ANDREAS GRYPHIUS.

[Scherer D. 324, E. 325.]

Geboren 1616, im Todesjahre Shakespeares, zu Glogau. Seine Jugend war trübe, sein späteres Leben durch die Ereignisse des Krieges sehr bewegt. Er verschaffte sich weitgreifende Kenntniss namentlich in der ältern und neuern Literatur und gewann sich seinen Unterhalt als Hauslehrer, bis er durch ein Vermächtniss seines Gönners, des kaiserlichen Pfalzgrafen Georg von Schönborn, in den Stand gesetzt wurde nach Holland zu gehen, wo er 1638 zu Leiden immatriculiert ward. 1643 kehrte er nach Glogau zurück und reiste 1646 nach Italien und Frankreich. Er verheiratete sich 1649 und wurde 1650 Syndicus der Stände des Fürstenthums Glogau. Er starb plötzlich 1663, ungefähr hundert Jahre nach Shakespeares Geburt. Er dichtete Trauerspiele, Lustspiele, Singspiele, Oden, Sonette, Epigramme, übersetzte ein lateinisches geistliches Drama und Comödien aus dem Italienischen und Französischen. Die Lustspiele und Trauerspiele herausgegeben von Palm (Tübingen 1878 und 1882); dramatische Dichtungen von Tittmann (Leipzig 1880); ‘Horribilicribrifax’ und ‘Peter Squenz’ von Braune (Halle 1876 und 1877); Sonn- und Feiertags-Sonette von Welti (Halle 1883).

1.
THRÄNEN DES VATERLANDES, ANNO 1636.

WIr sind doch nunmehr gantz, ja mehr denn gantz verheeret

Der frechen Völcker Schaar, die rasende Posaun,

Das vom Blut fette Schwerdt, die donnernde Carthaun,

Hat aller Schweiss, und Fleiss, und Vorrath auffgezehret.

Die Thürme stehn in Glut, die Kirch ist umgekehret.

Das Rathhauss liegt im Grauss, die Starcken sind zerhaun,

Die Jungfern sind geschänd’t, und wo wir hin nur schaun

Ist Feuer, Pest, und Tod, der Hertz und Geist durchfähret.

Hier durch die Schantz und Stadt, rinnt allzeit frisches Blut.

Dreymal sind schon sechs Jahr, als unser Ströme Flut,

Von Leichen fast verstopfft, sich langsam fort gedrungen;

Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod,

Was grimmer denn die Pest, und Glut und Hungersnoth,

Dass auch der Seelen-Schatz, so vielen abgezwungen. 10

2.
DOMINUS DE ME COGITAT.

IN meiner ersten Blüt’, Im Frühling zarter Tage,

Hat mich der grimme Tod verweiset, und die Nacht

Der Traurigkeit umhüllt, mich hat die herbe Macht

Der Seuchen ausgezehrt. Ich schmacht in steter Plage.

Ich theilte meine Zeit, in Seuffzer, Noth und Klage,

Die Mittel, die ich offt für feste Pfeiler acht,

Die haben (leider!) all’ erzittert und gekracht,

Ich trage nur allein den Jammer, den ich trage.

Doch nein! der treue GOtt beut mir noch Aug und Hand, 20

Sein Hertz ist gegen mir mit Vater Treu entbrand,

Er ists, der iederzeit vor mich, sein Kind muss sorgen.

Wenn man kein Mittel find, sieht man sein Wunderwerck,

Wenn unsre Krafft vergeht beweisst er seine Stärck,

Man schau’t ihn, wenn man meint, er habe sich verborgen.

3.
ES IST ALLES EITEL.

DU sihst, wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden.

Was diser heute baut, reist jener morgen ein:

Wo itzund Städte stehn, wird eine Wisen seyn,

Auff der ein Schäfers-Kind wird spilen mit den Herden: 30

Was itzund prächtig blüht, sol bald zutretten werden.

Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein,

Nichts ist, das ewig sey, kein Ertz, kein Marmorstein.

Itzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.

Der hohen Thaten Ruhm muss wie ein Traum vergehn.

Soll denn das Spil der Zeit, der leichte Mensch bestehn?

Ach! was ist alles diss, was wir vor köstlich achten,

Als schlechte Nichtikeit, als Schatten, Staub und Wind;

Als eine Wisen-Blum, die man nicht wider find’t.

Noch wil was Ewig ist kein einig Mensch betrachten!

4.
{10} MORGEN-SONNET.

DIe ewig-helle Schaar wil nun ihr Licht verschlissen,

Diane steht erblasst; die Morgenrötte lacht

Den grauen Himmel an, der sanffte Wind erwacht,

Vnd reitzt das Federvolck, den neuen Tag zu grüssen.

Das Leben diser Welt, eilt schon die Welt zu küssen,

Vnd steckt sein Haupt empor, man siht der Stralen Pracht

Nun blinckern auff der See: O dreymal höchste Macht

Erleuchte den, der sich itzt beugt vor deinen Füssen!

Vertreib die dicke Nacht, die meine Seel umbgibt,

Die Schmertzen Finsternüss, die Hertz und Geist betrübt, 20

Erquicke mein Gemütt, und stärcke mein Vertrauen.

Gib, dass ich disen Tag, in deinem Dinst allein

Zubring: und wenn mein End’ und jener Tag bricht ein

Dass ich dich, meine Sonn, mein Licht mög ewig schauen.

5.
AUS DEM TRAUERSPIEL ‘CARDENIO UND CELINDE’.

Der hohe Geist der in der Sterblichkeit,

Vnsterblich herrscht, Der seines Fleisches Kleid

Als eine Last, (so bald die Stunde schlägt

Die scheiden heist) gantz unerschreckt ablegt;

Der hohe Geist würd’ alles was die Welt, 30

Was Lufft und See in ihren Schrancken hält,

Was künfftig noch, und was vorlängst geschehn;

Mit lachen nur und Miss-Preiss übersehn.

Dem Vogel Trotz! der in die Lufft sich schwingt

Ob schon der Schall der harten Donner klingt,

Vnd ob der Sonn’ auff die er einig harrt,

Mit steiffem Aug sich wundert und erstarrt.

Der hohe Geist würd über alles gehn,

Vnd bey dem Thron der höchsten Weissheit stehn;

Wenn beyde Flügel ihm nicht fest gehemmt,

Vnd Füss und Leib mit schwerer Last beklemmt.

Alsbald er auff den Kreiss der Dinge trat;

Erschrack der Fürst der zu gebitten[1004] hat 10

Der Untern-Welt, der wenn er umb sich blickt,

List, Hass und Grimm in unser Licht ausschickt.

Er schüttelte dreymal sein Schlangen-Har.

Die Höll erbeb’t; was umb und umb ihn war

Versanck in Furcht, die Glutt schloss einen Ring,

Als er entsteckt[1005] von heissen Neid anfing;

Auff! Götter auff! die mit mir von dem Thron

Hiher gebannt: Es steht nach jener Kron

Die ich besass, ein hoch-glückselig Bild

Das leider mehr bey seinem Schöpffer gilt! 20

Man ging zu Rath: Es ward ein Schluss erkist

Zu dämpfen was in Menschen Himmlisch ist,

Mit Macht und Trug! bald drungen aus der Nacht

Geitz, Hochmutt, Angst, Einbildung, Wahn und Pracht.

Doch allen flog erhitzte Brunst zuvor

Die voll von List den Namen ihr erkor

Von steter Lib’ und unter ihrem Schein

Die Hertzen nam mit Gifft und Gallen ein.

Ihr bot alsbald die Rach-Lust treue Hand

Die, leider! jetzt der allgemeine Tand[1006] 30

Auff dem Altar der tapffern Ehren ehrt,

Indem die Burg der Ehren wird zustört.

Die Rasereyen pochen was man schätzt,

Vnd heilges Recht auff festen Grund gesetzt;

Sie stecken Reich und Land mit Flammen an

Die auch kein Blutt der Völcker dämpffen kan.

Sie färben See und Wellen Purpur-roth,

Sie stürtzen Stül und Kronen in den Koth,

Vnd treten was auff Erden sterbens-frey

Vnd ewig, mit entweyhtem Fuss entzwey.

Sie reissen (ach!) des Menschen reine Seel

Von ihrem Zweck in des Verderbens Höl 10

Vnd zihn, die den Gott gab den Himmel ein

Aus stiller Ruh, in immer-strenge Pein.

6.
VANITAS! VANITATUM VANITAS!

Die Herrlichkeit der Erden

Muss Rauch und Aschen werden!

Kein Fels, kein Erz kann stehn.

Dies, was uns kann ergötzen,

Was wir für ewig schätzen,

Wird als ein leichter Traum vergehn.

Was sind doch alle Sachen, 20

Die uns ein Herze machen,

Als schlechte Nichtigkeit?

Was ist des Menschen Leben,

Der immer um muss schweben,

Als eine Phantasie der Zeit?

Der Ruhm, nach dem wir trachten,

Den wir unsterblich achten,

Ist nur ein falscher Wahn.

Sobald der Geist gewichen

Und dieser Mund erblichen, 30

Fragt keiner, was man hier gethan.

Es hilft kein weises Wissen.

Wir werden hingerissen

Ohn’ einen Unterscheid.

Was nützt der Schlösser Menge?

Dem hie die Welt zu enge,

Dem wird ein enges Grab zu weit.

Dies alles wird zerrinnen,

Was Müh’ und Fleiss gewinnen

Und saurer Schweiss erwirbt.

Was Menschen hier besitzen, 10

Kann für den Tod nicht nützen;

Dies alles stirbt uns, wenn man stirbt.

Ist eine Lust, ein Scherzen,

Das nicht ein heimlich Schmerzen

Mit Herzensangst vergällt?

Was ist’s, womit wir prangen?

Wo wirst du Ehr’ erlangen,

Die nicht in Hohn und Schmach verfällt?

Was pocht man auf die Throne?

Da keine Macht, noch Krone 20

Kann unvergänglich sein,

Es mag vom Todtenreihen

Kein Scepter dich befreien,

Kein Purpur, Gold, noch edler Stein.

Wie eine Rose blühet,

Wenn man die Sonne siehet

Begrüssen diese Welt,

Die, eh’ der Tag sich neiget,

Eh’ sich der Abend zeiget,

Verwelkt und unversehn’s abfällt: 30

So wachsen wir auf Erden,

Und hoffen, gross zu werden

Und schmerz- und sorgenfrei.

Doch, eh’ wir zugenommen

Und recht zur Blüte kommen,

Bricht uns des Todes Sturm entzwei.

Wir rechnen Jahr auf Jahre;

Indessen wird die Bahre

Uns vor die Thür gebracht.

Drauf müssen wir von hinnen

Und, eh’ wir uns besinnen,

Der Erde sagen gute Nacht.

Weil uns die Lust ergötzet,

Und Stärke freie schätzet,

Und Jugend sicher macht,

Hat uns der Tod bestricket, 10

Die Wollust fortgeschicket

Und Jugend, Stärk’ und Muth verlacht.

Wie viel’ sind jetzt vergangen!

Wie viel’ liebreicher Wangen

Sind diesen Tag erblasst,

Die lange Raitung machten

Und nicht einmal bedachten,

Dass ihn’n ihr Recht so kurz verfasst.

Auf, Herz! wach und bedenke,

Dass dieser Zeit Geschenke 20

Den Augenblick nur dein.

Was du zuvor genossen,

Ist als ein Strom verschossen;

Was künftig, wessen wird es sein?

Verlache Welt und Ehre,

Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre,

Und fleuch den Herren an,

Der immer König bleibet,

Den keine Zeit vertreibet,

Der einig ewig machen kann. 30

Wohl dem, der auf ihn trauet!

Er hat recht fest gebauet;

Und ob er hier gleich fällt,

Wird er doch dort bestehen

Und nimmermehr vergehen,

Weil ihn die Stärke selbst erhält.

7.
AUS DEM TRAUERSPIELE ‘CAROLUS STUARDUS.’

Der König. Juxton. Thomlisson. Hacker. Die Hencker. Die Jungfrauen an den Fenstern.

1. Jungf. O schrecklich Schau-Gerüst! 2. Jungf. Soll Karl den Platz betreten?

3. Jungf. Sol er, wo vor sein Volck ihn schier pflag anzubeten,

In höchster Schmach vergehn? 4. Jungf. Fällt er in seinem Land?

Für seiner eignen Burg durch eines Henckers Hand?

1. Jungf. Ach hätte, wehrter Printz! das Schwerdt dich hingenommen,

Da wo auf blankem Feld Heer gegen Heer ankommen!

Ach! hätte dich bey Wicht die tolle See bedeckt,

So würde nicht dein Tod mit so viel Schmach befleckt! 10

7. Jungf. Der Tod hat keine Schmach; die Schmach liegt auf den Richtern.

Sein Unschuld lässt sich schaun vor tausend Angesichtern.

Man wird an seiner Stirn, an den Geberden sehn

Den unbefleckten Geist, die Tugend, die wir schmehn,

Die wir, wenn Gottes Rach wird Himmel ab erscheinen,

Noch werden mit viel Reu in heisser Angst beweinen.

1. Jungf. Herr! scheub disz Urtheil auf, bis mein Gesicht erblasst!

Wo nicht, so nimm nur bald der Glieder schwere Last 20

Von dem gepressten Geist! 5. Jungf. O Schwestern! O sie kommen!

2. Jungf. Die Majestät hat gantz sein Antlitz eingenommen

Und streicht, indem sie nicht in Purpur fünckeln kan,

Mit unerschöpfftem Glantz die schönen Glieder an.

4. Jungf. Itzt sieht er nach dem Klotz auf dem er soll verschwinden.

Carol. Ob denn kein höher Block in Britten mehr zu finden?

1. Jungf. Der vor drey Königreich mit höchster Macht besasz,

Hat kein bequemer Holtz zu seinem Tod, als das.

Carol. Man wird uns, leider! hier nicht viel Gehöre gönnen; 30

Drum zeugt uns, Thomlisson! Wir hätten schweigen können,

Jedennoch zu entgehn dem rasenden Verdacht,

Als wenn durch eigne Schuld wir in die Noth gebracht,

Erfordert unsre Pflicht, durch die wir Gott verbunden,

Und Reich und Vaterland, dass in der letzten Stunden

Ich darthu, dass ich sey ein Mann ohn arge List,

Dass ich ein guter Printz und unverfälschter Christ.

Was nöthig aber, hier von Unschuld viel zu handeln?

Er weisz wer Athem zeucht, und was nach uns wird wandeln,

Er weisz, der alles weisz, der Well und Welt bewegt,

Und der schon über mich ein gröszer Urtheil hegt, 10

Dass wir zum ersten nicht das grimme Schwerdt erwischet,

Dass auf die Freyheit uns kein Eyver angefrischet.

Der Parlamente Macht ist nie durch uns verletzt,

Sie haben sich vorher uns grimmig widersetzt.

Sie suchten aus der Faust das Kriegsrecht uns zu winden:

Die sich doch überzeugt durch ihr Gewissen finden,

Dass es das meine war. Gilt unser Wort nicht hier,

So red an Carlen statt so mein, als ihr Papier.

Wer beyder Unterschrifft wil redlich überlegen,

Wird sonder Brille sehn, wer nach dem ersten Degen 20

In heiszem Vorsatz grieff. Entdeck’ es, groszer Gott!

Ich aber, ich verzeih und will den hohen Spott

Der Blutschuld nicht auf sie und ihre Köpffe schieben

(Die sauber mögen seyn!). Vielleicht fleuszt disz Betrüben,

Die Mordquell, beyderseits aus nichtgetreuem Rath.

Uns überzeugt der Geist, dass wir durch diese That

Auffs minste nicht beschwert, und möchten wol vernehmen,

Dass sie sich vor sich selbst nicht etwa dörfften schämen.

Disz aber, disz sei fern: dass Karl sich so verführ,

Und nicht in seiner Noth des Höchsten Urtheil spür! 30

Der Höchst ist ja gerecht und pflegt gerecht zu richten,

Auch durch nicht rechten Schluss, den Ungerecht’ erdichten.

Wie Wentwort durch uns fiel in nicht verdiente Pein,

So muss sein herber Tod itzt unser Straffe seyn.

Wir müssen durch den Spruch, durch den er hingerissen,

Unschuldig, wider Recht, auch Blut für Blut vergieszen

Und geben Hals für Hals. Doch klag ich niemand an,

Weil ich, ein rechter Christ, von Christo lernen kan,

Wie man verzeihen soll. Sagt, wenn ich nun erblichen,

Sagt, Juxton, wenn die Seel aus dieser Angst gewichen,

Wie willig ich vergab dem, welcher mich verletzt,

Dem, der mich unterdrückt, dem, der das Richt-Beil wetzt,

Dem, der nach meinem Tod sich Tag und Nacht bemühet,

Vielleicht mir unentdeckt. Doch siehts, der alles siehet.

Ich forsche nicht mehr nach, schreib ihnen disz nicht an.

Gott! ewig guter Gott! Wer nur verzeihen kan,

Erfüllt nicht alle Pflicht. Mein Lieben dringt noch weiter. 10

Ich wündsche, dass die Nacht zertreib ein helles Heiter,

Dass ihr verfinstert Hertz den schwartzen Greuel Fleck,

Und wie es sich verstürtzt[1007], bey klarem Licht entdeck.

In Wahrheit, Eigen-Nutz hat schrecklich hier gefrevelt

Und Gottes Donner-Keil auf seinen Kopff geschwefelt[1008]!

Ich aber steh für euch und bitt, als jener rieff,

Der unter rauhem Sturm der harten Stein entschlieff:

Vergib, erhitzter Gott! hilff ihre Sinnen lencken!

Lass sie nach rechtem Weg und wahrem Friede dencken,

Dass sich mein Unterthan in höchster Angst erquick! 20

Mein Unterthan, den ich bey letztem Augenblick

Befehl in deine Gunst! Wer wird den Wundsch entdecken?

Ich hoff, er werde noch viel aus dem Schlaff erwecken,

Die dieser Wind einwiegt. Eur Weg ist gantz verkehrt.

Ich seh und alle Welt, dass ihr das Reich verhert.

Um durch ein rasend Schwerdt die Cronen zu gewinnen,

Zu theilen Land und Land. Wer lobt ein solch Beginnen?

Wenn man ohn rechtes Recht, ohn Ursach um sich greifft,

Wird man nicht jenem gleich, der Thetis Schaum durchstreifft

Und wider Völcker Recht die freye Flacke hindert 30

Und die durch Brand und Stahl zustückten Seegel plündert?

Philetas rieb disz selbst dem groszen Griechen ein:

Wer härter raub als ich, muss mehr ein Rauber seyn.

Solt euch auf diesem Weg ein heilig Fortgang segnen?

Solt euch die wahre Ruh auf diesem Pfad begegnen?

Nein, sicher! wo ihr nicht Gott und den Fürsten gebt

Was beyder eigen ist, so fällt, was um euch schwebt,

Disz Wetter über euch. Ihr musst dem Fürsten geben

Und denen, die nach ihm ihr Erbrecht soll erheben,

Und denen, über die der Fürst den Scepter führt,

Was Printz und Printzen Erb und Unterthan gebührt.

Gebt Gott sein eigne Kirch! Ihr selbst habt sie zustreuet.

Sie wird durch Gottes Wort und Ordnung nur erfreuet.

Mein Rath kommt hier zu kurtz. Setzt einen Reichs-Tag an

Und hört, was unerschreckt ein ieder sagen kan, 10

Der mehr des Höchsten Ehr als seinen Nutz behertzet

Und nicht mit seinem Heil und aller Wohlfahrt schertzet!

Wer rührt das grimme Beil? Lasst, lasst es unverletzt,

Dass es nicht vor der Zeit werd an den Hals gesetzt!

Disz, was mein eigen ist, wil ich nicht ferner rühren,

Ich rede nicht für mich. Euch mag das Recht anführen!

Es zeig euch eure Pflicht! Was nun das Volck angeht,

Zeugt der, der für sein Volck und Volckes Freyheit steht,

Der dessen Freyheit mehr als Eigennutz betrachtet:

Wenn man des Volckes Heil und Leben recht beachtet, 20

Und, wie es recht, beherrscht und treu versichert hält,

So hat es seinen Wunsch. Wer nach dem Scepter stellt,

Reiszt alle Schrancken durch und sucht ein schrecklich Ende,

Weil Printz und Unterthan doch unvermischte Stände.

Versucht auch, was ihr könnt! nennt Unterdruckten frey,

Wenn Albion betraurt, dass es gezwungen sey!

Und drum erschein ich hier. Hätt ich disz können schlieszen,

Dass man die Grund-Gesetz und Ordnung gantz zurissen,

Wenn mir des Lägers Trotz und unbeherrschte Macht

Und Frevel ie beliebt, man hätte sich bedacht, 30

Mich auf dem Traur-Gerüst zum Opffer vorzustellen,

Zum Opffer für disz Volck. Herr lass kein Urtheil fällen

Auf die verblendte Schaar, vor welch ich dir mein Blut

Hingeb und den für Kirch und Reich verlobten Muth.

Verzeiht! Ich halt euch auf! wir wolten Zeit begehren,

Um uns zu guter Nacht was besser zu erklähren.

Man gibt uns die nicht nach. Doch was sind Worte noth,

Dafern die Unschuld spricht und zeuget mit dem Tod?

Die hat euch itzt entdeckt mein innerstes Gewissen.

Die wünscht, wo ihr ja noch könnt etwas heilsams schlieszen:

Dass euer Rath forthin dem Reich ersprieszlich sey

Und eure Seele selbst von grauser Schuld befrey.

Juxt. Ob zwar sein Gott’sdienst, Herr! durch alle Welt erschollen,

Doch, weil Verleumdung denn auch rasend schertzen wollen,

Benehm er durch ein Wort der Schlangen dieses Gifft!

Car. Gar recht erinnert! Was disz hohe Werck betrifft,

So glaub ich fest, es sey der Erden unverborgen, 10

Wie mein Gewissen steh, das seine Seelen-Sorgen

Auf Gottes Hertze setzt, dem ich wie je und eh

Auch sterbend als ein Kind der Kirch, entgegen geh,

Der Kirchen, die vorhin in Albion geblühet,

Die nun sich in der Irr und höchstem Kummer siehet.

Ich missbrauch eurer Zeit! 1. Jungf. Die Mörder kommen an!

2. Jungf. Vermummt, weil Bosheit nicht das Licht vertragen kan.

Carol. Wir haben rechte Sach und einen Gott voll Gnaden.

Juxt. Der aller Fluch und Noth auf seinen Sohn geladen.

Carol. Man marter uns nicht mehr, als euch das Blutrecht heiszt! 20

Wir schreyn den Höchsten an. Verzeuch, bis sich der Geist

Dem Schöpffer anvertrau! Wenn wir die Händ ausstrecken,

Thu deinen Schlag getrost! Langt uns[1009] das Haubt zu decken!

3. Jungf. Disz ist die letzte Cron! wohin verfällt die Pracht!

Wohin der Erden Ruhm! wohin der Throne Macht!

Carol. Wird unser langes Haar auch wohl dein Richt-Beil hindern?

Henck. Ja! 1. Jungf. Soll man noch den Schmuck des höchsten Haubtes mindern!

6. Jungf. Er streicht die Locken selbst unzaghafft auf die Seit

Und steckt die Flechten auf. Carol. Weg alle Traurigkeit!

Wir haben ja, uns zu erquicken 30

Ob unser Sachen gutem Recht

Und an dem Gott, der an wird blicken

Voll Gnad und Liebe seinen Knecht.

Juxt. Den Schauplatz muss mein Fürst zum letztenmal beschreiten,

Den Schauplatz herber Angst und rauher Bitterkeiten,

Den Schauplatz grimmer Pein, auf dem ein jeder findt,

Dass alle Majestät sey Schatten, Rauch und Wind.

Der Schauplatz ist zwar kurtz, doch wird in wenig Zeiten

Auf kurtzer Bahn mein Printz das ferne Reich beschreiten,

Den Schau-Platz höchster Lust, auf dem die Ewigkeit

Mit Frieden schwangrer Ruh krönt unser Seelen Leid.

Carol. Wir scheiden aus der trüben Nacht des Zagens

Zu dem gewünschten Licht der schönsten Sonne. 10

Wir scheiden aus dem Kercker herbes Klagens

In das geziehrte Schloss der höchsten Wonne.

Wir gehn aus dem engen Lande in der Engel weites Land,

Wo kein schmertzend Weh betrübet den stets unverrückten Stand.

Niemand wird die Cron ansprechen,

Niemand wird den Scepter brechen,

Niemand wird das Erbgut kräncken,

Das der Himmel uns wird schencken.

Nimm, Erden, nimm, was dein ist, von uns hin!

Der Ewigkeiten Cron ist fortan mein Gewinn. 20

8. Jungf. Wol diesem, dessen Cron der Abschied so vergröszet!

Carol. Schau, ob der Nacken nun von allem Haar entblöszet!

7. Jungf. Er giebt den Mantel weg. 3. Jungf. Leg ab mit diesem Kleid,

Was dich bisher umhüllt, dein überschweres Leid!

4. Jungf. Er nimmt das Ritter-Band und Kleinod von dem Hertzen.

6. Jungf. Der Höchst’ entbinde dich, mein Fürst, von deinen Schmertzen!

Carol. Fahrt wol mit diesem Band Welt, Scepter, Cron und Stab!

Ade beherrschtes Reich! wir legen alles ab.

Lasst unserm ältern Sohn disz Ritter-Ehren-Zeichen

Nechst meinem Petschafft-Ring zum Denkmahl überreichen!

Nehmt ihr, weil auf der Welt ich nichts mehr geben kan, 30

Disz Kettlin, Thomlisson, disz Uhrwerck, Hacker, an!

Bleibt, Bischoff, bleibt gegrüszt, stets indenck meiner Worte!

4. Jungf. Da steht die Tugend blosz. 5. Jungf. Ist niemand an dem Orte,

Der mit dem letzten Dienst den groszen Fürsten ehr?

4. Jungf. Nein! er entdeckt sich selbst. 5. Jungf. Sind keine Diener mehr?

3. Jungf. Der so viel tausend vor beherrscht durch einig Wincken,

Von dem setzt alles ab noch vor dem Niedersincken.

2. Jungf. Da geht der werthe Printz zu seinem Mord-Altar.

1. Jungf. Der Britten Opffer-Platz und letzten Todten-Bahr! 10

Carol. Steht dein Block fest? Henck. Er ist, mein Fürst, recht fest gesetzet.

Carol. Hat uns Albion keines höhern werth geschätzet?

Henck. Er mag nicht höher seyn. Carol. Wenn ich die Händ’ ausbreit,

Verrichte deinen Streich! 2. Jungf. O Schandfleck aller Zeit!

Soll der Britten Maiestät sich so tieff zur Erden neigen

Und ihr drey-bekröntes Haubt vor des Henckers Füszen zeigen?

Carol. O König, der uns durch sein Blut

Der Ehren ewig Reich erwarb, 20

Der seinen Mördern selbst zu gut

An dem verfluchten Holtze starb,

Vergib mir, was ich ie verbrochen,

Und lass die Blutschuld ungerochen!

Nimm nach dem überhäufften Leiden

Die Seele, die sich dir ergiebt,

Die keine Noth kan von dir scheiden,

Die, Herr! dich wie du mich geliebt,

Auf in das Reich der groszen Wonne!

Erfreue mich du Lebens-Sonne! 30

Erhalt mich unerschöpffte Macht!

Hier lieg ich, Erden gute Nacht!

1. Jungf. Da liegt des Landes Heil. 4. Jungf. Da liegt des Landes Leben.

2. Jungf. Und aller Printzen Recht! 3. Jungf. Wer wird, wer kan erheben,

Was der geschwinde Streich in einem Nun zerknickt!

5. Jungf. Was die gestürtzte Leich mit ihrem Fall erdrückt!

6. Jungf. Ach! beweint nicht dessen Cörper, der ein gröszer Reich empfangen!

Weint über dem, was Gott hat über uns verhangen!

Alle Jungf. O Jammer! O! O groszer Schmertzen Höh!

2. Jungf. Ach, Himmel Ach! Alle Jungf. Ach tausendfaches Weh!

Die Geister der ermordeten Könige. Die Rache.

1. Geist. Rach! Rache groszer Gott! 2. Geist. Rach! Rach. 3. Geist. Herr komm zur Rache!

4. Geist. Rach über unser Blut! 5. Geist. Herr richte meine Sache!

Alle. Rach! Rache! Rache! Rach! Rach über diesen Tod!

6. Geist. Rach über diesen Fall und aller Printzen Noth! 10

1. Geist. Erscheine, Recht der groszen Himmel!

Erschein’ und sitze zu Gericht,

Und hör ein seuffzend Weh-Getümmel,

Doch mit verstopfften Ohren nicht!

2. Willst du die Ohren ferner schlieszen?

Siehst du nicht, wie man Throne bricht,

So lass doch dieses Blutvergieszen,

Gerechter, ungerochen nicht!

Alle. Rach, himmel! übe Rach! 1. Geist. Rach, König aller Götter!

4. Geist. Rach, aller Printzen Printz! 1. Geist. Rach über Ubelthäter! 20

5. Geist. Rach über unser Angst! 2. Geist. Rach über aller Noth!

7. Geist. Rach über disz Gericht! Alle. Rach über Carels Tod!

Die Rache. Die Donner-schwangre Wolcken brechen

Und sprützen um und um zertheilte Blitzen aus.

Ich komme Tod und Mord zu rächen

Und zieh disz Schwerdt auf euch ihr Hencker und eur Haus.

Weh zitternd Albion! Die Rache

Schwer’t bey der Götter Gott und deines Königs Blut,

Dass auf dein Grund-Verderben wache

Ein unerhörter Grimm und Plagen-volle Fluth.

Reisz auf du Schlund bestürtzter Erden!

Lasst ab, die ihr bemüht, die Schuldigen zu quälen!

Aus Engelland wird Helle[1010] werden.

Hört, was die Rach euch wil, ihr Furien, befehlen!

Komm Schwerdt! komm Bürger-Krieg! komm Flamme!

Reisz aus der Tieffe vor geschminckte Ketzerey!

Kommt, weil ich Albion verdamme!

Ich geb Jerne preis und Britten Vogel-frey! 10

Ihr Seuchen! spannt die schnellen Bogen!

Komm! komm geschwinder Tod! nimm aller Gräntzen ein!

Der Hunger ist voran gezogen

Und wird an Seelen statt in dürren Gliedern seyn.

Komm Zwytracht! Hetze Schwerdt an Schwerdter!

Komm Furcht! besetz all End und Örter!

Komm Eigenmord mit Strang und Stahl!

Komm Angst mit allzeit neuer Qual!

Ihr Geister, laufft! weckt die Gewissen

Aus ihren sichern Schlaffen auf 20

Und zeigt, warum ich eingerissen

Mit der gesammten Straffen Hauff!

Ich schwere noch einmal bey aller Printzen König

Und der entseelten Leich, dass Albion zu wenig,

Zu dämpffen meine Gluth, dass Albion ersäufft,

Wo es sich reuend nicht in Thränen gantz verteufft.

Fußnoten:

[669] Professor der alten Sprachen zu Wittenberg, † daselbst 1543.

[670] Feldsteine.

[671] Der Partekensack = der Brotbeutel der Schulkinder.

[672] rubetum.

[673] schwatzen.

[674] gefiedert.

[675] entgehn.

[676] Getreide.

[677] einher schreiten.

[678] die Waffen einsenken.

[679] Grind, Ausschlag.

[680] Schorf.

[681] kreischen.

[682] Beweismittel.

[683] roher Gesell.

[684] Rülpser, roher Mensch.

[685] Ungeduld, aber auch Unduldsamkeit.

[686] gut machen.

[687] die vorher erwähnte Sicherheit und Gastfreundschaft, die Sickingen Hutten bewiesen.

[688] Absicht, mind.

[689] lateinische Construction des Infinitivs.

[690] in the mean time.

[691] Vernunft.

[692] Nisus und Euryalus.

[693] ehrenhaft.

[694] strength.

[695] der Gesinnung.

[696] bezeugt.

[697] within the sphere.

[698] vergangen.

[699] ‘Herberge der Gerechtigkeit,’ das Schloss Sickingen’s, die Ebernburg in der Pfalz.

[700] Eilt euch.

[701] röchelt.

[702] stammelt.

[703] Spottname für Dr. Eck.

[704] Berchtold Haller, bei der Disputation in Baden auf Seite der Evangelischen.

[705] in die Höhe heben.

[706] aufs Rad.

[707] Dr. Faber, eigentlichen Namens Heigerlin, auf katholischer Seite.

[708] August.

[709] Säue.

[710] im vorigen Jahr; Anspielung auf Fabers Streben nach dem Bischofshut und seine Niederlage an der Disputation zu Zürich.

[711] Gespött.

[712] grand merci sagen, Umstände.

[713] Prahler.

[714] Küster.

[715] sollt.

[716] bäckt Kuchen.

[717] Butter.

[718] Der St. Galler Joachim Watt (Vadianus), einer der Präsidenten bei dem Gespräch in Bern.

[719] Hülfe.

[720] Benedict Burgauer?

[721] Thomas Murner.

[722] Geweihte Palmen galten als Mittel zur Abwehr des Bösen.

[723] das Gespenst ist die Reformation.

[724] wol der Basler Bürgermeister Adelberg Meyer.

[725] Dr. Eck.

[726] dürr und trocken.

[727] den dritten u.s.w. Gedächtnisstag für die Todten.

[728] unberusst.

[729] Anspielung auf Fabers gegen Luther geschriebenen ‘Malleus’ (Hammer).

[730] ganz gewaltig wohl.

[731] Säue; ähnlich wie damals Sau gebraucht man jetzt Bock figürlich.

[732] ungeneckt.

[733] Ecks bairische Mundart soll verspottet werden.

[734] verspotten.

[735] drohen.

[736] Pech.

[737] kleine Münze, also: durchaus nicht.

[738] raffen, reissen.

[739] Beisteuer, Hülfe.

[740] Lehm.

[741] als.

[742] aus Erde.

[743] Schnürriemen.

[744] prangen, sich gross thun.

[745] heb dich weg!

[746] Trotz, Ärger.

[747] gestaltet.

[748] bedeutet.

[749] ersparen.

[750] nach.

[751] Scepter.

[752] Elster.

[753] keinem.

[754] mit bösen Unthaten.

[755] nachahmen.

[756] Trotz.

[757] nachfolgen.

[758] Furcht, Schrecken.

[759] Fortkommen.

[760] die Luckmanier am Gotthart.

[761] Rhätierland, Rheinzier-Land.

[762] führe es nach Wunsch.

[763] weihen.

[764] deinen.

[765] gefasst.

[766] 1456 hatte eine ähnliche Wasserfahrt von Zürich nach Strassburg stattgefunden.

[767] nachfolgen, ähnlich sein.

[768] Recht.

[769] erworben.

[770] wo vorbei, i. e. vor Strassburg.

[771] bis heut zu Tag.

[772] Schiffsgefährte.

[773] Blasen, blister.

[774] wahr.

[775] nahen.

[776] rasch.

[777] fühle.

[778] Höhle.

[779] gibt ihr, der Gesellschaft, Muth.

[780] das Maul schäumt.

[781] grimmen Muth.

[782] auf den Rücken.

[783] Steuerruder.

[784] erschien.

[785] Ruderfurche.

[786] gehn.

[787] Vater.

[788] hin und herschwanken.

[789] Pfahl im Wasser.

[790] mit noch lahmem Halse.

[791] erglänzen.

[792] Fürwahr!

[793] Schosse.

[794] entfernet.

[795] lernen.

[796] scherzen.

[797] entschuldigen.

[798] man sie.

[799] zumal, wenn man bedenkt.

[800] erwerben.

[801] Hanfzwirn, hempen thread.

[802] an Armuth kauen.

[803] da unten.

[804] er dachte.

[805] gastfrei.

[806] gebricht, mangelt.

[807] both.

[808] comfort.

[809] den Kropf füllen.

[810] so weit, ein blosses Flickwort.

[811] Gewinn.

[812] sich nach der Decke strecken.

[813] zu Wege bringen, schaffen.

[814] seit.

[815] untergegangen.

[816] Kopfstück, eine Münze.

[817] heraus.

[818] Thun und Streben.

[819] Sohn des Mäusekönigs.

[820] Name des Katers.

[821] im Haus erzogen.

[822] gefährlich.

[823] schwatzte, schrie.

[824] Mannthier, i. e. Mensch.

[825] kucken, schauen.

[826] Basilisk.

[827] geartet.

[828] Thurm, Spitze.

[829] schön.

[830] die Federn des Hahns.

[831] auf der Erde.

[832] gerüstet.

[833] ausgestattet.

[834] mit dem Schnabel wühlen.

[835] Lärm.

[836] ziehe ihn heraus beim Hals.

[837] anpacken.

[838] heucheln.

[839] Eidgenossenschaft.

[840] morgens.

[841] unbedacht.

[842] Schuss.

[843] nichts.

[844] höflich.

[845] ausweichen.

[846] anfänglich.

[847] Hintertheil.

[848] gefasst gemacht.

[849] beängstigt.

[850] erwischt.

[851] Gebüsch.

[852] für nichts halten.

[853] zahlreich.

[854] bescheiden.

[855] sich träumen lassen, sich einbilden.

[856] nehmen.

[857] bewundern.

[858] sich das Haar färben lassen.

[859] als könnten sie nicht mehr deutsch sprechen.

[860] annehmen.

[861] Italiener.

[862] froh, stolz.

[863] als hätten sie etwas Böses gethan.

[864] besser.

[865] Tataren.

[866] Heiligthum.

[867] Ehre.

[868] und seufzen und klagen noch darüber.

[869] vergossen, verwandt.

[870] habe mich unterstanden zu geben.

[871] ein oder zwei Jahre.

[872] Hinterhalt.

[873] Lager.

[874] übertreffen.

[875] Gehäge.

[876] Kunstgriff.

[877] schlecht darauf spielen (ein veralteter Ausdruck).

[878] kratzen, rasping.

[879] herausputzen.

[880] Pracht.

[881] Hafermus.

[882] Rasen.

[883] gesponnenes Zeug.

[884] braucht.

[885] Gefässe.

[886] Hofpächter.

[887] Meise.

[888] bedarf.

[889] ein Fass, das ein Fuder oder sechs Eimer hält.

[890] arm.

[891] der sehr zappelt.

[892] mit Wenigem.

[893] Spessart.

[894] nach vier Richtungen auslaufende Wegscheide.

[895] = Barn, Krippe.

[896] Vorsatz.

[897] wurde ihm lieb.

[898] weigerte.

[899] mit Bitten angegangen.

[900] in Zotten niederhangen.

[901] mit Knoten, Knorren versehen.

[902] gebricht, geht aus.

[903] fürder.

[904] nicht mehr.

[905] verschmäht.

[906] Sibilla ist ‘Danielis Weib’; Salomon, Joseph, Ben Jamin ‘Danielis Söne’; Blepsidemus ‘ein Kundtschaffer’. Sibilla spricht zuerst.

[907] brennend.

[908] blöde, schwach.

[909] so beschaffen.

[910] weh, ei.

[911] vielleicht.

[912] lassen.

[913] wüsste.

[914] brannten.

[915] licht.

[916] rauchten.

[917] Halde.

[918] mit Steuern belegen.

[919] Festung.

[920] geflüchtet, mhd. vlœhenen.

[921] Bastei.

[922] Kanone, Böller.

[923] Form, Art.

[924] backen.

[925] Gasthof.

[926] verkrochen.

[927] gleichsam.

[928] strotzend voll.

[929] paymaster.

[930] Haut.

[931] Streiten.

[932] imposts.

[933] drängen, zwingen.

[934] ammunition.

[935] Lärm, Allarm.

[936] Gift geben.

[937] unterdrücken, verdunkeln.

[938] Glanz.

[939] giebt.

[940] bewiesen.

[941] Gedeihen.

[942] hart.

[943] matt.

[944] aufquoll, sprudelte.

[945] fest.

[946] Kastanienbaum.

[947] heftig drängten.

[948] = ersah.

[949] Unterhosen.

[950] Klapper.

[951] Lebkuchen.

[952] Naschwerk.

[953] Kämme.

[954] Ringe.

[955] mitsammen.

[956] bösartig.

[957] schnaufen.

[958] ausgelassen.

[959] spassen.

[960] Scherz.

[961] last night.

[962] alles.

[963] grober, bäurischer Mensch.

[964] den Witz gebrauchst.

[965] schmiegst.

[966] abgehaspelt.

[967] unruhiges.

[968] abgekehrt.

[969] rennet.

[970] zu dir beten.

[971] mässigen.

[972] mich auf Pracht verstehe.

[973] schlechthin.

[974] wie ein Dampf.

[975] husky.

[976] sich bewegenden.

[977] gewetzt.

[978] Wonne.

[979] Orgelton.

[980] Peitsche.

[981] Wenn du willst.

[982] der Bach.

[983] Was kann die Freude helfen, welche die Einsamkeit verbirgt.

[984] Steht im Original etwas weiter unten. Wörtlich:

Mein Leben schliess’ ich in deines hinein.

[985] Wörtlich: Je mehr ihn Hagel und Regen anficht.

[986] Wörtlich: Durch Kreuz, durch Leiden, durch allerlei Noth.

[987] Wörtlich: Durch Kreuz, durch Eisen, durch feindliches Heer.

[988] d. h. die Beinkleider. Sprichwörtlich so viel als: Ich lasse dich frei schalten in deinem weiblichen Bereich, und du störst mich nicht in meinem männlichen Rechte.

[989] Es ist nichts um alle meine Mühe oder mit aller meiner M.

[990] vorgesehn.

[991] beliebet.

[992] vor.

[993] zustösst.

[994] bleibe bei dir.

[995] Musen.

[996] geringer.

[997] überdauernder.

[998] befehlen.

[999] Föhren.

[1000] deren.

[1001] Lust bereichernde.

[1002] spielen.

[1003] zum Essen.

[1004] gebieten.

[1005] entzündet.

[1006] Leichtsinn.

[1007] verirrt.

[1008] unter Schwefeldunst geschleudert.

[1009] reicht uns etwas.

[1010] Hölle.