Das Stativ.

Das Stativ des Aufnahme-Apparates muß, wie bereits erwähnt, besonders kräftig und stabil gebaut sein, damit auch die geringsten Erschütterungen vermieden werden. Für Draußenarbeiten benutzt man in der Regel die zusammenlegbare 3 teilige Form, wie sie bei gewöhnlichen photographischen Kameras üblich ist. In speziellen Fällen ist die Verwendung eines massiven, niedrigen, ebenfalls dreibeinigen Eisenstativs zweckmäßig.

Fig. 122.

Zuweilen kommt es vor, daß der Photograph mit der Kamera dem Aufnahme-Objekt folgen muß. Um hier ein gleichmäßiges Nachfolgen zu ermöglichen, hat man Stative mit drehbarer Kopfplatte konstruiert, welch letztere sich durch eine Kurbel bewegen läßt ([Fig. 123]). Es ist allerdings keine leichte Sache, die Kurbeln des Apparates und des Stativs gleichzeitig zu drehen: wer das erfolgreich machen will, muß eine ziemliche Übung haben. Sicherer ist es, den Apparat durch einen Gehilfen drehen lassen und selbst die Kurbel am Stativkopf zu handhaben. Die seitlichen Bewegungen während der Aufnahme dürfen nur ganz langsam ausgeführt werden, da man bei rascher Verschiebung leicht unscharfe Bilder bekommt.

Das hier abgebildete Stativ ist, wie die [Fig. 122] zeigt, für den Transport zusammenlegbar; die Kurbel kann man abnehmen und sowohl rechts wie links aufsetzen. Zweckmäßig ist es, wenn sich die an der Kurbelachse sitzende endlose Schraube durch einen Griff ausschalten läßt, sodaß man in der Lage ist, die nunmehr freigegebene Platte mit der darauf geschraubten Kamera rasch nach beiden Seiten zu drehen. Eine solche Vorrichtung kommt namentlich in Fällen sehr zu statten, wo es gilt, recht schleunigst einzustellen. [Fig. 127] weiter unten zeigt das aufgestellte Stativ mit aufgeschraubter Kamera.

Fig. 123.

Die folgende Abbildung ([Fig. 124]) stellt eine auf das Stativ schraubbare Neigevorrichtung dar, die ebenfalls mittels Kurbel betrieben wird. Sie gestattet, den Apparat in jede beliebige Neigung zu bringen und auch bei hoher Aufstellung einem sich nähernden Objekt zu folgen.

Fig. 124.