Fußnoten:

[1] Anmerkung des Herausgebers. Die Publikationen des verstorbenen Dr. O. Weininger erregten alsbald nach deren Erscheinen meine Aufmerksamkeit, und ihr Inhalt liess mir keinen Zweifel, dass dieselben unter dem Einflusse eines krankhaften Geisteszustandes entstanden waren. Von welcher Art dieser war, ergab sich jedoch nicht ohne Weiteres, und so beschloss ich, den Fall O. Weininger eingehender zu studieren und das Ergebnis in den „Grenzfragen“ zu veröffentlichen. Dieser Entschluss veranlasste mich zunächst, biographisches Material über den Verstorbenen zu sammeln, und ich fand bei diesem Bemühen bei dem Vater O. Weiningers das freundlichste und vertrauenvollste Entgegenkommen, wofür ich ihm auch an dieser Stelle meinen Dank ausspreche.

Anderweitige Obliegenheiten verhinderten mich jedoch an der Fortführung der geplanten Arbeit. Als ich in der Folge aus der Münchener medizinischen Wochenschrift ersah, dass mein Münchener Kollege Dr. Probst für die Jahresversammlung der bayerischen Irrenärzte in Ansbach einen Vortrag über O. Weininger angekündigt hatte, setzte ich mich mit demselben in Verbindung und überliess ihm das gesamte von mir gesammelte biographische Material, soweit ich über dasselbe zu verfügen berechtigt war, zur Verwertung für die vorliegende Arbeit.

L. Loewenfeld.

[2] Halle. Bei Marhold 1904. Zuerst im Druck erschienen November 1903, dann auf die Nachricht vom Tode Weiningers von Moebius selbst unterdrückt und erst später doch herausgegeben in der richtigen Erwägung, dass es nun erst recht nötig sei, das schlechte Buch zu bekämpfen. Es ist sehr komisch, zu sehen, wie auf Grund dieser Broschüre die „Freunde“ über Moebius herziehen, während doch aus dem Schriftchen unverkennbar hervorgeht, dass dieser sogar ein gewisses Faible für Weininger hatte.

[3] Da sich unsere Sammlung an breitere Schichten wendet, so haben wir auf wörtliche Wiedergabe besonders schamloser Stellen verzichtet. D. H.

[4] Diese Stelle führe ich, vielleicht irrtümlich, auf Chamberlain Grundlagen I, 133 zurück, wo von Familie als ursprünglichem Matriarchat die Rede ist.

[5] Letzte Dinge 180.

[6] Moebius spricht schon: „Die Geschichte macht den Eindruck einer hysterischen Kontrefaçon“ („Geschlecht und Unbescheidenheit“ p. 28).

[7] Eigentlich ist das dreimalige Bellen das Auffallende; bei dem so fein organisierten Geruchsinn der Hunde wäre es nicht unmöglich, dass sie den Todeskampf z. B. ihres Herren witterten und diesem Gefühl durch jämmerliches Geheul Ausdruck gäben.