Siebenzehnter Brief.

Reise nach Utica im November 1839.

So gern ich auch den Wahl-Akt in New-York abgewartet hätte, um mit anzusehen, wie man sich dabei die Köpfe blutig schlägt, so säumte ich mit dem Antritte meiner Reise doch nicht, da bei vorgerückter Jahreszeit die Kanäle leicht zufrieren und die Benutzung derselben für mich verloren gehen würde.

Eins der größten Dampfschiffe, das die Fahrt nach Albany machte, nahm mich, am 3. dieses Monats mit auf, welcher schwimmende Pallast in allen Theilen großartig ausgeführt, Einen schnell und bequem von hinnen trägt. Erstaunt und voll Bewunderung steht man da bei Beschauung der merkwürdigsten und nützlichsten Erfindung neuerer Zeit. Theils die großartige Maschinerie, welche dieses kasernenähnliche Gebäude ohne Segel stromaufwärts die Fluthen durchschneiden läßt, theils die prachtvolle Einrichtung dieses schwimmenden Hôtels selbst, welches alle Bequemlichkeiten des Menschen in sich trägt, nehmen die ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Auf dem Verdeck, welches mit einer Gallerie umgeben ist, tragen gefällige Säulen ein Dach, um vor den Sonnenstrahlen und Regen geschützt, im Freien verweilen zu können; wem es hingegen beliebt, unbeschirmt, ganz im Freien zu lustwandeln, findet dazu einen Raum auf dem Dache selbst.

Zwei schöne, mit geschmackvoll gearbeitetem Geländer versehene Treppen führen in die untern Räume, wo alle Möbeln, Thüren und Tafelwerk der Wände von polirtem Mahagoniholz gefertigt sind. Die Fußböden und Treppen sind mit den schönsten Teppichen belegt. Am brillantesten aber sind die Kajüten für die Damen dekorirt, wo das holde Angesicht der Schönen tausendfach widerstrahlt, da alle Räume zwischen den Fenstern mit Spiegelglas ausgelegt sind. Rothseidene Gardinen wallen vor den Glasthüren und hemmen den Blick in dieses Zaubergemach, wo hinein kein Mann Zutritt findet. Nicht weniger schön ist ein zweites Zimmer, wo die Herren dem schönen Geschlechte ihre Aufwartung machen dürfen.

Längs der Wände befinden sich die Schlafstellen mit vortrefflichen Betten und allen erdenklichen Bequemlichkeiten, desgleichen die Ankleidestübchen, worinnen alle Erfordernisse der Toilette sich befinden.

Zwischen den Damen-Kajüten und der Dampfmaschine befindet sich der große Speisesaal, geräumig genug, um 200 Personen aufzunehmen, der durch das einfallende Licht der Fenster vollkommen erhellt wird. An den Wänden hängen, symmetrisch geordnet, die verschiedenartigsten Adressen von dem handeltreibenden und produzirenden Publikum, worunter Empfehlungen der auf das Beste eingerichteten Gasthäuser nicht fehlen. Doch um solche Anzeigen auffallender zu machen und die Aufmerksamkeit möglichst zu erregen, sind sie in der Regel mit goldenen Rahmen eingefaßt, auch mitunter auf Seide, andere wieder mit bunter Schrift gedruckt. — An Lesezimmern, wie auch an Badestübchen fehlt es nicht. — Die Küche, die Gemächer der Schiffsmannschaft, der Mechaniker, Matrosen, Köche, Mägde und Bedienten, sind mehr abseits angebracht.

Ueber 200 Reisende waren am Bord, alle nobel gekleidet und ein Ton vorherrschend, daß man glauben sollte, hier mehr unter einer geladenen Gesellschaft sich zu befinden, als unter vom Zufall zusammengeführten Reisenden.

Das unangenehme Schaukeln des Segelschiffes ist hier auf dem Dampfboote weniger fühlbar, da solches von Ufern begrenzt, weniger mit Wind und Wellen zu kämpfen hat, und würde man nicht durch das Geräusch der Dampfmaschine, so wie durch das Plätschern der großen Wasserräder an beiden Seiten des Schiffes erinnert, daß man auf dem Wasser sey, so würde man leicht vergessen, wo man sich befände.

Die schönste Witterung begünstigte die Fahrt, und mit wahrem Vergnügen drang ich in das Innere des Landes ein. In verschiedenen Gruppen placirten sich viele Passagiere auf das Verdeck, um bei heiterer Luft die Reize der Natur zu genießen. — Die weißgrauen Kalkfelsen-Ufer sind meist schroff und mit Tannen und Eichen bewachsen, und gewähren so mit ihren dunkeln Schluchten ein grausiges Ansehen. Dagegen erblickt man auch von Zeit zu Zeit artige Landhäuser, Bauernhöfe und kleine Orte auf fruchtbarem Gefilde.

Fortwährend begegneten uns Schloops und andere Fahrzeuge, welche theils mit Viktualien oder Holz beladen, auf dem Hudson nach New-York fuhren. Dieserhalb verbreiteten des Nachts große Laternen die möglichste Helligkeit um das Dampfschiff, und warnen dadurch entgegenkommende Fahrzeuge vor der Gefahr, umgefahren zu werden, weshalb solche zeitig genug auszuweichen suchen. —

Am Städtchen Orange-Tova und bei West-Point wurden Reisende ausgesetzt und eingenommen, welches mit der größten Schnelligkeit ausgeführt ward, um die Fahrt nicht zu verzögern. Die Schiffsglocke verkündete schon in der Ferne die Ankunft des Bootes. Ein am Außenbord hängender Nachen wurde schnell ins Wasser gelassen, in welchem die Reisenden ohne Gefahr auf einer eisernen Geländerstiege bequem vom Schiffe einstiegen. Zwei Ruderer bringen das kleine Fahrzeug schnell ans Ufer, während der Steuermann ein Seil nachläßt, welches an Ersterem befestigt, mit solchen gezogen wird. Das Aus- und Einladen am Ufer dauert wenig Minuten, worauf durch ein gegebenes Zeichen die Dampfmaschine einen Cylinder in Bewegung setzt, um welchen sich das an dem Nachen befestigte Seil wieder aufrollt und Letztern nach sich zieht.

Ein gleiches Anhalten, Ausschiffen und Einnehmen von Passagieren und Effekten fand bei der Stadt Hudson Statt, und nach einer Fahrt von 26 Stunden waren 160 englische Meilen[40] bis Albany zurückgelegt, wo wir den 4. dieses Monats, Vormittags 11 Uhr eintrafen.

Dieser wohlhabende Ort mit 25,000 Einwohnern ist der Sitz des Gouverniums, und der Hauptort des Staates New-York; er hat bedeutenden Handelsverkehr, weil sich hier der Stapelplatz aller Erzeugnisse vom Norden des New-Yorker Staates bis Canada befindet, was besonders seit dem Bau des großen Kanals, welcher vom Hudson bei Albany bis zum Erie-See läuft und eine Länge von 362 Meilen einnimmt, der Fall ist.

Abends 5 Uhr ging ich auf der Eisenbahn nach dem 16 Meilen entfernt gelegenen Schenectady ab, und bestieg daselbst sogleich das Kanal-Boot, die Jacht, da solches diese Nacht noch die Fahrt nach Buffalo antreten sollte.

Beim Schlafenlegen, wo ich gewöhnlich meine Sachen ganz in die Nähe brachte, vermißte ich das Hutfutteral, in welchem die Brieftafel mit etwas Papiergeld nebst meinem Tagebuche sich befanden. Ersteres war in dem Eisenbahnwagen zurückgeblieben, und wegen dessen Wiedererlangung keine Zeit zu verlieren. Doch wie sollte ich bei dunkler Nacht und ohne alle Kenntniß des Weges, den eine halbe Stunde von hier entfernt liegenden Bahnhof auffinden? Mein Verlangen, einen Matrosen gegen Vergütung als Begleiter zu erhalten, wurde nicht erhört; ebenso meine Bitte, die Fahrt noch um eine Stunde zu verschieben, abgeschlagen, dagegen aber versprochen, die Pferde nur langsam antreiben zu lassen, welche soeben an das Bootstau gespannt wurden, um mittels diesem das Fahrzeug auf dem ruhig stehenden Wasserspiegel fortzuziehen.

Glücklich hatte ich die Sachen gefunden und ohne weitern Unfall die Stelle wieder erreicht, wo ich das Boot verlassen. Eine Viertelstunde weiter mündet aber dieser Seitenarm in den Hauptkanal ein, und ob ich nun links oder rechts dessen Lauf verfolgen mußte, war ich ungewiß, da bei der Dunkelheit der Nacht, und der Gegend unkundig, leicht eine falsche Richtung einzuschlagen war. — Alles war ruhig, keine menschliche Stimme verrieth dessen Nähe, um die nöthige Erkundigung einziehen zu können, und demnach betrat ich auf gut Glück den ungebahnten Weg längs des Ufers.

Voller Angst über die Möglichkeit, mich auf falschem Wege mehr und mehr von meinem Fahrzeuge zu entfernen, lauschte ich bei jedem Geräusch, da ich hier in der Dunkelheit um mein Leben besorgt, und auf dem forteilenden Boote möglicherweise um meine Effekten kommen konnte. So gern ich auch die Schritte beflügelt hätte, so hing doch der Boden centnerschwer unter meinen Füßen, auch machten einzelne im Wege liegende Steine diesen bei der Nähe des Wassers höchst gefährlich, da der Damm hoch und neben der Wasserstraße eine zweite Schlucht sich längs des Dammes hinzog.

Mehr und mehr umwölkte sich der Himmel, so daß nur dann und wann ein Stern hervortrat um den unwegsamen Pfad zu beleuchten, worauf das Vorwärtsschreiten bald unmöglich wurde, da große Steinmassen den Weg versperrten, welche vermuthlich zur Ausbesserung des Dammes angehäuft oder Ueberbleibsel früherer Bauten waren.

Obgleich die Nacht empfindlich kalt, so rannte doch der heiße Schweiß mir von der Stirne, wobei die Glieder zitternd wankten und mir den Dienst zum Weitergehen versagten. Nach kurzer Ruhe wollte ich mich mehr links vom Wasser entfernen, als das Gestein mich zum Fallen brachte, und bis an den Abhang stolpernd, verlor der Körper das Gleichgewicht so daß ich hinab in die spitzigen Steine fiel. Blutend lag ich lange, ohne daß ich durch den Schreck Etwas von Schmerzen empfunden hätte, bis mich die Angst von Neuem zum Aufbruche mahnte. Doch jetzt wurde ich erst gewahr, daß mir beim Fall das Hutfutteral entkommen war. Solches wieder zu erlangen hielt weniger schwer, als die daraus entschlüpfte Brieftasche nebst Tagebuch zu finden, und lange suchte ich in dunkler Nacht vergebens; ich hätte das Erstere gern entbehrt, wenn ich nur zu dem Wiederbesitze des Letztern gelangt wäre.

Mein Geschick verwünschend und unzufrieden mit mir selbst, wollte ich ohne die verlorenen Sachen von Neuem den Wanderstab ergreifen, als die Töne eines Hornes die Nähe von Kanalbooten verkündete, deren Schein der Leuchten, wegen des zwischen mir und der Wasserstraße liegenden Dammes, nicht wahrgenommen werden konnte. Zu meinem Glück waren Passagiere auf dem Fahrzeuge, welche deutsch verstanden, und der Kapitän, durch diese von dem mich betroffenen Mißgeschick unterrichtet, ließ nicht allein sein Boot anhalten, sondern verband auch mit eigener Hand die Wunden am Kopfe und versah mich mit einer Handlaterne, durch welche es möglich gemacht wurde, die verlornen Sachen wieder aufzufinden.

Solch Handeln eines so braven Mannes verdient der Vergessenheit entrissen zu werden, da in Amerika wohl nicht ein Dutzend solcher anzutreffen ist, welche einem Verunglückten Beistand leisten. Auch ein besserer Pfad wurde mir gezeigt, dicht am Wasser hin, geebnet für den Gang der Pferde, auf welchem es möglich war, nach scharf fortgesetztem Marsche und dem vorkommenden Aufenthalte der Boote, beim Passiren der Schleusen, am Morgen mein Fahrzeug noch zu erreichen, wo ich ganz erschöpft aufs Lager sank. Doch auch hier war mir wenig Ruhe vergönnt, da sich eine böse Sybille mit auf dem Schiffe befand, welche dem lieben Mann, der sie wider Willen, wie Viele seines Gleichen, zur Auswanderung verleitet, die bittersten Vorwürfe machte, Mörder ihrer Kinder nannte, indem zwei derselben während der Seereise gestorben und ein drittes noch jetzt krank darnieder läge. Leider! verstand der Mann selbst nicht zu schweigen, und gereizt, sich so weit vergaß, Hand an das gebrechliche Weib zu legen, und diese nun durch die Stimme ersetzte, was ihr an Kraft zur Gegenwehr mangelte. Tiefen Eindruck machte der Vorfall auf Alle, und ich fühlte mich um so glücklicher, da ich die Meinen im sichern Hafen wußte, und nur allein dem Wechsel des Geschicks auf dieser beschwerlichen Reise unterworfen war.

Der Ton eines Hornes, wie ich schon in voriger Nacht vernommen, erweckte die Neugierde, und so verließ ich von Neuem das Lager, um zu sehen, was solcher bedeute. Es war das Zeichen, welches den Schleusenwächtern die Ankunft des Schiffes verkündete, und das Verlangen nach frischen Pferden zu erkennen gab, da man solche alle 2–3 Stunden wechselt.

Gewöhnlich sind zwei hintereinander gespannt, bei Paquetbooten aber, da solche meist im Trabe gezogen werden, verwendet man 3–4 Pferde, welche auf den längs des Kanals laufenden schmalem Wege gehen, der auch unter den vielen über den Kanal geschlagenen Brücken hinwegläuft. — Die Führer der Rosse, welche auf dem hintersten Pferde reiten, verstehen durch das Anhalten der Thiere zur rechten Zeit das Tau ihres Bootes im Wasser zu versenken, wodurch das entgegenkommende Fahrzeug, ohne sich in die Leinen des andern zu verwirren, über solche hinwegfährt und beide sich so geschickt auszuweichen verstehen.

Der Durchgang von einer Schleuse in die andere, wird in einigen Minuten bewerkstelligt, und hält demnach die Fahrt im Ganzen nicht sehr auf.

Der Kanal längs des Mohawk-Flusses führt in gerader Richtung durch unermeßliche Waldungen und gut angebaute Thäler, wo man die Orte Thowaship, Amsterdam und Rotterdam erblickt, doch nur in Duodez-Ausgaben, da erst einigen Häusern diese Namen beigelegt worden sind. — Ueber einige Bäche und Flüsse wird der Kanal in Bohlen-Einfassung, welche auf Pfeilern ruhen, geleitet, welche für die Pferde mit Trottoirs versehen sind, oder durch das seichte Flußwasser selbst gehen. Da wo der Kanal die beiden Flüsse durchkreuzt, woraus solcher meist sein Wasser erhält, werden die Pferde, der Tiefe halber, mittelst einer Fähre übergesetzt.

Mit Anbruch der zweiten Nacht passirten wir ein enges, doch fruchtbares Thal, welches von wohlhabenden Farmern, wie solches die netten Häuser verriethen, bewohnt ward. Auch mehrere Sägemühlen befinden sich in dieser Gegend.

Am Morgen des 7. unternahm ich bei herrlicher Witterung mit drei Amerikanern längs des Kanals einen Streifzug, welcher sich aber leider nur auf Eichhörnchen erstreckte, da das Geflügel, fortwährend von Reisenden verscheucht, sich mehr in das Innere der Wälder zurückzieht. — Mit Erstaunen bemerkte ich, daß die Amerikaner sehr gute Schützen sind, da solche mit ihren langen Röhren, woraus sie Hirschposten schießen, jedesmal den Kopf des Eichhörnchens vom Rumpfe holten. — Meine Gefährden, darüber ärgerlich, daß es nichts zu schießen gab, was einen guten Braten versprach, wurden jetzt eine Heerde zahmer Gänse gewahr, welche auf dem Flusse an der Seite des Kanals schwammen, und ohne sich lange zu besinnen, legten sie an und, als es knallte, sanken dreien die Köpfe. Eine wurde vom Wasser mitgenommen, die andern beiden aber schwammen noch bis zur Insel, auf welche die Nichtgetroffenen sich retirirten, blieben aber entkräftet am Ufer liegen. — Lange sannen die Schützen, was zu thun sey, da das Wasser nicht tief und es die Braten zu holen erlaubte, doch Keiner wagte sich in die Fluthen und ließen, vorwärtsschreitend, den Raub im Stiche.

Nicht sowohl wegen der Beute selbst, als vielmehr um den Schützen zu zeigen, daß sie wohl verstanden eine Gans zu schießen, aber nicht die Courage hätten, das Erlegte zu holen, entschloß ich mich rasch, und schritt entkleidet der Insel zu. Gespannt standen jetzt die Erstern von fern, und lauschten des Ausganges, ohne mich vor der Gefahr zu warnen, welche mir drohete, die, wie sie später selbst erwähnten, ihnen nicht unbekannt gewesen, da sie die Bauern am jenseitigen Ufer hinter Gebüschen versteckt gesehen hätten. — Schon hatte ich die eine Gans gefaßt und noch drei Schritte vorwärts bis zur andern, als rasch hinter einander zwei Kugeln vom jenseitigen Ufer abgeschosen vor mir niederschlugen, mich aber, zum Glück noch außer Schußweite, nicht verletzten. Wie ein Donnerwetter machte ich Kehrt, um einer zweiten Ladung zu entgehen, und erreichte glücklich, mit einer Gans, das Gestade. Jauchzend wurde ich empfangen, und der Braten im Triumph dem Koche übergeben. Mir selbst aber verging aller Appetit, denn wie leicht wäre nicht mein Vorwitz hart bestraft worden.

Die Gegend ist auch hier gut angebaut, und mit Farmer-Wohnungen reichlich versehen; auch wird von den Bewohnern viel deutsch gesprochen.

Vor Utica ward, um den Zoll darnach bestimmen zu können, das Boot gewogen, welche Einrichtung Aehnlichkeit mit unsern Brückenwaagen hat. Ist das Erstere auf die Waage gefahren, so wird das Wasser durch Oeffnen der einen Schleuse abgelassen, wodurch solches trocken auf die Waage zu stehen kömmt. Nach genommener Ueberzeugung der Schwere der Ladung wird das Thor wieder geschlossen und durch Oeffnen des andern der Zutritt Wassers von Neuem gestattet, wodurch das Fahrzeug wieder gehoben und flott gemacht wird.

Den 7. Mittags fuhren wir auf dem Kanal, welcher durch Utica führt, in dieser Stadt ein und hatten auf dieser Wasserstraße, welche von Schenectady bis hierher 80 Meilen lang ist, 26 Schleusen passirt und waren unter 300 Brücken weggefahren.

Die Stadt Utica nimmt an Größe zusehends zu und besonders sind es Deutsche, welche sich hier niederlassen, unter denen ich auch einige Erfurter traf. — Anno 1794, wurde erzählt, habe an diesem Ort ein einziges Wirthshaus gestanden und jetzt zähle die Stadt schon über 6000 Einwohner, wodurch sie als eine der blühendsten Städte des Staates New-York anzusehen ist.