Anno 1472.

In dem 72 jar am sampztag nach Martini [14 Nov.] ließ ich dem Gabler in der Wechsel pei dem schün prunnen sein heimlich gemach raumen, nochdem im das an der roren im keller durchprach und außging, des der Gürtler noch kein nachtmeister nie gedacht zu raumen, oder wo man das ie hett geraumpt. also ließ ich unter der Wechsel im keller ein loch in die roren prechen, dordurch die nachtmeister pei 40 schaffen heraus prochten die ersten nacht. dornoch ließ ich vor der roren im keller durch den estrich untersich prechen, do vant man ein grosse schalen von Kornperckstein unter dem estrich, und als man die erhub, fant man ein halb gerundt mawerberg geleich eim prunnen, das als voll was von unlust, dorauß man die andern nacht pracht pei 320 schaffen; darvon gab ich ie von 2 schaffen drei haller. also raumpten sie das pei eim man thieff unter dem estrich, also das sie im lautteren wasser stunden piß an das knie, und als die nachtmeister sagten so weren sie auf dem rechten grunt gewest, und waß sie von wasser herauß schopften, so lieff albeg sovil wider zu, das dasselb wasser in einer hoch beleib; do liessen sie davon. [213b] und der kast des dings ist ein alter prun und unten seer weit in ein geründt gemaurt und oben eingezogen. also hab ich dieselben Kornperck schalen wieder daruber legen lassen, und die roren des prunnen hocher erbeben, also das die schall dorauf am tag und geleich dem estrich im keller gelegt ist. dorpei man künftiglich eigentlich sicht, das man dasselb gemach doselbst raumen mag.

Am ertag vor sant Elspeten tag [17 Nov.] im 72 jar hat Wilhelm Löffelholcz und ich von befelhnus eins erberen ratz verkauft Sigmunt Peßler und Katerein seiner elichen wirtin, die er iecunt hat, ir peder lebtag auß und nit lenger die behausung und hoffreit vor Frawentor pei der Hadermüll an der Pegnicz gelegen mitsampt dem garten und wissflecklein dopei und auch dem wisslein jenset der Pegnicz gelegen, des alles pei 2 tagwerck, und als im das alles außgezeigt und vermarckt ist, mit allen und ieden iren nuczen und rechten, nichtz außgenomen, gleicher weis und in aller der moß als ein [erber] rat das innen gehabt, gepraucht und herprocht hot, ungeverlich etc. umb 70 guldein reinisch. das als mugen sie prauchen, inhaben und niessen als ander ire güter, doch das sie das in zimlichen paw und wessen ir lebtag auß halten sullen. des hat im ein erber rat ein brieff geben mit dem secret anhangenden sigel, der dann ist gereigisterirt in das statpuch a fol. 215. der meinung geleich hot er wieder ein refers geben unter sein auch Jobst Teczels und Jeronimus Hallers anhangenden sigelen, des datum stet am sampztag noch sant Elspeten tag [28 Nov.] im 72. jar; und derselb ist mit den 70 guldein rein. in die losungstuben kumen.

Es ist zu wissen, das Hanns [Folckmer] als ein pfleger zu sant Marta auf vil freüntlichs ersuchen und füerpittens, so der Gürtler an in gelegt hat von [214a] eins heimlichen gemachs wegen, im das zu vergunnen auß seinem haus in sant Marta garten graben zu lassen etc. darauf Hanns Folkamer angesehen hat, das ein erber rat trupf und liecht vor auß der Peunt in denselben sant Marta garten hatt, und verwilligt ein grüblein, das dan unter der erden vier schuch weit und vier schuch preit, auch pei 7 schuchen hoch und mit Kornperckstein gewelbt, auch darauf eins schuchs dick erden geschut, also das nichtz an dem tag ist dann ein gemaurte roren, dorinnen ein stull unten in des Gürtlers haus gericht ist, doch also das man künftiglich dasselb gemach nicht durch sant Marta garten, sunder durch des Gürtlers haus außraumen und furen soll. das alles ich von der stat wegen dem Gürtler und andern künftiglichen in demselben haus wonhaft zu gut hab machen lassen etc. das geschehen ist zu sant Katerein tag [25 Nov.] im 72. jar.