LEBENSLAUF
Ich, Franz Dornseiff, geboren zu Gießen am 20. März 1888, bin ein Sohn des Landsgerichtsdirektors Karl Dornseiff und seiner verstorbenen Frau Käthe geb. Baltzer. Ich besuchte zuerst das Gymnasium zu Gießen, seit 1904 das Neue Gymnasium zu Darmstadt, das ich Ostern 1906 verließ, um mich dem Studium der klassischen Philologie und Germanistik zu widmen. Ich war 3 Semester in Heidelberg, 1 in München, 5 in Berlin.
An diesen Universitäten hörte ich Vorlesungen und besuchte Übungen bei den Herren Professoren: Boll, Brandt, Dieterich †, v. Domaszewski, v. Duhn, Elsenhans, Petsch, F. A. Schmid, Schoell, Uhlig †, Windelband † (Heidelberg); Crusius, von der Leyen, Vollmer (München); Cassirer, Dessau, Diels, von Harnack, Helm, Meister, Eduard Meyer, Norden, Riehl, Roethe, Sieglin, Simmel, Vahlen †, Wentzel, v. Wilamowitz-Moellendorff, Woelfflin (Berlin).
Ihnen allen schulde ich herzlichen Dank. In besonderem Maß bin ich Herrn Geh. Hofrat Prof. Dr. Boll verpflichtet, der mich zu dieser Arbeit angeregt und sie ständig mit fördernder Teilnahme begleitet hat. Er hat mich dadurch zu wirklicher Forschung geführt und meine Neigung besonders zu dieser Materie vertieft.