R

RABENECK. OFranken BA Pegnitz.

Burg. Wohnturm und Palas erhalten, Vorburg Ruine.

RABENSTEIN. OFranken BA Pegnitz.

Burg mit Wappenstein von 1495.

RABOLDSHAUSEN. RB Cassel Kr. Homberg.

Dorf-K. Alabasterepitaph des W. v. Wallenstein † 1604 und seiner Ehefrau Ch. v. Berlepsch.

RÄCKNITZ. K. Sachsen AH Dresden-A.

Denkmal für General Moreau † 1813.

RADEBERG. K. Sachsen AH Dresden-N.

Stadt-K. Kernbau 1486, Umbauten 1714, 1808, 1887. — Kanzel und Taufstein 1730 von J. C. Feige.

Schloß. 1543-46 unter Leitung von Hans Dehn durch einen Meister aus dem Kreise des Hans Schickentanz, erneuert 1628 durch Ezechiel Eckhardt. — Hauptbau auf 3eck. Gr., nur 2 niedrige Geschosse, Portal, Fenster, Kamin interessante Beispiele der Dresdener Frührenaissance.

RADEFELD. Pr. Sachsen Kr. Delitzsch.

Dorf-K. Turm sprom., Sch. spgot.

RADIBOR. K. Sachsen AH Bautzen.

Kirche neu. Aus der alten mehrere hübsche Ausstattungsstücke 16. bis 18. Jh. — Holzplastik in auffallender Menge. Madonnenstatue A. 15. Jh., ausgezeichnet, sicher Import. Aus derselben Kunstrichtung eine zweite desgl. und eine Pietas. Altarschrein mit geschnitzten Mittelfigg. und [pg 341] gemalten Flügeln, um 1450. Geringer 2 Selbdritt und Apostelstatuen um 1480 u. a. m.

Schloß 1709, große Behandlung, einfach, Gr. fast quadr., in der Mitte Lichthof und Treppenhaus.

RADMERITZ. K. Sachsen AH Zittau.

Dorf-K. Turm 1702. Ansehnliches Grabmal des J. v. Ziegler, Stifters v. Joachimstein † 1734. Ausstattung um 1734. Prächtiges Gruftgebäude 1744.

RALBITZ. K. Sachsen AH Kamenz.

Dorf-K. Niedriger Gewölberaum von 1752. Ausstattung charakteristisch katholisch. — Im Dorf Dreifaltigkeitssäule.

RAMMELBURG. Pr. Sachsen Mansfelder Gebirgskreis.

Schloß. Auf ma. Grundlage im 16.-18. Jh. erneuert. 1575 die den unteren Raum des Bergfrieds einnehmende Kapelle eingerichtet, Decke und Oberteil der Seitenwände bedeckt mit biblischen Darstellungen in »hoch erhabenem Bildwerk«.

RAMMENAU. K. Sachsen AH Bautzen.

Schloß nach 1417. Stattliche Anlage in Hufeisen-Gr., die Wirtschaftsgebäude nach einheitlichem Plan hinzukomponiert. Geräumiges, vornehmes Treppenhaus, gemalte Architekturen in der Art Oesers. Die sonstige Inneneinrichtung zeigt 3 Stilepochen, das Barock des ersten Erbauers mit reichen Stuckdecken, die Zeit des Gr. v. Hoffmannsegg um 1700 und die Kleistsche Zeit um 1800 mit pompejanischem Zimmer.

RANDERSACKER. UFranken BA Würzburg.

Dorf-K. Im Kern rom. Pfl.-Basilika, 1605 gotisierend umgebaut. Gut erhalten der rom. Turm (SO), Quaderbau in ungewöhnlich reicher Gliederung, die unteren Teile E. 12., die oberen gegen M. 13. Jh. — Ausstattung um 1700. Auf den Seitenaltären Gemälde von Oswald Onghers, 1683 und 1704. Seinsheimsche Grabsteine E. 14. Jh. — Friedhofsbefestigung nach 1609.

Großer Zehnthof des Würzburger Domkapitels, angelegt (Inschr.) 1332, verändert 1615. Im Ort zahlreiche schlichte Häuser 16.-18. Jh. Am Gasthof zur Krone feines Rok.Gartenhäuschen, Schule Neumanns. — Bildstöcke in großer Zahl, meist 17. Jh.

RANIS. Pr. Sachsen Kr. Ziegenrück.

Stadt-K. spgot. 1sch. polyg. geschlossen, Turm seitlich im N. Von der ehemals reichen Ausstattung wenig übrig.

Schloß, got. und renss., mit hohen Giebeln, höchst malerisch.

RASDORF. RB Cassel Kr. Hünfeld.

Pfarr-K. (K. des schon 815 vorhandenen Benedikt.-Klst.). Rom. 11. Jh., im 13. frgot. umgebaut mit einzelnen got. und [pg 342] spgot. Nachbesserungen. — Basilika auf kreuzf. Gr. Je 5 niedrige Arkaden, deren ungegliederte steile spitzbg. Bgg. auf 3 Paar Sll. und einem Paar rck. Pfll. ruhen. Basen jetzt im Fußboden verborgen. Kaptt. den korinth. roh nachgebildet, hohe Deckplatte mit Karnies und Schmiege. Am westl. Ende Emporeneinbau (verbaut). Die flache Decke bei der got. Erneuerung des Obergadens beibehalten. Die Vierungspfll. rund mit 4 Diensten für das Kreuzrippengwb. Über der Vierung ein mehrgeschossiger 8seitiger Turm, zu dem eine steinerne Wendeltreppe aus der Chorecke hinaufführt; der Chor mit 5/8 Rippengwb. — Die ganze L. ca. 40 m, H. des Turms über 50 m.

RATENDORF. K. Sachsen AH Rochlitz.

Dorf-K. 1sch. rom. Anlage mit eingezogenem quadr. Chor und Apsis, Turm über dem Chor. — Schnitzaltar 1510.

RATSFELD. Schwarzb.-Rudolst. LA Frankenhausen.

Fürstl. Jagdschloß 1698. Außen sehr einfach. Die Kapelle in strengem Barock der klassischen Richtung. 1908 umgebaut.

RATTELSDORF. OFranken BA Bamberg I.

Pfarr-K. 1465 ähnlich Hallstadt; 1823 zur Hälfte abgebrochen und erneuert.

RAUENSTEIN. Sachsen-Meiningen Kr. Sonneberg.

Dorf-K. 1453. Hübsche Steinkanzel A. 16. Jh.

Burg erb. um 1350, zerstört 1640, Spuren edlerer architektonischer Durchbildung.

RAUHENECK. UFranken BA Ebern.

Burgruine. Polyg. Bering mit Renss. Türmen; am ehem. Palas noch rom. Reste (wohl 13. Jh.); Wehranlage mit Gräben gut erhalten.

RAUSCHENBERG. RB Cassel Kr. Kirchhain.

Pfarr-K. 4 Bauzeiten. Aus E. 12. Jh. das nördl. Ssch. nebst den nordwestl. Schiffsarkaden; rippenlose, kuppelig steigende Kreuzgwbb. auf Kragsteinen, von roher Ausführung. A. 14. Jh. das Msch. erneuert, 3 rck. Kreuzgwbb., Fenster nur an der südl. Seite, südl. Ssch. unterdrückt; renoviert 1453. Chor 2 Joche und polyg. Schluß, spgot. Netzgwb. in gewundenen Reihungen. Schmuckloser WTurm. — Ikon. Grabstein 1584. — Holzstatuette der h. Jungfrau, gute spgot. Handwerksarbeit. — Kruzifix aus gleicher Zeit. — Altarflügel um 1400.

Burgruine. Der in 3 gewölbten Stockwerken erhaltene Wohnturm M. 13. Jh. interessant in Anlage und Einzelheiten.

REDWITZ. OFranken BA Wunsiedel.

Pfarr-K. E. 14. Jh., verändert M. 16. Jh. Hallenkirche mit eingezogenem Chor in 2 Jochen, 5/8 Schluß, im Lhs. 3 Joche. [pg 343] Rundpfll. mit einfachen Kaptt. Kreuzgwbb. — Hübsches Sakramentshaus 1498, ca. 4 m h. Außen Ölberg 2. H. 15. Jh.

Kathol. K., gest. 1777 von der Kaiserin Maria Theresia.

Rathaus umgebaut aus got. Schloß; Erker bez. 1591, andere Bauteile 1509, 1593, 1642.

REGENSBERG. OFranken BA Forchheim.

Schloß ziemlich erhalten.

REIBERSDORF. K. Sachsen AH Zittau.

Dorf-K. 1736, 1sch., Empore in 3 Geschossen ringsumgeführt. Kanzelaltar 1780. Nicht üble Rittergrabsteine 1552, 1619. Gräfl. Einsiedelsche Gruft 1746.

Schloß 1763 von Andreas Hünigen in Zittau. Uförmige Anlage, die kurzen Schenkel nach dem Hof, die Formen ein schlichtes, schon dem Klassizismus zuneigendes Rokoko. Die Innendekoration z. T. erhalten. Prächtige Empiremöbel. Zahlreiche Familienbildnisse (Einsiedel und Verwandte), Graf Joh. Georg v. E. von A. Graff, Graf Heinrich v. E. in der Art J. F. A. Tischbeins. Meißener Porzellan mit einigen hervorragenden Stücken. — Die ursp. französische Parkanlage in der englischen Umwandlung noch zu erkennen. Reizender Gartentempel von Eschke 1796 (etwas verändert 1830).

REICHELSBERG. UFranken BA Ochsenfurt.

Burg. Im 13. und 14. Jh. hohenlohisch, im 16. Jh. weinsbergisch. 1525 zerstört. Großartige Ruine. Die Regelmäßigkeit der Anlage deutet auf späteres Ma. Die Zwingermauer hat 7 Rundtürme.

REICHELSBURG b. AUB. UFranken BA Ochsenfurt.

Burgruine.

REICHENAU. K. Sachsen AH Zittau.

Dorf-K. 1690 von Heinrich Proscher. Weiträumiger Saal mit Doppelempore und flacher Holzdecke. Reste von spgot. Altarplastik [z. T. im Dresdener Altert.-Ver.]. Altar 1819, die Holzfigg. von Gareis in Ostritz. Prächtige Orgel 1769.

REICHENBACH. RB Cassel Kr. Witzenhausen.

Ehem. Nonnen-Klst.-K. Vielfach veränderte rom. Basilika ohne Qsch., Chor quadr., überall Holzdecken. Im Schiff 6 Arkaden, je zwei Würfelknaufsäulen wechseln mit 1 Pfl.

Burgruine.

REICHENBACH. K. Sachsen AH Plauen.

Dorf-K. 1720 mit rom. Mauerresten. — Schönes Altargerät E. 17. und A. 18. Jh., augsburgisch. — Orgel von Gottfr. Silbermann 1725.

REICHENBERG. K. Sachsen AH Dresden-N.

Dorf-K. Chor 1513, das 1sch. Lhs. älter. — 2 Taufsteine, der eine rom. 13. Jh., der andere, reich geschmückte, 1620. — Denkmäler: 1621 Kind von zwei Engeln getragen, 1625 die Mutter mit Blumenstrauß und Gebetbuch.

REICHENBERG. UFranken BA Würzburg.

Schloß, seit 1378 Besitz der Wolfskeel, nach Verwüstung im Bauernkriege whgest. im 17. Jh.

REICHENFELS. Reuß j. L. LA Schleiz.

Burgruine 14. Jh. 1806 Neubau begonnen und wieder schon Ruine geworden. Museum des Voigtl. Altert.-Ver. mit Resten von spgot. Altarplastik.

REICHMANNSHAUSEN. UFranken BA Schweinfurt.

Dorf-K. 1607-15.

Burgruine. Rechteckige Anlage. Türme, Mauern und Gräben teilweise erhalten, besonders beträchtliche Teile des großen, südl. Bergfrieds. 14.-15. Jh. Mit Bauernhäusern eingebaut.

REIDEBURG. Pr. Sachsen Saalkreis.

Dorf-K. mit rom. Turm.

REIFENSTEIN. Pr. Sachsen Kr. Worbis.

Ehem. Cisterc.-Klst. Die bestehende K. 18. Jh. Im Schiff 5 Joche, im Chor 2 Joche. Kreuzgwbb. Beträchtliche Reste des got. Kreuzgangs. Klostergebäude bar. mit stattlichem Treppenhaus.

REINHARDSBRUNN. Sachsen-Gotha LA Waltershausen.

Herzogl. Schloß an Stelle eines einst hoch berühmten Klosters; gegr. im 11. Jh.; im 16. Jh. verfallen; 1601 Amtshaus. Erhalten eine Reihe von Grabsteinen thüringischer Landgrafen bis auf Ludwig den Springer † 1123 zurückgehend, jedoch sämtlich A. 14. Jh. ausgeführt, als Ahnenreihe nach derselben Idee, wie die wettinischen Grabmäler auf dem Petersberg bei Halle und in anderer Form die Stifterbilder in Naumburg und Meißen. Hochreliefs auf vertieftem Grunde. Zwei Hände, beide nicht ersten Ranges, zu unterscheiden: von der ersten sind Ludwig der Springer, Ludwig III., Ludwig IV.; von der zweiten Adelheid, Ludwig I., Hermann und Ludwig der Eiserne. Außer dieser Reihe das Grab Friedrichs des Gebissenen † 1324, einst im Katharinen-Klst. zu Eisenach.

REINHARDTSDORF. K. Sachsen AH Pirna.

Dorf-K. ursp. 15. Jh., erweitert im 17. Jh. WGiebel mit schönem Portal, bez. 1675.

REINHARDTSGRIMMA. K.Sachsen AH Dippoldiswalde.

Dorf-K. Umbau 1742, am Äußern spgot. Formen erhalten; ungewöhnlich langes, flachged. Schiff, Chor mit Sterngwb. — Sandsteinaltar mit Abendmahlsrelief 1601. Orgel von Gottfr. [pg 345] Silbermann 1731 — Ikon. Doppelgrabstein für H. v. Schönberg und Gemahlin 1615, in lebensvoller Charakteristik.

Schloß 1767 in der Richtung Knöffels. Im Park Marmordenkmal für Anna v. Bülow von L. Grossi 1790.

REINHARZ. Pr. Sachsen Kr. Wittenberg.

Kirche 1704 mit ungestört erhaltener Ausstattung.

Jagdschloß für August d. Starken 1701. Von Wasser umgeben. Großer Mittelbau mit niedrigen Seitenflügeln, schlanker achtstöckiger Turm mit Zwiebelhaube. 3 vollständig in der Originalausstattung erhaltene Zimmer. Altmeißener Porzellan.

REINHOLTERODE. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. (kath.). Gut behandelter Gwb.Bau 1761. Aufwendiges Mobiliar.

REINSDORF. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

Ehem. Klst.-K., gew. 1206. Davon erhalten Chor und Qsch., im 17. Jh. als evang. Pfarr-K. umgebaut. — Tympanon, Maria zwischen Engel und Bischof, A. 13. Jh., zu vergleichen mit Freyburg. Die Decke im 18. Jh. trefflich stuckiert, weniger gut die Gemälde.

REINSTADT. Sachsen-Altenburg LA Roda.

Kirche spgot. mit interessanten Einzelheiten. Zahlreiche Reste von got. Schnitzaltären. Grabsteine v. d. Pfordten, z. T. feine Renss.Arbeiten.

Burg in dem einfachen Typus der »Kemnate«, in 4geschossigem spgot. Aufbau gut erhalten.

REITZENGESCHWENDE. Pr. Sachsen Kr. Ziegenrück.

Dorf-K. 1711. Das Innere heiter und festlich in naiv ländlichem Geschmack. — Bauernhäuser im Blockverband.

REITZENSTEIN. OFranken BA Naila.

Schloß 1557 an Stelle älterer Burg.

REMLINGEN. UFranken BA Marktheidenfeld.

Sog. Würzburgerschloß, erb. E. 14. Jh. von Graf Johann I. von Wertheim. Typische Wasserburg, unvollständig erhalten.

Kastellsches Schloß. Komplex einfacher Bauten um 1560.

REMSE. K. Sachsen AH Glauchau.

Dorf-K. Kleine 1sch. rom. Anlage mit Holzdecke. Die wahrscheinlich noch rom. Steinempore (Reste) könnte durch das nahe ehem. Nonnenklst. veranlaßt sein. — Kloster. Erhalten ein dreigeschossiger Quaderbau mit rippenlosen Kreuzgwbb. Bestimmung ungewiß.

RENGELRODE. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. (kath.) 1738. Sorgfältig ausgebildeter Quaderbau.

RENGERSBRUNN. UFranken BA Gemünden.

Pfarr-K. 1777. Auf dem klassizist. Hochaltar Holzfigur [pg 346] der Madonna um 1460. — Gute Kanzel in der Art der Bossiarbeiten, E. 18. Jh. — Hochzeitsbecher, Silber vergoldet, bessere Augsburger Arbeit von 1670. — Großes prächtiges Ciborium, würzburgisch, um 1720.

RENTWEINSDORF. UFranken BA Ebern.

Pfarr-K. Große Anzahl von Epitaphien der Freih. v. Rotenhan, darunter gute Renss. Arbeiten in Sandstein.

Schloß (Frhr. v. Rotenhan). Stattlicher Rok.Bau von 1751 mit langem Mitteltrakt und schrägen Flügeln; Formcharakter bambergisch. Im Schloßpark schöne Orangerie um 1750. Vor dem jetzigen Schloß stehen noch Türme und Wehrbauten des alten Schlosses um 1520.

REPPERNDORF. UFranken BA Kitzingen.

Pfarr-K. Umbau der Juliuszeit. Der Turm (O) hat Formen aus 2. H. 13. Jh. — Altar 1608 mit Gemälden von Hans Haunisch.

RETZBACH. UFranken BA Karlstadt.

Pfarr-K. 1736-40 von B. Neumann. Typisch für die kleineren Landkirchen des großen Meisters. Lhs. mit 3 Kreuzgwbb. auf toskanischen Pilastern, eingezogener polyg. Chor, schlanker WTurm, Äußeres verputzt mit roten Sandsteinpilastern. — Altarblatt von Zaner 1741. — Prächtiges Rok.Ciborium um 1770 bez. D (Joh. Dörffer in Würzburg). Schöner Kelch 15. Jh.

Wallfahrts-K. Chor 14. Jh., Lhs. 1625. — Gnadenbild der Madonna 14. Jh. — Im Pfarrhof reiches rom. Säulchen.

Rathaus. Hübscher Fachwerkbau um 1574.

RETZSTADT. UFranken BA Karlstadt.

Pfarr-K. Wesentlich Neubau von 1726. Der Turm (im NO) hat im 3. Geschoß gekuppelte rundbg. Schallöffnungen mit zierlich behandelten Säulchen aus sp. 12. Jh. Am Aufgang zur K. ein originelles rom. Portal als Rahmen eines Kruzifixes wiederverwendet; an der abgeschrägten Kante des Bg. phantastische Tierfigg. — Deckenbilder von S. Urlaub 1728. Hauptaltar vom Schreinermeister Joh. Uhl (der Riß von B. Neumann approbiert). Monstranz von Stipeldey in Augsburg 1793. Prozessionstafel (»Blutschild«) aus Silber, um 1700.

Gute Fachwerkhäuser, meist 17. Jh., an zweien spgot. Madonnenstatuen. — Mehrere Bildstöcke 18. Jh.

REUCHELHEIM. UFranken BA Karlstadt.

Dorf-K. Bau und Einrichtung einheitlich 1750. Die Altäre in derbem Rok., dekorativ von famoser Wirkung. Deckengemälde bez. J. P. Herrlein 1753.

REURIETH. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. Der turmtragende quadr. Mittelbau ist der ehem. Chor der rom. K. Das übrige öfters erneuert. Bmkw. die mit zierlichem Renss.Ornament bemalte Bretterdecke bez. 1596.

Burg, ziemlich gut erhalten, der WFlügel 14. Jh.

REYERSBACH. UFranken BA Mellrichstadt.

Dorf-K. Sehr feine Rokokoaltäre (aus Kloster Bildhausen stammend).

RIEDE. RB Cassel Kr. Wolfhagen.

Schloß. 16. Jh. Noch bewohnt.

RIENECK. UFranken BA Gemünden.

Kreuzkapelle um 1700. Hochaltar mit interessantem, figurenreichem Relief der Kreuzigung, bez. 1628.

Burg. Einst Sitz des gleichnamigen Grafengeschlechts. Die Wohnbauten und der Bering erneuert. Erhalten aus der rom. Zeit der NBergfried, der WBergfried und die rom. Kapelle an der Ostseite; alle Bauten aus 12.-13. Jh. Der NBergfried ein Unikum in seiner Art. Ganz aus riesigen Buckelquadern. In der Mauerdicke, die die kolossale Stärke von 7 m erreicht, oben im 3. Geschoß eine kleine rom. Kapelle (H. 3,54 m, Durchmesser 5 m). Dreikonchenanlage; an den Ecken zwischen schwachen Wandpfeilern, welche die Quergurten tragen, eingebundene 3/4 Säulen, auf denen die Diagonalgurten ruhen; diese von einfach rechteckigem Grundriß; die Säulen haben attische Basis mit den zum Überfang umgebildeten Eckblättern der Spätzeit; auch die rom. Mensa erhalten. Der WBergfried, ebenfalls aus Buckelquadern, ist ein etwas kleineres und einfacheres Seitenstück zum nördlichen. Die rom. Kapelle der OSeite einschiffig, flachgedeckt mit OApsis. Über dem WPortal, später eingefügt, 2 gute Grabsteine des 13. Jh., wahrscheinlich eines Herrn von Rieneck und seiner Frau.

RIESA. K. Sachsen AH Großenhain.

Ehem. Benedikt.-Nonnen-Klst. Einfache spgot. Kirche, 1848 durchgreifend erneuert. Am OFlügel des Klst. (Brauerei) die kleinen renss Fenster der Nonnenzellen. Im NFlügel Refektorium mit schönem Kreuzgwb. Der SFlügel E. 16. Jh., jetzt Rathaus. Von der alten Befestigung ein mächtiger quadr. Turm.

RIETH. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. 1682, rom. OTurm.

RIMBACH. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. spgot. — Schnitzaltar von besserer Qualität, v. Hansteinsche Grabsteine roh.

RIMPAR. UFranken BA Würzburg.

Pfarr-K. 19. Jh. Sandsteinaltar, reiche Arbeit des fr. Barock, Wappen des Fürstbischofs v. Ehrenberg (1623-31). Zahlreiche (8) Bildnisgrabsteine der Grumbach; hervorzuheben Eberhard † 1487, mit Unrecht Riemenschneider zugeschrieben, Valentin † 1520, Konrad † 1527, Kunigunde † 1507.

Schloß. Nicht groß, aber als Architekturbild imponierend, wesentlich Umbau aus der Zeit des Bischofs Julius, der Rimpar zu seinem Sommersitz machte, 1613 ff. 2 Wohnflügel im Winkelhaken, an der Außenecke mächtiger Rundturm. Das Äußere hat wenig Schmuckformen. Im Innern bmkw. 3 Repräsentationsräume; im Hauptsaal ruht die kassettenartig behandelte Gipsdecke auf 6 toskan. Sll., an den Wänden breiter Figurenfries in Stuck mit Szenen aus der römischen Geschichte. Stilrichtung italistisch, im Ornament Floriselemente. — Lusthaus des Schloßgartens, seiner Dekoration beraubt (Mädchenschule).

Rathaus 1614. — Menge von häuslichen Heiligenbildern und Bildstöcken.

RITTERSHEIM. UFranken BA Ochsenfurt.

Pfarr-K. 1783. Reiche klassizist. Stuckdekoration. Altarbau von Winterstein, mit den Seitenaltären zu einer wirkungsvollen Gruppe zusammengeschlossen. — Hinter dem Chor Turm aus M. 13. Jh.

ROCHLITZ. K. Sachsen AH Rochlitz.

Petri-K. Erster Bau 12. Jh. Zweiter (jetziger) Bau M. 15. Jh., voll. 1499. Gemeindehaus, Halle, gleich breit wie lang, 3 Schiffe und 3 Joche, das Msch. bedeutend breiter als die Ssch., kein Turm. Taufstein 1548 noch mit got. Ornament.

Kunigunden-K. von Arnold v. Westfalen (dem Meister des Meißener Schlosses) voll. 1476. Anlage ganz ähnlich der Petri-K., nur der Schluß aus 5 Seiten des 1OEcks. Die westl. Turmhalle rom. Sie wurde vom Dach der später angelegten Langhaushalle weit überragt und deshalb abgewalmt. Um diese unschöne Lösung zu verdecken, errichtete man nach Brand 1688 den hohen 8eck. Mittelturm, während die Seitentürme niedrige Hauben erhielten (vgl. Nikolai-K. in Leipzig). Die Hauptwirkung des Lhs. ist auf die Südseite verlegt. Tür und Fenster mit Kielbogenumrahmung auf Konsolen, dazu Kant- und Kreuzblumen. Dasselbe Motiv dreimal übereinander an den Strebepfll. Mehrfach wachsen an Gliedern und Flächen kleine Figürchen hervor, oder bloß Köpfe oder Hände. Nach alter Zeichnung war auch eine Folge von seitlichen Giebeln mit quergestellten Firsten vorhanden. Der ganze [pg 349] Reichtum der Erscheinung hat doch etwas Unorganisches und Starres. — Großes Altarwerk um 1500, 4 bewegliche und 2 feste Flügel, mit der Bekrönung 8,57 m hoch. [Ein anderer Flügelaltar von 1521 jetzt in der Hospital-K.] — Im Chor Reste von Glasmalerei um 1500.

Schloß sehr reduziert; einzelne Teile Werk Arnolds v. Westfalen, Museum mit örtlichen Kunstaltertümern.

ROCHSBURG. K. Sachsen AH Rochlitz.

Dorf-K. Einfache normal rom. Anlage. Portal in Art der Wechselburger Vorhalle, also ca. 1220-30. — Großes Freigrab des Wolf v. Schönburg † 1581 und seiner Gemahlin † 1567; am Unterbau zwischen korinth. Sll. die zwölf Apostel, oben die lebensgroßen knienden Gestalten der Verstorbenen.

Schloß. Ausgedehnte Anlage. Die Hauptburg im geräumigen 4eck. Hof, ältester Teil der runde Bergfried. Künstlerisch interessanter der Ausbau 1470 f. unter Hugold v. Schleinitz durch Arnold v. Westfalen. Rest. nach Bränden 1547 und 1582. In der Kap. bedeutendes Altarwerk 1576, die 10 steinernen Reliefs von Andreas Lorentz aus Freiberg. In einem Nebenraum Schnitzaltar von 1522.

RÖCKEN. Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

Dorf-K. mit rom. Turm und spätestgot. Chor.

RODA. K. Sachsen AH Borna.

Dorf-K., rom. Mauern, eingewölbt im 15. Jh. von einem Meister der Rochlitzer Hütte, vielleicht demselben, der in Kohren tätig war.

RODA. Sachsen-Altenburg.

Kreuz-K. Alte Gründung (angeblich 1013), mit rom. Mauerbestandteilen. Durch häufige Umbauten charakterlos und unansehnlich geworden.

Stadt-K. E. 16. Jh. in der ungewöhnlichen Form eines großen (21 m Durchmesser) Achtecks. Drei Ränge Emporen eingebaut 1650, Freitreppen von außen; flache Decke; der polyg. Chor spgot.

Cisterc.-Nonnen-Klst.-K. Gestrecktes Rechteck von 37,5 : 14,7 m. Die OWand hat 3 große pyramidal gruppierte spitzbg. Fenster im Stilcharakter von A. 1300. Im W 3 quergestellte Arkaden, welche eine Empore trugen. Die Langseiten könnten dem Stiftungsbau um 1240 angehören; Fenster klein, zu 2 gruppiert; an der SSeite schlichtes frgot. Portal mit rohem Madonnenrelief. Auf der NSeite nebenschiffartige Erweiterung mit Erbbegräbnis der Herren von Lobedaburg.

RODACH. Sachsen-Coburg Amtsstadt.

Stadt-K. Lhs. 1695 und 1755; der eingezogene, längliche, [pg 350] polyg. geschlossene Chor E. 14. Jh., doch vielfach verändert; seitlicher Turm 1471. — Reste der Stadtbefestigung von 1550.

RÖDELSEE. UFranken BA Kitzingen.

Kath. Pfarr-K. 1779.

Prot. Pfarr-K. 1770.

Stattliche Profanbauten: das Crailsheimsche Schloß, der Ebracher Zehnthof (beide ca. 1600) und das gräfl. Castellsche Zehnthaus (Gasth. zum Löwen) von 1648.

RÖDERAU. K. Sachsen AH Großenhain.

Dorf-K. 1786-1817.

RÖDERSDORF. Reuß j. L. LA Schleiz.

Dorf-K. Spgot. Mehrere Schnitzaltäre.

RODERSDORF. K. Sachsen AH Plauen.

Kirche, ehem. des Deutschordens. Schlicht spgot. mit zierlicher WEmpore. Die kunstvolle Altarbekleidung ursp. für die Feldgottesdienste Gustav Adolfs von Schweden. — Gute schmiedeeiserne Grabkreuze.

RODEWISCH. K. Sachsen AH Auerbach,

Petri-K. Geräumiger 1sch. flachged. Barockbau 1729-36. Löblicher Altarbau; die Reste des ma. Schnitzaltars auf dem Kirchboden.

RODIGAST. Sachsen-Weimar VB Apolda.

Dorf-K. Anlage rom.

ROHR. Pr. Sachsen Kr. Schleusingen.

Ehem. Nonnen-Klst.-K. (von Fulda abhängig). Erb. nach M. 13. Jh., jetzt Ruine. Gr. Rck. 36,5 : 7,2 m; durch Quermauer in 2 gleiche Hälften geteilt; die westl. enthielt die Nonnenempore über hölzerner Zwischendecke. Schmale spitzbg. Fenster. An die SSeite lehnte sich ein quadr. Turm.

Dorf-K. Vermutlich die 825 als zu Fulda gehörig genannte S. Michaelis-K. (Dieser Name in Verbindung mit der Lage auf einem Hügel haben an eine ehemalige heidnische Kultstätte denken lassen.) Ältester Teil die Krypta; Gr. überhöhter 1/2 Kr. mit Radius von 4 m, außen rck. ummantelt (wohl als Unterbau eines OTurms), in der Mauermasse 1/2kr. Nischen; das in primitiver Weise in Mörtelguß mit Bruchsteinen ausgeführte Gwb. ruht auf 4 formlosen Pfll.; die Steine über der nördl. Stollentür zeigen Riefelung. Alles dieses weist auf hohes Alter, wahrscheinlich vor 950. — Die K. rck. 28,7 : 8,7 m. Form und Größe sprechen dafür, daß dieser Bau die ältere Klst.-K. war. Spätere Veränderungen haben 2 kleine rundbg. Fenster übrig gelassen. An der WSeite Rest eines Paradieses. — Befestigter Kirchhof, Wall, Graben, Tor; letzteres rom., später mit neuem Wehrturm überbaut; davor eine Art Zwinger mit Vortor.

Baderei, reich verzierter Fachwerkbau 1686. Gegenüber großes Hoftor mit Sitzkonsolen 1619.

ROHRBACH. UFranken BA Karlstadt.

Pfarr-K. 1778 von Geigel. Sehr gute klassizist. Einrichtung, die Altarfigg. in der Richtung P. Wagners. Bmkw. Monstranz und Kelche von Stipeldey in Augsburg 1797.

Kreuz-Kap. 1712. Reste guter Altarplastik um 1500, Richtung Riemenschneiders, wohl von derselben Hand wie die Figg. in Großlangheim. Gute Pietas um 1490, verwandt der in Eußenheim.

ROHRBORN. Pr. Sachsen Kr. Weißensee.

Dorf-K. Chorturm aus rom. Anlage.

RÖHRIG. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. Bar. mit dem in dieser Gegend regelmäßig angewendeten 3/8 Chor. — Ein gutes Stück die renss. Kanzel mit unten eingebautem Beichtstuhl.

RÖHRSDORF. K. Sachsen AH Kamenz.

Herrenhaus. Große schlichte Winkelhakenanlage um 1720. Die hübsche Innenausstattung um 1760. Zahlreiche Porträts.

RÖHRSDORF. K. Sachsen AH Chemnitz.

Dorf-K. Architekturlos. — Die Kanzel aus Porphyrtuff, bez. 1565, im Aufbau eine der besten ihrer Zeit, die figürliche Plastik allerdings minderen Wertes. Große Glocke A. 15. Jh. Die zwei großen Ölgemälde auf Holz aus A. 17. Jh. bildeten den Verschluß einer Orgel in Chemnitz.

RÖHRSDORF. K. Sachsen AH Pirna.

Schloß A. 17. Jh. Prachtvolle Kachelöfen ähnlich denen in Wiesenstein. Porträts von A. Graff. Gartenstatuen bez. Gottfr. Knöffler.

RÖMHILD. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Stadt-K. 1450-70. Halle von 3 Jochen, merkwürdig die Anlage eines doppelten Chors im O und W, beide in Breite des Msch. vorspringend und polyg. geschlossen, Turm im NO über der Sakristei. — Üppig geschmückter Fuß eines zerstörten spgot. Sakramentshäuschens; Altarbau 1686 tüchtig; Votivgemälde 1482. Ein wertvoller Besitz die seit 1865 im Chor aufgestellten 7 Grabsteine: Georg I. von Henneberg 1465; Johannetta 1481; Hermann VII. 1465; Albrecht v. Waldstein 1470; Elisabeth v. Wirtemberg 1501; Friedrich II. 1488; Anna v. Mansfeld 1542. Die wichtigsten Stücke (Südkap.) das Erzbild Ottos IV. † 1502, doch früher ausgeführt, aus der Vischerschen Werkstatt (Peter?), und das Hochgrab Hermanns VIII. und der Elisabeth von Brandenburg, nach (wahrscheinlich eine längere Reihe von Jahren) 1507, dem Todesjahr der [pg 352] Elisabeth; nahe verwandt dem Hohenzollerndenkmal in Hechingen; die persönliche Urheberschaft Peter Vischers wird fast allgemein angenommen, aber es fehlt dafür nicht nur die äußere Beglaubigung; die architektonische Dekoration der Tumba in matter Spätgotik verrät in keiner Weise den Meister des Sebaldusgrabes; von sehr reiner, wenn schon nicht von sehr lebendiger Formenschönheit die stehend gedachten, einander in Profilstellung zugekehrten Porträtfiguren der Deckplatte; nicht gleichwertig die Eckstatuetten. — Zahlreiche Gemälde, z.T. inhaltlich interessant, künstlerisch unerheblich; manches bmkw. unter den Geräten und Paramenten.

Gottesacker-K. 1708-12 von Chr. Richter.

Schloß Glücksburg. Oft umgestaltet. Den ältesten Kern (Hinterschloß und Mittelschloß) bildet der Bau Friedrichs II. 1465 ff. Eine zweite Bauzeit 1540 ff. Eine dritte unter Leitung von Chr. Richter 1676-78. Eine vierte 1724.

Prinzenpalais ca. 1770.

ROMMERSHAUSEN. RB Cassel Kr. Ziegenhain.

Edelhof. Interessante Anlage aus 16. und 17. Jh. Im Herrenhaus auch das Innere gut erhalten. Außen Bildhauerarbeiten des Philipp Soldan von Frankenberg.

ROMSCHÜTZ. Sachsen-Altenburg LA Altenburg.

Dorf-K. 1725-33.

Schloß 1712, Innenraum um 1770 mit Aufwand neu dekoriert.

RONSHAUSEN. RB Cassel Kr. Rotenburg.

Dorf-K. mit rom. OTurm über dem gewölbten Altarhaus.

ROPPERHAUSEN. RB Cassel Kr. Ziegenhain.

Burgruine. Rom. Wohnturm.

RÖPPISCH. Reuß ä. L. LA Greiz.

Dorf-K. Rom. Anlage wie Pahnstangen.

ROSENAU bei Coburg.

Schloß. 1809-1817 mit Benutzung eines Mauerteils des 16. Jh.

ROSENTAL. RB Cassel Kr. Frankenberg.

Stadt-K. 1sch. Gwb.Bau 1518, der schmälere polyg. Chor 14. Jh.

ROSENTAL. K. Sachsen AH Kamenz.

Wallfahrts-K. 1778. Großräumiger gewölbter Hallenbau, Ausstattung gleichzeitig. Eine schöne Bar.Arbeit die silberne Expositur bez. 1691. Kelche got. und bar.

ROSSACH. Sachsen-Coburg LA Coburg.

Dorf-K. 1756 mit 2 Geschossen. Emporen auf dorischen Sll. Spgot. Chor.

ROSSDORF. Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

Dorf-K. Großer, 1730 verlängerter Saalbau; in der östl. Hälfte Emporen und Tonnengwb. mit reicher Bemalung von 1697. [pg 353] Der in gutem Umriß aufgebaute WTurm 1733. Kirchhofsmauer mit Schießscharten.

RÖSSEN. Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

Dorf-K. Frgot. mit OTurm.

ROSSFELD. Sachsen-Coburg LA Coburg.

Dorf-K. Der Chor aus A. 16. Jh. hat die in diesem Gebiet seit Jahrhunderten gebräuchliche Form, quadr. mit darüber stehendem Turm, beibehalten; das rck. Lhs. 1750 fast neu aufgebaut.

ROSSLEBEN. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

Dorf-K. Frgot. Rechteckchor mit 3 schlanken spitzbg. Fenstern. Lhs. 1690, sehr nüchtern.

Klst.-K. fast spurlos zerstört. Ältere Ansichten ergeben eine sprom. Anlage ähnlich Memleben. In der Klosterschule 4 Reliefs, Äbtissinnenbilder in Renss. Umrahmung, nach den stilistischen Merkmalen von Arntz Semler von Freyburg. Das neue Schulgebäude 1740-42 in bescheidenen Formen.

ROSSRIETH. UFranken BA Mellrichstadt.

Wasserschloß mit Fachwerkgiebeln und Türmen mit Fachwerkobergeschoß. Sehr malerische Anlage aus 1. H, 16. Jh.

ROSSWEIN. K. Sachsen AH Döbeln.

Stadt-K. 1522. Die beabsichtigte 3sch. Hallenkirche unterblieb, Ausbau erst 1595-1611 und nur 1sch. mit flacher Holzdecke und Emporen. — Rathaus 1505, rest. nach Brand 1806.

Tuchmacherhaus, erb. A. 16. Jh. als Absteigequartier des Abtes von Zelle; schmuckreiches Portal 1537.

ROTENBUCH. UFranken BA Lohr.

Ehem. Jagdschloß der Erzbischöfe von Mainz. 4flügelige Wasseranlage des 17. Jh. in einfachen Formen. Durch eine Brücke mit einer Kap. des 15. Jh. verbunden.

ROTENBURG I. TH. Schwarzburg-Rudolstadt.

Burgruine. Der runde Bergfried im Unterbau aus fr., im Hauptteil aus sp. Ma. Künstlerisch interessant und relativ gut erhalten der frgot. Wohnbau mit großem Saal im Obergeschoß.

ROTENBURG. RB Cassel Kreisstadt.

Stifts-K. S. Elisabeth, beg. 1370, weitergeführt 1484-1501, verstümmelt 1822, z. T. wiederhergestellt 1892. Hallenkirche mit ursp. 5 Jochen im Schiff, 3 Jochen im Chor, dazwischen 2 Türme (WTürme nie vorhanden). Eine der größten K. Kurhessens. — Denkmal des Landgrafen Hermann † 1658 und seiner Gemahlin † 1683.

Pfarr-K. S. Jakob, bez. 1392. 2sch. Hallenkirche mit 1sch. Chor, Gwb. nur in letzterem, Turm. (N) zwischen Chor und Lhs., [pg 354] spgot., aber mit Rundbogenfries und Ecklisenen. Schöner marmorner Tisch aus der Schloß-K.

Georgs-Kap. (Hospital) an Stelle der alten Burg.

Schloß. Im SFlügel (16. Jh.) 2sch. Kirche (jetzt kath.). Reichgeschnitzter Hochaltar.

Gute Fachwerkhäuser 16.-18. Jh., im Detail Renss.Motive häufig.

ROTENFELS. UFranken BA Lohr.

Pfarr-K. 1614. Typischer, ziemlich bedeutender Bau der Nachgotik des Bischofs Julius. Turm 1750. Polyg. Chor mit dekorativem Sterngwb. Lhs. dreiachsig, mit flacher Holzdecke, gotisierende Maßwerkfenster. Aus der Erbauungszeit die freundliche, dekorative Ausmalung von W. Ritterlein (vgl. Karlstadt, Büchold). Auf dem linken (neuen) Seitenaltar Madonna, Holz, E. 14. Jh. — Kanzel und Sakramentshäuschen Sandstein, 1613. Monstranz 1615, Stiftung des Fürstbischofs Julius, Augsburger Arbeit, in der gleichen Mischung von got. und Renss.Motiven, wie sie die Bauten dieser Zeit tragen.

Schloß. Stattlich, gut erhalten. Zur Hauptburg der rom. Bergfried, Buckelquadern, rom. Kamin und die mit ziemlichem Aufwand ausgeführten Wohngebäude des 16. Jh. Vorburg mit ausgedehnten Wirtschaftsgebäuden 16.-17. Jh.

Rathaus 1595 in reicheren Renss.Formen.

ROTENHAN. UFranken BA Ebern.

Burgruine. Stammburg des gleichnamigen Geschlechtes. Die 4 m starken Mauerreste aus dem gewachsenen Stein gehauen.

ROTENKIRCHEN. RB Cassel Kr. Hünfeld.

Dorf-K. Rck. mit WTurm. Gilt für frührom.

ROTENSTEIN. Sachsen-Weimar VB Apolda.

Dorf-K. Lhs. und Turm in der Anlage frgot., Chor spgot. 16. Jh.

Rathaus mit spgot. Stabwerkportal.

Im Dorf einige stattliche rundbg. Torfahrten.

ROTH. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. Der turmtragende Chor in der Anlage rom., Lhs. E. 16. und 18. Jh. — Kanzel 1738, hübsch, nicht ganz von der gewöhnlichen Art.

RÖTHA. K. Sachsen AH Borna.

Georgen-K. urspr. rom., auf 2 WTürme berechnet, von denen nur der nördl. ausgeführt; Schiff flachgedeckt, durch Pfll. geteilt; der eingezogene gewölbte Chor nach 1510. — Altarwerk um 1620; das Hauptgemälde vielleicht von Johann de Perre (vgl. Prießnitz). v. Friesensche Epitaphe und Bildnisse.

Marien-K. (ehemals Wallfahrt), spgot. in der Richtung der [pg 355] Rochlitzer Hütte, einheitlich und wohlerhalten. Rck. mit 3/8 Schluß. Durchweg Netzgwbb. — Altarwerk um 1520, bmkw. durch frühen Anklang an die Renss.

Schloß (v. Friesen) 1655 nach Zeichnung von Chr. Bodenstein in Weißenfels. Reiche Innenausstattung. Porträtgalerie mit Stücken von Pierre Gaudreau (Marschall v. Sachsen), Rigaud (?), Silvestre, Graff.

ROTTELSDORF. Pr. Sachsen Mansfelder Seekreis.

Dorf-K. mit rom. Turm.

ROTTENBAUER. UFranken BA Würzburg.

Ev. Pfarr-K. von 1490, unbedeutend. — Zahlreiche Grabsteine der Wolfskeel, M. 16. bis A. 17. Jh.

2 Wolfskeelsche Schlösser, bar., im jetzigen Zustand unerheblich.

ROTTENDORF. UFranken BA Würzburg.

Dorf-K. Gotisierender Umbau 1613. Deckengemälde 2. H. 18. Jh., nicht schlecht. Vortreffliche klassizist. Ausstattung.

RÖTTINGEN. UFranken BA Ochsenfurt.

Pfarr-K. Geräumiges flachgedecktes Lhs. sprom. mit Veränderungen A. 17. Jh. Interessant der einheitliche Chorbau in früher Kompromißgotik (Ablaß 1287). Über dem quadr. Vorchor mit Rippengwb. erhebt sich der noch rom. gegliederte OTurm. Anschließend Apsis, Sockel 1/2kr., Mauern in 7 Seiten des 12Ecks, Ecklisenen, schmale Spitzbg.-Fenster, Zinnenfries, primitive Wasserspeier. — Ausstattung 17. und 18. Jh. — Zahlreiche Grabsteine. Ältester und interessantester der Petronella Truchsessin von Baldersheim † 1414. Großer Ölberg 18. Jh.

Spital-K. 1614. Auf einem der klassizist. Altäre liebenswürdige feingefühlte Holzmadonna um 1470.

Ringmauern großenteils erhalten. — Im Rentamtsgebäude Reste der Hohenlohischen Burg des 13. Jh. — Rathaus nach 1750. Alte Trinkgefässe. — Der sog. hohe Bau im unteren Teil 13. Jh., mit sprom. Fenstern, oben spgot. Fachwerk.

ROTWERNDORF. K. Sachsen AH Pirna.

Schloß seit 1556. Eigenartige Grundrißanordnung; aus einem Rck. von 26 : 10 m springen übereck 4 Ausbauten mit Volutengiebeln vor; Fassadengliederung durch Pilaster.

RÜCKINGEN. RB Cassel Kr. Hanau.

Dorf-K. 1596, am Schnörkelgiebel Inschr. 1609. Im Innern zahlreiche Grabsteine und Wappen der Herren v. Rückingen und von Rüdigheim. — 2 Schlösser dieser Adelsfamilien.

RUDELSBURG. Pr. Sachsen Kr. Naumburg.

Burg. Zuerst genannt 1171, Ruine seit 1641, mehrere Teile gut erhalten, der quadr. Bergfried in der Hauptmasse rom. Die Vorburg, jetzt nur durch einen Mauerrest angedeutet, war von außerordentlicher Ausdehnung als Wohnsitz zahlreicher Burgmannen.

RÜDENHAUSEN. UFranken BA Gerolzhofen.

Schloß der Fürsten Castell. Um 1285 zuerst erwähnt. Äußerst malerische Anlage des 14.-16. Jh. mit polyg. Bering und 2 Flankentürmen; innen einige charakt. Zimmer des frühen 16. Jh. Erweiterungen 1910.

Westl. davon das neue Schloß; M. 18. Jh., im 19. Jahrh. verändert.

Kirche. Epitaphe der Grafen Castell, die ältesten (E. 13. Jh.) heraldisch.

RÜDIGHEIM. RB Cassel Kr. Hanau.

Kirche. Frgot. 1sch., 4 kurzgewölbte Joche mit 5/8 Apsis. Teilweise erhaltene Außenbemalung. Gehörte zu einer Johanniter-Commende, von welcher ein jetzt als Fruchtscheuer der Domäne dienender Bau erhalten ist. An der SSeite gekuppelte spitzbg. Fenster aus 13. Jh. Grabstein des Komturs Phil. v. Reifenberg 1495.

RUDOLSTADT. Hauptstadt von Schwarzburg-Rudolstadt.

Stadt-K. 1634-36, noch wesentlich got. mit bar. Einzelheiten. 3sch. Halle mit vortretendem 5/8 Chor. Hölzerne Emporen in 2 Rängen. Pfll. 8eckig. Fischblasenfenster. Das Seitenportal in guter Renss. von älterem Bau beibehalten. — Hölzerne Kanzel von einer Mosesfigur getragen 1636; derb bar. Altaraufsatz mit wiederverwendeten spgot. Gemälden.

Ludwigsburg. 1734.

Schloß Heidecksburg, nach Bränden 1571 und 1735, formenarmer Massenbau. Rokoko-Festsaal, Gr. aus verschieden gerichteten Kurven, Dekoration reich und nicht schlecht, Deckengemälde von Deisinger.

Rathaus 1524 als adliges Stadthaus, 1724 und 1784 umgebaut.

Wohnhäuser. Einige aus 16. Jh.; hübsch die Hofgalerie in der Oberen Marktstraße no 8.

RUGENDORF. OFranken BA Stadtsteinach.

Pfarr-K. 15. Jh., nachgot. Kanzel 1658, Taufstein 1661, Altar 1663. Gut ornamentiertes Chorgestühl, Emporen mit biblischen Szenen bemalt. 2 gute Epitaphe 1564, 1658.

RUHLA. Sachsen-Gotha LA. Waltershausen.

Dorf-K. 1682. Anlage im Winkelhaken mit hölzernem Tonnengewölbe. Derb prächtige Barockkanzel.

RUNDSTEDT. Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

Dorf-K. 18. Jh., auf der herrschaftlichen Prieche Vierzehnnothelferaltar um 1500, nicht ohne Interesse.

RUPPENDORF. K. Sachsen AH Dippoldiswalde.

Dorf-K. Vom Bau des 13. Jh. ein sprom. Portal erhalten. Umbau 1674. Schnitzaltar um 1500.

RUPPERSDORF. K. Sachsen AH Löbau.

Dorf-K. Kleines 1sch. Lhs., quadr. Chor und 1/2kr. Apsis, letztere sicher rom. — Zahlreiche v. Nostitzsche Grabdenkmäler 16.-18. Jh.

RUPPERTSGRÜN. K. Sachsen AH Zwickau.

Dorf-K. Bez. 1513. Interessanter kleiner Gewölbebau. Das Emporensystem von Annaberg, Schneeberg usw. auf eine 1sch. Anlage übertragen. Die wenig über ein Meter tiefen Emporen ziehen sich um den 3seitigen Schluß herum. In ihrer Fluchtlinie, also nur wenig von der Wand abgerückt, ein Pfeilerpaar, von dem das kunstvoll figurierte Sterngwb. ausgeht. Fenster rundbg. In einigen Details Ansätze von Renss. frühestes Beispiel dafür im Kreise der ländlichen Architektur. — Runde Kanzel mit derben Reliefs.

RUSSDORF. Sachsen-Altenburg LA Altenburg.

Ansehnliche Dorf-K. 1729-33.

RUSTENBERG. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Schloß bar. Im Park 1 sprom. und 1 renss. Taufstein.

Burg. Gründung des 11. Jh. Bis 1802 bewohnt, jetzt Ruine; die frgot. Kap. z. T. erhalten. Großes Amtshaus 18. Jh. — Ganz in der Nähe Spuren der Kunzenburg.

RUSTENFELDE. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. Stattlicher einheitlicher Bau von 1740. — Altar und Kanzel gehören zu den reichsten im Eichsfeld, im Stil für die Entstehungszeit altmodisch.