Kaltenberg-Rosenberg (5 Std.).

Der Abstieg vom Kaltenberge geschieht auf demselben Wege wie der Aufstieg, bis zum Gasthause »zum Kaltenberg« in Oberhasel (20 Min.).

Wer hier die Kammwanderung unterbrechen und zur Bahnstation B. Kamnitz (1¼ Std.) will, der geht auf der Straße durchs Dorf hinab. In 20 Min. ist er wieder auf der Kaiserstraße, die l. von der Kreuzbuche herkommt und über Oberkreibitz nach B. Kamnitz abwärts führt.

Die Dittersbacher Felsenkette.
Postkarte.

Wir aber wandern vom genannten Gasthause ab, wo neben einer kleineren Linde, die das Kammzeichen trägt, eine prächtige Doppellinde steht, auf einem ziemlich steinigen Wege längs eines lebenden Zaunes niederwärts. Vor uns genau im Süden haben wir den Goldberg, knapp r. neben ihm den kahlen Kegel des Silberberges, r. von diesem den Kamnitzer Schloßberg, hinter welchem l. die Scheibenwarte bei Meistersdorf zuhöchst aufragt; r. vor dem Schloßberge ist der Noldenfelsen, dahinter der Sattelberg bei Henne und noch weiter der Freudenberg mit der Bockner Höhe.

Nach 4 Min. kommen wir am »Gasthaus zu Oberhasel« (r.) vorüber und nach weiteren 2 Min. beim letzten Hause von Oberhasel. Hier haben wir einen schönen Blick l. über das lang sich hinziehende Unterdorf am Silberberge vorüber auf den Kamnitzer Schloßberg, der sich hinten gegen den Forst und den Sonnebergrücken abhebt.

Wir wandern nun r. zwischen Feldern eben fort; der Waldrand des Kaltenberges bleibt zurück. Vor uns haben wir den wie abgehackt aussehenden Himmertschberg und links von ihm den Lotterberg, hinter uns den Mittenberg und Steinschönauer Berg vor dem Bildstein. Nach 4 Min. kommen wir zu einem Holzkreuz zwischen zwei Linden; gleich hinter demselben steht ein Pfahl mit dem Kammzeichen. Der Weg geht aber nicht geradeaus weiter, wie man vermuten könnte, sondern wendet sich l. auf zwei kleine, in dem freien Gelände gut sichtbare Lindenbäumchen zu, zwischen denen ein Pfahl mit einem Marienbilde und dem Kammzeichen steht. Gleich nachher folgt ein gepflasterter, aber beraster Weg und es öffnet sich ein Gründel, in das ein fast unbetretener Pfad hinabführt. Das Gründel ist von kräftigen Buchen gesäumt; schon am ersten Baume hängt das Kammzeichen. Wir halten uns zur Seite der Buchen. Hinter dem Gründel kreuzen sich mehrere Fahrwege. Wir halten uns rechts und geradeaus weiter aufwärts auf den Pfahl zu, der oben auf der Sattelhöhe zwischen Himmertschberg (l.) und Kaltenberg (r.) steht und das Kammzeichen trägt (10 Min.). Hier ist die Wasserscheide zwischen dem Kamnitz- und Kreibitzbache, bezw. zwischen einem Zuflusse des Hasler Baches und einem Bächlein, das n. durch das Limpacher Loch, an das sich, nebenbei bemerkt, viele Sagen vom Limbauer knüpfen, in den Kaltenbach fließt.

Wir wandern an der nördl. Lehne des 539 m hohen, basaltischen Himmertschberges weiter, unter Rückblicken auf den Fischberg, unter welchem Namen die beiden Kuppen des Gold- und Silberberges bei Hasel zusammengefaßt zu werden pflegen. Wo sich der Weg etwas mehr hebt, gewinnt man auch einen Ausblick l. am Kaltenberge vorüber auf die Dittersbacher Felsen. Uns zur Seite r. zieht sich ein tiefer und breiter, mit Laubhölzern bewachsener Grund, der alsbald hinter dem Zeichenpfahl beginnt, anfänglich durch Äcker von unserem Wege geschieden ist, später aber denselben innerhalb seines bebuschten Saumes aufnimmt. Nach 12 Min. wendet sich der Weg vom Grunde l. ab und etwas lehnan auf freies Ackerland.

Vor uns haben wir den doppelkuppigen Rolleberg, dessen linke, niedrigere Kuppe »Schenkenberg« heißt, während die höhere Kuppe (459 m), der sogenannte »Bilfertstein«, kahl und felsig ist und nur auf der Spitze ein einsames Bäumchen trägt; l. hinter ihm ist der kahle Ottenberg, zwischen beiden rückwärts der Tonelsberg bei Schemmel vor dem Rosenberge; l. vom Ottenberge der Huttenberg vor der Doberner Höhe. R. vom Bilfertstein Dorf Limpach, dahinter der schopfartig bebuschte Limpacher Berg, weiter die steilen Felsen von Hohenleipa und Herrnskretschen mit dem gr. Winterberge. R. von Limpach Dorf Kaltenbach, zwischen beiden rückwärts Rennersdorf vor den Dittersbacher Felsen, im Hintergrunde der Tanzplan bei Nixdorf. Beim Weiterschreiten zwischen Wiesen und Aeckern, an zwei allein stehenden Erlen vorbei, erscheint bei einer Wegbiegung gegen Limpach zu r. von den Dittersbacher Felsen der Böhmberg bei Niederkreibitz vor dem Zeidler Plissenberge, dann der Irig bei Daubitz vor der Wolfsbergspitze, endlich das Steingeschütt bei Teichstatt knapp jenseits der ausgedehnten Steinhalden des Kaltenberges, in der Richtung einer hoch oben gelegenen Einschicht von Limpach. Rückwärts kommt wiederum der Goldberg zum Vorschein neben der senkrecht abfallenden Basaltwand des Himmertschberges.

Nach 10 Min. ist man beim ersten, etwas abseits stehenden Gehöfte (r.) von Limpach, nach weiteren 2 Min., das Feuerwehrgerüst zur Rechten, auf der Kreibitz-Kamnitzer Bezirksstraße bei einem Wegkreuz neben dem Gasthause des Johann Scheiner. Hier biegen wir scharf l. auf die Straße ab, das Gasthaus mit noch zwei weiteren Häusern r. lassend. Der übrige Teil des nicht viel mehr als 30 Häuser zählenden, alten Bauerndorfes bleibt westlich der Straße zurück. Diese wurde vor etwa 40 Jahren gebaut; doch führte schon in alter Zeit eine wichtige Verkehrs- und Handelsstraße hier durch, die auch von Wallenstein im Herbste 1633, von General Browne nach der Schlacht bei Lobositz (1756) und wenigstens teilweise auch vom Prinzen v. Preußen nach der Schlacht bei Kolin (1757) benützt wurde.

Die mit Ebereschen – den steten Begleitern unserer Gebirgsstraßen – besäumte Straße steigt etwas an; l. haben wir noch eine Einschicht von Limpach, darüber hinaus einen herrlichen Anblick der beiden Hasler Fischberge zwischen Kalten- und Himmertschberg; r. sperrt der Bilfertstein den Fernblick. Nach 5 Min. tritt r. hoher Wald an die Straße heran, der nach 2 Min. bei einem hohen Holzkreuze oben auf dem Sattel (408 m) zwischen Ottenberg und Himmertschberg endet. L. an der Straße blüht reichlich wohlriechende Stendelwurz (Platanthera bifolia Reichb.) und langspornige Christushand (Gymnadenia conopea R. Br.). Hier ist die Wasserscheide zwischen dem Limpacher Bache und dem Kunnersdorfer Weißbache, bzw. dem Kreibitz- und Kamnitzbache.

Nun fällt die Straße. Nach 4 Min., wo sie wieder in Wald tritt, verlassen wir dieselbe und biegen r. im scharfen Winkel den Waldrand entlang ab. Es ist nicht unmöglich, daß Kaiser Josef II. am 22. September 1779 auf seinem Ritte von Hasel nach Kunnersdorf durch diesen Wald kam. Denn, wie die Sage berichtet, traf der Kaiser unterwegs im Walde ein Weib, welches Heide hackte. Er fragte, ob das Hacken schwer gehe, ließ sich die Hacke geben und hackte selbst einigemal. Darauf beschenkte er die Frau mit einem Dukaten. Diese Frau hieß Palme und war aus Limpach.

Die Straße weiter durch den Wald würde uns in wenigen Minuten nach Kunnersdorf und eine halbe Stunde weiter in die Stadt B. Kamnitz zur Bahnstation bringen – sehr gelegen für Jene, welche die Kammtour unterbrechen wollen.

Wir haben jetzt auf unserem Wege den Rolleberg, den wir südlich umgangen haben, zur Rechten, hinter ihm r. schauen Kaltenberg und Himmertschberg heraus, während l., bei einer Knickung des Weges nach abwärts, die Doberner Höhen zum Vorscheine kommen. Nach 4 Min. stehen wir auf einem breiten, sandigen Wirtschaftsfahrwege, der l. von Kunnersdorf, das man hier liegen sieht, heraufkommt. Hinter Kunnersdorf macht sich die Kuppe des Sattelsberges bei B. Kamnitz bemerkbar, r. dahinter der Freudenberg und die Doberner Höhe, weiter r. und näher der Huttenberg und ganz nahe nw. der Ottenberg. Auf letzteren zu wandern wir die sandige Straße zwischen Feldern aufwärts, den Lotterberg hinter Kunnersdorf im Rücken. Nach 6 Min. sind wir wieder auf der Sattelhöhe zwischen Himmertsch- und Ottenberg, wo l. ein Wegweiser auf einen abkürzenden Steig nach B. Kamnitz verweist.

Wer mit der Zeit nicht zu kargen braucht, kann von hier einen Abstecher auf den Ottenberg machen, was etwa 30 Min. in Anspruch nehmen dürfte. Der Ottenberg ist eine kahle, aussichtsreiche, bequem ersteigliche Basaltkuppe von 479 m Seehöhe, woselbst die Gebirgsvereinssektion B. Kamnitz am 25. Mai 1892 eine Schutzhütte eröffnet hat. Östlich lenken die beiden treuen Begleiter auf unserem bisherigen Wege, der Kaltenberg und der Himmertschberg, den Blick auf sich; zwischendurch sieht man den Fischberg, l. am Kaltenberge den betürmten Tannenberg und r. am Himmertschberg die Spitze des Kleis. Weiter r. vor dem Blottendorfer Kamme bemerkt man den Mittenberg bei Preschkau, daneben den Steinschönauer Berg mit Steinschönau und hinter diesem die hochgelegene Kirche von Parchen. Gegen Süden liegen in einer Linie Kunnersdorf, die Nolde, B. Kamnitz, der ruinengekrönte Schloßberg, die Scheibenwarte und im Hintergrunde Ruine Altperstein; r. vom Schloßberge der Geltsch bei Auscha hinter der Bockner Höhe, dann der Donnersberg hinter der Hochfläche von Parlosa. Von Südwest her zieht sich die Wand des Erzgebirges bis zum hohen Schneeberg, an den sich nordwestlich über den Rosenberg hinaus die Zschirnsteine, der Zirkelstein, die Kaiserkrone, der Pabst-, König- und Lilienstein und der große Winterberg anschließen. Nördlich liegt Dittersbach mit seinem Felsenkessel, im Hintergrunde die betürmten Kuppen des Tanzplan und Valtenberges, dann näher Rennersdorf mit dem Kreuzberge vor der Wolfsbergspitze, nordöstlich jenseits des Dorfes Kaltenbach Niederkreibitz vor dem Irig und dem Steingeschütt und Stadt Kreibitz vor dem Plissenberge; l. hinter dem Irig die Kirche von Daubitz.

In 3 Min. ist der Höhenrücken im Anblicke der Dittersbacher Felsgebilde gequert; bei einem weithin sichtbaren Wegkreuze r. an unserer Straße verlassen wir dieselbe und zweigen nach r. von der Hochfläche ab, wobei l. Hand am Ottenberge vorüber die mächtige Kuppel des Rosenbergs prächtig auftaucht, r. aber immer noch der Kaltenberg hinter dem nahen Bilfertstein, der in einem prächtigen Durchblicke erscheint, sichtbar bleibt. Zwischen Äckern und Wiesen, auf denen massenhaft Wollgras und Sumpfdisteln wachsen, geht es rasch abwärts, anfänglich durch den sogenannten »Birkenbusch«, dann über die Steinwiesen, wo ehedem fast Stein an Stein von einer seltenen Härte, sogenannter »Flintsstein«, lag; schütteres Gesträuch besäumt wohl auch den Weg, die Fernsicht verschwindet und nach 5 Min. sind wir in hohem Fichtenwalde; hier geht es womöglich noch steiler abwärts, bis wir nach 3 Min. auf einer Brücke ein Wässerchen kreuzen, einen Zufluß des Kreibitzbaches. Dann geht es eine Minute lang aufwärts auf einen flachen Querrücken mit freiem Ausblicke nach r. auf den Limpacher Berg, während l. Wald den Weg besäumt. Dieser Sandsteinrücken kommt vom Limpacher Berge her, zieht sich l. noch 1½ km weiter gegen das Kreibitztal und endet südwestlich von der Grieselmühle etwa 80 m über der Talsohle mit einem schroffen Felsstocke, auf dessen Plattfläche der Besitzer der Grieselmühle 1887 ein eisernes Schutzgeländer und eine Wetterstange anbringen ließ, letztere aus dem Grunde, weil die Bestimmung der Windrichtung in der Grieselmühle unten ziemlich schwierig ist.

Ein Abstecher dahin verlohnt sich. Die Fernsicht gleicht jener von der Dittersbacher Seite des Ottenberges. Besonders schön ist der Blick auf die unmittelbar darunter liegenden Wiesen-, Wald-, Bach- und Teichflächen, ähnlich jenem vom Brand bei Schandau ins Polenztal. Bis jetzt hatte der Punkt keinen Namen; wir wollen ihn aber nunmehr nach dem Vorschlage des Besitzers »Grieselhorn« taufen.

In 4 Min. ist der Rücken überschritten. Wir sind im oberen Rollbusche und nun gehts im dichten Nadelwalde wieder abwärts. Wir kommen nach 2 Min. an einem Wegweiser Kamnitz-Dittersbach vorüber, nach weiteren 3 Min. zu einem Mariahilfbilde an einem Baume mit Bank davor. Hier wird der Abstieg besonders steil und führt durch die Waldstrecke »Lindicht«, das sogenannte »Liencht«, weiter. Der erste Teil des Lienchtweges ist 1886 von der Gebirgsvereins-Sektion Dittersbach umgelegt worden, was als ein großes Verdienst des Gebirgsvereines für die böhm. Schweiz zu betrachten ist. In einer Windung mit gemäßigtem Gefälle zieht sich jetzt der sandige Weg vom Mariahilfbilde in den Grund hinab, wo man nach 6 Min. an einer schmucken, buchenbesäumten Felsennische (r.) mit einer Ecce homo-Statue vorüberkommt und nach weiteren 3 Min. am südlichen Ufer des halbmondförmigen Grieselteiches, auch »Helenen-See« genannt, anlangt, der in einer Ausbuchtung des Kreibitzbachtales inmitten einer herrlichen Wald- und Felsszenerie wahrhaft idyllisch gelegen ist; Teichrosen decken seine spiegelnde Fläche, und gegenüber schaukelt verlockend ein Kahn zur Seite eines Lusthäuschens, das zugleich als Kahnhäusel dient: wahrlich ein entzückendes Bild, würdig, vom Pinsel des Malers verewigt zu werden! Um den Teich l. herum führt der Weg zur Grieselmühle (r.), einer zu Dittersbach gehörigen Einschicht älterer Bauart, die ihren Namen von einem ehemaligen Besitzer Griesel hat und gegenwärtig im Besitze des Schönlinder Fabrikanten Josef Ohme zur Zwirnerzeugung dient, zugleich aber Gasthaus und Touristenstation ist; Tische und Bänke im Waldesschatten l. am Wege laden nach zweistündigem Marsche zur Ruhe und Atzung ein.

Hinter der Grieselmühle führt nach r. an der im Sandstein ausgewaschenen »Najadenhöhle« vorüber ein vom Gebirgsvereine für die böhm. Schweiz 1884 angelegter, mit Ruhebänken besäumter und den Bach mehrfach auf Stegen übersetzender Touristenweg in den nunmehr gänzlich erschlossenen hochromantischen, engen Paulinengrund; unser Weg aber führt l. weiter, auf einer Brücke über den Kreibitzbach und dann r. die Lehne hinauf auf die Dittersbach-Schemmler Bezirksstraße, die man in 10 Min. beim Grieselkreuz (258 m) erreicht. Auf dem Wege dahin hat man rückwärts das Grieselhorn, vor sich den Donsberg diesseits Dittersbach, r. aber an dem den Weg besäumenden Waldsaume zwei riesige, backofenförmige Sandsteinblöcke mit mannshohen, eigenartig ausgewitterten Höhlungen.

Oben beim Dittersbacher Grieselkreuz gibt es Wegweiser in den Gerstgrund, über die Hinschke zu den Eisengruben und ins Scholzental, sowie nach Dittersbach. Letzteres Pfarrdorf, das auf ein hohes Alter zurückblickt, gegenwärtig 110 Häuser zählt, vom Bielebache und der Herrnskretschen-Kreibitzer Straße durchzogen wird, ist Sitz einer Gebirgsvereinssektion mit Studentenherberge und seit vielen Jahrzehnten eine besuchte Sommerfrische, sowie ein Hauptknotenpunkt der böhmischen Schweiz. Es liegt 15 Min., das aussichtsreiche Hotel Bellevue nur 10 Min. entfernt, so daß ein Abstecher dahin nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Dasselbe gilt vom Donsberge, einer 323 m hohen Basaltkuppe, nahe vor uns geradeaus an der Straße; er ist seit 1883 vom Gebirgsverein auf Spazierwegen zugänglich gemacht und gewährt von der 1885 errichteten Aussichtsgallerie einen hübschen Blick auf Dittersbach und seine vielbesuchten, merkwürdigen Felsgebilde (Falkenstein, Marienfelsen, Wilhelminenwand, Rudolfstein, Katzenkirche), die es umkränzen.

Wir wenden uns vom Kreuze ab auf der Straße im scharfen Winkel nach l. Vor uns haben wir den Rosenberg, zur Linken den Otten- und Kaltenberg, r. den Donsberg und rückwärts die Dittersbacher Felsen. Nach 5 Min. geht es in hochstämmigem Walde abwärts, aber schon nach 2 Min. verlassen wir die nach l. ausbiegende und über Ober-Schemmel nach Windischkamnitz führende Straße, dort wo r. an einer Kiefer ein Marienbild hängt und l. wiederum zwei solche wunderliche Sandsteinblöcke, wie bei der Grieselmühle, liegen. Über eine Wiese mit einer Ursprungsader des Bielebaches, dann am Walde (l.) entlang, der nach 1 Min. bei einem neuen Marienbilde an einer Kiefer endet; r. vom Rosenberge kam Hohenleipa mit dem Schloßberge in Sicht. Nun zwischen Feldern 3 Min. aufwärts auf die Schemmler Folgen, eine bebaute Hochfläche von 270–280 m Seehöhe mit herrlichen Ausblicken auf die Berge und Felsen der böhmischen Schweiz zwischen dem Rosenberge im Westen und dem Kaltenberge im Osten. Nach 2 Min. trifft man l. am Wege das Schemmler Grieselkreuz, das 1795 errichtet wurde und auf einem Sandsteinsockel eine Kreuzesgruppe (Maria und Magdalena unter dem Kreuze) trägt. L. unten sieht man die von einer malerisch-zerklüfteten Sandsteinfelsenkette besäumte Bezirksstraße, darüber den Kaltenberg; r. bleibt der Bielborn, wo die kleine Biele entspringt, die in die große Biele zwischen Dittersbach und Grundmühle mündet. Nach 4 Min. kommt man zu der 1788 errichteten Folgenkapelle neben 4 Häusern, die nach Schemmel, d. i. zu den Schemmler »Folgen« gehören – eine Benennung, die schon im 16. Jahrhunderte gebräuchlich war und mit Hutweide gleichbedeutend gewesen sein dürfte.

Zwischen dem zweiten Hause und der dazu gehörigen Scheuer geht unser Weg, unmittelbar vor einem Teichel, hindurch; zur Linken haben wir den Huttenberg jenseits Schemmel, dessen Häuser nun unten an Bach und Straße höchst malerisch sichtbar werden. Durch einen Hohlweg geht es abwärts gegen das Dorf zu; wir kreuzen oberhalb desselben bei einer Scheuer (l.) einen aus dem Dorfe heraufkommenden Fahrweg und folgen einem Wegweiser »Zur Kahnfahrt« einen steilen Fußpfad hinab in ein Gründel, nach dessen Durchquerung wir nach 5 Min. einen Fahrweg durch ein Wäldchen hinaufsteigen, um gleich darauf unter zeitweisen Ausblicken l. auf die Dorfhäuser, durch einen Hohlweg wieder abwärts zu wandern und nach 3 Min. beim Gasthause »zur Eiche« gegenüber der Grieselbrettmühle in Niederschemmel die Dorfstraße zu erreichen. Das alte Bauerndorf Schemmel zieht sich mit seinen 100 Häusern von 213 m Seehöhe zu beiden Seiten des Kreibitzbaches gegen Windischkamnitz herab und wird nur zum Teil von der dahin führenden Bezirksstraße berührt.

Schemmel besitzt eine besondere Merkwürdigkeit in seiner mitten zwischen den Häusern gelegenen Felsenkapelle, die äußerlich einem natürlichen, von Regen und Wetter zernagten Sandsteinblocke so täuschend ähnlich sieht, daß nur an Tür und Fensterchen die Spuren der Menschenhand wahrzunehmen sind, welche die sehenswerte Betstätte in den lebendigen Felsen gehauen hat. Der Innenraum ist 12 bis 16 Schritte lang und so breit, daß zwei Bankreihen, jede mit fünf Bänken, darin Platz haben und noch reichlich Raum für den ansehnlichen Hochaltar verbleibt.

Unser weiterer Weg wendet sich bei dem genannten Gasthause r. zwischen den Häusern am Mühlbache, der zur Linken bleibt, entlang, den Rosenberg vorn, den Ottenberg im Rücken. Nach 8 Min. sind wir beim letzten Hause von Schemmel, in weiteren 7 Min. – eine Stunde von der Grieselmühle – zwischen Mühlbach und felsenbesäumter Waldlehne, beim ersten Hause von Nieder-Windischkamnitz, einer Brettmühle; das alte und große Pfarrdorf Windischkamnitz (200 Häuser) zieht sich zur Linken, in gleicher Seehöhe wie Schemmel, am Kamnitzbache und an der Bezirksstraße in einem felsenbesäumten Wiesentale 45 Min. lang hin, von wo dann durch das angrenzende Jonsbach einerseits B. Kamnitz in 1 Stunde, andererseits die Bahnstation Rabstein in 30 Min. zu erreichen ist; eine Abteilung des Gebirgsvereines für die böhmische Schweiz nebst Studentenherberge befindet sich daselbst.

Von der Brettmühle führt r. der Weg zwischen Gärten zum Gasthause der Frau Fiedler nächst der Einmündung des Kreibitzbaches in den Kamnitzbach, wo die 1881 eingerichtete Kahnfahrt durch die Ferdinandsklamm auf dem ungestauten Gewässer des Kamnitzbaches, eine der hervorragendsten Partien des Kammweges, beginnt. Es sind Boote verschiedener Größe zur Verfügung; das Fahrgeld für eine Person beträgt eine Krone. Gleich unterhalb der Boothaltestelle verengt sich das Tal und hohe Felswände besäumen die Ufer, so daß oft auf große Strecken jeder Weg längs derselben versperrt ist. Die Boote gleiten bald pfeilschnell durch Strudel, bald langsam schaukelnd über flache Stellen talwärts, hier an Klippen vorüber, dort schneeweiß blühende Massen von flutendem Hahnenfuß (Ranunculus fluitans Lamk.) durchschneidend, mitten durch die seltsam geformten, moos- und baumbewachsenen Felswände hindurch, die bald hart an das Wasser herantreten, wie der tief unterwaschene Teufenstein, der Kreuzstein und der Hiekschenstein l. und die senkrecht abfallende Dostwand r., bald zu Talkesseln sich erweitern, wie die schwarze Teufe, wo aus dem vollständig ruhigen, dunklen Gewässer kulissenartig aufragende Felseninseln sich spiegeln. Weiterhin schließt sich l. eine Art Felsenfestung an, der kleine Oybin, mit hoch und gewaltig gegen Himmel starrendem Gesteine. Eine Felsenpyramide r., deren Spitze eine Kiefer trägt, steht an der Eingangspforte in den Talkessel der Grundmühle. Unter der Grundmühlbrücke hindurch, über der im Felsen die Inschrift »Z. G. 1734« zu lesen ist, an der Mündung des Bielebaches (r.) vorüber, landen wir nach 30 Min. gegenüber der Mühle oberhalb eines Wehres, schreiten am r. Bach-Ufer unter Benützung von in den Felsen gehauenen Stufen auf einem schmalen Pfade bis zu einem hohen Holzstege unterhalb des Wehres und auf jenem hinüber zur Grundmühle, einer zu Kamnitzleiten gehörigen, schon im 16. Jahrh. urkundlich erwähnten, einschichtig gelegenen Mahlmühle, einem wahren touristischen Kleinode. Das jetzige Mühlgebäude ist 1727, die alte nun aufgelassene Branntweinbrennerei 1814 erbaut. In Beziehung auf die Holzflößerei, woran noch alte Balkenlöcher und auch zwei wirkliche, von einer alten Holzschleuse herrührende Balken erinnern, spielte die Grundmühle Jahrhunderte lang eine bedeutende Rolle. Seit 1888 ist mit der Mühle das Schankrecht verbunden; gegenwärtiger Besitzer seit 1891 ist Franz Pohl.

Der kleine Oybin, unterhalb welchem die Grundmühle liegt, ist ein bewaldeter, etwa 80 m hoher, isolierter Felsblock von glockenförmiger Gestalt, der nach Bau und landschaftlicher Bedeutung an den Oybin bei Zittau erinnert, daher sein Name. Er läßt sich in halber Höhe umwandern und bietet teils auf das untenliegende Kamnitztal, teils auf die umliegenden Höhen, vor allem auf die gewaltige Kuppe des benachbarten Rosenberges, hübsche Ausblicke.

Bei der Grundmühle zweigt um den kl. Oybin herum nach Osten ein entzückend schöner, waldbesäumter Touristenweg längs des Bielebaches in 1 Stunde nach Dittersbach, ein steil aufsteigender Fahrweg westlich neben dem Mühlgrunde, wo 1896 die Sektion Windischkamnitz das »Kriegshäuschen« zugänglich machte und auf dessen Kuppe eine Schutzhütte errichtete, in 20 Min. hinauf nach Kamnitzleiten. Unser Kammweg aber geht über den hohen Steg wieder zurück aufs rechte Bach-Ufer und bachabwärts l. in 10 Min. auf einem lauschigen, 1879 vom Fürsten Clary angelegten Steige zwischen Wald und Fels bis zur Kirchgrundbrücke, wo r. der von der Sektion Hohenleipa bequem erhaltene Kirchgrundsteig in 15 Min. steil nach Hohenleipa hinaufführt.

Hohenleipa ist ein altes Bauerndorf, das mit seinen 112 Häusern zerstreut um die nach Herrnskretschen (2 Std.) und Dittersbach (30 Min.) führende Bezirksstraße und um den 387 m hohen Schloßberg aussichtsreich im Bereiche der böhmischen Schweiz gelegen ist und sich seit einer Reihe von Jahren zu einer beliebten Sommerfrische aufgeschwungen hat; eine Abteilung des Gebirgsvereines für die böhmische Schweiz und eine Studentenherberge befinden sich daselbst.

Die mehr als stundenlange Strecke des Kamnitzbachtales von der Kirchgrundbrücke abwärts bis zum Anfange der erschlossenen »Wilden Klamm« im Soorgrunde ist nur in ihrem Anfangsteile, im »breiten Grunde«, auf einem, von der Sektion Hohenleipa in Stand gehaltenen schmalen Pfade bis zur »hohen Wand« begehbar, einer glatten Felswand mit überhängendem Gestein jenseits der hohlen Teufe – auch »Hölle« oder »Höllenteufe« genannt, – einem natürlichen, etwa 50 Schritte langen, durch Loslösung eines Felsüberhanges gebildeten und künstlich erweiterten Tunnel, durch welchen sich Bach und Weg hindurchzwängen. Hinter der »hohen Wand« ist bald jedes Vordringen unmöglich. Im Jahre 1888 war auch die Kahnfahrt von der Grundmühle abwärts bis zum »breiten Grunde« in Betrieb gesetzt worden; doch entstanden infolge der Hochwässer im Jahre 1897 derart unüberwindliche Hindernisse, daß dieselbe wieder eingestellt werden mußte.

Wir überschreiten die Kirchgrundbrücke, die tiefste Stelle des ganzen Kammweges, und steigen durch den von himmelhohen Felsen besäumten schluchtartigen Kirchgrund auf einem, 1901 von der Sektion Rosendorf neu angelegten Wege in 15 Min. hinauf nach Kamnitzleiten. Das alte, stille Bauerndorf liegt mit seinen 46 Häusern am Rande der wilden Kamnitzbach-Talschlucht, in welche man vom »Spitzen Stein« (338 m) beim letzten Hause westlich, dem Niederbauer, großartige Einblicke hat; die Sektion Rosendorf hat 1891 auf demselben ein eisernes Geländer angebracht. Von Kamnitzleiten führt der Kammweg südwestlich auf der 1886 neugebauten Rosendorfer Straße in 15 Min. zum Walde, wo wir l. von der Straße abbiegen und in 5 Min. auf die 1893 ausgebaute Straße, die von r. aus dem 15 Min. entfernten, alten Pfarrdorfe Rosendorf (300 Häuser, Sitz einer Abteilung des Gebirgsvereines für die böhmische Schweiz mit Studentenherberge) heraufkommt, einmünden. Hier ist ein Schutzdach für Wagen und Pferde und hier trifft auch der Touristenweg von Tetschen her über Binsdorf ein. Wir überschreiten ein freies Plätzchen, ein Wieslein, welches zu Ehren des langjährigen Obmannes des Gebirgsvereines für die böhmische Schweiz, des Bürgerschuldirektors Robert Manzer »Manzer-Platz« benannt ist und von wo der 1882 angelegte angenehme und schattige »Manzer-Weg« nach Nieder-Windischkamnitz zur Kahnfahrt in 40 Min. l. hinabführt – beachtenswert für Jene, welche den Kammweg in umgekehrter Richtung begehen, da das Befahren des Kamnitzbaches nur abwärts gegen die Grundmühle, nicht aber aufwärts von der Grundmühle möglich ist.

An den Eislöchern – Klüften zwischen Basaltstein, wo auch im Sommer Eisbildung stattfindet – vorüber führt der 1883 angelegte, breite und sehr schattige Weg in 45 Min., anfänglich durch Fichten-, dann durch prächtigen Buchenwald, auf der Nordseite des Berges in vielfachen Windungen empor. Die gleich mächtigen Säulen emporstrebenden Buchenstämme tragen ihr grünes Dach in schöner Wölbung gleich einem gotischen Bauwerk, durch dessen, von einer befiederten Sängerschar belebtes Laubwerk die Strahlen der Sonne wie durch bunte Kirchenfenster auf das üppig sprossende Unterholz hindurch zittern. L. unterhalb des Gipfels nimmt der Weg einen von Windischkamnitz heraufkommenden, 1889 von der Sektion Windischkamnitz angelegten und 1898 teilweise umgelegten Touristenweg auf. Ganz nahe dem Gipfel hat man auf einem Austritte einen prächtigen Blick auf Dittersbach, dahinter auf Rennersdorf und Kreibitz.

Der Rosenberg, eine malerische Zierde und ein vielbesuchter Zentralpunkt der böhmischen Schweiz, erhebt sich 616 m hoch mitten aus der ausgedehnten Sandstein-Hochfläche von Binsdorf, dieselbe beiläufig 280 m überragend. Er besteht aus Basalt, der teils in zahlreichen Trümmern die steilen Hänge bedeckt, teils hie und da – wie nordöstlich am Gipfel und beim Eisborne am Südost-Abhange – in fünf- und sechsseitigen Säulen ansteht; der Basaltstock am Gipfel fällt dadurch auf, daß er zu einem prächtigen Ruheplätzchen hergerichtet ist. Der vom Basalt durchbrochene Sandstein bildet an der Nordseite eine steile Terrasse. Von weit und breit sieht man die formenschöne, stumpf-kegelförmige Kuppe des Berges, der die ganze Gegend beherrscht, und der auch im Volksglauben und in der Volkssage von altersher eine große Rolle spielt: man erzählt von einer Kapelle auf dem Gipfel, die 1326 durch ein Erdbeben vernichtet worden sein soll; mehrere Sagen knüpfen sich an eine andere Kapelle, die beim »guten Born« gestanden sein soll und von welcher man noch jetzt die Stufen sieht; im Altargründel auf der Südseite hielten die Christen zur Zeit einer Verfolgung ihren Gottesdienst unter einer Buche ab. Man nennt den Berg geradezu den nordböhmischen Olymp, wo Teut, der Stammvater der Deutschen Böhmens, von seinem jüngsten Sohne und dessen Familie Abschied nahm, und will seinen Namen von »Asenberg« (Götterberg) herleiten; nach einer anderen Vermutung stammt der Name von dem keltischen Worte »ros«, das etwas Hervorragendes bedeutet. Welchen Eindruck der mächtige Waldberg auf den Beschauer hervorzubringen vermag, hat seinerzeit Theodor Körner mit den Worten geschildert: »Es ist in seiner Form und seinem Kolorit so was Herzliches, Treues, Blühendes, daß ich mich ungern von ihm trennte.« Sein basaltischer, buchenbeschatteter Boden beherbergt eine üppige Pflanzenfülle, die nicht nur dem Kräutersammler reichliche Ausbeute bietet, sondern auch den Botaniker von Fach nicht unbefriedigt läßt. Derselbe findet hier als besondere Seltenheiten einen Schildfarn (Aspidium Braunii Spenn.) und ein Rispengras (Poa pratensis L. var. anceps). Von sonstigen Gewächsen seien erwähnt: Berg-Ehrenpreis (Veronica montana L.), Wald- und Springschaumkraut (Cardamine silvatica Link und impatiens L.), zwiebeltragende und neunblättrige Zahnwurz (Dentaria bulbifera L. und enneaphylla L.), Dreifaltigkeitsblümchen (Trientalis europaea L.), Waldwicke und Wald-Platterbse (Vicia silvatica L. und Lathyrus silvestris L.), knollige Walderbse (Orobus tuberosus L.), Heckenknöterich (Polygonum dumetorum L.), großes, mittleres und Alpen-Hexenkraut (Circaea lutetiana L., intermedia Ehrh. und alpina L.), süße Wolfsmilch (Euphorbia dulcis L.), bunte Hanfnessel (Galeopsis versicolor Curt), Sanikel (Sanicula europaea L.), Christofskraut (Actaea spicata L.), Haargras (Elymus europaeus L.), Waldhirse (Milium effusum L.), einblütiges Perlgras (Melica uniflora Retz.), traubiger Hollunder (Sambucus racemosus L.) und Alpen-Johannesbeere (Ribes alpinum L.).

Auf der von hundertjährigem Laubwalde hoch überragten Gipfelwiese, wo 1808 die Regierung eine Beobachtungsstation, eine sogenannte »Larumstange«, errichtet hatte, hatte der Besitzer der Herrschaft Binsdorf, wozu der Rosenberg gehört, Fürst Edmund Clary-Aldringen, in seiner bekannten Touristenfreundlichkeit einen, mit seinem Wappen gezierten, 14 m hohen und in sechs Stockwerke abgeteilten hölzernen Aussichtsturm auf einem 2 m hohen steinernen, unterkellerten Unterbau errichten lassen, dessen Eröffnung am 29. Mai 1881 stattfand. Er wurde 1891 vom Blitze beschädigt und, da er ohnedies keine volle Rundsicht bot, durch einen um 10 m höheren ersetzt, der am 4. Juli 1893 eröffnet wurde. Dieser wiederum wurde am 3. Mai 1903 vom Sturme umgeworfen, und an seiner Stelle vom gegenwärtigen Herrschaftsbesitzer Fürsten Carlos Clary ein dritter, 18 m hoch und abermals aus Holz, errichtet, der am 22. Mai 1904 dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde (Eintritt 30 h). Neben demselben steht eine am 4. Mai 1890 eröffnete, ebenfalls vom Herrschaftsbesitzer erbaute, überaus freundliche Gastwirtschaft (Blockhaus) mit Fremdenzimmern und nach Süd – der einzigen Richtung, wohin vom Gipfel des Berges selbst ein Ausblick ermöglicht ist – gelegener Veranda; die Räumlichkeiten für Küche u. dgl. befinden sich daneben in dem 1882 erbauten, ursprünglich als Gastwirtschaft dienenden Holzgebäude.

Die Rundsicht vom Turme ist nur gegen Dittersbach zu durch die alten Buchen etwas eingeschränkt, ansonsten umfassend, der Eindruck ein großartiger; der Genuß ist erleichtert durch Richtungslinien, die vom Gebirgsvereine für die böhmische Schweiz auf der Brüstung angebracht sind.

Die nächste Umgebung in westlicher Richtung bildet die Hochebene von Binsdorf, Arnsdorf, Rosendorf und Johnsdorf, einer kolorierten Mappe gleichend, eingefaßt von den Waldungen bei Ohlisch, Heidenstein (Koppenberg), Binsdorf (Hainhübel m. Turm) und Elbleiten; dah. erheben sich die zahlreichen Höhen der böhmisch-sächsischen Schweiz: Schneeberg mit Turm (hinter Arnsdorf), gr. u. kl. Zschirnstein (hinter Rosendorf), Königstein hinter den Koppelbergen, Pabststein und Lilienstein vor den Bärensteinen, Zirkelstein und Kaiserkrone mit den Orten Schöna und Reinhartsdorf zwischen ihnen und der Bastei im Hintergrunde (hinter dem Rosendorfer Hutberge und Johnsdorf), die Postelwitzer Elbesteinbrüche und die Schrammsteine vor dem Brand, durchblicksweise die Höhen bei Pillnitz und die Türme von Dresden (zwischen König- und Lilienstein). Daran schließt sich nördlich der gr. Winterberg hinter den Silberwänden bei Herrnskretschen, das Prebischtor hinter Stimmersdorf, die Flügelwände mit Hochbuschkuppe (Turm) und Unger (Turm) im Hintergrunde, die Thorwalder Wände mit Valtenberg (Turm), Tanzplan (Turm) und Schweizerkrone im Hintergrunde. Nordöstlich sieht man Hohenleipa und Dittersbach, dahinter l. Botzen, Pirsken und Zeidler Plissenberg, r. Wolfsbergspitze (Turm) und Rauchberg (Turm), und zwischen beiden über den Häusern von Gärten den Jüttelberg bei Königswalde und den Czornebog (Turm) und im äußersten Hintergrunde die Landeskrone. Östlich hat man im Vordergrunde die hochgelegene Kirche von Windischkamnitz, dahinter den Huttenberg mit Schemmel, den kahlen Ottenberg, die Dörfer Limpach und Kaltenbach und den betürmten Kaltenberg mit anderen Kuppen des Kreibitzer Gebirges; l. davon Kreibitz, den Kreibitzer Plissenberg, Tannenberg (Turm) und Finkenkoppe. Ans Kreibitzer Gebirge schließt sich das Falkenauer, über welches der Kleis hereinblickt, dem wiederum r. der Jeschkenrücken mit der Koppe und l. Teile des Riesengebirges zum Hintergrunde dienen. Über Steinschönau und den kahlen Sattel von Parchen blicken hinter einander Kamnitzberg (Turm) und Roll, näher liegen Mittenberg, Steinschönauer Berg und Kamnitzer Schloßberg, vor letzterem die Stadt Kamnitz r. vom Schloßberge; r. von diesem dehnt sich der Forstberg, darüber liegt Ulrichstal und Meistersdorf mit dem Sustrich und der Scheibenkoppe (Turm) und weiter der Sonnebergrücken, hinter welchem die beiden Bösige (Burgturm) und die Berge bei Hirschberg und Hauska sichtbar sind. Südlich sieht man hinter einander die Fabriksschlote von Rabstein, Markersdorf (Kirche), den Freuden-, Schossen- und Hofberg, den Koselrücken und den breitkuppigen Wilschberg; weiter r. den Ronberg (Burgruine) hinter dem Hammerberg, den Mertendorfer Hutberg (Turm) mit dem Georgsberge (Kapelle) im Hintergrunde, die Hundorfer Beule, den Geltsch hinter den Häusern von Parlosa vorn und dem Kronhübel im Mittelgrunde, den Matrelig hinter der Kirche von Reichen, daneben den Zinkensteinrücken hinter Güntersdorf (Kirche) im Vordergrunde, endlich Poppenberg und Falkenberg hinter einander, dahinter l. Tannbusch und Kolmer Scheibe (Turm), und ganz hinten die hohe Wostrai, Tannbusch bei Nemschen, Kletschen und Milleschauer (Höhenwarte). Hier fällt der Blick über Losdorf im Vordergrunde südwestlich auf den Elbspiegel, den man vom Rosawitzer Hafen angefangen (Kirche) bis weit gegen Tichlowitz verfolgen kann; ihn besäumt r. das Siebengebirge, der Blankensteinrücken, die Höhe von Ohren zwischen Hopfenberg (Turm) l. und Pfaffenberg r.; im Hintergrunde streicht der Kamm des Erzgebirges, der sich von der Nollendorfer Höhe (Kapelle) über das Mückentürmchen bis in die Ossegger Gegend verfolgen läßt, mit Durchblicken gegen Altenberg und Geising i. S.

Den Abstieg vom Rosenberge kann man über Rosendorf und Johnsdorf direkt (1¾ Std.) oder auf dem Umwege durch die Edmundsklamm (2½ Std.) nach Herrnskretschen, bzw. zur Bahnstation Schöna nehmen, oder über die neue Welt und den Rosenkamm in 3 Stdn. nach Tetschen, oder endlich über Windischkamnitz zur Bahnstation Rabstein in 1½ Stunden; in den ersten beiden Fällen benutzt man denselben Weg zur Rückkehr bis zur Wegkreuzung bei den Eislöchern am nördlichen Fuße des Berges, im letzteren Falle zweigt man 4 Min. unter dem Gipfel nach r. ab.


Anhang.
Anschließende Kamm-Wege.

Jeschkenkoppe[*]-Schneekoppe. Dieser gegen 60 km lange Kamm-Weg hat folgende Richtung:

Jeschkenkoppe (1010 m)–Stadt Reichenberg–Hohenhabsburg (Heinrichswarte, Gastwirtschaft)–Dorf Rudolfstal–Dorf Friedrichswald–Königshöhe (858 m, Aussichtsturm, Gastwirtschaft)–Seibthübel (819 m, Aussichtsturm)–Bramberg (791 m, Aussichtsturm)–Maxdorf–Pfarrdorf Josefstal–Albrechtsdorf–Spitzberg (809 m, Gloriett)–Stefanshöhe (958 m, Aussichtsturm)–Wurzelsdorf–Neuwelt-Harrachsdorf–Mummelgrund–Kesselkoppe (1434 m)–Pantschefall (1300 m)–Elbfallbaude (1284 m)–Schneegrubenbaude (1491 m)–hohes Rad (1506 m)–große Sturmhaube (1424 m)–Mannsteine (1326 m)–Mädelsteine (1411 m)–Peterbaude (1288 m)–Spindlerbaude (1215 m)–kleine Sturmhaube (1446 m)–Silberkamm (1489 m)–Mittagstein (1423 m)–Prinz Heinrich-Baude–Wiesenbaude (1388 m)–Riesenbaude (1383 m)–Schneekoppe (1603 m).

Die Markierung dieser Anschlußstrecke wurde im Sommer 1904 durchführt, und zwar besorgte dies von der Jeschkenkoppe bis zur Iserbrücke bei Wurzelsdorf der deutsche Gebirgsverein für das Jeschken- und Isergebirge, von da bis zur Schneegrubenbaude der österreichische Riesengebirgsverein, und weiter bis zur Schneekoppe – als »Hauptweg« – der preußische Riesengebirgs-Verein.

Von der Schneekoppe ist seitens des österr. Riesengebirgs-Vereines die Weiterführung der Markierung bis Freiheit geplant.

Ein ebenfalls mit dem blauen Kammzeichen vom deutschen Gebirgsvereine in Gablonz markierter Kamm-Weg, der »Gablonzer Steig« führt von der Jeschkenkoppe über den Lubokaier Kamm zum Jaberlicher Riesenfaß (683 m), von dort über den Kaiserstein (634 m), die Dörfer Radl und Gutbrunn auf die Schwarzbrunnkoppe (873 m, Aussichtsturm), dann weiter bis zum Pensdorfer Försterhaus (671 m) und über den Industrialort Tannwald auf die Stefanshöhe, wo er sich an den oben skizzierten Reichenberger Weg anschließt.

[*] Ein »Touristen-Weg« vom Jeschken bis zum Donnersberge soll demnächst durch Markierung geschaffen werden. Hiebei sollen die mit stattlichen Ruinen oder Aussichtstürmen gekrönten Basaltberge, weiter die vielen durch reizvolle Eigenart bedeutsamen Sehenswürdigkeiten der Polzenlandschaft dem Touristenverkehr erschlossen werden. Als Knotenpunkte sind in Aussicht genommen: Jeschken, Polzenquelle, Oschitz, Teufelsmauer, Dewin (Ruine), Hammerteich, Wartenberg, Roll, Niemes, Kamnitzberg, Reichstadt, Leipaer Spitzberg, Kahlenberg, Koselspitze, Zößnitzer Gottesgarten, Ronberg, Neuland, Helfenburg, Auscha, Lewin, Geltsch, Donnersberg.

Rosenberg-Hainberg. Zufolge Beschlusses der am 29. Feber 1904 zu Komotau stattgehabten Sendboten-Versammlung des Nordwestböhmischen Gebirgsvereins-Verbandes soll längs des Erzgebirgskammes vom hohen Schneeberge bei Bodenbach (721 m) bis zum Hainberge bei Asch ein mit dem blauen Kammzeichen markierter Weg in der Gesammtlänge von 216 km markiert werden. Der Teplitzer Gebirgsverein hat die 40 km lange Strecke Tyssa-Dreiherrnstein im Sommer 1904 bereits vollendet; dieselbe führt vom oberen Ortsteile des Pfarrdorfes Tyssa über den Tyssaberg (594 m), Ziegelteich, die sog. »Schöne« (607 m), Dorf Oberwald, den Sandkopf, Jungferndorf (686 m), Nollendorf, die Nollendorfer Kirche, über den Schießhausweg nach Streckenwald (753 m) und Adolfsgrün (747 m), dann über die Ritschelkreuze (760 m), Pfarrdorf Ebersdorf, das Schenker- und Goldammerkreuz (724 m) auf den Mückenberg (806 m, Aussichtsturm), weiter über Forsthaus Mückenberg (781 m), den Bierweg und Vorderzinnwald nach Hinterzinnwald (874 m), von da über das rote Kreuz bei Niklasberg, den Keilberg (829 m) und Harzwald nach Neustadt, endlich auf dem Willersdorfer Wege bis zur Wegabzweigung auf den Dreiherrnstein. Die Fortsetzung der Markierung über den Dreiherrnstein (865 m), hohen Hau (888 m), Dorf Langewiese, den Wieselstein (956 m), Forsthaus Georgshöhe und den schwarzen Teich (829 m) nach Göhren erfolgt 1905 auf Kosten der gräflich Waldstein'schen Domänedirektion in Oberleutensdorf im Einverständnis mit dem Teplitzer Gebirgsverein.

Die weitere Markierung soll folgende Punkte berühren: Käsherdberg (797 m), Haselstein (774 m), Wachhübel bei Gebirgsneudorf (756 m), Adelsberg (901 m), Bernstein (921 m), Beerhübel (914 m), Annen-Säule auf dem Steinhübel (858 m), Bärenallee-Berg (861 m), Kammhöhe bei Sebastiansberg (846 m), Haßberg (990 m), Reischberg (873 m), Kupferhübel (908 m), Hoher Hau (1003 m), Wirbelstein (1094 m), Keilberg (1244 m), Spitzberg (1111 m), Plattenberg (1040 m), Rammelsberg (996 m), Scheffelsberg (976 m), Buchsschachtelberg (968 m), Reichsapfel (911 m), Kranichsee (940 m), der Keil i. S. (941 m), Schneckenstein i. S. (866 m), Kottenheide i. S. (780 m), hohe Brand i. S. (804 m), Ursprungberg (805 m), Hohenstein (771 m), Hummelsberg (661 m), Rohrbach i. S. (672 m), Brambach i. S. (683 m), Wachtberg bei Oberreuth (709 m), Egerer Stadtwald (754 m), Himmelreich (730 m) und Hainberg bei Asch (756 m, Bismarckturm). Die Markierung der Strecke Kranichsee-Brambach hat der Verband der Vogtländischen Gebirgsvereine in Plauen, die Markierung der Schlußstrecke die Sektion Asch des deutschen und österr. Alpenvereines übernommen.

Auch die Schaffung des Bindegliedes Rosenberg-Tyssa steht in Aussicht, dessen Markierung dem Gebirgsvereine für die böhm. Schweiz zufällt. Derselbe hat bereits die Strecke Rosenberg–Neue Welt–Binsdorfer Höhe (430 m, Aussichtsturm)–Rosenkamm–Elbwarte–Quaderberg bei Tetschen (282 m, Bergwirtschaft) markiert. Der weitere Weg dürfte über Dorf Kalmswiese, den Pferdekopf (650 m), den hohen Schneeberg (721 m) und die Tyssaer Wände (610 m) nach Tyssa gelegt werden.


Für Wanderer in Nordböhmen und der Oberlausitz

sind nachstehende Führer und Karten unentbehrlich:

Hantschel, Dr. F., Nordböhmischer Touristenführer f. d. Gegend zwischen d. Landesgrenze im Norden, der Sprachgrenze im Süden, dem Komotauer Erzgebirge im Westen u. d. Riesengebirge im Osten. Mit einem Tourenverzeichnisse u. 26 Karten-Beilagen. Preisermäßigt für Mk. 2.– (K 2.40).

Paudler, Prof. A., Der neue Kammweg vom Jeschken zum Rosenberge. Mit 32 Initialen und einem Vollbilde v. A. Frind, samt einer Kammwegkarte v. H. Schwarz. 2. Auflage. Mk. 3.50 (K 4.–), gebunden Mk. 4.25 (K 5.–).

Moschkau, Dr. A., Führer durch die Oberlausitz. 4. Auflage. Ausführliche Berücksichtigung der Geschichte, deshalb als heimatkundliches Werk noch sehr gesucht. Preis gbdn. nur Mk. –.50.

Lamprecht, Rob. Prof. Dr. (Vorsitzender des Vereines Globus), Wegweiser durch Zittau u. d. Zittauer Gebirge. Mit 10 Ansichts-Postkarten in Lichtdruck nur 50 Pf. (60 Heller).

Hübler, Franz Prof., Führer durch das Jeschken- u. Isergebirge, Teile des Lausitzer und Mittel-Gebirges, durch Reichenberg u. Umgebung. Preis gbdn. Mk. 2.75 (K 3.30).

Moschkau, Dr. A., Die Jonsdorfer Mühlsteinbrüche oder die Rabensteine. Mit Plan u. Ansicht. 25 Pf. (30 Heller).

Schlegel, B., Lausitzer Gebirge nebst Jeschkengebirge, Oberlausitz u. nördlichstes Böhmen. Mit 3 Karten. Mk. 2.– (K 2.40).

Schäfer, Th., Führer durch Nordböhmen, mit Eingangstouren d. d. Sächs. Schweiz, d. Erz- u. Lausitzer Gebirge. Gbdn. Mk. 3.– (K 3.60).

Mehlhose, Revierförster, Touristen-Karte des Zittauer Gebirges. 2. u. 3. Auflage. Mk. –.50 (60 Heller). Aufgezogen Mk. –.80 (96 Heller).

Touristenkarte von Jeschken- und Isergebirge, herausgegeben vom Gebirgsverein f. d. J. u. I.-G. Aufgezogen Mk. 3.– (K 3.60).

Karte von Nordböhmen aus Schäfer's Nordböhmen-Führer. Mk. –.75 (K –.90).

☛ Stets vorrätig in W. Fiedler's Antiquariat (Johs. Klotz), Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung in Zittau i. S., Rathausplatz Nr. 11, Ecke der Brüderstraße.









Bibliothek für Volksbildung.

6 Bände. ▭ Lexikon-Format. ▭ In Prachtband.

Statt (Neupreis) 84 Mark für 24 Mark.

1. Mertens, O., Illustr. Weltgeschichte. Mit über 600 Illustr. und 791 Seiten Text.

2. Emmer, Joh., Illustr. Kunstgeschichte. Mit 739 Illustr., 8 Tafeln in Kunstdruck und 772 Seiten Text.

3. Reymond, M. Illustr. Länder- und Völkerkunde. Mit etwa 500 Illustr., 6 Landkarten in Farbendruck und 728 Seiten Text.

4. Klenze, H., Tier- u. Pflanzenkunde. Mit etwa 600 Illustr. 8 Taf. in Farbendr. u. 704 Seit. Text.

5. Torka, Joh., Im Reiche der Erfindungen. Mit etwa 600 Illustr., 4 farb. Tafelbild. u. 760 Seit. Text.

6. Reymond, M., Das Weltall. Illustr. Entwicklungsgeschichte der Natur. Mit etwa 500 Illustr., 1 Sternkarte, 1 Landkarte, 4 geolog. Landschaften in Farbendruck und 726 Seiten Text.

Einzeln kostet der Band M. 4,50.
Vorrätig in W. Fiedler's Antiquariat (Johs. Klotz)
Zittau, Rathausplatz 11.

Im Verlage von Johann Künstner in Leipa i. B. sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:

Botanischer Wegweiser. Zum Gebrauche für Touristen und Pflanzensammler von Dr. F. Hantschel. – Preis gebunden K 2.40 = 2 Mk.

Touristenführer durchs böhm. Niederland. Nordb. Spezialführer II (Rumburger Granit-Gebirge) mit Einschluß des Kreibitzer und Zittauer Gebirges. Von Dr. F. Hantschel. – 148 S. stark, mit 6 Kärtchen und 8 Bildern. Preis K 1.20 = 1 Mk.

Leipaer Touristen-Führer. 3. verbesserte Auflage. Mit Übersichtskarte, Stadtplan und mehreren Bildern. Enthält eine eingehende Beschreibung der Stadt u. Umgebung, sowie viele Ausflüge auf allen Bahnlinien. Preis 50 Heller.

Sagenschatz aus Deutschböhmen. Für die Jugend gesammelt und bearbeitet von Prof. A. Paudler. – Preis K –.90.

Ruine Roll. Epische Dichtung in 9 Gesängen von Prof. J. L. Haase. – Broschiert. 66 Seit. stark. Preis 70 h.

Oybin-Chronik. Urkundliche Geschichte von Burg, Cölestinerkloster u. Dorf Oybin von Dr. Alfred Moschkau. Broschiert. Mit 6 Abbildungen, gegen 400 Seiten stark. Ermäßigter Preis K 1.–.

Die Burgen Bürgstein und Schwoika nebst einer Beschreibung des Betgrabens bei Schwoika v. Dr. Alfred Moschkau. – Broschiert. – 76 Seiten stark. – Preis 60 h.

In czechischen Wettern. Ein deutsches Lied aus Böhmens Hauptstadt von Dr. Anton Ohorn. – Zweite Auflage. – Broschiert, 60 Seit. stark, 60 h. – Der Reinertrag ist dem Deutschen Schulverein gewidmet.

Ollelee aus'n Dorfe. Heitere Geschichten u. Gedichte in nordböhmischer Mundart von Prof. Hans Kreibich. – Broschiert. – 78 Seit. stark. – Preis 60 h.

Karte der Bezirkshauptmannschaft B. Leipa v. H. Schwarz. Preis 30 h.



Buchdruckerei Johann Künstner, Leipa.

Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert.

Die Karte wurde in drei Teile zerlegt.

Korrekturen:

S. 53: achtiger → achtziger
geschah Mitte der [achtziger] Jahre des vorigen Jahrh.