Der Kapp-Putsch
Am 13. März 1920 eroberte Kapp mit Baltikumern durch einen Handstreich Berlin.
Der einsetzende Generalstreik zwang ihn zum Rücktritt und zur Flucht. In Abwehr des Kapp-Putsches wurden von links, abgesehen von den in Straßenkämpfen und Tumulten Umgekommenen, nur zwei Menschen willkürlich umgebracht. Im Verlauf des Putsches wurden von Rechts 74 Menschen willkürlich umgebracht. Daß Kapp intellektueller Urheber der 74 politischen Morde ist, ergibt sich aus folgender Verordnung (Nr. 19):
»Die Rädelsführer, die sich der in der Verordnung zur Sicherung volkswirtschaftlicher Betriebe und in der Verordnung zum Schutz des Arbeitswesens unter Strafe gestellten Handlungen schuldig machen, desgleichen die Streikposten, werden mit dem Tode bestraft. Diese Verordnung tritt am 17. März 1920, 4 Uhr nachmittags, in Kraft. Der Reichskanzler, gez. Kapp«.
Ferner drahtete er an alle Truppenteile (vgl. Brammer: »Fünf Tage Militärdiktatur«, S. 21):
»Bitte allen Führern bekanntzugeben, daß ich jede entschlossene Dienstauffassung, auch wenn sie im Zwange der Not gegen einzelne bisherige Bestimmungen verstoßen sollte, persönlich decke. Es kommt mir ganz besonders darauf an, daß jeder Deutsche und insbesondere jeder militärische Führer künftig verantwortungsfreudig mehr leiste als der tote Buchstabe seiner Pflicht bisher gebot.«
Kapp flüchtete nach Schweden, stellte sich dann aber freiwillig, wurde sofort wegen einer Operation von der Untersuchungshaft befreit und starb am 13. Juni 1922 an einem Krebsleiden. Sein Rittergut war seinem Sohn zur Bewirtschaftung übergeben worden, obwohl Kapps Vermögen angeblich beschlagnahmt worden war. (Antwort des preußischen Landwirtschaftsministers auf eine Anfrage, »Berliner Tageblatt«, 4. Oktober 1921.) Frau Kapp bezieht von der Landschaft eine Rente. (Preußischer Pressedienst, 12. Januar 1922.)
Das Verfahren gegen Lettow-Vorbeck wurde eingestellt. Als einziger Kapp-Anhänger wurde v. Jagow zu 5 Jahren Festung verurteilt. General Lüttwitz hat später sogar von der Regierung eine Pension gefordert. Auf eine diesbezügliche Anfrage (Reichstag, 14. Februar 1922) hat die Regierung erklärt, da die Akten noch nicht vorlägen, könne eine Antwort nicht erteilt werden.
Die Anhänger Kapps, die in höheren Posten der Verwaltung und des Heeres standen, wurden darin belassen. Die meisten Führer des Kapp-Putsches haben sich über ein Jahr in München und Umgebung aufgehalten. (Reichskanzler Dr. Wirth, 15. September 1921.)
Kapitän Ehrhardt wurde zuerst mit voller gesetzlicher Pension entlassen. Man wagte nicht, gegen ihn vorzugehen. (Vgl. »Vossische Zeitung«, 23. Oktober 1920.) Erst später wurde ein Haftbefehl gegen ihn wenigstens offiziell erlassen. Während dieser Zeit konnte er noch mit dem Münchener Polizeipräsidenten Pöhner »wegen Unterbringung einzelner Gruppen seiner Leute« verhandeln. (Staatssekretär Dr. Schweyer im bayrischen Landtagsausschuß, 17. September 1921.)
Seinen 3000 Soldaten von der Marinebrigade war für die Zeit des Putsches eine tägliche Zulage von 7 M. und für den Sturz der Ebertregierung eine Extrabelohnung von 50 M. von der Kappregierung versprochen worden. Die Ebertregierung zahlte diese Summe von 16 000 Goldmark (nach dem damaligen Stand berechnet) aus. (Vgl. Rudolf Mann, »Mit Ehrhardt durch Deutschland«, Seite 168 und 206.)
Keiner der durch Kapp verursachten Morde ist gesühnt. Gegen die Kappanhänger wurde nicht wie gegen die Räterepublikaner eine Sondergerichtsbarkeit ins Leben gerufen. Das zuständige ordentliche Gericht, das Reichsgericht hat so langsam gearbeitet, daß infolge der Amnestie die meisten Teilnehmer des Kapp-Putsches nicht einmal in Untersuchung genommen wurden.
Das größte Unrecht, das nach der Niederwerfung des Kapp-Putsches geschehen ist, besteht in der Art der Durchführung der Amnestie. Sie sollte nur die dummen Mitläufer von der Verantwortung befreien. Die Führer, die Urheber, die Anstifter sollten nicht darunterfallen. Daher wurde von den Gerichten, selbst bei den meisten Generalen und Ministern die Führereigenschaft verneint. Bei den gleichzeitigen Ausschreitungen der Arbeiterschaft dagegen wurde die Führereigenschaft selbst einfachen Parteifunktionären zuerkannt, so daß man sie trotz der Amnestie verurteilen konnte.
Das Reichsgericht nimmt nur neun Führer an. Welche Heroen der Tatkraft müssen sie gewesen sein, um allein fast ein ganzes Reich acht Tage lang zu beherrschen! Von 775 beteiligten Offizieren ist keiner bestraft worden. Sie waren alle keine Führer, nur Mitläufer. Keiner der Offiziere hat Verantwortungsfreudigkeit genug gehabt, gegen diese Bezeichnung zu protestieren. Keiner hat erklärt: Wenn man mir nachsagt, daß ich bei einem so verantwortungsvollen Schritt, wie eine Rebellion, nur ein Mitläufer war, wenn man von mir behauptet, daß ich eine solche Handlung aus Blindheit mitmache, meine Pflicht nicht kenne, so leugnet man mein Führertum, meine Offiziersqualifikation überhaupt. Ich stehe zu meiner Tat. Ein einziger — Zivilist — hat es gewagt, so zu handeln — nachdem er im Ausland in Sicherheit war. Und als Kapp sich freiwillig stellte, tat er es nur, weil er nach dem Vorgang des Jagowprozesses wußte, daß er keine oder fast keine Strafe zu erwarten hatte.
Eine weitere Ungerechtigkeit der damals gewährten Amnestie besteht darin, daß sie sich nur auf die gegen das Reich gerichteten Unternehmen bezog. Dagegen galt die bayrische Räterepublik als ein nur gegen Bayern gerichtetes Unternehmen, obwohl die Räterepublik die Beziehungen zum Reich abgebrochen hatte und dem bayrischen Gesandten Weisung gegeben hatte, seinen Posten zu verlassen. So wurden die Räterepublikaner eingesperrt, die Kappanhänger amnestiert.
Interessant ist übrigens, daß eine gelegentlich des Kapp-Putsches herausgegebene Verordnung des Reichspräsidenten Ebert vom 19. März 1920 »zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung«, welche außerordentliche Kriegsgerichte einsetzte, sich nicht gegen Kapp und seine Anhänger richtete, sondern gegen die bei der Niederwerfung des Kapp-Putsches entstandenen kleineren Unruhen von Links. Obwohl der Kapp-Putsch eine viel größere Ausdehnung besessen hatte, wurde gegen ihn nicht mit Hilfe der Sondergerichtsbarkeit eingeschritten. (Vgl. Halle, Sondergerichtsbarkeit.)
Die folgenden Tabellen zeigen das Schicksal der Anhänger und Führer beim Kapp-Putsch und bei der bayrischen Räterepublik.
KAPPREGIERUNG
| Lfd. Nr. | Name | Rang | Schicksal |
|---|---|---|---|
| 1 | Wolfgang Kapp | Reichskanzler | gestorben |
| 2 | Bang | Finanzminister | in Freiheit |
| 3 | Dr. Traub | Preuß. Kultusminister | amnestiert |
| 4 | Gottl. v. Jagow | Minister des Innern | 5 J. Festung |
| 5 | Zumbroich | Reichsjustizminister | in Freiheit |
| 6 | Trebitsch-Lincoln | Oberzensor | im Ausland |
| 7 | Dr. Schiele | Reichswirtschaftsminister | Verf. eingest. |
| 8 | Krämer | Preuß. Wirtschaftsminister | in Freiheit |
| 9 | v. Falkenhausen | Chef der Reichskanzlei | in Freiheit |
| 10 | Dr. Sönksen | Reichspostminister | in Freiheit |
| 11 | Frhr. v. Wangenheim | Preuß. Landwirtschaftsminister | in Freiheit |
| 12 | Eduard Meyer | Universitätsrektor | in Freiheit |
| 13 | Müller-Lobwitz | tätig in der Reichskanzlei | in Freiheit |
| 14 | Stubbendorf | tätig in der Reichskanzlei | in Freiheit |
| 15 | Dr. Bredereck | Pressechef | in Freiheit |
| 16 | W. Harnisch | Pressechef | in Freiheit |
| 17 | Dr. Grabowski | Propagandist | in Freiheit |
| 18 | Lensch | im Presseamt | in Freiheit |
| 19 | A. de la Croix | im Presseamt | in Freiheit |
Die strafgerichtliche Behandlung des Kapp-Putsches
(Mitteilung des Reichsjustizminister an den Reichstag vom 21. Mai 1921)
| Zahl der amtlich bekanntgewordenen Kapp-Verbrechensfälle | 705 |
| Davon: | 412 |
| Amnestiert | 412 |
| Durch Tod und andere Gründe in Wegfall gekommen | 109 |
| Verfahren eingestellt | 176 |
| Noch nicht erledigt | 7 |
| Bestraft | 1 |
Schicksal von 775 Offizieren, die am Kapputsch beteiligt waren
(»Amtliche Ergebnisse des Ausschusses zur Prüfung des Verhaltens der Offiziere während der Märzvorgänge«)
| Art der Erledigung | Zahl der Offiziere in der Marine | Zahl der Offiziere im Landheer | Gesamtzahl der Offiziere |
|---|---|---|---|
| Einstellung des Verfahrens | 119 | 367 | 486 |
| Beurlaubung | 40 | 51 | 91 |
| Versetzung | 37 | 20 | 57 |
| Dienstenthebung | 18 | 30 | 48 |
| Disziplinare Erledigung | 12 | 1 | 13 |
| Noch keine Entscheidung | 5 | 69 | 74 |
| Verabschiedung | 4 | 2 | 6 |
| 235 | 540 | 775 |
Gesamtstrafe: 5 Jahre
MILITÄRS DER KAPP-REGIERUNG
| Lfd. Nr. | Name | Rang | Schicksal |
|---|---|---|---|
| 1 | Ludendorff | General (nahm an allen Kabinettsitzungen der Kappregierung teil) | keine Anklage |
| 2 | Freih. v. Lüttwitz | Reichswehrminister und Oberbefehlshaber | im Ausland |
| 3 | v. Hülsen | Adjutant d. Oberbefehlsh. | in Freiheit |
| 4 | v. Klewitz | Stabschef b. v. Hülsen | in Freiheit |
| 5 | v. Trotha | Admiral | in Freiheit |
| 6 | v. Oven | General | in Freiheit |
| 7 | v. Dassel | General | in Freiheit |
| 8 | v. Watter | General | in die Ebertreg. übernommen |
| 9 | v. Loßberg | Generalmajor | in Freiheit |
| 10 | Bauer | Oberst | im Ausland |
| 11 | Ehrhardt | Kapitän (Eroberer v. Berlin) | steckbrieflich verfolgt |
| 12 | Hpt. Pabst | persönlicher Adj. Kapps | in Freiheit |
| 13 | Freih. v. Lützow | Freikorpsführer | in Freiheit |
| 14 | Maj. Schulz | Freikorpsführer | in Freiheit |
| 15 | Ltn. Roßbach | Freikorpsführer | in Freiheit |
| 16 | Hpt. Pfeffer v. Salomon | Freikorpsführer | in Freiheit |
| 17 | v. Löwenfeld | Freikorpsführer | in Freiheit |
| 18 | Aulock | Freikorpsführer | in Freiheit |
| 19 | Vaupel | Hauptmann | in Freiheit |
| 20 | v. Kessel | Polizeihauptmann | in Freiheit |
| 21 | v. Puttkammer | Hauptmann | in Freiheit |
| 22 | v. Patow | Hauptmann im Oberkom. | in Freiheit |
| 23 | Reinhardt | Oberst (erschien ohne Befehl b. d. Brigade 15) | in Freiheit |
| 24 | Neubarth | Batterieführer | in Freiheit |
| 25 | v. Hülsen jun. | Leutnant | in Freiheit |
| 26 | v. Borries | Leutnant | in Freiheit |
| 27 | v. Knobelsdorff | Oberleutnant | in Freiheit |
| 28 | v. Amman | Major | in Freiheit |
| 29 | v. Auer | Major | in Freiheit |
| 30 | v. Borries | General | in Freiheit |
| 31 | v. Bock | Major | in Freiheit |
| 32 | Frh. v. Blomberg | Oberst | in Freiheit |
| 33 | v. Bernuth | Gen.-Leutnant | in Freiheit |
| 34 | Frh. v.Czettritz u. Neuhaus | Oberleutnant | in Freiheit |
| 35 | Frh. v. Durant | Rittmeister | in Freiheit |
| 36 | Frh. v. Erffa | Leutnant | in Freiheit |
| 37 | v. Falkenhausen | Major | in Freiheit |
| 38 | v. Frantzin | Hauptmann | in Freiheit |
| 39 | v. Grothe | Oberstleutnant | in Freiheit |
| 40 | v. d. Hardt | General | in Freiheit |
| 41 | Frh. v. Hadeln | Oberstleutnant | in Freiheit |
| 42 | Frh. v. Hammerstein | Oberleutnant | in Freiheit |
| 43 | v. Hagen | Major (Dessau) | in Freiheit |
| 44 | v. Knobelsdorff | Oberst (Pasewalk) | in Freiheit |
| 45 | v. Kleist | Rittmeister | in Freiheit |
| 46 | v. Lefort | Leutnant | in Freiheit |
| 47 | v. Möhl | Generalmajor | in Freiheit |
| 48 | Frh. v. Mirbach | Rittmeister | in Freiheit |
| 49 | v. Neufville | Rittmeister | in Freiheit |
| 50 | v. Platen | Major | in Freiheit |
| 51 | v. Rudolphi | Major | in Freiheit |
| 52 | v. Rössing | Oberstleutnant | in Freiheit |
| 53 | v. Rosen | Oberst | in Freiheit |
| 54 | v. Seydlitz | Rittmeister | in Freiheit |
| 55 | Frh. v. Schade | Hauptmann | in Freiheit |
| 56 | Frh. Treusch v. Buttlar-Brandenfels | Leutnant | in Freiheit |
| 57 | v. Uechtritz | Rittmeister | in Freiheit |
| 58 | v. Wulffen | Major | in Freiheit |
| 59 | v. Ziehlberg | Major | in Freiheit |
| 60 | v. Heimburg. | Oberleutnant | in Freiheit |
Gesamtstrafe: Null
BAYRISCHE RÄTEREGIERUNG
| Lfd. Nr. | Name | Rang | Schicksal |
|---|---|---|---|
| 1 | E. Leviné | Vorsitzender d. Vollzugsrates der Betriebsräte | erschossen |
| 2 | Dr. Tobias Axelrod | Mitglied des Vollzugsrats | 15 Jahre Zuchthaus, n. Rußl. ausgetauscht |
| 3 | Ewald Ochel | Mitglied des Vollzugsrats | 1 J. 5 Mon. Festung durch Schutzhaft |
| 4 | Wilh. Duske | Mitglied des Vollzugsrats | 2 J. Festung |
| 5 | Fritz Schürg | Mitglied des Vollzugsrats | 2 J. Festung |
| 6 | Dr. A. Wadler | Wohnungskommissar | 8 J. Zuchthaus |
| 7 | Ernst Nikisch | Vorsitzender des Zentralrats | 2 Jahre Festung |
| 8 | Gust. Landauer | Volksbeauftragter für Volksaufklärung | im Gefängn. erschlagen |
| 9 | Dr. O. Neurath | Vorsitzender der Sozialisierungskommission | 1-1/2 Jahre Fest., entlassen |
| 10 | Hans Dosch | Polizeipräsident | 3 J. Festung |
| 11 | Ernst Mehrer | Stadtkommandant | 1-1/2 J. Festung |
| 12 | K. Petermaier | Adjutant des Stadtkommandanten | 1-1/2 J. Festung |
| 13 | Paulukum | Verkehrsminister | 3-1/2 J. Festung |
| 14 | Paul Zamert | Propagandist | 3 J. Festung |
| 15 | E. Kiesewetter | Verkehrskommission | 2-1/2 J. Festung |
| 16 | Dandistel | Kommission zur Unterstützung der politischen Flüchtlinge | 6 J. Festung |
| 17 | Jos. Weigand | Schreiber bei der Komm. zur Bekämpfung der Gegenrevolution | 3 J. Festung |
| 18 | Hanns Kullmann | Betriebsrat | 3 J. Festung |
| 19 | Ad. Schmidt II | im Ministerium f. soziale Fürsorge | 1 J. 6 M. Fest. |
| 20 | Karl Götz | Kommission zur Bekämpfung der Gegenrevolution | 1 J. 3 M. Fest. |
| 21 | Frieda Rubiner | Propagandaausschuß K.P.D. | 1 J. 9 M. mit Bewährungsf. |
| 22 | H. Wiedemann | Propagandist | 1 J. 3 M. Fest. |
| 23 | Frau Reichel | Beihilfe z. Flucht Tollers | 2 Mon. Festung |
| 24 | Hans Reichel | Beihilfe z. Flucht Tollers | 4 Mon. Festung |
| 25 | E. Trautner | Beihilfe z. Flucht Tollers | 5 M. Gefängnis |
| 26 | Willy Reue | Kommission zur Bekämpfung der Gegenrevolution | 1 J. 3 M. Fest. |
| 27 | Max Strobl | Leiter der Kommission z. Bekämpfung d. Gegenrevolution | 7 J. Zuchthaus |
| 28 | F. Mairgünther | Polizeipräsident in München | 2 J. Gefängnis, 3 J. Festung |
| 29 | L. Mühlbauer | Mitglied des Revolutionstribunals | 1-1/4 J. Festung mit Bewähr.-Frist |
| 30 | Erich Mühsam | Propagandist | 15 J. Festung |
| 31 | Paul Grassl | Mitglied des Revolutionstribunals | 1 J. 10 M. Fest. |
| 32 | S. Wiedenmann | Obmann der K.P.D. | 4 J. Festung |
| 33 | V. Baumann | Redakteur der Münchener Roten Fahne | 1-1/2 J. Festung |
| 34 | Alex. Strasser | revolutionärer Hochschulrat | 1-1/2 J. Festungshaft m. Bewährungsfrist |
| 35 | Otto Hausdorf | revolutionärer Hochschulrat | 1-1/2 J. Festung m. Bewährungsfr. |
| 36 | Cillebiller | revolutionärer Hochschulrat | desgl. |
| 37 | Gertraud Kaestner | revolutionärer Hochschulrat | desgl. |
| 38 | Wilh. Hagen | revolutionärer Hochschulrat | 1 J. 4 M. Fest. m. Bewähr.-F. |
| 39 | Lessie Sachs | Sekretärin im Kriegsministerium | 1 J. 3 M. Fest. |
| 40 | Dr. Rothenfelder | Propagandist | 7 J. Festungsh. |
| 41 | Wilh. Gerhards | Betriebsrat | 1-1/2 J. Fest. |
| 42 | Willy Ertel | Sektionsführer d. K.P.D. | 3 J. Festungsh. |
| 43 | Sontheimer | Propagandist | erschlagen |
| 44 | K. Steinhardt | Betriebsrat | 9 M. Festungshaft |
| 45 | Ferd. Rotter | Vors. d. Betriebsobleute | 7 J. Zuchthaus |
| 46 | Kirmayer | Komm. z. Bek. d. Gegenrevolution | 4 J. Zuchthaus |
| 47 | Hans Schroll | in der Verhaftungskomm. | 5 J. Zuchthaus |
| 48 | Wernich | in d. Beschlagnahmekomm. | 3 J. Zuchthaus |
| 49 | Max Weber | stellv. Polizeipräsident | 1-1/4 J. Festung |
| 50 | Martens | Vors. Wirtschaftskomm. | 6 J. Festung |
| 51 | Sondheimer | Propagandist | 1-1/4 J. Festung |
| 52 | Kronauer | Mitgl. d. Rev.-Tribunals | 1-1/4 J. Festung |
Gesamtstrafe: 135 Jahre 2 Monate
MILITÄRS DER RÄTE-REGIERUNG
| Lfd. Nr. | Name | Rang | Schicksal |
|---|---|---|---|
| 1 | R. Eglhofer | Oberkommandierender | erschlagen |
| 2 | Eugen Maria Karpf | Adj. d. Oberkommand. | 12 J. Festung |
| 3 | Wilh. Reichart | Mitgl. d. Militärkomm. | 3 J. Festung |
| 4 | Ernst Toller | Kommand. im Abschnitt Dachau | 5 J. Festung |
| 5 | G. Klingelhöfer | Adj. des Kommandeurs | 5-1/2 J. Festung |
| 6 | E. Wollenberg | Kommandeur d. Infanterie | 2 J. Festung |
| 7 | H.F.S. Bachmair | Kommandeur d. Artillerie | 1-1/2 J. Festung |
| 8 | R. Podubecky | Kommand. d. Fernsprechtruppen | 3 J. Festung |
| 9 | Winkler | Kommand. eines Abschn. | 4 J. Zuchthaus |
| 10 | G. Riedinger | Adj. d. Kommandeurs in Starnberg | 1-1/2 J. Festung, entlass. |
| 11 | Er. Günther | in d. Kommandant. Dachau | 1 J. 9 M. Fest. |
| 12 | Fritz Walter | Rotgardist | 3 J. Festung |
| 13 | Max Schwab | im Kriegsministerium | 4 J. Festung |
| 14 | H. Taubenberger | Streckenkommandant in Dachau | 3 J. Festung |
| 15 | Gottfr. Bareth | Rotgardist | 1-1/2 J. Festung |
| 16 | Max Huber | Rotgardist | 3 J. Festung |
| 17 | Peter Regler | Rotgardist | 2 J. Festung |
| 18 | Haßlinger | Rotgardist | 5 J. Festg. (begnadigt) |
| 19 | And. Rauscher | Rotgardist | 1 J. 4 M. Fest. |
| 20 | M. Reichert | Rotgardist u. Propagandist | 1 J. 3 M. Fest. |
| 21 | Jos. Vogt | Rotgardist | 3 J. Festung |
| 22 | Josef Faust | Rotgardist | 3 J. Zuchthaus |
| 23 | Rentsch | Rotgardist | 5 J. Zuchthaus |
| 24 | Zöllner | Rotgardist | 3 J. Zuchthaus |
| 25 | Karl Zimmet | Soldatenrat | 1 J. 3 M. Fest. |
| 26 | Karl Höhrat | Soldatenrat | 6 J. Festung |
| 27 | Kuhn | Rotgardist | 2 J. F., 2 J. 2 Mon. Gef. |
| 28 | Josef Seidel | Wachkommandant | 3 J. Festung |
| 29 | Seidel | Rotgardist | 4 J. Festung |
| 30 | Ernst Bauer | Rotgardist | 2 J. Festung |
| 31 | Rich. Wagner | Rotgardist | 2 J. Festung |
| 32 | Thekla Egl | Krankenschw. u. Parlamentärin | 1 J. 3 M. Fest. |
| 33 | A. Schinnagel | Arzt in der Roten Armee | 15 Mon. Fest. |
| 34 | 70 | Angehörige d. Leibregiments wegen Erstürmung von Rosenheim | je 1-1/4 J. Fest. (n. Abbüß. ein. Teils entlass.) |
| 35 | Ziller | Soldatenr. Eisenb.-Abt. I | 3 J. Zuchthaus |
| 36 | Joh. Tanzmeier | Polizeiwachtmeister | 4 J. Festung |
| 37 | Murböck | Transportführer | 4 J. Zuchth. (in Fest. verwdlt.) |
| 38 | Marschall | Kurier | 3 J. Festung |
| 39 | Jos. Anreither | Rotgardist | 3 J. Festung |
| 40 | Jak. Nickl | Rotgardist | 2-1/2 J. Festung |
| 41 | W. Seyler | Adj. d. Kriegsministers | 1 J. 6 M. Festg. |
| 42 | K. Kaltdorf | im Kriegsministerium | 1 J. 6 M. |
| 43 | H. Tannen | Rotgardist | 2 J. Gefängnis |
| 44 | Hans Frank | Parlamentär d. Augsburger Arbeiterrats | erschossen |
| 45 | Karl Gans | Zugführer | 5 J. Zuchthaus |
| 46 | Joh. Demstedt | Zugführer | 6 J. Zuchthaus |
| 47 | J. Jackermeier | Zweiter Obmann K.P.D. | 5 J. Zuchthaus |
| 48 | Joh. Wittmann | Rotgardist (Rosenheim) | 4 J. Zuchthaus |
| 49 | Jos. Hagel | Kriminalpolizist | 4-1/2 J. Zuchth. |
| 50 | Georg Graf | Militärpolizei | 12 J. Zuchthaus |
| 51 | Phil. Böhrer | Rev.-Arbeiterrat (Augsb.) | 12 J. Zuchthaus |
| 52 | Hiltner | Rotgardist | 2 J. Festung |
| 53 | Otto Knieriem | Akt.-Ausschuß Würzburg | 5 J. Festung |
| 54 | Mich. Schmidt | Rotgardist | 2 J. Festung |
| 55 | Albert Berger | Erwerbslosenr. (Augsburg) | 3 J. Festung |
| 56 | Appler | Rotgardist | 4 J. Festung |
| 57 | Berk | Flugzeugführer | 4 J. Festung |
| 58 | Ibel | Zahlmeister | 1 J. 4 M. Fest. |
| 59 | J. Toblasch | Proviantmstr. i. Dachau | 2-1/2 J. Festung |
| 60 | Kolbinger | Rotgardist | 2 Jahre Festung |
| 61 | J. Wittmann | Rotgardist | 2-1/2 J. Festung |
| 62 | Joh. Strauss | Soldatenrat | 1 J. 6 M. Fest. |
| 63 | Ludwig Hörl | Bahnhofswache | 3 J. Festung |
| 64 | Erzberger | Lazarettchef | 1-1/2 J. Festung (entkommen) |
| 65 | Martin Gruber | Abteilungsführer | 3 J. Festung |
| 66 | Hans Strasser | Bhf.-Kommand. (Dachau) | 1 J. 6 M. Fest. |
| 67 | Otto Mehrer | Mitgl. d. Militärkomm. | 1 J. 6 M. Fest. |
| 68 | Hofer | Kriegsministerium, Abtlg. Infanterie | 4 J. Festung |
| 69 | Ferd. Killer | Soldatenrat | 5 J. Festung |
| 70 | Karl Gans | Rotgardist | 6 J. Zuchthaus |
| 71 | Paul Hübsch | Propagandist | 1 J. 6 M. Gefg. |
| 72 | Max Pletz | Stadtkommandantur München | 1 J. 6 M. Fest. |
Gesamtstrafe: 276 Jahre 6 Mon. Einsperrung, 2 Erschießungen
KAPPISTEN IN DER PROVINZ
| Lfd. Nr. | Name | Rang | Schicksal |
|---|---|---|---|
| 1 | v. Levetzow | Konteradmiral a. D. | in Freiheit |
| 2 | v. Winterfeld | Leiter der Sipo in Kiel | in Freiheit |
| 3 | Lindemann | Früh. Oberbürgermeister in Kiel | in Freiheit |
| 4 | Frh. von u. zu Steinfurth | Landrat | in Freiheit |
| 5 | v. Pauly | Regierungspräsid. (Kiel) | in Freiheit |
| 6 | Frh. v. Wangenheim | Garnisonältester, Oberst (Hamburg) | in Freiheit |
| 7 | Völkers | Oberst (Hamburg) | in Freiheit |
| 8 | Ledebour | Oberst (Hamburg) | in Freiheit |
| 9 | Heide | Hauptmann (Hamburg) | in Freiheit |
| 10 | v. Rauchhaupt | Rittmeister (Hamburg) | in Freiheit |
| 11 | v. Mackensen | Hauptmann (Hamburg) | in Freiheit |
| 12 | Dr. Jakobsohn, Rechtsanwalt | Propagandist (Hamburg) | in Freiheit |
| 13 | v. Sydow | Major (Hamburg) | in Freiheit |
| 14 | v. Menges | Oberst b. d. Sipo (Altona) | in Freiheit |
| 15 | v. Lettow-Vorbeck | Generalmaj. (Mecklenbg.) | in Freiheit |
| 16 | Dr. Wendthausen | Ministerpräsident | in Freiheit |
| 17 | Ribbentropp | Generalmajor (Mecklbg.) | in Freiheit |
| 18 | v. Estorff | Generalleutnant (Königsberg) | in Freiheit |
| 19 | August Winnig | Oberpräsid. | in Freiheit |
| 20 | Graf Schmettow | Generalleutnant (Breslau) | in Freiheit |
| 21 | v. Friedeburg | General (Breslau) | in Freiheit |
| 22 | Obst. Schwerk | Polizeipräsident (Breslau) | in Freiheit |
| 23 | v. Kessel (Ob. Glauche) | Oberpräsident v. Schles. | gestorben |
| 24 | v. Grodegg | Propagandist (Magdebg.) | in Freiheit |
| 25 | v. Brüning | früh. Landrat (Darmstadt) | in Freiheit |
| 26 | v. Hagenberg | Generalmajor (Weimar) | in Freiheit |
| 27 | Heims | Major (Gotha) | in Freiheit |
| 28 | v. Schöler | General (Kassel) | in Freiheit |
| 29 | Frh. v. Schenk | Bezirksbefehlshab. (Marburg) | in Freiheit |
| 30 | Banke | Major | in Freiheit |
| 31 | Czettritz | Oberst | in Freiheit |
| 32 | Frh. v. Coburg | Major | in Freiheit |
| 33 | Guhr | Oberstleutnant | in Freiheit |
| 34 | Eckardt | Leutnant. Rgt. 30 | in Freiheit |
| 35 | Gallmeister | Hauptmann | in Freiheit |
| 36 | Humann | Freg.-Kapitän | in Freiheit |
| 37 | Hünecke | Major | in Freiheit |
| 38 | v. Heusinger | Rittmeister | in Freiheit |
| 39 | Kleindienst | Leutnant | in Freiheit |
| 40 | Lynker | Major | in Freiheit |
| 41 | Meinshausen | Hauptmann | in Freiheit |
| 42 | Notnagel | Oberstleutnant | in Freiheit |
| 43 | Nettesheim | Leutnant a. D. | in Freiheit |
| 44 | Rörig | Oberleutnant | in Freiheit |
| 45 | Scheele | Leutnant (Aldenburg) | in Freiheit |
| 46 | Schmidt | Leutnant (Aldenburg) | in Freiheit |
| 47 | Schulz | Oberleutnant, Art. 9 | in Freiheit |
| 48 | Stolz | Oberst | in Freiheit |
| 49 | Strauch | Hauptmann | in Freiheit |
| 50 | Sturt | Oberleutnant | in Freiheit |
| 51 | Waas | Hauptmann | in Freiheit |
Gesamtstrafe: Null
RÄTEREPUBLIKANER IN DER PROVINZ
| Lfd. Nr. | Name | Rang | Schicksal |
|---|---|---|---|
| 1 | Guido Kopp | Vors. K.P.D. Rosenheim | 4 J. Zuchthaus |
| 2 | Gg. Schumm | Art.-Kommandeur in Rosenheim | 6 J. Zuchthaus |
| 3 | Josef Renner | Truppenführer in Rosenheim | 4 J. Festung |
| 4 | Hans Meler | Wirtschaftskomm. (Rosenheim) | 1-1/4 J. Festung |
| 5 | M. Gnad | Rotgardist (Augsburg) | 2-1/2 J. Festung |
| 6 | W. Olschewsky | Truppenführer in Augsbg. | 7 J. Festung |
| 7 | Max Weber | Propagandist i. Augsbg. | 1-1/2 J. Festung |
| 8 | Karl Marx | Politisch. Leiter in Augsburg | 4 J. Festung |
| 9 | Dr. A. Maier | Politisch. Leiter i. Starnberg | 6 J. Festung |
| 10 | Joh. Elbert | Soldatenrat (Lohr) | 2 J. Festung |
| 11 | Toni Waibel | Vorsitzender d. Aktionsausschusses in Würzbg. | 15 J. Festung (entkomm.) |
| 12 | H. Schuchardt | Aktionsausschuß, Würzbg. | 1-1/2 J. Festung |
| 13 | Val. Hartig | Mitgl. d. Aktionsaussch. | 7 J. Festung |
| 14 | Rudolf Hartig | Mitgl. d. Aktionsaussch. | 2 J. Festung |
| 15 | Fritz Sauber | Propagandist (Würzburg) | 12 J. Festung |
| 16 | A. Hagemeister | Propagandist (Würzburg) | 10 J. Festung |
| 17 | L. Egensberger | Kommandeur (Würzburg) | 7 J. Festung |
| 18 | Georg Hornung | Mitgl. d. Aktionsaussch. Würzburg, Kriegsministerium München | 10 J. Festung |
| 19 | Leo Reichert | Soldatenrat (Würzburg) | 2 J. Festung |
| 20 | Paul Förster | Soldatenrat (Würzburg) | 3 J. Festung |
| 21 | A. Westrich | Korps-Soldatenrat (Würzburg) | 6 J. Festung |
| 22 | Ludw. Bedacht | Soldatenrat (Würzburg) | 5 J. Festung |
| 23 | Adolf Schmidt | Mitgl. d. Aktionsaussch., Kempten | 3 J. Festung |
| 24 | Cl. Schreiber | Mitgl. d. Aktionsaussch., Kempten | 2 J. Festung |
| 25 | M. Bohnenberger | Mitgl. d. Aktionsaussch., Kempten | 1-1/4 J. Festung |
| 26 | Heinr. Pfeiffer | Mitgl. d. Aktionsaussch., Landshut | 1-1/2 J. Festung |
| 27 | Ludwig Vogl | im Aktionsaussch. Landshut | 1 J. 4 M. Fest. |
| 28 | Franz Müller | Soldatenrat Landshut | 1 J. 4 M. Fest. |
| 29 | Peter Blössl | Aktionsaussch. Augsbg. | 10 J. Festung |
| 30 | Aug. Hoeck | Rev. Arbeiterrat Augsbg. | 4 J. Festung |
| 31 | E. Ringelmann | Zensor in Würzburg | 5 J. Festung |
| 32 | Göpfert | Bürgermeister v. Rosenheim | 15 M. Festung |
| 33 | Langenegger | Wohnungskommissar, Rosenheim | 3 J. Festung |
| 34 | J. Rheinheimer | Stadtkommand., Rosenheim | 4 J. Festung |
| 35 | Hans Elbert | Propagandist, Aschaffenburg | 2 J. Festung |
| 36 | M. Schneller | Arbeiterrat, Kempten | 1 J. 3 M. |
| 37 | W. Schmidt I | Aktionsaussch., Kempten | 1 J. 3 M. Fest. |
| 38 | H. Bohnenberger | Aktionsaussch., Kempten | 6 M. Festung |
| 39 | Alfr. Kleiner | Rev. Arbeiterrat, Kempten | 1 J. 3 M. Fest. |
| 40 | Rich. Blähr | Propagand., Reichartshofen | 1 J. 3 M. Fest. |
| 41 | Dreidl | Rev. Arbeiterrat, Kempten | 6 Mon. Fest. m. Bewährungsfr. |
| 42 | Penzl | Revolut.-Trib. Miesbach | 3 J. Zuchthaus |
| 43 | Bergmaier | Revolut.-Trib. Miesbach | 3 J. Zuchthaus |
| 44 | Ertl | Revolut.-Trib. Miesbach | } |
| 45 | Rass | Revolut.-Trib. Miesbach | } |
| 46 | Gruber | Revolut.-Trib. Miesbach | } |
| 47 | Griesbeck | Revolut.-Trib. Miesbach | } je 1 J. 3 M. bis 2. J. Festung |
| 48 | Zimmermann | Revolut.-Trib. Miesbach | } |
| 49 | Priller | Revolut.-Trib. Miesbach | } |
| 50 | Waizmann | Revolut.-Trib. Miesbach | } |
| 51 | Stohwasser | Revolut.-Trib. Miesbach | } |
| 52 | R. Steuer | Untersuchungsführer b. Rev.-Gericht, Kempten | 1 J. 3 M. Fest. |
| 53 | J. Miglitsch | Sicherheitsdienst d. A.- u. S.-Räte | 1 J. 3 M. Fest. |
| 54 | Ch. Raitberger | Propagandist | 6 M. Festung |
| 55 | Lichtenbauer | Rotgardist (Kempten) | 2 J. Gefängnis |
| 56 | Jos. Zäuner | Arbeiterrat (Ingolstadt) | 1 J. 3. Mon. Gef. |
| 57 | Ellenbeck | Entwaffnung von Schutzleuten | 3 J. Festung |
| 58 | Hehret | Entwaffnung von Schutzleuten | 2-1/2 J. Festung |
| 59 | Hans Kain | Propagandist (Starnberg) | 6 J. Festung |
| 60 | Hans Seffert | Polit. Leiter (Starnberg) | 3 J. Festung |
Gesamtstrafe: 204 Jahre, 2 Monate Einsperrung
Demnach sind gegen die Anhänger der bayrischen Räterepublik Strafen von insgesamt 616 Jahren Einsperrung verhängt worden. Gegen die Anhänger des Kapp-Putsches 5 Jahre Einsperrung. Dabei ist noch zu beachten, daß die bayrischen Zahlen unvollständig, die Kapp-Zahlen vollständig sind.