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Im November, dem Monat der Schneestürme, ließ der Schweiger Ulenspiegel zu sich entbieten. Der Prinz biß auf die Schnur seines Panzerhemdes.

„Höre und bewahre“, sagte er.

Ulenspiegel antwortete:

„Meine Ohren sind Gefängnistore; man geht leicht hinein, aber hinauszugehen ist eine schwere Sache.“

Der Schweiger sprach:

„Geh über Namur, Flandern, Hennegau, Süd-Brabant, Antwerpen, Nord-Brabant, Geldern, Oberyssel, Nord-Holland und verkünde allerorten: wenn Fortuna unsere heilige, christliche Sache auf dem Lande verrät, so wird der Kampf gegen alle ungerechten Gewalttaten auf dem Meere fortgesetzt werden. Diese Sache steht in Gottes Hand, sei es im Glück oder Unglück. In Amsterdam angelangt, wirst Du Paul Buys, meinem Getreuen, von deinem Tun und Treiben Rechenschaft geben. Hier sind drei Pässe, von Alba selbst unterzeichnet und bei den Leichen von Quesnoy-le-Comte gefunden. Mein Sekretarius hat sie ausgefüllt. Kann sein, daß Du unterwegens einen guten Gefährten findest, dem Du vertrauen kannst. Die sind gut, die auf Lerchentriller mit kriegerischem Hahnenruf antworten. Hier sind fünfzig Gülden. Du wirst tapfer und treu sein.“

„Klasens Asche brennt auf meinem Herzen,“ antwortete Ulenspiegel. Und er ging von dannen.