TOPOGRAPHISCHE ANMERKUNGEN.

Almosenhaus, an der südseite der Sebalderkirche, sitz des almosenamtes, nach Nopitsch, wegweiser für fremde in Nürnberg 1801. s. 3, im jahre 1454 erbaut.

Alt Nüremberg, wohl das älteste gebäude der stadt, der fünfeckige thurm auf der veste.

Apothekergäßlein führt von der Kaiserstraße nach der Karlsbrücke.

Bäder. Vgl. abzeichen Nürnberger häuser. Nürnberg 1855. s. 20–24.

Fleischbänkenbad hinter dem schlachthaus.

Irerbad, Irherbad in der Irrergasse, nach abz. s. 22 S. 260.

Bad im Prüll nach den angaben des baumeisterbuches 160, 26. 194, 4 in der jetzigen Carolinenstraße, keineswegs, wie abzeichen s. 21 steht, in der Schlotfegergaße. Es gieng vielleicht nach der Koth- (jetzt Brunnen-)gaße durch. Damit wäre die angabe von Nopitsch s. 132 zu vereinen.

Rosenbad hinter dem Predigerkloster nach abzeichen s. 21 S. 608. vgl. Nopitsch s. 138.

Sonnenbad in der Judengaße. Abzeichen s. 21.

Strohsackbad neben der jetzigen Himmelsleiter in der Carolinenstraße L. 383. Abz. s. 21.

Sundergeybad (später Zeughausbad) im Sundergey (s. dort) an der nordseite des zeughauses am Steig (Kornmarkt). Abz. s. 21. Die angaben von Nopitsch s. 171 sind ungenau.

Wildbad auf der Schütt, unmittelbar nach dem einfluße der Pegnitz in die stadt, besteht noch als bad.

Zacharasbad, bad im Zacharas in der ecke der Carlsstraße und der Weintraubengaße S. 107. Das haus steht noch in der alten form. Das bad ist seit wenigen jahren geschloßen. Abz. s. 20.

Beckschlagergaße, vordere und hintere, führen vom Lauferplatz zum Wörtherthörlein.

Bergfrid, Burgfried, die freiung auf der nordseite der veste. Nopitsch s. 45.

Bindergasse vom rathhaus nach dem Theresienplatz.

Bleich, das linke ufer des rechten Pegnitzarmes auf der Schütt, das auch jetzt noch zum bleichen der wäsche verwendet wird.

Birkhaimers haus, durch eine tafel als wohnhaus des berühmten Wilibald Birkhaimer bezeichnet, am Marktplatz S. 15. Es ging nach der Winklerstraße durch.

Breite gaße, parallel mit der Carolinenstraße, von der Pfannenschmidsgaße zum Weißen Thurm.

Brücken. S. Nopitsch s. 18. Eine kurze »Geschichte der Brücken in Nürnberg« findet man in Siebenkees materialien zur nürnbergischen geschichte. Nürnberg 1792. b. II. s. 614–627.

Barfüßerbrücke, jetzt Museumsbrücke.

Derrersbrücke vom Trödelmarkt nach einem Derrerischen hof (dem jetzigen gasthof zum »Bayrischen hof«).

Fleischbrücke.

Katharinenbrücke vom Bergauerplatz nach der Schütt, jetzt Schuld- oder Heubrücke genannt.

Lange Brücke, jetzt Kaisers- oder ABC-Brücke genannt. Wahrscheinlich wurden damit die beiden brücken, die Kaisers- und Derrersbrücke bezeichnet, sie heißt wohl auch die lange brücke beim Derrer.

Säubrücke s. Derrersbrücke. Der name kommt vom Säumarkt (Trödelmarkt).

Spitalbrücke von der Schütt nach dem Spitalplatz.

Steinerne Brücke, die älteste steinerne brücke der stadt, nur noch zum theil erhalten, eine kleine strecke oberhalb der jetzigen Maxbrücke.

Stromersbrücke wird im »Feuerpüchel« die lange brücke genannt, nach einem Stromerischen haus, das daran lag. Baumeisterbuch 266, 8.

Derrers haus an der Pegnitz, der jetzige »Bayrische hof«. Nopitsch s. 26.

Derrers Hof und gäßlein, zwischen der Lorenzer- und S. Katharinengaße. Nopitsch s. 27.

Deutsch-Herrn-Hof, jetzt Infanteriekaserne vor dem Weißen Thurm.

Deutsch-Herrn-Wiese im osten der stadt.

Dilinghof, jetzt Egidienplatz.

Dilinggaße, jetzt Theresienstraße.

Ebracher Hof, war eigenthum des klosters Ebrach, an der Carolinenstraße, jetzt das landgerichtsgebäude. Nopitsch s. 29. Abz. s. 14. 47. 81.

Die Eich an der Barfüßerbrücke stand am rechten ufer der Pegnitz an der mündung des Spitalgäßleins in die Königsstraße.

Eichstätter Hof stand am Egidienplatz. Nopitsch s. 31, der seine notiz wahrscheinlich aus dem bericht über den markgrafenkrieg (quellen und erörterungen z. bayr. u. deutsch. gesch. b. VIII, s. 82) entnommen hat. Im markgrafenkrieg (1449 bis 50), in dem der bischof von Eichstädt auf seite Albrecht Achills stand, ließ ihn der rath niederreißen. Später wurde an der stelle ein kornhaus errichtet, welches noch steht.

Eisgrube, ein kleines gäßlein von der Albrecht-Dürerstraße nach dem Weinmarkt. Nopitsch s. 32.

Elendengaße, jetzt Rosenthal. Nopitsch s. 33.

Engelthaler Hof, eigenthum des nonnenklosters Engelthal, in der Tetzelgaße. Nopitsch s. 34.

Am Fischbach, die jetzige Carolinenstraße, durch die der Fischbach, früher unbedeckt, fließt. Nopitsch s. 39.

Fischmarkt, der platz vor dem rathhause, wo im herbst fische verkauft wurden. Nopitsch s. 40.

Fischergaße führt vom Sand nach dem Spitzenberg.

Fleischgaße, Fleischergaße, von der stadtmauer nach dem Hallplatz, heute Sterngaße. Nopitsch s. 43. Abz. s. 23, 24.

Fleischhaus stand an der Pegnitz, neben der Fleischbrücke, wo auch jetzt das schlachthaus steht.

Frauengäßlein von der Pfannenschmidsgaße, der alten stadtmauer entlang nach der Färbersgaße.

Frauenhaus, das privilegierte öffentliche haus im Frauengäßlein. Nopitsch s. 43.

Des Freyen Häuser. Aus dem bericht über den einritt k. Fridrichs III in Nürnberg 1442, der in der sammlung der Nürnberger chroniken gedruckt werden wird, ergibt sich, daß es die häuser S. 18 u. 19 am Marktplatz waren. Cod. chart. sec. 15 fol. im k. archiv zu Nürnberg n. I. bl. 9a.

Freiung, der freie platz auf der südseite der veste, wie der name zeigt, einst ein asyl.

Fröschau zwischen der Winkler- und Carlsstraße, jetzt Auguststraße.

Fröschthurm, der fünfte thurm an der inneren stadtmauer zwischen dem Vestner- und Lauferthor. Nopitsch s. 45. 46.

Füll, die vordere und hintere, die vordere von dem Albrecht-Dürer-platz nach der gleichnamigen straße trägt noch ihren alten namen, die hintere von da bis zur mündung der Irrergaße heißt jetzt Lammsgaße.

Galgenhof, dorf in der unmittelbarsten nähe im südosten der stadt.

Gänsmarkt, der platz hinter der Frauenkirche. Nopitsch s. 48.

Geiersberg, ein hügel rechts am Maxplatz nach der Irrerstraße zu.

Gewandhaus an der ecke des Tuchgäßleins, der platz, an dem die tücher verkauft wurden. S. unten Tuchhaus. Nopitsch s. 176.

Gilgenhof s. Dilinghof.

Gostenhof, vorstadt vor dem Spitlerthor.

Grasersgäßlein zwischen der stadtmauer und der Claragaße. Nopitsch s. 54.

Grolands Haus, vermuthlich an der stelle, an welcher später das berühmte Pellerische haus erbaut wurde, am Egidienplatz. Abz. s. 49.

Jorg Hallers Haus, ohne zweifel das sog. Haus Nassau gegenüber der Lorenzer kirche. Abz. s. 52.

Heilsbronner Hof, eigenthum des klosters Heilsbronn, hinter der St. Lorenzer kirche. Nopitsch s. 60. Im markgrafenkrieg 1449 bis 50 ward er niedergerißen. S. quellen und erörterungen b. VIII. s. 82. Jetzt steht an dessen stelle das gebäude der k. bank.

Haller-Wiese, am rechten ufer der Pegnitz, unmittelbar nach ihrem ausfluße aus der stadt.

Heugäßlein vom Theresien- nach dem Spitalplatz.

Heumarkt, jetzt Theresienplatz.

Hirselgaße führt vom Schwabenberg nuch dem äußern Lauferplatz, jetzt Hirschelgaße. Nopitsch s. 64.

Hirsvogels Haus, das jetzige Riemanische haus an der Museumsbrücke. Abz. s. 62, 63.

Holzschuhers Haus ist ohne zweifel der nachmalige Harsdörferhof an der Spitalbrücke, in dem, der sage nach, Tetzel den ablaß gepredigt haben soll. Nopitsch s. 58.

Hundsgäßlein, jetzt Agnesgaße, zwischen dem Albrecht-Dürerplatz und der gleichnamigen straße.

Hutergasse, unter den Hutern, jetzt Kaiserstraße.

Hyserlein, der röhrenkasten und trog am Unschlitthaus. Nopitsch s. 66.

Jacobsbrunnen hinter der St. Jacobskirche. Nopitsch s. 67.

Beim Jacobswirth, die straße zwischen dem Obstmarkt und Spitalplatz, jetzt Ebnersgaße. Nopitsch s. 68.

Judenbühl, ein freier platz im nordosten vor der stadt, jetzt Maxfeld.

Judengaße, geht vom Heumarkt aus fast parallel mit der innern Laufergaße.

Judenkirchhof, ein ehemaliger begräbnisplatz der Juden, jetzt nach einem dort befindlichen, seit alter zeit Wunderburg genannten gebäude in Wunderstraße umgewandelt. Nopitsch s. 195.

Kandelgießer-Kräm an der westseite des Marktplatzes zwischen Tuch- und Fleischhaus.

Kappenzipfel, Ortolfs Hof, ein großes gebäude mit eingängen vom Mehl-(Hans-Sachsen-)gäßchen und vom Jacobs-Wirth (Ebnersgaße) her; seit langen jahren mit einer umgestaltung, die wohl den namen verschönern sollte, Cappadocia genannt. Beide namen kommen noch öfter vor. Nopitsch s. 22, 23, 74.

Gaße hinter St. Kathrein, jetzt Katharinengaße.

Katharinengraben, jetzt Peter-Vischer-Straße nach des berühmten meisters haus, das in dieser straße stand.

Kirchen und Klöster.

Ägidienkirche und Kloster auf dem gleichnamigen platz.

Allerheiligenkirche am innern Lauferthor.

Augustinerkirche und Kloster an der Schuster- und Carlsstraße. Die kirche ist abgebrochen, das kloster zu ärarialischen zwecken verwendet. Nopitsch s. 7, 8.

Barfüßerkirche und Kloster. Eine im 17 jahrhundert erbaute kirche steht noch, doch ist sie ihrem zwecke längst entfremdet, das kloster ist zum theil in ein findel-, zum theil in ein zuchthaus verwandelt worden. An des letzteren stelle steht jetzt das Museum. Nopitsch s. 11.

S. Clarenkirche und Kloster in der Frauenthorstraße; die kirche ist der katholischen gemeinde abgetreten worden, in den klostergebäuden sind seit wenigen jahren englische fräulein eingezogen.

Deutschordenshaus s. Deutschherrnhof.

S. Elisabethenkirche und das alte Spital war vor dem Weißen Thurm an dem Deutschordenshause. An ihrer stelle steht die nicht ausgebaute, jetzt zu magazinen verwendete Deutschherrnkirche.

U. L. Frauencapelle am Markt, jetzt die katholische pfarrkirche.

U. L. Frauenbrüderkloster und die Salvatorskirche am Rossmarkt (jetzt Adlerstraße). Nopitsch s. 141.

Kirche zum h. Geist und das neue Spital am Spitalplatz.

Karthäuserkirche und Kloster, jetzt der sitz des germanischen Museums.

S. Kathreinkirche und Kloster an der Peter-Vischer-straße. Die kirche war längere zeit bauhütte, ist jetzt militairmagazin. Nopitsch s. 77.

S. Kunigundencapelle stand auf dem Lorenzer Kirchhof, wurde abgebrochen. Nopitsch s. 87. Eine tafel an dem Grundherrischen hause gibt den ort an, an dem sie stand.

S. Lorenzkirche.

S. Margarethencapelle auf der Veste.

S. Marthacapelle in der Frauenthorstrasse, schräg gegen S. Clara über, jetzt gotteshaus der reformierten gemeinde. Nopitsch s. 106.

S. Morizcapelle nördlich der Sebalderkirche; jetzt wird dort die k. gemäldesammlung bewahrt.

Predigerkirche und kloster. Die kirche, die an der ecke der Burg- und Theresienstraße stand, ist abgetragen, das kloster ist sitz der stadtbibliothek. Nopitsch s. 27.

S. Sebalderkirche.

S. Walburgiscapelle auf der Veste.

Zwölfbrüderhaus bei den Karthäusern, von Konrad Mendel gestiftet, am Kornmarkt (Steig). Nopitsch s. 108.

Kopfenberg, eine offene verbindung zwischen der Adler- und Kaiserstraße. Über den namen s. Nopitsch s. 81.

Kornmarkt, jetzt Josephsplatz.

Das neue Kornhaus am Nadlersgraben, an dem jetzigen Kornmarkt, über dem alten Stadtgraben aufgeführt. vgl. Nopitsch s. 82, 83.

Kothgaße, parallel mit der Carolinen- und breiten Straße, zwischen beiden, jetzt heißt sie Brunngaße. Nopitsch s. 84.

Kramersgaße, parallel mit der Burgstraße, jetzt Krämersgäßlein.

Küstrichsbrücke, aller wahrscheinlichkeit nach die Färberbrücke, vgl. Nopitsch s. 35. Baumeisterb. bl. 159, 31.

Lanckamers Haus, nach der angabe in abz. s. 63 das haus L. 117 in der Kaiserstraße.

Ledergaße, die alte, führt vom Obstmarkt nach dem Sand, heißt jetzt nach dem geschlechte, dem der verfaßer des baumeisterbuches angehörte, Tucherstraße. Nopitsch s. 91.

Ledergaße, vordere und hintere, gaßen, die von der Schlotfegergaße nach der Kaiserstraße zu führen.

Lodergaße, d. h. Tuchmachergaße, parallel mit der Jacobsstraße nach dem Spitlerthor. Mit verunstaltung des alten names, dessen bedeutung man nicht mehr verstand, hat man sie Lottergaße genannt. Nopitsch s. 94.

Luginslant, ein thurm, der das Kornhaus flankiert, welches 1495 an der stelle der durch kauf 1427 an die stadt übergegangenen burggräflichen burg aufgeführt wurde. Vgl. ein schulprogramm von dr Lochner: »Von Nürmberger Raiß« gedicht Rosenplüts. Nürnb. 1849. s. 12 ff.

Auf der Mang. Das Manghaus stand neben dem thurm an der Katharinenbrücke auf der Schütt. Baumeisterb. 291, 12.

S. Margrethenthurm, der sog. Heidenthurm auf der Veste, in dem sich die Margarethencapelle befindet.

Marstall, gegenüber S. Kathrein, noch heute so genannt und noch reitschule. Nopitsch s. 105.

Mehlgäßlein führt vom Obstmarkt nach dem Spitalplatz, heißt jetzt nach dem meistersänger, dessen haus in dieser Straße stand, Hans-Sachsen-Gasse.

Milchmarkt jetzt Albrecht-Dürers-Platz. Die statue des künstlers von Rauch steht auf diesem platze.

Mühlen:

(Über die mühlen mag man abzeichen s. 86–88 und Waldau Neue Beiträge bd. II. s. 73–86 vergleichen.)

Almosenmühle, führt auch heute noch diesen namen, den sie von dem almosamte trägt, dem sie gehörte. Sie wird vom Fischbach getrieben und liegt an der ecke der Huter- und Mühlgasse, am wege vom Kornmarkt (Josephsplatz) nach dem Unschlittplatz. Nopitsch s. 4.

Grolandsmühle, jetzt Schwabenmühle in der Kaiserstraße. Abz. s. 86, 87.

Hadermühle im osten der stadt an dem linken arm der Pegnitz. Sie heißt auch Gleismühle und Papiermühle. Vgl. die chronik Ulman Stromers im I. band der Nürnberger chroniken s. 77 ff.

Kathrinenmühle, Mühle bei S. Kathrein an der Pegnitz, unterhalb des Katharinenklosters, nach dem jetzigen besitzer die Wissische mühle genannt.

Krotenmühle an der Pegnitz, neben der Karlsbrücke, heute nach dem besitzer Eckartsmühle genannt. Abz. s. 87. Nopitsch s. 86.

Lömühle wohl unterhalb der Weidenmühle; doch kann ich eine nähere bezeichnung nicht finden.

Neue Mühl in S. Laurenzen Pfarr auf dem «Neuen Bau» auf der Lorenzer seite (s. Neue Bau), später Dürrenmühle genannt. Nopitsch s. 27. Abz. s. 87.

Neue Mühl in S. Sebalder Pfarr, später Bayern- auch Nägeleinsmühle genannt (Nopitsch s. 115) auf dem «Neuen Bau» auf der Sebalder seite.

Pfannenmühle, später Fleischbänkenmühle, zwischen den fleischbänken und dem Trödelmarkt. Abz. s. 87. Nopitsch s. 126 scheint hier ungenau zu sein.

Sandmühle am rechten ufer des rechten Pegnitzarmes, gleich nach dem einfluße der Pegnitz in die stadt. Nopitsch s. 143.

Weidenmühlen auf beiden seiten der Pegnitz am ende der Hallerwiese (s. dort).

Münzhof bei S. Katherein muß nach baumeisterb. 188, 15 neben dem Marstall gewesen sein.

Münzhof am Obsmarkt scheint nach Baumeisterb. 192, 6 ein theil des sog. Spitalhofes (s. dort).

Nadlersgraben, auch Ochsengraben. Der theil des alten stadtgrabens, vom Kornmarkt (Steig) zum Weißen Thurm. Zum großen theil überbaut. Die straße längs desselben heißt Nadlersgaße. Nopitsch s. 113.

Neue Bau heißt nach mehreren stellen des Baumeisterbuches z. b. 122, 4. 316, 21. 190, 4, 5 u. a. der stadttheil zunächst der Pegnitz an beiden ufern von der steinernen brücke zum Hallerthörlein und der stadtmauer. Jetzt heißt der platz am linken ufer Unschlittplatz, der am rechten, der doch den alten namen im volksmunde noch fortführt, Maximiliansplatz. Vgl. Nopitsch s. 115.

Neue Gaße läuft parallel mit der Tucherstraße, zwischen dieser und der Pegnitz vom Spitalplatz zum Sand.

Nonnengäßlein der obere theil des gäßchen, das vom Lorenzerplatz nach der Schuldbrücke führt.

Ortolfs Hof s. Kappenzipfel.

Paradies, nach Nopitsch s. 122 die gegend bei der Schau, dem steuererhebungsamt; die Schau stand, wo sich jetzt die hauptwache befindet, an der südseite der Sebalderkirche.

Peunt, der Bauhof, an der stadtmauer, zwischen dem Frauen- und dem (neuen) Marienthor. In dem später errichteten großen gebäude ist jetzt die polytechnische schule. Nopitsch s. 124.

Pirkhaimers Haus s. Birkhaimer.

Platenmarkt, ein kleiner platz hinter der St. Morizkapelle.

Plobenhof, Plauenhof heißt noch heute das lange gebäude S. 823 in der Königsstraße nach dem Marktplatze zu, ursprünglich im besitze des Großischen geschlechtes. Nopitsch s. 128.

Plossen, die kleine insel Schütt. Nopitsch s. 152. Jetzt ist sie bewohnt.

Ponersberg, jetzt Paniersplatz.

Pruch, jetzt Johannisgaße, rechts von der Frauenthorstraße abzweigend. Der name, der seiner bedeutung wegen (Schindanger) den anwohnern misfallen mochte, wurde 1579 in den jetzigen geändert. S. Waldau neue beiträge zur gesch. d. stadt Nürnberg I bd. 1790. b. 59.

Radbrunnen beim Neuen Thor, es geht noch heute eine Radbrunnengaße von der Neuen Thorstraße rechts nach der stadtmauer zu ab. Vgl. Nopitsch s. 133.

Radbrunnen auf der Vesten, der tiefe brunnen im vorhofe der Burg, der noch jetzt von den fremden seiner tiefe wegen besehen wird.

Rieters haus an der südseite des marktplatzes.

Rossmarkt, jetzt Adlerstraße.

Salzmarkt, der platz, an dem das rathhaus steht. Nopitsch s. 142.

Unter den Salzern, die nordseite des marktplatzes Nopitsch s. 100–104.

Am Sand heißt der platz am ufer der Pegnitz, wo heute das militärspital steht, vor dem übergange zur Schütt.

Säumarkt, eine kleine insel, jetzt der berühmte Trödelmarkt.

Bei den schiltröhren, s. u. a. Baumeisterb. 189, 30, ohne zweifel die jetzige Schildgaße. Über deren namen s. dagegen Nopitsch s. 52 vgl. auch s. 145.

Der Schießgraben, ein theil des alten stadtgrabens, geht vom innern Lauferthor nach der Pegnitz zu. Die straße, die daran liegt, heißt jetzt Grübelsstraße, nach dem bekannten Nürnberger volksdichter. Man schoß hier sowohl nach der scheibe, als nach dem adler auf hoher stange. Das letztere vergnügen wird mit vieler kunst noch heute im «Schnepperlesgraben» vor dem Thiergärtner thore betrieben.

Schleierthurm an dem ausflusse der Pegnitz, mitten im wasser erbaut. Nopitsch s. 145.

Schmidgasse vom Thiergärtnerthor nach der Burgstraße.

Schmidts haus, das sog. Pilatushaus, im 16 jahrhundert nach der dort aufgestellten figur das haus zum Geharnischten Mann genannt. Abz. s. 25. Der verfaßer der abz. kennt die besitzer, die Baumeisterb. 186, 11 aufgeführt sind, nicht. In neuerer zeit gehörte das haus dicht am Thiergärtner thor gelegen, dem freiherrn v. Aufseß, seit einigen jahren dem bergmeister H. Kieser.

Schoppers haus, darin man das heiltum weist, nach der bei des Freyen häusern näher bezeichneten quelle ohne zweifel S. 17 am Markt. Das haus ging nach der Winklerstraße durch.

Der Schöne Brunnen am Marktplatz.

Erhart Schürstabs haus kann nach der gleichen quelle, wie Freyen und Schoppers häuser als S. 16 bezeichnet werden.

Schustergaße führt von der Winkler- nach der Carlsstraße. Eine Schustergaße auf der Lorenzer seite, von der Baumeisterb. 139, 20 die rede ist, kann ich nicht näher bestimmen.

Schütt, insel, durch 2 Pegnitzarme gebildet. Nopitsch s. 152.

Sebalderpfarrhof auf der nordseite der kirche. Das jetzige gebäude ist erst 1514 erbaut. Abz. s. 34.

Siechhaus, Siechstadel neben dem Waßerthurm am Neuen Bau. Nopitsch s. 162, später Weinstadel genannt.

Söldnergaße zwischen der Veste und dem Paniersplatz, auch Zöllnergaße genannt.

Spitalkirchhof, jetzt Spitalplatz.

Spitalhof ein großes gebäude mit eingängen vom Spitalgäßlein und vom Obstmarkt. Nopitsch s. 164. Natürlich heißt auch der hof des spitales ebenso.

Spitalgäßlein von der Museumsbrücke zum Spitalplatz.

Spitzenberg, ein hügel zwischen der Fischergaße und dem Wöhrderthörlein.

Stadtknechtsgäßlein der untere theil des gäßchens, das vom Lorenzerplatz zu der Schuldbrücke fuhrt. Nopitsch s. 166.

Stadtthore.

Frauenthor nach süden.

Irherthörlein nach westen.

Lauferthor nach osten.

Neues Thor nach nordwest.

Spitler Thor nach südwest.

Thiergartnerthor nach norden.

Wöhrderthörlein nach osten.

Stege.

Irrer oder Irhersteg, auch Trucken- oder Trockensteg genannt, unmittelbar vor dem ausflusse der Pegnitz jetzt Kettensteg.

Steg beim Leben, der Henkersteg bei der steinernen Brücke.

Schleifersteg von dem schlachthaus nach dem Trödelmarkt.

Am Steig, jetzt Kornmarkt.

Beim blauen Stern, jetzt Sterngaße von der ehemaligen Fleischgaße, die jetzt auch (s. oben) Sterngaße heißt, nach dem Frauenthor zu. Nopitsch s. 43.

Sundergey, Sundergau, so heißt eine gegend des südlichen stadttheiles, in der das zeughaus liegt. Über den namen mag man Langs gauen s. 184 ff. und Schmellers bayr. wörterbuch III. s. 269 vergleichen. S. auch abz. s. 21.

Sünwelthurm, der runde thurm auf der veste. Nopitsch s. 161.

Tafelhof, unmittelbar vor den mauern der stadt im Süden.

Hinter dem Tetzel, eine straße, die von der Theresienstraße nach dem Egidienplatze führt, jetzt Tetzelgaße. Nopitsch s. 173.

Thiergraben ein theil des stadtgrabens hinter S. Katherein. Baumeisterb. 123, 14.

Treyberg oder Treibberg hinter dem Schwabenberge. Nopitsch s. 174.

Tuchscherergaße an der südseite des rathhauses; jetzt Rathhausgäßchen. Vgl. einen aufsatz von Lochner in dem anzeiger für kunde der deutschen vorzeit, neue folge. VI jahrgang, 1859. s. 370–373.

Tuchhaus s. Gewandhaus. Die identität stellt sich durch die aufzeichnung über den aufenthalt k. Fridrichs 1442 (s. oben Freyen haus) unzweifelhaft heraus.

Die Veste. Der westliche theil die kaiserliche burg, der östliche flügel die burggräfliche, welche 1427 durch kauf an die stadt übergieng.

Unter der Vesten, die straße, die vom rathhaus nach der burg führt, jetzt Burgstraße.

Bei der Walch, jetzt Färbergaße. Der name kommt von den walkern, die dort arbeiteten. Nopitsch s. 185.

Bei der rothen Wanne hieß die Gegend bei dem Zachariasbad und der Fröschau nach einem hause, an dem eine rothe wanne abgebildet war. Nopitsch s. 185.

Waag bei S. Sebald in der Winklerstraße. Nopitsch s. 46.

Weiher hinter S. Katherein. Ein solcher ist noch heute in dem sog. Nonnengarten zwischen dem Katharinenkloster und der stadtmauer. Es muß doch damals auch ein weiher im stadtgraben gewesen sein. Baumeisterb. 123.

Weinstadel s. Siechhaus.

Werdt beim Neuen Spital, die spitze der insel Schütt, die im gebiet des spitals liegt. Baumeisterb. 167, 36. 180, 16.

Werdt, Wöhrd, Ober- und Unterwöhrd an der Pegnitz am linken ufer zwischen der Karls- und Maxbrücke. Baumeisterb. 229, 12. 233, 34. 235, 13.

Wessel am markt, bei dem schönen brunnen, ein wechselgewölbe. Nopitsch s. 104.

Wildgraben s. Thiergraben.

Wollenthor. Sollte es, da der übergang von M in W vorkommt, Mollenthor sein? das wäre ein thor der älteren stadtmauer, etwa dem spital gegenüber auf dem rechten Pegnitzufer. Ich muß hier auf eine auseinandersetzung im I band der chroniken verweisen. Baurmeisterb. 249, 24.

Wörth, vorstadt, früher selbstständiger marktflecken im osten von Nürnberg.

Zistel- od. Zisselgasse, vom Thiergärtnerthor gegen den Weinmarkt, heute nach dem hause Albrecht Dürers, das darin liegt, benannt. Der alte name von einem erloschenen geschlecht. Nopitsch s. 197.

Zotenberg jetzt Dötschmannsplatz.

Zwinger, die räume zwischen der äußern und innern stadtmauer. Nopitsch s. 199.