SIEBENZEHNTES KAPITEL

DER YSAROG UND SEINE BEWOHNER.

In der Mitte von Camarínes erhebt sich der Ysarog (sprich Issaró), zwischen den Meerbusen von San Miguél und Lagonóy. Während sein östlicher Abhang fast das Meer erreicht, ist er gegen Westen durch einen breiten Streifen fruchtbaren Schwemmlandes von der Bucht von S. Miguél getrennt. Sein Umfang beträgt wenigstens 12 Leguas, seine Höhe 1966 Meter.[1] An seiner Basis sehr flach, schwillt er allmälig zu 16°, weiter oben zu 21° Neigung und wölbt sich, von Westen gesehn, zu einer flachen, domförmigen Kuppe. Betrachtet man ihn aber von der Ostseite, so gewahrt man ein durch eine grosse Schlucht zerrissenes Ringgebirge. Auf Coello’s Karte ist diese Schlucht irrthümlich als von S. nach N. streichend dargestellt; ihre Richtung ist WO. Gerade vor ihrer Oeffnung liegt, ½ Legua S. von Goa, das winzige Dörfchen Rungus; nach welchem sie benannt wird. Die äusseren Seiten des Berges und die Trümmer seines grossen Kraters sind mit undurchdringlichem Wald bedeckt. Von seinen vulkanischen Ausbrüchen meldet die Ueberlieferung nichts.

Vulkan Ysarog in WSW

aufgenommen von Goa.

Die höheren Abhänge dienen einem kleinen Volksstamme zum Wohnsitz, der in fast gänzlicher Abgeschlossenheit von den Bewohnern der Ebene, seine Selbstständigkeit und die Sitten einer früheren Zeit bewahrt hat. Gelegentlich mögen wohl einzelne Cimarronen (s. S. 106) zugezogen sein, doch hatte sich kein solcher Fall in der Erinnerung erhalten. Die Bewohner des Ysaróg werden gewöhnlich, wenn auch missbräuchlich, Ygorroten genannt, dieser Name ist hier beibehalten, da ihre Nationalität noch nicht genügend festgestellt ist. Sie selbst sind überzeugt, dass ihre Vorfahren immer dort gehaust haben. Sie sind es, die nach dem Urtheil der Pfarrer von Camarínes die Bicolsprache am reinsten sprechen (s. S. 120). Ihre Sitten und Gebräuche sind in vielen Punkten denen, welche die Spanier bei ihrer Ankunft vorfanden, sehr ähnlich, andererseits erinnern sie vielfach an diejenigen, welche noch heut bei den Dayaks in Borneo herrschen.[2] Diese Umstände lassen vermuthen, dass sie der letzte Rest eines Stammes seien, der seine Unabhängigkeit gegen die spanische Herrschaft und wahrscheinlich auch gegen die kleinen Tyrannen behauptet hat, die vor Ankunft der Europäer in der Ebene herrschten. Als Juan de Salcedo seinen Siegeszug um das nördliche Luzon unternahm (s. unten), fand er überall an den Flussmündungen seefahrende, unter vielen Häuptlingen lebende Völkerschaften, die nach kurzem Kampf der höhern Mannszucht und besseren Bewaffnung der Spanier erlagen oder sich freiwillig der überlegneren Rasse unterwarfen; es gelang ihm aber nicht, die unabhängigen Stämme im Innern zu besiegen. Noch heut giebt es solche auf allen grösseren Inseln der Philippinen-Gruppe.

Aehnliche Zustände findet man vieler Orten im indischen Archipel: die Handel und Seeraub treibenden Malayen besitzen das Gestade, dort herrscht auch ihre Sprache; die Eingeborenen sind von ihnen unterjocht oder in die Wälder gedrängt, deren Unzugänglichkeit ihnen ein kümmerliches aber unabhängiges Leben sichert.[3]

Um den Widerstand der wilden Stämme zu brechen, verbot die spanische Regierung ihren Unterthanen bei Strafe von 100 Schlägen und zwei Jahr Zwangsarbeit, »Handel zu treiben und Umgang zu pflegen mit den Heiden in den Bergen, die seiner katholischen Majestät keinen Tribut zahlen; denn wenn diese ihr Gold, Wachs u. s. w. gegen andere Bedürfnisse austauschen können, so werden sie sich nie bekehren.«[4] Vielleicht hat gerade dies Gesetz dazu beigetragen, die Wilden, trotz ihrer geringen Kopfzahl, Jahrhunderte lang vor gänzlicher Ausrottung zu schützen; denn freier Verkehr zwischen einem Volke auf der Stufe des Ackerbaus und einem, das hauptsächlich von der Jagd lebt, führt häufig zur Vernichtung des letzteren.

Dennoch hat die Zahl der Ygorroten des Ysarog sehr abgenommen durch Todtschlägereien zwischen den einzelnen Ranchos, und durch die Raubzüge, welche bis vor Kurzem die Steuerbeamten alljährlich im Interesse des Regierungsmonopols gegen die Tabakfelder der Ygorroten unternahmen. Einzelne sind auch »pazifizirt« (zu Christenthum und Tribut bekehrt worden), in welchem Falle sie sich in kleinen Weilern mit zerstreuten Hütten niederlassen müssen, wo sie gelegentlich vom Geistlichen des nächsten Ortes besucht werden können. Um ihnen den Uebertritt zu erleichtern, werden von dergleichen neugewonnenen Unterthanen eine Zeitlang geringere Steuern erhoben.

Ich hatte die Besteigung des Berges auf den Eintritt der trockenen Jahreszeit verschoben, erfuhr aber in Naga, dass mein Wunsch dann kaum ausführbar sein dürfte, weil um diese Zeit die schon erwähnten Expeditionen gegen die Ranchos des Berges stattzufinden pflegen. Da die Wilden nicht begreifen konnten, warum sie nicht auf ihrem eigenen Felde eine ihnen zum Bedürfniss gewordene Pflanze bauen sollten, so sahen sie in den Cuadrilleros nicht Beamte eines zivilisirten Staates, sondern Räuber, gegen welche sie sich nach Kräften wehren mussten, und das Auftreten dieser trug nicht wenig dazu bei, jene in ihrem Irrthum zu bestärken; denn sie begnügten sich nicht die Tabakpflanzungen zu zerstören; die Hütten wurden niedergebrannt, die Fruchtbäume umgehauen, die Felder verwüstet. Solche Raubzüge gingen nie ohne Blutvergiessen ab und arteten oft in einen kleinen Krieg aus, der dann von den Bergbewohnern noch lange nachher, auch gegen ganz unbetheiligte Personen, Indier und Europäer, fortgesetzt wurde. Anfangs April sollte die diesjährige Expedition stattfinden; die Ygorroten waren daher in grosser Aufregung und hatten einige Tage vorher einen jungen wehrlosen Spanier in der Nähe von Mabotobóto, am Fuss des Berges, ermordet, indem sie ihn mit einem vergifteten Pfeil zu Boden streckten, und ihm dann noch 21 Wunden mit dem Waldmesser beibrachten.

Glücklicher Weise traf bald darauf ein Gegenbefehl von Manila ein, wo man sich allmälig von der Schädlichkeit solcher Gewaltmassregeln überzeugt zu haben schien. Es war nicht zu zweifeln, dass diese Nachricht sich schnell unter den Ranchos verbreiten würde und auf den Rath des Kommandanten, dem sehr gegen seine Neigung die Führung des Zuges zugefallen sein würde, zögerte ich nicht, die zu erwartende günstige Stimmung für meine Zwecke zu benutzen. In der neuesten Zeit hat die Regierung das verständige Mittel ergriffen, den Tabak, den die Ygorroten freiwillig bauen, nach dem allgemeinen Satze zu bezahlen und sie wo möglich zur Anlage neuer Felder zu ermuntern, statt die vorhandenen zu zerstören.

Glockenthurm von Calabanga

(ein ähnlicher mexikanischer ist abgebildet in Oviedo y Valdes Hist. gen. y nat. de las Indias.)

Am nächsten Nachmittag ritt ich von Naga ab. Die Pueblos Mogaráo, Canáman, Quipáyo und Calabánga folgen in diesem fruchtbaren Gebiet so dicht auf einander, dass sie eine fast ununterbrochene Reihe von Häusern mit Gärten bilden. Calabánga liegt ½ Legua vom Meer, zwischen zwei Flussmündungen, deren südlichste 60′ breit und tief genug für grosse Lastboote ist.[5]

Um den Fuss des Ysaróg wendet sich die Strasse NO. dann O. Bald hören die blühenden Hecken auf; es folgt eine grosse, kahle Ebene, aus der sich zahlreiche flache Hügel erheben. Hügel und Ebene dienten damals als Viehweiden: vom August bis Januar sind sie mit Reis bestellt. Nur hin und wieder sieht man kleine Batatenfelder. Nach vier Stunden erreichten wir das Dörfchen Maguíring (Manguirin), dessen Kirche, ein dem Einsturz naher Schuppen, auf einem solchen kahlen Hügel stand und an ihrer Verwahrlosung erkennen liess, dass der Priester ein Eingeborener sei.

Dieser Hügel, wie alle übrigen, die ich untersuchte, bestand aus Schutt vom Ysaróg, mehr oder weniger zersetzten hornblendereichen Trachyttrümmern, deren Zwischenräume durch rothen Sand ausgefüllt waren. Die Zahl der Flüsse, die der Ysarog in die Buchten von S. Miguél und Lagonóy sendet, ist ausserordentlich gross: Auf der Strecke hinter Maguíring zählte ich in ¾ Stunden 5 ansehnliche, d. h. über zwanzig Fuss breite Aestuarien, dann bis Góa noch 26, zusammen 31; es sind aber mehr, da ich die kleinsten nicht aufzeichnete; und doch beträgt die Entfernung zwischen Maguíring und Góa, in gerader Linie, nicht über 3 Meilen. Dies lässt auf die enorme Menge von Wasserdampf schliessen, mit welcher dieser mächtige Kondensator gespeist wird. Bei keinem andern Berge ist mir diese Erscheinung in so auffallender Weise entgegengetreten. Ein sehr bemerkenswerther Umstand ist die Schnelligkeit, mit welcher die wasserreichen Bäche in Aestuarien übergehn, die sie befähigen Lastboote, zuweilen selbst Schiffe zu tragen, in einem Alter, wenn dieser Ausdruck erlaubt ist, wo ihre auf die spärlichen Niederschläge in nördlichen Breiten angewiesenen Verwandten kaum die Bedeutung eines Mühlbachs erlangt haben. Diese Gewässer erscheinen der Breite nach als kleine Flüsse, ihrem Wesen nach bestehn sie nur aus einem Bache bis zum Fuss des Berges und einer Flussmündung in der Ebene; der Mittellauf fehlt ihnen.

Die Landschaft gleicht hier dem merkwürdigen, von Junghuhn beschriebenen Hügelgebiete des Gelungúng[6] in ganz auffallender Weise; doch ist der Ursprung dieser Anhöhen einigermaassen von dem der javanischen verschieden, denn letztere verdanken ihre Entstehung dem Ausbruch von 1822, und schon die grosse, ihnen zugekehrte Lücke in der Kraterwand des Gelungúng zeigt deutlich, woher die Stoffe zu ihrem Aufbau kamen; die grössere Kraterschlucht des Ysaróg ist aber nach O. geöffnet und steht daher zu den zahllosen Hügeln im Nordwesten des Berges in keiner Beziehung. Hinter Maguíring rücken sie dichter zusammen, ihre Kuppen werden flacher, ihre Seiten steiler, sie gehn allmälig in einen sanft geneigten Abhang über, zerrissen von unzähligen Klüften, auf deren Boden eben so viele Bäche thätig sind, die eckigen Umrisse dieser kleinen Inseln in jene abgerundeten Hügel umzuformen. Der dritte Fluss hinter Maguíring ist bedeutender als die früheren; am sechsten liegt eine grössere Visita, Borobód, am zehnten die von Ragáy. Die Reisfelder haben mit dem Hügelland aufgehört: auf dem durch tiefe Rinnen wohldränirten Abhange wachsen nur wildes Rohr und einzelne Baumgruppen. An vielen Weilern vorüber, deren Hütten so vereinzelt und versteckt liegen, dass man sie wohl übersehn kann, gelangten wir um 5 Uhr nach Tagúnton, von wo eine, für Büffelkarren fahrbare, zum Transport des in der Umgegend gewonnenen Abaca’s dienende Strasse nach Goa führt. In diesem Ort, den wir Abends erreichten, miethete ich in Folge eines Ruhranfalles ein Häuschen, in dem ich fast vier Wochen lag, da mir keine andre Heilmittel als Hunger und Ruhe zur Verfügung standen.

Während dieser Zeit machte ich die Bekanntschaft einiger neu bekehrten Ygorroten, und gewann ihr Vertrauen, ohne sie wäre es mir später schwerlich gelungen den Berg zu ersteigen und ihre Stammesgenossen ungefährdet in ihren Ranchos aufzusuchen.[7] Als ich endlich Goa verlassen konnte, begleiteten mich meine Freunde zunächst nach ihrer Niederlassung, wo ich leicht die nöthige Zahl Begleiter fand, da ich schon vorher empfohlen war und erwartet wurde, um die für mich gesammelten Thiere und Pflanzen in Empfang zu nehmen.

Am folgenden Morgen wurde die Besteigung begonnen. Schon bevor wir den ersten Rancho erreichten, konnte ich mich überzeugen, welch guter Ruf mir vorausging: der Hausherr kam uns entgegen, und führte uns auf einem engen Pfade zu seiner Hütte, nachdem er die schräg aus dem Boden ragenden, aber mit Reisig und Blättern geschickt verdeckten Fusslanzen daraus entfernt hatte.[8] Eine mit Weben beschäftigte Frau setzte auf meinen Wunsch ihre Arbeit fort. Der Webestuhl war von der allereinfachsten Art, das obere Ende, der Kettenbaum, der in einem Stück Bambus besteht, wird an zwei Bäumen oder Pfählen befestigt; die Weberin sitzt auf dem Boden und hakt in die beiden eingekerbten Enden einer schmalen Latte, welche die Stelle des Zeugbaums vertritt, einen hölzernen Bügel, in dessen Wölbung ihr Rücken passt. Indem sie die Füsse gegen zwei Pflöcke im Boden stemmt und den Rücken krümmt, spannt sie vermittelst des Bügels das Zeug straff. Statt des Weberschiffchens dient eine Netznadel, länger als die Breite des Gewebes, die nur mit Ueberwindung bedeutender Reibung und nicht immer ohne Kettenfäden zu zerreissen, durchgeschoben werden kann. Eine messerartig zugeschärfte Latte aus hartem Holz (Caryota) vertritt das Schlaggestell und wird nach jedesmaligem Anschlag auf die hohe Kante gestellt. Dann wird der Kamm vorgeschoben, ein Faden durchgesteckt, festgeschlagen und so fort. Das Gewebe bestand aus Abacáfäden, die nicht gesponnen, sondern an einander geknüpft werden.

Die von mir betretenen Hütten verdienen keine besondere Beschreibung: aus Palmenblättern und Bambus zusammengefügt, unterscheiden sie sich nicht wesentlich von den Wohnungen armer Indier. In der Nähe waren kleine Felder mit Bataten, Mais, Caladium und Zuckerrohr bepflanzt; prachtvolle Baumfarne umgaben sie; einer der höchsten, den ich zu dem Zwecke umhauen liess, maass: Stamm 9m 30, Krone 2m 12, Gesammtlänge 11m 42 (36′ 38 Rh.).

Ein junger Bursche machte Musik auf einer Art Laute, Baringbau genannt; sie bestand aus dem trocknen Schaft einer Scitaminee, die statt der Sehne (Saite) durch eine dünne Ranke bogenförmig gespannt war. In der Mitte des Bogens war eine halbe Kokosschale befestigt, die beim Spielen gegen den Bauch gesetzt wird und als Resonanzboden dient. Die Saite gab, mit einem Stäbchen geschlagen, einen angenehm summenden Ton, (Lyra und Plectrum in einfachster Form). Einige begleiteten den Musiker auf Maultrommeln aus Bambus, genau wie die der Mintras auf der Malayischen Halbinsel. Ein Andrer spielte auf einer Guitarre, die er zwar selbst, aber nach einem europäischen Muster gemacht hatte. Ausser Bogen, Pfeilen und Kochtopf enthielt die Hütte kein Geräth. Wer Kleider besass, trug sie am Leibe. Die Frauen fand ich so dezent gekleidet wie christliche Indierinnen, sie trugen überdies ein Waldmesser. Als ein Zeichen vollkommenen Vertrauens führte man mich in die wohl verborgenen, durch Fusslanzen vertheidigten Tabakfelder, die mir sorgfältig gepflegt schienen.

Was ich im Verkehr mit diesen Leuten bisher erfahren hatte und noch erfuhr, fasse ich kurz zusammen: Sie wohnen auf den höheren Abhängen des Berges, wohl nie unter 1500′, jede Familie für sich. Wie viel ihrer noch vorhanden sein mögen, ist schwer zu ermitteln, da unter ihnen nur geringer Verkehr besteht. Auf dem zum Gebiete von Goa gehörigen Theile des Berges wird ihre Anzahl auf etwa 50 Männer und 20 Weiber mit Inbegriff der Kinder geschätzt. Vor 20 Jahren war die Bevölkerung zahlreicher. Ihre Nahrung besteht ausser etwas Gabi (Caladium), vorzüglich aus Bataten. Auch ein wenig Mais wird gebaut, etwas Ubi (Dioscorea) und eine geringe Menge Zuckerrohr zum Kauen.

Zur Anlage eines Batatenfeldes wird ein Stück Wald gelichtet, der Boden mit dem stumpfen Waldmesser gelockert, in diesen werden Knollen oder Ableger gepflanzt. Schon nach 3 bis 4 Monaten beginnt die Ernte und dauert ununterbrochen fort, da die auf dem Boden kriechende Pflanze Wurzeln schlägt und Knollen bildet. Nach 2 Jahren hat aber der Ertrag so abgenommen, dass man die alten Pflanzen ausreisst, um für neue, aus den Ausläufern entstandene Ableger Platz zu machen. Das Feld wird weder gewechselt oder mit andern Früchten bebaut, noch gedüngt. Ein Stück Land, 50 Brazas lang, 30 breit, genügt für den Unterhalt einer Familie. Nur in der nassen Jahreszeit versagt zuweilen diese Hülfsquelle, dann wird Gabi genossen, das auf trocknem und feuchtem Boden ziemlich gleich gut zu wachsen scheint, aber nicht so lohnend ist wie Bataten. Die jungen Schösslinge des Gabi werden in Entfernungen von einer Vara gepflanzt und dürfen, wenn man sie ausgiebig nutzen will, nicht vor einem Jahre ausgebeutet werden. Jede Familie mag wöchentlich ein oder zwei Wildschweine erlegen. Hirsche sind selten, doch erhielt ich ein schönes Geweih; ihr Fell wird nicht benutzt. Zur Jagd dienen Bogen mit Pfeilen und Lanzen (s. Zeichnung) theils giftfrei theils vergiftet. Jeder Rancho hält Hunde, die hauptsächlich von Bataten leben, auch Katzen um die Felder gegen Ratten zu schützen. Einiges Geflügel ist ebenfalls vorhanden, aber keine Kampfhähne, die in den Hütten der Indier fast nie fehlen. Hahnenkämpfe sind erst durch die Spanier in die Philippinen eingeführt worden; die Ysarogbewohner sind noch frei von dieser Leidenschaft.

Ihre geringen Bedürfnisse an Erzeugnissen einer fortgeschritteneren Zivilisation erlangen sie durch den Verkauf der freiwilligen Produkte ihrer Wälder, hauptsächlich Wachs und Harze: Pili[9], Apnik, Dagiangan (eine Art Copal) und etwas Abacá. Wachs, das wegen der Kirchenfeierlichkeiten sehr begehrt ist, wird mit ½ Dollar das Katti bezahlt; die Harze gelten durchschnittlich ½ Realen die Chinanta. Der Handel findet auf die Weise statt, dass ein Indier, der mit den Ygorroten im Verkehr steht, mit diesen einen Lieferungsvertrag schliesst; die Ygorroten sammeln die Produkte und bringen sie an einen bestimmten Ort, wo die Indier sie aufnehmen, nachdem sie den dafür bedungenen Preis niedergelegt haben.

Bogen und Pfeile der Ygorroten des Ysarog.

Die Pfeile (pănă) bestehn aus einem 1m bis 1m 8 langen Schaft (gahŏ) von Rohr und einer Spitze (buchi). Bei A, D, F ist die ganze Spitze von Caryotaholz, bei B, E nur die mit dem Schaft fest verbundene Basis, in welcher ziemlich lose eine Bambuslanze steckt. C hat drei Spitzen von Caryota, an jede derselben ist die mit scharfen Haken bewehrte, peitschenförmige Verlängerung eines Calamuswedels befestigt. G Bogen von Caryota, Sehne von Abacá, 3mm dick. Die Pfeile haben besondere Namen: A, bulóg, B, boló, C, Serápong, D, garaigai, E = B. Ausser den hier abgebildeten Waffen waren noch vorhanden Lanzen (Pica) mit (gekaufter) eiserner Spitze von 42cm, Gesammtlänge 2m 27, runde Schilde (Kalásag) von Holz, am Rande mit Rotang beflochten, 1m 7 Umfang und Waldmesser.

Aerzte, Zauberer oder Leute, denen geheime Kräfte zugetraut werden, kennt man nicht; jeder hilft sich selbst. Um über ihre religiösen Ansichten in’s Klare zu kommen, würde längerer Verkehr nöthig sein; sie glauben an einen Gott, oder sagen es wenigstens, wenn sie von Christen zudringlich befragt werden, auch haben sie dem Katholizismus manche äusserliche Gebräuche aufs Gerathewohl entlehnt, die sie wie Zauberformeln anwenden.

Ygorrote vom Ysarog

das Haar ist ein wenig gekräuselt.

Jagd und schwere Arbeit ist Sache des Mannes wie in den Philippinen allgemein. Die fast allen rohen Völkern eigene, aber auch noch bei manchen Nationen Europa’s (namentlich Basken, Walachen, Portugiesen) bestehende Sitte, die Frau als Lastthier zu nützen, scheint in den Philippinen schon zur Zeit der spanischen Entdeckung verschollen gewesen zu sein; auch bei den Wilden des Ysarog verrichten die Weiber nur leichte Arbeit und werden gut behandelt. Jede Familie erhält ihre Greise und Arbeitsunfähigen. — Als herrschende Krankheiten wurden mir angegeben Kopfweh und Fieber, als Heilmittel: braun gerösteter Reis, der gestossen mit Wasser zu Brei angerührt, genossen wird. Bei starkem Kopfweh macht sich der Leidende Einschnitte in die Stirn. Rührt die Krankheit davon her, dass jemand erhitzt zu viel Wasser trank, so trinkt er grosse Mengen warmen Wassers, hatte er aber in solchem Zustande zu viel Kokoswasser getrunken, so trinkt er warmes Kokoswasser. Ihre Muskelkraft ist gering; mehr als 50 Pfund Gewicht vermögen sie nicht eine grössere Strecke weit zu tragen.

Ausser Jagd und Feldbau beschränken sich ihre Gewerbe auf die Anfertigung ziemlich roher Waffen, wozu sie das Eisen, falls solches dazu erforderlich, von den Indiern kaufen, und auf die von den Frauen verfertigten groben Gewebe und Flechtarbeiten. Jeder Familienvater ist Herrscher in seinem Hause und erkennt über sich keine höhere Gewalt an. In Fällen von Krieg mit benachbarten Stämmen, oder bei den Raubzügen der Steuerbeamten, stellt sich der Tapferste an die Spitze, die andern folgen ihm, so lange sie eben mögen; Wahl eines Anführers findet nicht statt.

Sie sind meist friedliebend und ehrlich unter einander; doch stehlen die Faulen zuweilen Feldfrüchte. Wird der Dieb ertappt, so straft ihn der Bestohlene mit Rotangschlägen, ohne Rache dafür fürchten zu müssen. Stirbt jemand, so ziehn die nächsten Verwandten aus, um den Tod durch den Tod irgend eines Andern zu vergelten. Für einen gestorbenen Mann soll eigentlich ein Mann, für eine Frau eine Frau, für ein Kind ein Kind erschlagen werden, man pflegt aber das erste sich zufällig darbietende Opfer zu tödten, ausser wenn es ein Freund ist. In neuer Zeit soll dieser Brauch immer mehr in Verfall kommen, da es Männern von einigem Ansehn häufiger als früher gelingt, den Todesfall als ein unvermeidliches Geschick darzustellen, in welchem Falle die Verwandten ihn nicht zu sühnen brauchen. Es gelingt dies namentlich, wenn der Verstorbene eine gleichgültige Person war, stirbt aber ein geliebtes Kind oder Weib, so wird gewöhnlich auch jetzt noch Rache dafür genommen. Tödtet ein Mann eine Frau aus einem andern Hause, so sucht der nächste Verwandte der Erschlagenen eine Frau aus dem Hause des Mörders zu tödten; dem Mörder thut er nichts. Der Leichnam des als Todtenopfer Erschlagenen wird nicht verscharrt, auch wird ihm nicht der Kopf abgeschnitten. Die Familie des Erschlagenen sucht den Tod am Mörder zu rächen; dies ist das ehrenvollste; ist der Mörder aber zu stark, so wird zur Vergeltung irgend ein Schwächerer erschlagen, daher vielleicht die geringe Verhältnisszahl der Frauen.

Ygorroten Mädchen vom Ysarog.

Vielweiberei ist gestattet, aber selbst die Tapfersten und Geschicktesten haben fast nie mehr als eine Frau. Ein junger Mann, der heirathen will, beauftragt seinen Vater mit dem Vater der Braut den Preis zu verabreden, der in neuer Zeit sehr gestiegen ist (durchschnittlich 10 Waldmesser zu 4 bis 6 r. und 10 bis 12 Doll. baar). Um eine so hohe Summe durch Verkauf von Wachs, Harz und Abacá zu beschaffen, braucht der Bräutigam oft zwei Jahre. Das Brautgeld geht theils an den Vater, theils an die nächsten Verwandten. Jeder der Letzteren erhält einen gleichen Antheil. Sind ihrer Viele, so bleibt fast nichts für den Vater übrig, der einen grossen Schmaus zu geben hat, bei welcher Gelegenheit viel Palmenwein getrunken wird.

Ein Mann, der gegen ein Mädchen Gewalt braucht, wird von deren Eltern getödtet. Ist ihm das Mädchen zu Willen gewesen und der Vater erfährt es, so verabredet er mit jenem einen Tag, an welchem er den Brautschatz bringen soll; weigert er sich, so wird er von den Verwandten gefangen, an einen Baum gebunden und mit Rohr gepeitscht. Ehebruch findet fast nie statt; kommt er dennoch vor, so muss entweder die Frau den Brautschatz zurückerstatten, wodurch sie frei wird, oder der Verführer, dem die Frau dann folgt. Der Ehemann hat nicht das Recht, sie zurückzuhalten, wenn er das Geld annimmt, wohl aber, wenn er dasselbe ausschlägt. Der letzte Fall soll aber nie vorkommen, da sich der Mann für dasselbe Geld eine neue Frau kaufen könne.

Nachmittags erreichten wir, 973 Meter über Uacloy, etwa 1134m Meereshöhe, eine grosse Schlucht »Basira« zwischen hohen, steilen, bewaldeten Wänden, sie streicht SO. — NW., ihre Sohle hat 33° Neigung, besteht aus einer nackten Felsbank und veranlasst nach jedem heftigen Regen einen Wasserfall, da sie schroff abbricht. Hier wurde biwuakirt; die Ygorroten bauten in der kürzesten Zeit eine Hütte und waren ausgelassen munter. Bei Tagesanbruch zeigte das Thermometer 13,9° R.

Der Weg zum Gipfel ist sehr beschwerlich wegen des schlüpfrigen Thonbodens und des zähen Pflanzengewirres, die letzten 500 Fuss aber sind unerwartet bequem, denn die sehr steile Spitze ist mit einem überaus dichten Wuchs von blätterarmen, knorrigen, bemoosten Thibaudien, Rhododendren und andrem Krüppelholz bestanden, deren zahlreiche starke Aeste in geringer Höhe über dem Boden und ihm parallel verlaufend, ein enges sicheres Gitterwerk bilden, auf dem man, wie auf einer schwach geneigten Leiter emporsteigt. Die Spitze, die wir erreichten, ist der auf der Zeichnung sichtbare höchste Zacken der hufeisenförmigen Bergwand, welche die grosse Schlucht von Rungus im Norden begrenzt. Die Kuppe hat wohl kaum 50 Schritt Durchmesser, sie ist so dicht mit Bäumen bestanden wie ich ähnliches nie gesehn: wir hatten nicht Raum zum Stehn. Meine rüstigen Gastfreunde gingen aber, obgleich ihnen die Arbeit einen Pfad durch den Wald zu schlagen, grosse Mühe verursacht hatte, sogleich an’s Werk, kappten Aeste und baueten daraus auf den Wipfeln der abgestutzten Bäume eine Warte, von wo aus ich eine weite Rundsicht und Gelegenheit zu Peilungen gehabt haben würde, wäre nicht alles in dichten Nebel gehüllt gewesen. Nur auf Augenblicke erschienen die nächsten Vulkane, die Bucht von S. Miguel und einige Binnenseen. Gleich nach Sonnenuntergang zeigte das Thermometer 12°5 R.

Auch am folgenden Morgen blieb es trübe, und als gegen 10 Uhr die Wolken immer dichter wurden, traten wir den Rückweg an. Ich wollte die Nacht in einem Rancho zubringen, um am nächsten Tage eine Solfatara zu besuchen, die eine Tagereise weiter gelegen sein soll; meine Begleiter waren aber von den Strapazen so angegriffen, dass sie wenigstens einige Tage Rast verlangten.

Ausser Calamus bemerkte ich keine Palmen auf dem oberen Abhange, Baumfarne sehr häufig, und eine ausserordentliche Fülle von Orchideen. An einer Stelle waren alle Bäume in bequemer Höhe mit blühenden Aërides behangen, man hätte sie mühelos zu tausenden sammeln können, die schönste Pflanze war eine Medinella, von so weichem Gewebe, dass es nicht möglich war sie einzulegen.

Eine Viertelstunde NO. von Uacloy sprudelt eine starke kohlensaure Quelle (28° R.) aus dem Boden und setzt reichlich Kalksinter ab. Brennende Fackeln verlöschten schnell, und ein mit einer Zigarrenkiste zugedecktes Huhn starb in wenigen Minuten, beides zum grössten Erstaunen der Ygorroten, denen diese Erscheinungen bisher unbekannt geblieben waren.

Meine armen Gastfreunde, die mich nach Uacloy zurückbegleitet hatten, fühlten sich auch noch am zweiten Rasttage so müde, dass sie zu keiner Unternehmung tauglich waren. Mit nacktem Kopf und Oberleib hockten sie sich in die glühende Sonne, um dem Körper die Wärme wieder zuzuführen, die er durch das Biwuak auf dem Gipfel verloren hatte; Wein aber mochten sie nicht trinken. Als ich sie endlich am nächsten Tage verliess, waren wir so gute Freunde geworden, dass man mir ein gezähmtes Wildschwein zum Geschenk aufnöthigen wollte. Ein Trupp Männer und Frauen begleiteten mich, bis sie die Dächer von Maguíring schimmern sahen, worauf sie nach herzlichem Abschiede in ihre Wälder zurückkehrten.

Die aus Goa mitgenommenen Indier hatten sich bei der Expedition so faul und mürrisch gezeigt, dass fast die ganze Arbeit einen Pfad durch den Wald zu schlagen, den Ygorroten zugefallen war; selbst das Trinkwasser hatten die indischen Träger aus Faulheit fortgeschüttet, die Ygorroten mussten für unser Biwuak auf dem Gipfel aus ziemlicher Entfernung frisches holen. Bei allen beschwerlichen Märschen bin ich immer besser mit Cimarronen, als mit Indiern ausgekommen. Jene fand ich gefällig, zuverlässig, thätig, ortskundig, während diese gewöhnlich die entgegengesetzten Eigenschaften zeigten. Es wäre aber ungerecht daraus auf das beiderseitige Wesen schliessen zu wollen; denn die Wilden sind im Walde zu Hause, was sie thun, geschieht freiwillig, der Fremde wird, wenn er ihr Vertrauen besitzt, als Gast behandelt. Die Indier aber sind gezwungene Begleiter, Polistas, die selbst wenn man ihnen höheren Tagelohn giebt, von ihrem Standpunkte aus ganz richtig handeln, wenn sie so wenig als möglich thun. Es ist für sie durchaus kein Vergnügen, ihr Dorf zu verlassen, um als Gepäckträger oder Wegbahner anstrengende Märsche in unwegsame Gebiete zu machen, und unter Entbehrungen im Freien zu kampiren. Für sie, mehr noch als für den europäischen Bauer, ist Ruhe die angenehmste Erholung. Je weniger Bequemlichkeit Jemand zu Haus geniesst, um so schwerer verzichtet er darauf. In Europa kann man dieselbe Beobachtung machen.

Cuadrillero,

bewaffneter Begleiter in voller Ausrüstung (Hut, Hemd, Schwimmhose und Waffen).

Da die Ygorroten, um nicht das Monopol der Hacienda zu beeinträchtigen, keine Kokospalmen zur Bereitung von Wein, Essig und Branntwein haben durften, so überreichten sie mir eine Bittschrift, damit ich ihnen diese Gunst erwirken möchte. Das Dokument ist von einem indischen Schreiber so drollig konfus verfasst, dass ich es als Probe philippinischen Kanzleistils mittheile[10]: Es hatte übrigens den besten Erfolg, da den Bittstellern doppelt so viel bewilligt wurde als sie erbaten.

Der SW. Monsun dauert in dieser Gegend (Gebiet von Goa) von April bis Oktober. Der April ist sehr windstill (navegacion de señoras) am beständigsten sind die SW.-Winde von Juni bis August, am trockensten März, April, Mai. Der NO.-Monsun herrscht von Oktober bis Ende Februar. März und Anfang April Wechselwinde, Oktober bis Dezember ist die Zeit der Stürme: »San Francisco (4. Okt.) bringt schlechtes Wetter«. Der Reis wird im September gepflanzt, im Februar geerntet.


[1] Nach meinen Barometermessungen:

Goa am Nordabhang des Ysarog32m.
Uaclóy, Ygorroten-Ansiedlung161m.
Schlucht Basira1134m.
Gipfel des Ysarog1966m.

[↑]

[2] Ein von einem erschlagenen Ygorroten herrührender Schädel hat nach Prof. Virchow’s Untersuchung eine gewisse Aehnlichkeit mit Malayen-Schädeln von den benachbarten Sundainseln, namentlich mit Dayakschädeln. [↑]

[3] Pigafetta fand Amboina von Mohren (Muhamedanern) und Heiden bewohnt »aber die ersten sitzen am Seegestade, die zweiten im Innern«. Im Hafen von Brune (Borneo) sah er zwei Städte, eine von Mohren, und eine, grösser als jene und ganz in Salzwasser stehend, von Heiden bewohnt. Wie der Herausgeber bemerkt, fand Sonnerat später (Voy. aux Indes) dass die Heiden vom Meer verdrängt, sich in die Berge zurückgezogen hatten. [↑]

[4] Leg. ult. I. 256 §. 75. [↑]

[5] Auf Coello’s Karte sind diese Verhältnisse falsch angegeben. [↑]

[6] Java, seine Gestalt, .. II. 125. [↑]

[7] Auch ein intelligenter Mestize besuchte mich öfter während meiner Krankheit. Nach seiner Aussage wird dicht bei Caramúan ausser dem bereits S. 145 erwähnten Kupfer, an drei Stellen Kohle gefunden; auch Gold und Eisen soll vorhanden sein. Demselben Manne verdanke ich auch die von Prof. Virchow im Anhange besprochenen Schädel von Caramúan, die angeblich aus einer Höhle bei Umang, 1 Legua von Caramúan stammen. Auch auf der Spitze der Halbinsel, bei der Visita Paniniman und auf einer kleinen Insel, dicht bei der Visita Guiálo, sollen ähnliche Schädel vorkommen. [↑]

[8] Sie bestehn aus Bambus. [↑]

[9] Der wild wachsende Pili hat ungeniessbare Früchte. Vergl. Anm. 48 S. 79. [↑]

[10] Sor Inspector por S. M.

Nosotros dos Capnes actuales de Rancerias de Lalud y Uacloy comprension del pueblo de Goa prova de Camarines Sur. Ante los pies de vmd postramos y decimos. Que portan de plorable estado en que nos hallabamos de la infedelidad recienpoblados esta visitas de Rancerias ya nos Contentamos bastantemente eu su felis ilegada y suvida de este eminente monte de Ysarog loque havia con quiztado industriamente de V. bajo mis consuelos, y alibios para poder con seguir a doce ponos (i. e. arboles) de cocales de mananguiteria para Nuestro uso y alogacion a los demas. Ygorotes, o montesinos q. no quieren vendirnos; eta utilidad publica y reconocer a Dios y a la soberana Reyna y Sora Doña Isabel 2a (que Dios Gue) Y por intento.

A. V. pedimos, y suplicamos con humildad secirva, proveer y mandar, si es gracia segun lo q. imploramos etc. Domingo Tales †. Jose Laurenciano †. [↑]

Schifffahrt im Sumpf.