alla Carita zu Venedig, in welchem die köstlichen Zeichnungen aus Raphaels Skizzenbuche aufbewahrt werden, wird man durch zwei schöne Federzeichnungen von Albrecht Dürer überrascht.
Beides sind frei behandelte Entwürfe von dem Jahre 1514, welche die Jungfrau mit dem Kinde darstellen. Auf dem einen sitzt die Jungfrau in einer Landschaft auf einer Rasenbank, auf dem andern auf einem Stuhl.
ad 16. Die herrliche Sammlung der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand bewahrt, neben den köstlichsten Zeichnungen von Lionardo, Luini u.s.w. auch 14 Zeichnungen von Albrecht Dürer, wovon der größere Theil mit der Feder gezeichnet ist, als
1. Die Himmelfahrt Maria, Entwurf zu dem Holzschnitt aus »unser Frauenleben«, B. 94, jedoch mit Abweichungen.
2. Die Dreifaltigkeit, herrliche Zeichnung vom Jahre 1515, kleiner als der Holzschnitt B. 122, in der Composition aber ihm ähnlich.
3. Eine Verspottung Christi.
4. Eine Geisselung Christi.
5. Christus betet am Oelberge. — Diese drei letzteren Darstellungen weichen von den bekannten ähnlichen in Dürer’s Passionen ab.
6. Saul, welcher die Philister mit dem Eselskinnbacken erschlägt, vom Jahre 1510.
7. Eine Landschaft mit einem Schloß auf einem Berge, bezeichnet 1516.
8. Ein Reuter mit Pfeil und Bogen, colorirte Zeichnung vom Jahre 1517.
9. Ein Sarazene zu Pferde mit Pfeil und Bogen.
10. Eine Nürnberger Hausfrau.
11. Ein junges artiges vom Markt kommendes Mädchen mit einem Korb voll Eier, welches sich lächelnd von einem alten Mann umfassen läßt.
12. Ein Papagei in Farben, bezeichnet mit der Jahrszahl 1515.
13. Eine kahlere Landschaft, links mit schroffen Felsen. Diese Zeichnung ist nicht bedeutend und möchte vielleicht zweifelhaft sein.
14. Ein großer aufblickender Engelskopf auf blau grundirtem Papier vom Jahre 1521 in Kreide gezeichnet und schraffirt. Er erinnert im Ausdruck sehr an den einen von Sadler in Kupfer gestochenen aufblickenden Engelskopf. —
ad 17. In dem neu eingerichteten Kupferstich-Cabinet auf der Festung von Coburg ist die hervorragend schöne Kreidezeichnung der Anna Kehlingerinn im Brustbilde. Sie ist leider etwas angegriffen, gehört sonst unbedingt zu den vorzüglichsten Portraitzeichnungen Dürer’s.
ad 18. Das Herzogliche Museum in Braunschweig hat eine große Sammlung alter Handzeichnungen, welche, nur während der Sommermonate zugänglich, den Kunstfreunden fast gänzlich unbekannt sind.
Unter den altdeutschen befinden sich mehrere dem Albrecht Dürer zugeschriebene Blätter. Schön ist davon der Portraitkopf eines alten Mannes in Kreide, sowie eine ausserordentlich feine Federzeichnung zu dem Werke »von menschlicher Proportion«, eine männliche Figur von vorn und von der Seite gesehen darstellend, auf schraffirtem Grunde und mit der Jahrszahl 1512 bezeichnet, welche beide der berüchtigte Denon seiner Zeit der Entführung nach Paris werth hielt, von wo sie erst im Jahre 1815 zurückgekommen sind.
ad 19. Auf der Bibliothek der Universität Erlangen ist erst seit Kurzem durch die Sorgfalt des gegenwärtigen Bibliothekars Professor Rössler ein bis dahin ganz unbekannt gewesener eben so zahlreicher als kostbarer Schatz von Handzeichnungen der berühmtesten altdeutschen Meister, welche seit 1679 in dem Cabinet der Markgrafen von Anspach gewesen, hervorgezogen und den Kunstfreunden zugänglich geworden. Unter diesen befinden sich auch 22 Zeichnungen Albrecht Dürer’s[81], nämlich:
1. Das Bildniß des Kaisers Maximilian[82] in Wasserfarben, hoch 7 Zoll 9 Linien, breit 5 Zoll 8 Linien.
2. Das Brustbild eines bärtigen Mannes, Federzeichnung auf blauem Grunde, hoch 7 Zoll 1 Linie, breit 5 Zoll 9 Linien.
3. Die Gefangennehmung Christi, sehr feine und sorgfältige Federzeichnung, hoch 6 Zoll 6 Linien, breit 5 Zoll 7 Linien.
4. Die Liebes-Anerbietung, Federzeichnung auf rothem Grunde mit der Jahrszahl 1503, ähnlich dem Kupferstiche Dürer’s, B. 93, hoch 5 Zoll 9 Linien, breit 5 Zoll 6 Linien.
5. Der sitzende Ecce homo in Wasserfarben, hoch 8 Zoll, breit 5 Zoll 9 Linien.
(Der von Heller, pag. 843, Nr. 25, beschriebene Stich des Theodor Krüger vom Jahre 1614 scheint nach dieser Zeichnung gearbeitet.)
6. Brustbild eines jungen Mannes, weiß gehöhete Zeichnung in bläulich grauer Wasserfarbe, hoch 12 Zoll 7 Linien, breit 9 Zoll 7 Linien.
Das Monogramm Dürer’s steht links unten und nach einer alten schriftlichen Bemerkung auf der Rückseite, ist es eine von unserm Meister gezeichnete Copie nach Titian.
7. Ein weiblicher nach links gewandter Kopf mit halb geschlossenen Augen in bläulich grauer Wasserfarbe, wie die vorhergehende Zeichnung, hoch 5 Zoll 10 Linien, breit 5 Zoll 4 Linien.
8. Christus am Oelberge, weiß gehöhete Federzeichnung auf braunem Grunde, vom Jahre 1508, hoch 7 Zoll 7 Linien, breit 4 Zoll 10 Linien.
9. Maria mit dem Kinde an der Brust, auf einem Tische rechts liegt ein Nagel. Zeichnung mit Kreide und Feder auf gelblichem Papier, hoch 14 Zoll 2 Linien, breit 11 Zoll 4 Linien.
10. Die Jungfrau sitzend, das gewickelte Kind an den Mund drückend. Federzeichnung, fast nur in Umrissen, hoch 11 Zoll 3 Linien, breit 7 Zoll 8 Linien.
11. Die Geburt Christi. Links die Hirten, rechts tritt Joseph mit einer Laterne durch die Thür einer verfallenen Mauer, ausgeführte Federzeichnung, hoch 7 Zoll, breit 6 Zoll 2 Linien.
12. Die Geisselung Christi, leichte Federzeichnung vom Jahre 1523, hoch 10 Zoll 7 Linien, breit 5 Zoll 10 Linien.
13. Die Verspottung Christi, Gegenstück der vorigen, von gleicher Größe und gleicher Behandlung, vom Jahre 1524.
14. Die Marter einer Heiligen, fleißige Federzeichnung vom Jahre 1503, hoch 7 Zoll 4 Linien, breit 5 Zoll 10 Linien.
15. Die Marter derselben Heiligen, Gegenstück der vorigen, und gleich in Größe und Behandlung, vom Jahre 1503.
16. Die heilige Catharina sitzend, hoch 10 Zoll 3 Linien, breit 6 Zoll 2 Linien.
Auf der Rückseite des Blattes ist eine Kreidezeichnung, welche eine sitzende Heilige mit einem Einhorn darstellt.
17. Der heilige Christoph mit dem Christkinde, leichte Federzeichnung, hoch 7 Zoll, breit 4 Zoll 2 Linien, auf der Rückseite befindet sich die Jahrszahl 1508.
18. Der heilige Hieronymus im bischöflichen Ornat sitzt am Pulte vor einem mit aufgeschlagenen Büchern belegten Tische. Leicht getuschte Federzeichnung von geschweifter ovaler Form, hoch 12 Zoll 4 Linien, breit 11 Zoll 6 Linien. Der Rand ist mit abentheuerlichen Thier- und Pflanzengestalten verziert.
19. Ein Bischof mit einem Stabe, Gürtelbild, von Säulen umschlossen. Rechts eine nackte Frau mit einer Geige, links ein gehörnter Mann mit einer Sackpfeife. Sorgfältig ausgeführte Federzeichnung, hoch 6 Zoll 7 Linien, breit 7 Zoll 9 Linien.
20. St. Georg zu Pferde, in voller Rüstung mit entblöstem Schwerte dem Drachen entgegenspringend. Federzeichnung vom Jahre 1513, hoch 3 Zoll 10 Linien, breit 5 Zoll 9 Linien.
21. Männliche Figur zu dem Werke »von menschlicher Proportion«, auf beiden Seiten des Blattes gezeichnet, mit Maßen und Zahlen, Federzeichnung, hoch 8 Zoll 11 Linien, breit 3 Zoll 5 Linien.
22. Ein Schiff mit gespannten Segeln, vom Jahre 1515, hoch 6 Zoll 5 Linien, breit 4 Zoll 8 Linien.
Was nun das Material betrifft, dessen Dürer sich zu seinen Zeichnungen bediente, so ist solches von der verschiedensten Beschaffenheit und der großen Mannichfaltigkeit der Behandlung entsprechend, welche derselbe bei seinen Entwürfen, Studien oder ausgeführten Zeichnungen in Anwendung brachte.
Einzelne mit höchster Sorgfalt beendigte Zeichnungen, namentlich die in Farben ausgeführten köstlichen Abbildungen von Pflanzen, Blumen und Thieren, sind auf einem feinen Pergament.
Zu den mit einem Metallstift (in Dürer’s Tagebuch Stefft genannt) gearbeiteten, oft besonders schönen und feinen Zeichnungen, verwandte er ein starkes präparirtes Papier (nicht, wie Heller erwähnt, Pergament), welches etwas ins röthliche scheint und dessen Drathstriche gewöhnlich einen Abstand von 12¾ Linien haben.
Der größere Theil der auf uns gekommenen Zeichnungen dieser Art, deren Striche häufig eine grünliche Farbe haben, rührt augenscheinlich aus einem Skizzenbuche in Querformat von mäßiger Größe her, welches unser Meister auf seiner Reise nach den Niederlanden benutzte: um das ihm besonders merkwürdige von Gegenden, Gebäuden, Thieren und sonstigen Gegenständen, auch einzelne kleine Bildnisse, hinein zu zeichnen. Manche Blätter sind auf beiden Seiten zu Zeichnungen benutzt, diese nicht immer mit dem Monogramm versehen, doch ist die Hand Dürer’s unverkennbar.
Die sonstigen leichten Entwürfe und Federzeichnungen findet man häufig auf einem weißen, sehr festen, fast rauhen Papier, dessen Dürer sich auch zu seinen Handschriften bediente. Das Format desselben ist klein Folio und der zusammen geschlagene Bogen mißt in der Höhe 10¼ bis 11, in der Breite 7½ Zoll. Man sieht darin die Wasserzeichen eines Cardinalhuts und eines Einhorns, wie solche bei Sotheby[83] auf Platte U, Nr. 74, und Platte Y, Nr. 82, abgebildet sind, oder einer dreizackigen Gabel, Nr. 32a. Letzteres kommt sehr häufig vor und schon in den Jahren 1507 und 1508.
Sonst verwandte Dürer zu seinen Federzeichnungen manche der bei dessen Kupferstichen oder Holzschnitten vorkommenden Papiere, namentlich diejenigen mit den Wasserzeichen
des Ochsenkopfes Nr. 1 und 2,
des gothischen P Nr. 3, dieses noch 1521,
der hohen Krone Nr. 4 und 21,
des Ankers im Kreise Nr. 7,
der Wage im Kreise Nr. 22,
des Kruges mit Henkel Nr. 10,
des Wappens mit den Lilien Nr. 11, dieses jedoch erst in den letzten Lebensjahren 1525, 1526 und 1528,
des stehenden Hundes Nr. 13,
der kleinen hohen Krone Nr. 36, letzteres nicht vor 1523.
Einzeln trifft man auch sonst ungewöhnliche Wasserzeichen, als: eine Krone mit Strich und dreieckter Spitze darunter, ein Rad mit gekrümmten Zacken, eine gekrönte Schlange; ein einziges Mal habe ich auch das Wappen von Augsburg, Nr. 18, angetroffen.
Bei den zahlreichen größeren Portrait-Skizzen in Kohle und Kreide, welche von Dürer’s niederländischer Reise herstammen, findet man in den Papieren vorzugsweise das Wasserzeichen der hohen Krone, Nr. 4, jedoch auch des Ankers im Kreise, Nr. 7, und des stehenden Hundes, Nr. 13.
Zu den ausgeführten, oft angetuschten und weiß gehöheten Studien und Zeichnungen verwandte Dürer Papier mit farbigem Grunde.
Während seines Aufenthaltes in Venedig in den Jahren 1506 und 1507 gebrauchte er dazu ausschließlich ein blau geschöpftes Papier, welches als Wasserzeichen den Anker im Kreise hat und auch von gleichzeitigen italienischen Künstlern benutzt zu werden pflegte[84]. Es ist dasselbe, auf welchem später Antonio da Trento seine Holzschnitte in Clair obscur abdruckte.
Dieses Papier trifft man bei Dürer vor oder nach der italienischen Reise niemals, und er gebrauchte sonst zu solchen Zeichnungen ein besonders starkes weißes Papier, in dem man oft das Wasserzeichen der hohen Krone sieht, und welches er auf einer Seite mit einem grauen, bläulichen, grünlichen oder schwarzen, zuweilen auch mit einem rothen oder bräunlichen Farbengrunde überzog. —
Abbildungen
FUSSNOTEN
- The Typography of the fifteenth Century by Leigh Sotheby, London 1845. Principia Typographica by Leigh Sotheby, London 1858. 3. Volume.
- [[1]]
- Giorgio Vasari, Vite de’ piu eccellenti Pittori Scultori e Architetti etc. Mailänder Ausgabe, Vol. 10, wo in dem Leben Marc Anton’s u.a.: ausser den wichtigsten Holzschnitten, mehr als 20 Dürer’sche Kupferstiche mit Bewunderung erwähnt und beschrieben werden.
- [[2]]
- Siehe die Note des Herrn Ober-Tribunal-Procurators Abel in Stuttgart in dem Correspondenzblatt des Deutschen Geschichts- und Alterthums-Vereins vom Jahre 1856, Nr. 10, pag. 95, nach welcher die Gebrüder Frick und Hans Holbain in Ravensburg im Anfange des 14. Jahrhunderts die Erfinder des Leinen-Papiers gewesen sind.
- [[3]]
- An inquiry into the origin and early history of engraving upon copper and in wood etc. etc. by William Young Ottley. London 1816. 2 vol.
- [[4]]
- Das Leben und die Werke Albrecht Dürer’s von Joseph Heller. 2. Band. p. 927.
- [[5]]
- Die Bekehrung des Paulus von J.G.A. Frenzel. Leipzig 1854.
- [[6]]
- Das Leben und die Werke Albrecht Dürer’s von Joseph Heller. 2. Bd. pag. 300.
- [[7]]
- Siehe den Aufsatz von E. Harzen in Naumanns Archiv für die zeichnenden Künste, 5. Jahrgang, pag. 119 ff.
- [[8]]
- Siehe denselben Aufsatz, pag. 132.
- [[9]]
- Ich bin auf dieses Sachverhältniss durch den, bei dem K.K. Münz- und Antiken-Cabinet in Wien angestellten, sehr kunsteifrigen Dr. Freiherrn von Sacken aufmerksam gemacht, und verdanke es der aufopfernden Gefälligkeit des Herrn Custos Bergmann: Gelegenheit gehabt zu haben, in der Ambraser Sammlung dieses Kaiser-Schwert auf das Genaueste untersuchen zu können.
- [[10]]
- Siehe Campe’s Reliquien von Albrecht Dürer, Nürnberg 1828, p. 142, und Naumann’s Archiv für die zeichnenden Künste, 5. Jahrgang, 2. Heft, p. 165.
- [[11]]
- Siehe Heller. 2. Band. Pag. 443.
- [[12]]
- Siehe die Monogrammisten, München 1858, pag. 165.
- [[13]]
- Am angeführten Orte pag. 191.
- [[14]]
- Siehe Naumann’s Archiv für die zeichnenden Künste. 1. Jahrgang. 3. Heft. Pag. 196.
- [[15]]
- Siehe Campe’s Reliquien von Albrecht Dürer, pag. 53.
- [[16]]
- In dem Königlichen Kupferstich-Cabinet zu Berlin und in der Sammlung des Verfassers.
- [[17]]
- Ich verdanke die Mittheilung derselben der Güte des Herrn Professor Rößler in Erlangen.
- [[18]]
- Siehe Wills Nürnbergische Münz-Belustigungen.
- [[19]]
- S. Leben Albrecht Dürer’s, von Roth. Leipzig 1791. pag. 41. vergl. Archiv des historischen Vereins von Unterfranken. 14. Band. 2. Heft.
- [[20]]
- z.B. In der Ambraser Sammlung zu Wien, auf der Königlichen Bibliothek zu Dresden und in der Kupferstich-Sammlung des Friedensteins zu Gotha.
- [[21]]
- Das Leben und die Werke Albrecht Dürer’s. 2. Bd. pag. 21.
- [[22]]
- Diese Notizen verdanke ich der Güte meines verehrten Freundes, des in allem, was alte Kunst und besonders alte Drucke betrifft, höchst erfahrenen Herrn Senator Culemann hierselbst, welcher mich überhaupt durch seine Einsicht wesentlich bei diesem Abschnitt zu unterstützen die Gewogenheit gehabt hat.
- [[23]]
- Zur Geschichte und Theorie der Formschneidekunst von C.Fr. von Rumohr. Leipzig 1837. pag. 82 und 83.
- [[24]]
- Von den Sachverständigen pflegt das Vorkommen von Kreuzschraffirungen als ein Beweis gegen die Eigenhändigkeit Dürer’scher Holzschnitte angeführt zu werden, indem er bei der großen Mühe und Arbeit, welche jene veranlassen, bei eigenem Schnitt sie vermieden haben würde. S. u.a. Jackson treatise on wood engraving. London 1839.
- [[25]]
- S. Heller, 2. Theil, pag. 636.
- [[26]]
- S. denselben, pag. 931.
- [[27]]
- S. Bartsch peintre graveur, vol. 14, pag. 410.
- [[28]]
- S. Leben Albrecht Dürer’s von J.F. Roth. Leipzig 1791. pag. 45.
- [[29]]
- Mayländer Ausgabe. Vol. 10. pag. 196 und 197.
- [[30]]
- S. Heller, Theil 2, pag. 550 und 551. Die Monogrammisten von Dr. G.K. Nagler, 3. Heft, pag. 182.
- [[31]]
- Vgl. meinen Aufsatz in dem Archiv für die zeichnenden Künste, von Naumann, Heft 1. pag. 54.
- [[32]]
- Das Leben und die Werke Albrecht Dürer’s von Joseph Heller. 2. Bd. pag. 602.
- [[33]]
- Das K. Kupferstich-Cabinet in Stuttgart bewahrt ein solches noch unzerschnittenes Exemplar auf 9 Blatt, vier Holzschnitte auf jedem, welche mit etwas beschnittenem Rande in der Höhe 11, in der Breite 8 Zoll messen. Acht Blätter haben das oben bezeichnete Wasserzeichen, das neunte dasjenige des Wappen von Nürnberg, Nr. 41.
- [[34]]
- Nach der Vorrede zu Henry Cole’s »Albert Durer’s Passion of our lord« London 1844, pag. 7, befand sich in England nur ein completes Exemplar im Besitze des Mr. Pickering. Sie fehlte im British Museum, in Oxford u.s.w.
- [[35]]
- Vgl. auch die Monogrammisten von Dr. Nagler, 3. Heft, pag. 184.
- [[36]]
- Vgl. Abschnitt 3.
- [[37]]
- Heller, pag. 617.
- [[38]]
- Man findet sie in der Sammlung des Erzherzog Albrecht in Wien, in der Königl. Kupferstich-Sammlung in Stuttgart, auf dem Friedenstein zu Gotha, und in dem Museo zu Bremen, hier aus der Sammlung des Herzogs von Buckingham.
- [[39]]
- Bartsch. Vol. 14, pag. 410.
- [[40]]
- Hiernach sind die nicht ganz genauen Angaben Heller’s, pag. 677, zu berichtigen.
- [[41]]
- S. De quelle manière prenait on les bains du temps de Charles Quint par le Dr. Straeter. Aix la Chapelle 1858, welchem geistreichen Schriftchen ich in Beziehung auf die Zeit der Anfertigung des Holzschnitts aus den vorher angeführten Gründen nicht beipflichten kann. Vgl. auch Dr. v. Eye, Leben und Werke Albrecht Dürer’s, pag. 164 ff.
- [[42]]
- Zur Geschichte und Theorie der Formschneidekunst, pag. 82.
- [[43]]
- Diese Berichtigung, nach dem betreffenden Exemplare in dem Königlichen Kupferstich-Cabinet zu Berlin, verdanke ich der Güte des zeitigen Directors desselben Herrn Professor Hotho.
- [[44]]
- Le peintre Graveur, vol. VII, pag. 19.
- [[45]]
- Vergleiche pag. 89.
- [[46]]
- Bei den Bemerkungen wegen der Nr. 1 bis 5 bin ich durch die bereitwillige Gefälligkeit des Herrn Professor Grüner, Director der Königlichen Kupferstich-Sammlung in Dresden, wesentlich unterstützt.
- [[47]]
- Pag. 690.
- [[48]]
- Zur Geschichte und Theorie der Formschneidekunst, pag. 88.
- [[49]]
- Die Monogrammisten, pag. 199.
- [[50]]
- Vgl. Archiv für die zeichnenden Künste von Naumann, 2. Jahrgang, pag. 91.
- [[51]]
- Siehe die Nachricht des Etatsraths Thiele hochverdientem Director der Copenhagener Kupferstich-Sammlung im Berliner Kunstblatt vom Jahre 1853, pag. 178.
- [[52]]
- Quellen und Forschungen zur Vaterländischen Geschichte, Wien 1848.
- [[53]]
- Kunstblatt von 1830, pag. 104.
- [[54]]
- Kunstblatt vom Jahre 1830, pag. 108.
- [[55]]
- Siehe die Monogrammisten von Nagler, 3. Heft, pag. 198.
- [[56]]
- S. Campens Reliquien, pag. 113.
- [[57]]
- Vgl. in der 3. Abtheilung die Dürer’schen Handzeichnungen.
- [[58]]
- S. Kunstblatt vom Jahre 1832, pag. 329 und 330.
- [[59]]
- Bartsch, Vol. 3, pag. 72.
- [[60]]
- Heller, Zusätze zum Bartsch.
- [[61]]
- S. Nürnbergs Bedeutung von Otto Gabler, pag. 32.
- [[62]]
- Die Monogrammisten, 3. Heft, pag. 208.
- [[63]]
- Diese Nachweisung verdanke ich meinem verehrten Freunde Herrn W.H. Carpenter, Director des print-room des British-Museums.
- [[64]]
- Nur durch Unbekanntschaft mit einer namhaften Zahl Dürer’scher Federzeichnungen läßt es sich erklären, wenn C.Fr. von Rumohr in seiner Schrift »Zur Geschichte und Theorie der Formschneidekunst«, pag. 29, sagt, daß »bekanntlich unter den zahlreichen originalen Handzeichnungen alter Zeit — keine bisher sich angefunden, welche irgend einem Holzschnitte hinlänglich entspräche.«
- [[65]]
- Dieser Abdruck befindet sich in der Sammlung des Verfassers.
- [[66]]
- Vgl. Becker, A. Dürer’s eigenhändige Schriften in Naumann’s Archiv für die zeichnenden Künste, 1858, 1. Heft, pag. 20 u. ff.
- [[67]]
- S. The Lawrence Gallerie eight Exhibition, London 1836.
- [[68]]
- S. Heller, Leben u.s.w. von Albrecht Dürer, 2. Theil, pag. 48.
- [[69]]
- S. Passavant’s Kunstreise durch England, pag. 232.
- [[70]]
- S. Dr. Nagler’s Monogrammisten, 3. Heft, pag. 103.
- [[71]]
- S. Campe’s Reliquien.
- [[72]]
- Heller, pag. 82, Nr. 46.
- [[73]]
- John Jackson sucht in seinem »Treatise of wood engraving,« London 1839, pag. 285, durch dieses Portrait zu beweisen, wie verbreitet damals die Kunst des Holzschneidens gewesen.
- [[74]]
- S.w.u. die Dürer’schen Federstudien auf der Königlichen Bibliothek zu Dresden.
- [[75]]
- Der zuletzt verzeichnete »Maister Hans Voltz Parbierer.«
- [[76]]
- Siehe »The Lawrence Gallerie eight Exhibition. London 1836, pag. 8.
- [[77]]
- Siehe Campens Reliquien. Nürnberg 1828, pag. 124.
- [[78]]
- Neuerdings hat der Herr Inspector Becker zu Würzburg im Naumann’schen Archiv für die zeichnenden Künste, 4. Jahrgang, 1. Heft, pag. 21, auf diese Zeichnungen aufmerksam gemacht.
- [[79]]
- Albrecht Dürer und seine Kunst, von Dr. G.C. Nagler, München 1837, pag. 57.
- [[80]]
- Diese Notizen verdanke ich der besonderen Gefälligkeit des Herrn Professors Rössler, da ich durch ungünstige Zufälligkeiten bisher verhindert gewesen bin, den kostbaren Schatz von Zeichnungen selbst kennen zu lernen.
- [[81]]
- Vgl. Dr. A. von Eye, Leben und Wirken Albrecht Dürer’s, pag. 387.
- [[82]]
- The Typography of the fifteenth Century. London 1845.
- [[83]]
- Dürer’sche Zeichnungen auf diesem Papier sind namentlich:
- In der Sammlung des Erzherzogs Albrecht in Wien; Heller, pag. 98, Nr. 86, 93, 94, 100, 101 und 107 vom Jahre 1506; Nr. 59 vom Jahre 1507.
- In der Kunsthalle zu Bremen; Heller, pag. 122; Nr. 8 und 11 vom Jahre 1506.
- In der Sammlung des Verfassers; drei vom Jahre 1506, wovon 2 früher in der Sammlung des Sir Thomas Lawrence in London, eine in der des Professors Böhm in Wien waren.
- [[84]]