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Ein Blatt vor mir, die Feder in der Hand,
Gedanken spinnend, sitz in aller Frühe
Ich schon im Zelt. Was lang im Geist gebannt,
Vielleicht dass hier, wo ich so frisch erglühe,
Es rascher sich mir rundet zum Gedicht.
Indess – mein Hoffen scheint vergeb'ne Mühe,
Leer bleibt das Blatt, die Feder rührt sich nicht
Und die Gedanken irren kreuz und quer,
Wetteifernd mit den Blicken. Morgenlicht
Spielt hell um Busch und Baum; vom Strande her
Weht leiser Windhauch und in blauer Stille
Durch graue Buchenstämme grüsst das Meer.
Wie –? und mich treibt ein eigensinn'ger Wille
In mich zurück, in totes Wort zu zwingen,
Was mich beseelt? nur wie durch enge Brille
Das Leben zu beschauen? Doch nein! Es dringen
Umsonst nicht deine Stimmen an mein Ohr!
Welt, du hast recht! Fort mit den toten Dingen,
Fort Feder und Papier! Ich war ein Tor!
Fürwahr, ich wollt', es wäre mir gegeben,
Was je sich Schönes mein Gedicht erkor,
Anstatt zu schreiben, lieber zu erleben!