Anno 1473.

Auf mitwoch nach sant Paulus tag bekerung [27 Jan.] im 73 jar in herr Jobst Hallers und Anthoni [Holtzschuchers] frog wart vergunt auf fürpet des wirdigen herrn des probstz zu Newnkirchen und anderen umbsessen der lantschaft do umb, ein steinen prücklein uber die Swobach machen zu lossen auf iren kost zwischen [Newnkirchen] und Dormencz. und dorzu vergunt man in stein auf des reichs poden noch rat des amptmans am wald zu prechen, auch vergunt man in darzu zu pettelen vor under lieben frawen cappelen und doch das alleß also zu machen auf eins ratz abschaffen, wen ein erber rat wolt, das sie dann dieselben pruck wider abprechen solten.

Am ertag nach sant Pangraczen tag [18 Mai] in dem 73 jar wart in einem erberen rat verlossen in Jobst Hallers frog und mir bevolhen zu sagen, das [214b] ich dan thet dornoch am eritag vor sant Erasmus tag [1 Juni], und sagt dem Groper, hantseger auf der Schüt, auch dem seger am wasser zu Wert und dem seger zu der Weidenmüll, auch der stat seger auf dem Newenpawe, wie das in ein erber rat allen sagen und verpieten ließ, hinfür kein linten mer zu schneiden, pei der puß 1 pfunt novi, un laub eins erberen ratz. und ich gab in dorzu frist, das solch verpot angeen solt auf pfingsten dornoch schierst; das was a die 6 zungio im 73 jar.

Es ist zu wißen, das sich Endres Tucher, die zeit der stat paumeister, an stat und von wegen eins erberen rats hie zu Nüremberg vereint und vertragen hat mit Thoman, Eberbart und Paulus den mülnern, gepruderen, Thoman mülners seligen [sünen] in der newen müll auf dem Newenpawe in sant Laurenczen pfar, und das segrat, doselbst unten an derselben iren müll gelegen, von inne zu der stat notturft bestanden, mitsampt allem gezeug dorzu gehorend, funf jar lang, und sol domit kunftiglichen antretten zu aller heiligen tag im dreuundsibiczigsten jare, und ine alle jar davon geben allwegen zu aller heiligen tag zweinczig guldein reinisch. und doruff so hat ine der benant Endres Tucher von gemeiner stat gelt par und vor daruff hinauß gelihen hundert guldein reinisch, derselben kunftiglichen alle jar zwainczig guldein fur den zins daran abgeen sollen, als lang, piß dieselben hundert guldein reinisch bezalt werden etc. auch ist beredt worden, was in den künftigen funf jaren gepruchs im grunt oder ob dem wasser an der hutten, darunder die segen stet, gesche, das alles sullen die benanten muller machen lassen on der stat kost und schaden; was aber schadens an dem segrat, welpaum, kamprat, wagen, stroß, schragen oder gatter, darein das segeplat gespant ist, gesche, das sol ein paumeister machen lassen, und darzu das segrat mit schaufelen und panten die zeit der funf jar versehen on der müller kost. und was auch von den [215a] segpaumen spen gehawen und rinten geschelt wirt in der zeit, die sullen des müllners sein; waß aber von segspen dovon gefallen und werden, die sollen des segers sein. wenn dann die funf jar also vergangen und auß sein, so soll ine ein paumeister den obgenanten mülleren und iren erben dasselb segrat und segmül wider ledig sagen und dopei lassen, was in der zeit und jaren daran gemacht worden wer, mitsampt einem segplat, zangen, hebeisen, wenthacken und allem gezeug und in aller der maß, als man das von den mülneren bestanden hat, alles ungeverlich. und ob die mülner in denselben jaren ichts zu schneiden hetten, das sol in ein paumaister schneiden lassen umb ein zimlichen pfenning als anderen leuten ungeverlichen. des alles die obgenanten müller fur sich und ir erben in des gerichtz [briefbuch] an dem hundert und zwaiundviertzigisten plat auf ertag nach sant Margreten tag [6 Juli] vor Johannes Tuchscherer also bekant haben. auch sein dieser außgeschnitten geleich lauttender zettel zwu gemacht, der eine der stat paumeister, die anderen die obgenanten müllner haben.

Nochdem der Cuncz Preuß, müller, iecunt zu der Weidenmüll in sant Laurenczen pfar gesessen, mich als der stat paumeister etwen oft hot angeloffen und geren gesehen het, das ich von gemeiner stat wegen das wer und tham, das do get zwischen der Pegnicz und vor der deutschen heren wissen herumb unterhalb der prucken, die vor zeiten doselbst hinuber gangen ist, auch pesseren het lossen und gesagt, ich sei des schuldig, und eß haben die deutschen heren des brieff. und wiewol ich auf dem rothaus in pucheren auch in der losungstuben brieff uber die Weidenmüll gesucht und gehort hab, so hab ich doch nindert finden künnen, weder das ich oder iemant anders das schuldig oder nit schuldig zu machen sei, anders dan, das ich von her Hannsen Koller seligen, auch dem Gürtler albeg gehort hab, wie eß von alter heer kommen sei, als in eim artickel dan stet voren in dem puch a folio 183 [215b], das man dann mit der gewer also heer procht hot, des ich mich dan also pießheer gehalten hab. iedoch hab ich mit dem Tryßler im deutschen haus gerett auf anzeigen des müllers, das er mir zu lieb ir pücher, brieff und reigister derhalb ubersehen hot und dorauß mir ein zettelein geben, waß er in iren brieffen derhalben find und anders nit. das stet hernoch geschriben und laut also: eß sol auch derselb müller den weg auf dem werc seins farens halben wessenlichen und unprechenhaft halten oder süst mit der pesserung und pawen desselben wers sol er nichtz zu schicken noch zu thun haben.