Tag- und Nachtärger
Da hatte ich mich wieder einmal schandbar geärgert wegen irgendwas.
„Sie sollten sich doch nicht so ärgern am hellichten Tage“, sagte jemand.
„Am hellichten Tage?“ sagte ich verwundert und ärgerlich zugleich, „wissen Sie vielleicht ein Mittel, um den Ärger aus dem wachen Tag in die dunkle Nacht zu schieben?“
„Ich nicht, aber der Doktor Switschbidiwitsch weiß eines.“
Stracks lief ich zum Doktor Switschbidiwitsch.
„Ist es wahr?“ sagte ich, „daß Sie den Tagärger in die schlafende Nacht hineinzaubern können?“
„Gewiß kann ich das.“
„Dann bitte ich darum.“
„Hm, von welchem Tagärger werden Sie geplagt?“
„Es kommt hie und da ein Manuskript von einer Redaktion zurück.“
„Sonst nichts?“
„Es regnet stets in meinen Ferien.“
„Sonst nichts?“
„Meine Frau ist manchmal anderer Meinung.“
„Sonst nichts?“
„Und hat dazu noch meistens recht.“
„Hm, das letzte läßt sich hören — aber ich mache Sie darauf aufmerksam, ich kann den Ärger nicht verschwinden lassen — das kann niemand — nur in den Schlaf abschieben.“
„Im Schlaf ertrage ich den Ärger gern, wenn nur der Tag von Ärger frei ist.“
„Und ferner möchte ich bemerken, daß sich der in die Nacht geschobene Tagärger zu wandeln pflegt, alle möglichen bizarren Gestalten annimmt.“
„Was liegt daran. Geträumter Ärger kann beschaffen sein wie er mag, wenn ich nur den Tag vom wirklichen Ärger frei bekomme.“
„Hm, was den Unterschied von Traum und Wirklichkeit betrifft —“
„Zur Sache, Herr Doktor, ich spüre schon wieder einen Ärger unterwegs.“
„Nun, wie Sie wollen — switsch — bi — di — witsch — switsch — bi — di — witsch — zwanzig Märker, wenn ich bitten darf.“
Bei „Switschbidiwitsch“ hatte er ein paar magnetische Bewegungen meinen Schläfen entlang gemacht, und bei den „zwanzig Märkern“ verwandelte er die vertikale Handbewegung in eine horizontale.
„Wie, schon fertig?“ fragte ich, die Börse ziehend.
„Wenn Sie im Laufe der nächsten vierzehn Tage den geringsten Ärger empfinden,“ sagte Doktor Switschbidiwitsch ein wenig beleidigt, „zahle ich Ihnen vierzig Mark zurück — freilich, was die Nacht betrifft...“
Doktor Switschbidiwitsch hatte nicht gelogen. Noch am gleichen Tage liefen mir soviel Dinge über den Weg, über die ich mich sonst totsicher geärgert hätte. Jetzt wunderte ich mich bloß ein wenig. Wunderte mich, wenn ich dreimal hintereinander den Straßenbahnanschluß verpaßte. Wunderte mich, als ich auf drei unter vier angekommenen Briefen schweres Strafporto zu zahlen hatte. Wunderte mich stärker, als meine Frau bei drei hintereinander aufgetretenen Meinungsverschiedenheiten viermal recht bekam. Und wunderte mich schließlich am stärksten darüber, daß ich mich über alle diese Dinge lediglich zu wundern vermochte, und keine Spur zu ärgern.
Ich sah schon, die Sache war in Ordnung: ich würde niemals vierzig Mark von Doktor Switschbidiwitsch erhalten.
Dann kam die Nacht. Mit der Nacht der Traum. Und mit dem Traum der erste prophezeite Traumärger.
In der ersten Nacht träumte mir, ich ginge nach dem Frühstück in mein Arbeitszimmer. Da saß schon einer an meinem Schreibtisch. Ein wildfremder Mensch. Und schrieb und schrieb.
„Herr,“ tippte ich ihm ärgerlich auf die Schulter, „hier schreibe ich.“
„Wie Sie sehen, ist das eine falsche Behauptung“, sagte der Fremde, ruhig weiterschreibend, ohne aufzusehen.
„Herr,“ ärgerte ich mich, „dieses Arbeitszimmer habe ich gemietet.“
„Stimmt.“
„Und bezahlt!“
„Stimmt auch.“
„Also arbeite ich auch darin.“
„Das ‚also‘ stimmt nicht.“
„Herr!“ schrie ich, „es ist mein Schreibtisch, auf dem Sie schreiben!“
„Seien Sie vergnügt, daß einmal was ordentliches drauf geschrieben wird“, sagte der Fremde, ohne mit dem Schreiben auch nur einen Augenblick anzuhalten.
Ich ärgerte mich schandbar. Aber es war nichts zu machen. Ich kam zu keinem Federstrich an diesem Morgen und mußte mich entschließen, in aller Frühe an meinen Stammtisch zu pilgern, wo ich meinen Ärger zu ersäufen hoffte, aber weiter nichts als einen dicken Kopf davontrug.
Nun wird man freilich sagen, was liegt an einem dicken Nachtkopf, der am Tage wieder dünn ist? Was liegt an einem dicken Nachtärger, den man beim Morgenkaffee lachend untern Tisch wischt:
„Denk’ mal, liebe Frau, was für komisches Zeug ich heute nacht geträumt...“
Aber ganz wohl war mir bei dieser Überlegung nicht, und ich erwartete mit einigen Bangen die zweite Nacht.
Darin träumte mir, ich hätte meinen Namen zu schreiben. Der weiße Bogen lag schon da. Auch die Feder, die eingetauchte.
„Ein bißchen rasch, wenn ich bitten darf“, sagte der Beamte, dem ich meine Namensunterschrift abzugeben hatte.
Ich setzte zu seinem großen F an und stockte schon nach einem Zug: hm, setzte man den oberen F-haken nach links an oder nach rechts? Es kam mir vor, als hätte ich schon ebensoviele linkshakige als rechtshakige F gesehen. Welche waren recht? Meine Feder zitterte und machte schließlich einen Haken links und einen Haken rechts. Na, der Haken war erledigt, Gott sei Dank. Jetzt den F-Strich durch die Mitte. Wieder stockte ich: zum Donner, machte man jetzt noch den F-Strich, oder war der nicht laut letzter Ministerialverordnung amtlich abgeschafft? Da konnte man sich ja fürchterlich blamieren bei der eigenen Unterschrift. Schließlich machte meine Feder einen solch haardünnen F-Strich, daß er ebensogut mittels eines schemenhaften Traummeineids abgeleugnet hätte werden können. Jetzt der zweite Buchstabe. Ich machte einen i-Strich mit weniger Mühe, als ich gefürchtet hatte. Auf einmal spürte ich — sehen konnte ich ihn nicht — den höhnischen Blick des königlichen Beamten, der mir beim Schreiben zusah: macht dieser Mensch das i vor dem r!
„Entschuldigen Sie!“ sagte ich fahrig und versuchte, das i in ein r umzukorrigieren. Das war eine endlose Arbeit. Ich drückte meinen Zeigefinger ächzend durch vor Mühsamkeit. Davon bog sich auch der Federhalter. Mit einem durchgebogenen Federhalter zu schreiben, war erst recht eine Heidenarbeit. Der Schweiß brach mir aus, der geschlängelte Federhalter fing zwischen meinen Fingern zu rutschen an. Aber schließlich stand das r doch da. Es war freilich das sonderbarste r, das ich je geschrieben hatte. Aber immerhin, es war ein r.
Jetzt kommt t und z, dachte ich, und wurde aufs neue unsicher: kam zuerst das t, oder kam zuerst das z? Es schien mir im höchsten Grade fraglich. Aber da spürte ich wieder den höhnischen Blick im Nacken und wußte gerade noch rechtzeitig, daß weder das t noch das z kam, sondern das i, das i von vorhin.
Wieder glückte der i-Strich verhältnismäßig rasch. Ach so, fehlte noch der Punkt, der I-Punkt. Na, das ist doch das allereinfachste bei der ganzen Namensschreiberei, der gotteslästerlichen, dachte ich, und machte frischweg einen Punkt. Teufel, war er über’s r gekommen. Ich strich ihn durch und machte ihn ein zweites Mal. Donner, jetzt saß er überm F. Wieder durchgestrichen und gezielt, wie man auf einen Feind zielt, scharf, unerbittlich. Ha, jetzt saß er überm i-Strich. Whupp, kollerte er von seiner Höhe und trieb sich wie ein Billardball ruhelos zwischen den Grund- und Haarstrichen der drei Buchstaben herum. Ich lief ihm nach, ich fing an ihn anzuflehen:
„I-Punkt, lieber i-Punkt, laß dich doch erwischen, laß dich doch ein einziges Mal erwischen.“
I-Punkte scheinen auch im Traume nicht ganz unbarmherzig zu sein. Denn er ließ sich wirklich erwischen, und ich hielt ihn mit beiden Händen über den i-Strich fest. Aber schon fing er wieder zwischen den Händen zu surren an. Gleich würde ich ihn nicht mehr halten können... Es war ein gräßlicher Traum. Ich wachte ärgerlich und schweißgebadet auf.
Wieder folgte ein glockenheller Tag ohne den geringsten Ärger. Wieder kam die Nacht. Ich schob den Schlaf so lang als möglich auf, mit Lesen, mit Summen, mit Liedersingen suchte ich mich im Bette wach zu halten. Aber da schlief ich doch.
Da packte mich schon einer freundschaftlich-dringend am Ärmel:
„Gut, daß Sie da sind. Der Stelzenmaier ist erkrankt. Sie müssen für ihn einspringen.“
„Stelzenmaier? Ich kenne keinen Stelzenmaier“, sagte ich.
„Ist auch nicht nötig. Hauptsache ist, daß Sie gleich seine Rolle übernehmen — sofort wird Ihr Stichwort fallen, machen Sie sich doch bereit.“
„Aber ich habe doch noch nie auf dem Theater gespielt.“
„Ausgezeichnet, das gibt Ihrer Rolle die beste Natürlichkeit.“
„Aber ich weiß ja gar nicht, welches Stück und welche Rolle, Heiligschockschwerenot...!“
„Das werden Sie alles wissen, wenn Sie vor dem Publikum stehen — ha, Ihr Stichwort — rasch!“
Da hatten sie mich schon durch die Kulissen hinausgeschoben in ein grelles mitleidsloses Licht...
Mitten in dieser Nacht mußte ich einen kalten Umschlag nehmen und wagte nicht mehr einzuschlafen. Um das zu erreichen, zog ich den Wecker auf, ließ ihn ablaufen, zog ihn wieder auf, immerzu. Aber schon beim drittenmal veranlaßte meine Gattin meinen Umzug in das Fremdenzimmer.
Hier erwartete ich den vierten Tag, der wieder seraphinenhaft ganz ohne Ärger aufzog. So sehr auch die Erinnerung an die drei Ärgernächte versuchte, sich in den Tag als Ärger einzuschleichen, es gelang nicht. Lächelnd schob der Tag jeden aufsteigenden Ärger mit der flachen Hand gegen Abend zu:
„Dahinein, wenn ich bitten darf, laut Doktor Switschbidiwitsch.“
„Ich weiß schon, was ich die vierte Nacht tue“, dachte ich und beschloß, mir sie in irgendeinem Gasthaus um die Ohren zu schlagen. Da saß ich still in einer Ecke und kämpfte und kämpfte gegen den Schlaf.
Auf einmal war ich nicht mehr im Gasthaus, sondern im Bahnhof am Schwanze einer langen Menschenschlange vor dem Fahrkartenschalter. Wie alle andern trippelte ich vor Ungeduld, wann ich endlich an die Reihe kommen würde. Wie die andern murmelte ich dann und wann: „Den Teufel auch, wenn ich nun den Zug nicht mehr erwische.“
Endlich, nach einer Viertelstunde, bin ich an der Reihe. Ein verärgertes Beamtengesicht mit gesträubtem Schnurrbart fährt mich aus dem Schalter an:
„Na, wohin, — so reden Sie doch!“
Heiliger Bimbam, jetzt hatte ich den Namen der Station vergessen.
„Nach — nach —“, stotterte ich. Die Schweißperlen standen mir auf der Stirne. Der Name fiel mir um alles in der Welt nicht ein. Die Leute hinter mir drängten ungeduldig:
„Wir kommen nicht mehr mit — wir kommen nicht mehr mit — der Mensch dort vorne soll doch — soll doch — kruzitürkennocheinmal...“
„Nach — nach“, setzte ich verzweifelt wieder an.
„Nach — nach — wohin Sie halt meinen, Herr Sekretär.“
Hinter mir halb Höllengelächter:
„Ein solcher Depp — habt’s jetzt schon ein solchen Deppen g’sehn...“ Und halb Wutgeheul:
„Der Kerl ist ein Schuft — der hat sich nur hineingedrängt, damit wir unsern Zug versäumen — haut ihn!“
Fäuste hoben sich. Ich fiel unter den Tisch vor dem Fahrkartenschalter. Jemand hob mich auf und sagte:
„Es tut mir leid, wir schließen jetzt die Wirtschaft — Sie müssen nach Hause gehen.“
Zerschlagen wanderte ich durch die Straßen. Schon dämmerte der Morgen. Ich lief schnurstracks zum Doktor Switschbidiwitsch.
„Eigentlich habe ich jetzt keine Sprechstunde,“ sagte er, „aber wenn es dringend ist —“
„Es ist dringend,“ sagte ich, „ich pfeife auf den ärgerlosen Tag — der Nachtärger bringt mich um — ich möchte meinen alten Tagärger wieder haben.“
„Das wird nicht so leicht gehen — es sei denn, daß es mir gelänge, das ärgerliche Tageis durch einen besonders dicken Tagärger zu brechen.“
„Tun Sie’s, Herr Doktor, tun Sie es sofort — ich gehe sonst in der nächsten Nacht darauf.“
Er machte wieder ein paar magnetische Striche längs meiner Schläfen, diesmal aber nach der umgekehrten Richtung. Dann zupfte er mich am Ohr.
„Na, ärgert Sie das vielleicht?“
„Keine Spur.“
Jetzt gab er mir einen Hirnschnalzer mittels Daumen- und Mittelfinger, daß alles krachte.
„Das wird Sie aber ärgern, nicht wahr?“ sagte er.
„Keine Idee“, sagte ich traurig-milde.
„Na, ich sehe schon, bei Ihnen hat sich die Tagesärgerlosigkeit in der kurzen Zeit so eingefressen, daß ich es mit dem stärksten Mittel probieren muß.“
Abermals machte er mit seinen Händen die vertikalen magnetischen Gegenstriche an meinen Schläfen und streckte dann plötzlich beide Hände horizontal aus:
„Hundert Mark, wenn ich bitten darf!“ sagte er energisch.
Irgend etwas in meinem Gehirn knackte.
„Das ist denn doch eine Unverfrorenheit!“ brauste ich auf, „hundert Mark! wo Sie noch nicht einmal erfolgreich —“
„Gewonnen!“ lachte Doktor Switschbidiwitsch, „das Eis ist gebrochen — Sie haben Ihren soliden Tagärger wieder — gehen Sie nach Hause — Sie werden heute nacht vortrefflich traumlos schlafen — hier ist die Quittung über hundert Mark — Sie müssen es nicht tragisch nehmen — eine Heilung von der Heilung ist stets ein wenig teurer, wissen Sie...“
Von Fritz Müller erschienen:
Bei Otto Rippel, Hagen i. W.
Der Sepp im Krieg. 8. Tausend.
Hinter der Front. 5. Tausend.
Vergnügliche Geschichten. 11. Tausend.
Klassengold. 5. Tausend.
Ich dien. 5. Tausend.
Bei Eugen Salzer, Heilbronn a. N.
Das Land ohne Rücken. 14. Tausend.
Fröhliche Wissenschaft. 7. Tausend.
Bei Egon Fleischel & Co., Berlin.
O Frida! Novellen. 2. Tausend.
Zweimal ein Bub. 3. Tausend.
Die andre Hälfte. 2. Tausend.
Kurzehosengeschichten. 10. Tausend.
Bei Huber & Co., Frauenfeld (Schweiz).
Alltagsgeschichten. 2. Tausend.
Bei C. F. Amelang, Leipzig.
Die eisernen Kameraden. 2. Tausend.
Bei der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Hamburg.
Fröhliches aus dem Kaufmannsleben. 45. Tausend.
Fröhliches aus dem Krieg. 20. Tausend.
Rippels
Deutsche Hausbücher
(Umfang und Ausstattung wie vorliegender Band)
Jeder Band gebunden 1.70 M.
Teuerungszuschlag 50 Pf. — Bisher erschienen:
Wie die große Zeit kam. Erlebtes und Empfundenes von Fritz Müller, Rich. Voß, L. Schulze-Brück, Auguste Supper, Hans v. Zobeltitz. 5. Tausend.
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Nach der Schlacht. Ein Kriegsbuch von Helene Christaller, Otto Frommel, Hermann Hesse, Paul Natorp, Rich. Nordhausen, Fritz Philippi, L. Sternberg, Paul Wüst. 5. Tausend.
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Kölnische Zeitung.
Stille Opfer. Den deutschen Frauen und Jungfrauen in großer Zeit von Helene Christaller, Agnes Harder, S. Ch. v. Sell, Auguste Supper. 21. bis 23. Tausend.
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„In fesselnder kraftvoller Schilderung bringt A. Supper in ihrem sehr geschmackvoll ausgestatteten Bändchen eine gute Auswahl gehaltvoller Erzählungen.“
Die schöne Literatur.
Verlag von Otto Rippel, Hagen i. W.
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„Ich wollte, man könnte es in Tausenden von Exemplaren ins Ausland schleudern, besonders auch unter die Neutralen, damit sie aus diesen tief empfundenen lebenswarmen Skizzen ein Wirklichkeitsbild gewännen von dem kämpfenden Deutschland daheim.“
Christl. Welt.
Fritz Müller, Der Sepp im Krieg. Bayerische Geschichten. 8. Tausend.
„Das sind Perlen neudeutscher Erzählungskunst! Die Geschichten, so einfach und schlicht sie an sich sind, gehören zu dem Besten, was die deutsche Kriegsliteratur bis jetzt hervorgebracht hat. Wir können sie mit bestem Gewissen allen denen empfehlen, denen der klare, unerschöpfliche Born des deutschen Gemüts und des tiefinnerlichen deutschen Volkshumors eine Offenbarung bedeutet.“
Der Reichsbote.
Fritz Müller, Hinter der Front. Erzählungen von zuhause. 5. Tausend.
Das sind eigenartige Kriegsgeschichten von daheim, weit hinter der Front. Kein Pulverdampf und Kanonendonner wird vernommen und doch bringen uns diese tief empfundenen Erzählungen die große Zeit so nahe und zeigen uns, welch herrlicher Geist das deutsche Volk beseelt und welche Opfer es zu bringen imstande ist.
Helene Christaller, Und Marmorbilder stehn und sehn mich an... Erzählungen. 6.–7. Taus.
„In dieser neuesten Gabe schenkt uns die beliebte Verfasserin eine besonders sorgfältig ausgewählte Sammlung ihrer besten und reifsten Erzählungen. Dieses Büchlein ist ein besonders geeignetes Geschenkwerk für das deutsche Haus.“
Fritz Philippi, Aus meinem Guckkasten. Erzählungen. 3. Tausend.
„Erzählungen aus Krieg und Frieden, die sowohl den Ernst und die Größe der Gegenwart widerspiegeln, wie auch den stillen Frieden vergangener Tage atmen. Das Büchlein wird dem Verfasser neue Freunde gewinnen, zeigt er sich doch in der humoristischen Erzählung ‚Peter Zwickel auf dem Lügengaul‘ von einer ganz neuen erfreulichen Seite.“
Verlag von Otto Rippel, Hagen i. W.
Helene Christaller, Aus ernster Zeit. Eine Kriegsgabe. 15. Tausend.
Den zahlreichen Freunden der bekannten Verfasserin wird dieses kleine hübsche Bändchen eine willkommene Gabe sein, schenkt sie doch aus ihrem reichen Schatz die besten Gaben aus dieser großen, ernsten Zeit.
Fritz Müller, Klassengold. Schulgeschichten aus dem Krieg. 5. Tausend.
„Diese herzerquickenden Erzählungen muten ungemein frisch und lebensfroh an, und doch steckt in allen ein tief versonnener Kern.“
Schulrat Dr. Mosapp.
Max Geißler, Der schwarze Stern im großen Bären. Roman. 5. Tausend.
„... Dem Meister deutscher Erzählerweise ist es vortrefflich gelungen, das farbenprächtige orientalische Gewand zu wahren. An ein türkisches Muster erinnert auch der Einband des hübsch ausgestatteten Büchleins, das einen neuen Baustein zum großen Bau der Weltliteratur bedeutet...“
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Fritz Müller, Vergnügliche Geschichten. 8.–11. Tausend.
Otto Frommel, Ein schweres Herz. Erzählungen.
„In diesem feinen, beschaulichen Buche bietet uns Frommel wahre Perlen deutscher Erzählungskunst. Tiefer Ernst, sonniger Humor wechseln in wohltuender Weise ab.“
Horst Wolfram Geißler, Die Rosen der Gismonda. Novelle. 4. u. 5. Tausend.
„Eine feine poesievolle Novelle aus der Vergangenheit. Die Lektüre ist ein rechter Genuß und eine Erholung.“
S. Ch. von Sell, Das Rosenhaus. Erzählung. 8.–10. Tausend.
„Die bekannte Verfasserin bietet ihren Freunden eine besonders feine Erzählung. Von dem Sieg der treuen, hingebenden, entsagungsvollen Liebe erzählt uns diese ergreifende Geschichte.“
Verlag von Otto Rippel, Hagen i. W.
Klara Hofer und Johannes Höffner, Friede im Krieg. Weihnachtliche Geschichten.
„Diese prachtvollen Weihnachtsgeschichten, die uns mitten in dieser vom Kriegslärm beherrschten Zeit vom Sieg des Friedens erzählen, verdienen die weiteste Verbreitung.“
Fritz Müller, Ich dien’. Geschichten. 5. Tausend.
„Des Verfassers eigenartige Gabe kommt in diesen echt deutschen, gemütvollen Geschichten voll zur Geltung. Dieses Büchlein, wie jede einzelne Geschichte, ist ein Zeugnis von dem herrlichen Geist unserer Zeit; es erquickt und richtet auf, macht stolz und stark.“
Max Geißler, Drei Mann unterm Glassturz. Roman. 5. Tausend.
„Ein kleiner aber feiner Roman aus dem Herzen Deutschlands. Kein sensationelles, prickelndes „modernes“ Buch. Ein zarter, erwärmender Hauch strahlt von ihm aus und wird dem Verfasser sicher dankbare Leser bringen.“
E. Müllenhoff, Im Hell-Dunkel. Erzählungen. 7.–9. Tausend.
Marie Diers, Unsere Mutter. Die Geschichte einer Reue. 6.–10. Tausend.
„Diese ergreifende Geschichte einer Mutter steht unter dem Leitmotiv: ‚O lieb, so lang du lieben kannst‘. Für Jung und Alt.“
Otto Ernst, Ruhe des Herzens. Ernstes und Heiteres.
Rudolf Greinz, Bergheimat. Zwei Erzählungen aus Tirol.
Hanns v. Zobeltitz, Nach dem Frieden. Eine Erzählung.
Ernst Zahn, Der Gerngroß. Eine Erzählung.
Fritz Müller, Worauf freuen wir uns jetzt? Fröhliche Geschichten.