Ein Mißverständnis

Kaufmann Schulze hatte schon lange ein Auge auf die Tochter des Zigarrenhändlers Deckblatt geworfen; nur über die finanzielle Seite der Frage war er sich noch nicht klar. — Da nahm er eines Tages seinen Mut zusammen und frug den Vater der Schönen gleich kurzweg in seinem Laden, ob er ihm wohl seine Tochter zur Frau geben würde. „Warum nicht?“ entgegnet Deckblatt freundlich. „Sie sind ein tüchtiger junger Mann!“ — „Und,“ fragt Schulze erfreut, „wieviel Mille würden Sie ihr wohl mitgeben?“ — „Zwanzig,“ entgegnet jener. Schulze erklärt sich damit einverstanden, und nach vierzehn Tagen führte der glückliche Freier die Zigarrenhändlerstochter zum Altar. — (Zwei Tage nach der Hochzeit.) „Nun, lieber Papa, darf ich Dich um die Mitgift bitten?“ — „Jawohl, mein lieber Schwiegersohn! Sag' mir nur, welche Sorte Du willst: Regalia, Colorado, Divinos oder Perfectos?“ — „Waas? Zigarren?!... Und ich Unglücklicher bin noch dazu Nichtraucher!!“

Nobel

Agent: „Sie haben sich auf Ihrer Tour wirklich mit der Tochter eines Kunden verlobt, weil Sie keine andere Möglichkeit sahen, den Ansturm der Konkurrenz abzuschlagen? Was hat denn Ihr Prinzipal zu einer solchen Aufopferung gesagt?“ — Geschäftsreisender: „Gar nichts, er hat mir bloß für meinen Verlobungstag die Spesen gestrichen, weil mich da Essen und Trinken nichts gekostet hätte.“