Rapidität
Und voll Bewundrung für den Dichter
Warf wieder eine Keks ihm zu. —
Der zündet Rennmaschinen-Lichter
Und jagt nach der privaten Ruh’.
Er drängt den Leib, den lässig-fetten,
Ins Röhrenwerk des schmalen Wolfs
Und gibt sich der rekord-koketten
Spazierfahrt längs der Wonne-Golfs.
Nie war ein letzter Spurt gewürzter,
Nie flog die Disziplin so jach,
Nie war die Renn-Kritik bestürzter,
Und süßer nah war nie ein Krach.
Es puffen aus dem Zisch-Ventile
Parfums von Kriminal-Chemie,
Im Kilometerfresser-Stile
Skandiert die Gift-Maschinerie.
Dies ist der schnellste Höllenwagen,
Der schlingernd über Firnen fliegt,
Torpedo-Fisch mit Buffo-Fragen,
Den fernsten Graden angeschmiegt.
Am Mix-Benzin freun sich die Sterne,
Die Welt ist voll vom feinsten Schnaps,
Ein Sirup-Tank, Absinth-Cisterne;
Nun gehts durch süßen Felder-Raps.
Und wie er ihn mit Lust beflügelt,
So stoppt der Dichter seinen Blitz,
Entsteigt, die Hosen sehr gebügelt,
Dem eleganten Pneuma-Witz.
Bald lächelt er im Bistro-Reiche,
Blaß-kompliziert, in dunkler Box,
Erstaunt gebraucht er viele weiche
„Algériennes“ und viele Grogs.
Vor seinem Gott wirft er sich nieder,
Der diesen Hetzreiz ihm geschenkt,
In halb schon kondensierte Lieder
Den Stampf-Rausch dieses Runs gelenkt.
DER faltet ruhig seine Rippen —:
Sieht ein Paar Hosen in Berlin,
Die, unter schminkgewohnten Lippen,
Sich inniger zusammenziehn.