Schlußbemerkung des Herausgebers.

Der intellektuelle Standpunkt dem Christentum gegenüber, welcher in diesen Notizen ausgesprochen ist, kann man bezeichnen als — 1) reinen Agnostizismus, auf dem Gebiet der sich in dem Naturwissenschaftlichen bethätigenden Vernunft, verbunden mit 2) einer klaren Erkenntnis der geistlichen Notwendigkeit des Glaubens und der Berechtigung und des Wertes seiner Anschauungen, 3) als eine Empfindung der positiven Kraft der historischen und geistlichen Zeugnisse für das Christentum.

George Romanes kam in diesen Notizen, wie auch in der mündlichen Unterhaltung zu der Erkenntnis, daß es vernünftig sei, an das Christentum zu glauben, bevor er die Kraft oder die Gewohnheit des Glaubens wieder erlangt hatte. Sein Leben ging bald, nachdem er diesen Standpunkt erreicht hatte, zu Ende; aber es wird niemanden überraschen zu hören, daß der Verfasser dieser „Gedanken“ noch vor seinem Tode zu jener vollbewußten Gemeinschaft mit der Kirche Jesu Christi zurückgekehrt ist, auf die zu verzichten er sich so viele Jahre hindurch aus Gewissens-Bedenken gezwungen sah. So wurde es in diesem Falle „dem Manne reines Herzens“ nach langer Zeit der Finsternis noch vor seinem Tode vergönnt, „Gott zu schauen“.

Fecisti nos ad te Domine, et inquietum est cor nostrum donec requiescat in te.

C. G.

[FUSSNOTEN]

[1] Im Folgenden gebe ich zunächst eine kurze Inhaltsübersicht des I. Teils, durch welche die Einführung in das Buch wesentlich erleichtert werden soll; jedenfalls macht sie denjenigen, welchen er zu schwer ist, die Lektüre von Abschnitt I leichter oder überflüssig.

[2] Siehe aber eine interessante Notiz in Romanes „Mind and Motion and Monism“ p. 111.

[3] Veröffentlicht in Trübners English and Foreign Philosophical Library 1878; es ist aber „einige Jahre vorher“ (Vorwort) geschrieben. „Ich habe mit der Veröffentlichung zurückgehalten,“ erklärt der Verfasser, „damit ich nicht hinterher entdecken möchte, daß reiferes Nachdenken die Schlüsse, welche der Autor verkündigt, modifiziert.“

[4] Zuweilen habe ich die Beweisführung in dem Kapitel verständlicher zu machen versucht, indem ich Aussprüche aus früheren Teilen des Buches oder Erklärungen in meinen eignen Worten einschaltete. Diese letzteren habe ich in eckige Klammern gesetzt. — Der Herausgeber.

[5] d. h. in Bezug auf den Glauben an Gott — Der Übersetzer.

[6] d. h. in dem höchst kompliziert gebauten Gehirn des Menschen. — Der Übersetzer.

[7] Nach Kompliziertheit und Größe des Gehirns. — Der Übersetzer.

[8] p. 24.

[9] p. 28.

[10] p. 28.

[11] p. 45.

[12] nämlich der Zwecksetzung. — Der Übersetzer.

[13] p. 47.

[14] p. 50.

[15] p. 63.

[16] p. 58 ff.

[17] Nämlich der Theorie des Atheismus gegenüber. — Der Übersetzer.

[18] In Bezug auf die Gesichtspunkte und Argumente der „Unbefangenen Prüfung“ mag es interessant sein, hier Folgendes zu bemerken:

1) Romanes kam zuletzt dahin, den subjektiven religiösen Bedürfnissen und Anschauungen des menschlichen Geistes eine viel größere Bedeutung beizulegen.

2) Er erkannte, daß das subjektive religiöse Bewußtsein objektiv als ein großes Phänomen der menschlichen Natur betrachtet werden muß.

3) Er verurteilte später seine frühere Kausalitäts-Theorie und kehrte zu der Anschauung zurück, daß alle Kausalität der Ausfluß eines Willens ist.

4) Er wies später die materialistische Ansicht von der Entstehung des Geistes entschieden zurück.

5) Er kehrte zu dem Gebrauch des Ausdrucks „Das Argument vom Zweck“ zurück und gab also auch seine heftige Abneigung gegen dasselbe auf.

6) Er durchschaute Herbert Spencers Widerlegung der im weiteren Sinn gefaßten Teleologie von Baden Powell und fühlte die Kraft des teleologischen Beweises von neuem.

7) Er erkannte, daß die wissenschaftlichen Bedenken gegen die Lehre vom freien Willen schließlich doch nicht stichhaltig sind. — Der Herausgeber.

[19] Siehe Mind and motion and Monism pp. 36 ff.

[20] In einigen Notizen des Sommers 1893 finde ich Folgendes: Das Ergebnis (der philosophischen Untersuchung) ist gewesen, daß der Mensch in seinen tausendjährigen Beobachtungen und Erfahrungen in Bezug auf gewisse Seiten des Welträtsels Gewißheit erlangt hat, die nicht weniger sicher ist, als die, welche er im Gebiet der Naturwissenschaft besitzt, z. B. Logischer Vorrang des Geistes vor der Materie — daraus folgend Unhaltbarkeit des Materialismus, — Relativität der Erkenntnis, — Naturordnung, — die Erhaltung der Energie, Unzerstörbarkeit der Materie, soweit die menschliche Erfahrung reicht, das Entwicklungsprinzip, das Überleben des Passendsten. — Der Herausgeber.

[21] Über die Bedeutung des „reinen“ Agnostizismus siehe unten.

[22] Hiermit ist offenbar das materialistische Dogma gemeint. — Der Übersetzer.

[23] Vergleiche hiermit folgende Aussprüche, die sich hundertfach vermehren lassen:

Baco von Verulam: „Nur eine oberflächliche Kenntnis der Natur vermag uns von Gott abzuführen, eine tiefere und gründlichere dagegen führt zu ihm zurück.“

Oswald Heer:

„Wer oberflächlich die Natur betrachtet,
Im grenzenlosen All sich leicht verliert;
Doch wer auf ihre Wunder tiefer achtet,
Wird stets zu Gott, dem Herrn der Welt, geführt.“

— Der Übersetzer.

[24] Die dritte Abhandlung wird hier nicht veröffentlicht, weil Romanes Ansichten über die Beziehung zwischen der Naturwissenschaft und dem Glauben an die geoffenbarte Religion in den „Notizen“ besser und reifer zum Ausdruck kommen. — Der Herausgeber.

[25] Um Mißverständnisse zu vermeiden, will ich bemerken, daß ich bei den obigen Definitionen von Religion und Naturwissenschaft diese in den Verhältnissen nehme, in welchen sie wirklich existieren. Möglich, daß beide Denksphären unter anderen Umständen nicht so scharf geschieden sind. So z. B.: Wenn eine Religion erschiene, welche der Wissenschaft eine Offenbarung über Sachen der natürlichen Kausalität brächte, solch' eine Religion (vorausgesetzt, daß eine derartige Offenbarung durch Versuche als wahr befunden wäre) — würde vermutlich auf die Wissenschaft einen ganz berechtigten Einfluß ausüben.

[26] Siehe Mental evolution in animals p. 155-158.

[27] Das Beispiel, um welches es sich handelt, hat wohl Fenelon zuerst benutzt, Paley beginnt mit ihm seine „Theologie der Natur.“ Da es nun aber den deutschen Lesern sehr viel weniger geläufig sein möchte als den englischen, andererseits aber in diesen beiden Abhandlungen von Romanes eine große Rolle spielt, so möchte es wohl angebracht sein, es in der Paley'schen Fassung hier wiederzugeben. Es heißt bei ihm folgendermaßen:

„Wenn ich, eine Wüste durchirrend, über einen Stein stolperte und mich fragte: wie mag dieser Stein hierhin gekommen sein? — dann genügte es wohl zu antworten, daß er zu allen Zeiten dort gelegen haben mag. Es möchte schwer zu beweisen sein, daß eine solche Antwort etwas Widersinniges enthielte.“

„Setzen wir nun aber den Fall, ich hätte statt des Steines eine Uhr gefunden, dann würde die Antwort, daß sie zu allen Zeiten dort gelegen habe, sicherlich nicht so zulässig sein. Woher dieser Unterschied? Weil ich bei der Untersuchung der Uhr vieles entdecke, was ich in dem Stein nicht finden konnte, nämlich: daß an der Uhr verschiedene Teile ersichtlich werden, die alle für einander gemacht erscheinen, und zwar zu einem gewissen Zwecke, daß dieser Zweck die Bewegung ist, und endlich, daß diese Bewegung die Angabe der Stunden, also des Zeitlaufes bezweckt.“


„Habe ich den Mechanismus der Uhr richtig erfaßt, dann erscheint mir auch die Folge ihrer Wirkungen ganz klar. Nämlich ich gewahre, daß ein derartiges Werk von einem klugen Bearbeiter und nicht von ungefähr hervorgebracht sein müsse und daß vorher schon ein Werkmeister vorhanden gewesen sein muß, der das Ergebnis beabsichtigte, als er die Uhr anfertigte.“

„Eine derartige Folgerung würde auch nicht weniger unvermeidlich sein, wenn wir niemals eine Uhr hätten verfertigen sehen oder nie einen Uhrmacher gekannt hätten ......“ Der Übersetzer.

[28] [Ich habe um des Arguments willen „verlangen mag“ statt „verlangt“ gesetzt. — Der Herausgeber.]

[29] Eine Note (von 1893) enthält folgendes: „Das Sein ist abstrakt genommen logisch dem Nichtsein oder dem Nichts gleichwertig. Denn wenn wir durch immer weiter gehende Abstraktion den Begriff des Seins seiner Attribute und Beziehungen entkleiden, so kommen wir auf den Begriff dessen, was nicht sein kann, d. h. auf einen logischen Widerspruch oder auf das logische Korrelativ des Seins, nämlich das Nichts (alles dies ist in Caird's Evolution of Religion gut ausgeführt). Daß ich diese Thatsache nicht erkannte — ist ein Hauptfehler in meiner „Unbefangenen Prüfung des Theismus“, wo ich das Sein als eine hinreichende Erklärung der Naturordnung oder des Kausalitätsgesetzes darstellte.“

[30] [Dieses Versprechen ist in dem vorletzten Absatz der Abhandlung nur teilweise erfüllt. — Der Herausgeber]

[31] Essays vol. III p. 246 u. ff. Die ganze Stelle sollte nachgelesen werden, da sie zu lang ist, um sie hier zu zitieren.

[32] In einem Aufsatz über Professor Flint's „Theismus“, Anhang zur „unbefangenen Prüfung“.

[33] A candid examination of Theism. p. 171-172.

[34] [Ich habe als Herausgeber der Versuchung widerstanden in das obige Argument einzugreifen. Aber ich möchte dies doch auf eine Thatsache hin thun und darauf hinweisen, daß Gottes Wesen „gemäß der theologischen Theorie der Dinge“, d. h. gemäß der Dreieinigkeitslehre, in dem besteht, was ganz genau „den sozialen Verhältnissen entspricht“, und daß Er in Seiner Schöpfung die Liebe nicht nur offenbart, sondern daß er selbst die Liebe ist. Siehe über diesen Gegenstand besonders R. H. Huttons Abhandlung über die Menschwerdung in seinen „Theological Essays“ (Macmillan). — Der Herausgeber].

[35] Scientific Evidences of Organic Evolution, p. 76. Dieser ganze Passus ist völlig unhaltbar, und es ist nicht verständlich, daß Romanes auch hier noch an ihm festhält: im Gegenteil, die Natur ist ein großartiges Netzwerk von unter einander durch ihre Lebensweise verbundenen Individualitäten, es giebt nicht nur eine Korrelation der Organe sondern auch der Spezies. Es genügt auf die großartigen Lebensgemeinschaften der Natur und auf die zahlreichen Fälle von Symbiose hinzuweisen, die ja z. B. bei den Flechten soweit geht, daß Alge und Pilz ihre eigne Individualität völlig zu Gunsten des Ganzen verlieren. — Allerdings, dies ist eines der wichtigsten Argumente gegen die Darwinsche Theorie. — Der Übersetzer.

[36] Nature, April 5, 1883.

[37] S. unten p. [124] und Fußnote. Ich finde auch folgende Notiz aus der Zeit nach dem Jahr 1889. „Es ist Thatsache, daß der Pessimismus unlogisch ist, einfach deshalb, weil wir unzulängliche Beurteiler der Welt sind, und der Pessimismus würde daher dem Agnostizismus gerade entgegengesetzt sein. Wir wissen wohl, daß in der Beziehung zwischen uns und der Welt etwas nicht ganz in Ordnung ist, aber wir können nicht wissen, ob der Fehler bei der Welt oder bei uns liegt.“

[38] Proceedings of the Aristotelian Society, Williams and Norgate I.

[39] [Ich darf auch erwähnen, daß Romanes mir am Sonntag vor seinem Tode mündlich seine völlige Übereinstimmung mit dem Argument von Professor Knight in seinen „Aspects of Theism“ (Macmillan 1893) aussprach; in Bezug auf diesen Gegenstand siehe SS. 184-186: „ein höheres Ziel wird durch den Sichtungsprozeß erreicht, durch den die physische Natur ihre schwächeren Erzeugnisse bei der Seite wirft“ u. s. w.]

[40] Die erste Auflage, die im Jahre 1878 veröffentlicht wurde, war rasch vergriffen; aber da der Zweck der Veröffentlichung nur der war, die Kritik um meinerselbst willen herauszufordern, kam ich mit dem Verleger überein, keine weitere Auflage herauszugeben. Das Werk ist deshalb seit vielen Jahren vergriffen. [Diese Abmachung wurde indeß nicht ganz eingehalten, oder war wenigstens dem gegenwärtigen Inhaber der Firma Kegan Paul, Trench, Trübner u. Comp. nicht bekannt; so kam es, daß zu des Verfassers großem Erstaunen 1892 eine neue Auflage erschien. — Der Herausgeber].

[41] [Oder vielmehr R. beabsichtigte sie unter dem Pseudonym „Metaphysicus“ erscheinen zu lassen. — Der Herausgeber].

[42] Bemerkungen in eckigen Klammern sind von mir hinzugefügt. Aber ich habe dieselben nicht angewandt, wenn ich einzelne unbedeutende oder für den Sinn offenbar notwendige Worte eingefügt habe.

Der Herausgeber.

[43] [S. das Zitat aus dem Vorworte von „Physikus“ S. [24]. Der Geisteszustand in dieser Notiz ist eine Rückkehr zu dem früheren in der Burney-Abhandlung (p. 17). Der Verfasser war ganz erfüllt von dem Gedanken, daß die Beweise für das Christentum sehr mannigfaltig seien und außerhalb des Gebietes der Wissenschaft liegen. — Der Herausgeber.]

[44] Nach welchem man möglichst viele Erscheinungen auf eine Ursache zurückführen, mit neuen Ursachen also sparsam sein muß. — Der Übersetzer.

[45] [d. h. eine übernatürliche, aber nicht streng genommen göttliche Person. Sicherlich jedoch ist diese Annahme nicht aufrecht zu erhalten. — Der Herausgeber.]

[46] [Dies ist wieder ein Beispiel, wie der Verfasser auf frühere Gedanken zurückgreift; s. Burney Essay p. 25 und „Geist und Monismus“. — Der Herausgeber.]

[47] Life and Letters of Charles Darwin, p. 308.

[48] Faraday war jedoch ein strenggläubiger Christ. — Der Übersetzer.

[49] [Ich hielt es doch für besser, die Namen fort zu lassen. — Der Herausgeber.]

[50] d. h. das, was dem ersten Eindruck, dem ersten Blick, dem Augenschein entspricht. — Der Übersetzer.

[51] [Im Manuskript fährt er fort: „Hier ist vor allem einzuschalten, was ich über diesen Punkt in meiner Burney-Preisschrift gesagt habe.“ Ich habe indessen keine dieser Stellen in dieser Schrift aufgenommen, einmal, weil ich denke, daß Romanes Meinung auch hier klar genug ausgesprochen ist, sodann kann ich auch in der in Frage stehenden Abhandlung keinen passenden Satz in angemessener Kürze finden, um ihn hier einzuschalten. Der größere Teil der Abhandlung soll dem wissenschaftlichem Einwand dagegen, das das Gebet auf dem Naturgebiet erhört wird, begegnen, indem gezeigt wird, daß dieser Einwand hauptsächlich auf dem Schluß von dem Bekannten auf das Unbekannte beruht, d. h. von dem bekannten Gebiet der unveränderlichen Naturgesetze auf das unbekannte Gebiet der Beziehungen Gottes zu diesen Gesetzen. Und dieser Einwand ist um so hinfälliger, je weiter dieses unbekannte Gebiet von der möglichen Erfahrung wissenschaftlicher Art entfernt ist und eine unendliche Zahl von Möglichkeiten zuläßt, die für unsere Einbildung mehr oder weniger begreiflich sind; und dies würde oder könnte verhindern, daß das wissenschaftliche Argument auf die in Rede stehende Frage berechtigter Weise angewendet werden kann. — Der Herausgeber.]

[52] Wenn ich im Folgenden das Wort „geistlich“ gebrauche, so ist es die Übersetzung des englischen „spiritual“; ich bin mir bewußt, daß es die Sache nicht ganz genau trifft, allein ein wirklich genau passendes Wort wird im Deutschen schwer zu finden sein, es soll darin ein gewisser Gegensatz zu dem Begriff „verstandesgemäß“ (d. i. kausaliter, nach den Formen von Ursache und Wirkung durch Erfahrung etwas feststellend) liegen, das ist aber nicht der Fall bei dem Wort „geistig“, der gewöhnlichen Übersetzung von spiritual, denn dies wird oft gerade als verstandesgemäß aufgefaßt. Ich gebrauche hier das Wort „geistlich“ also in demselben Sinn wie Paulus 1. Cor. 4, 14: Der natürliche (oder seelische, also auch den Intellekt benutzende) Mensch aber vernimmt nichts vom Geiste Gottes; es ist ihm eine Thorheit und kann es nicht erkennen, denn er muß geistlich gerichtet sein — Der Übersetzer.

[53] In Deutschland würde man wohl als Vertreter dieser Klasse von Forschern R. Wagner, den berühmten Physiologen, anführen, von dem bekanntermaßen das so oft mißverstandene und doch in gewisser Hinsicht so richtige Wort von der „doppelten Buchführung“ auf dem Gebiet der Wissenschaft und des religiösen Glaubens herrührt. — Der Übersetzer.

[54] Fortnightly Review Febr. 1894. Die letzte Zeile enthält eine Andeutung an ein Gedicht von Wordsworth, dieselbe bedeutet: Peter Bell war kein Philosoph:

A primrose by the river brim
A yellow primrose was to him
And it was nothing more.

— Der Übersetzer.

[55] First principles p. I. ch. I.

[56] [Hier beabsichtigte Romanes eine weitere Erklärung einzuschieben, welche zeigen sollte, daß uns bloße Beobachtung der Kausalität in der äußeren Natur nichts anderes als die Beziehungen von Zeit und Raum offenbart haben würde. — Der Herausgeber.]

[57] [Diese Theorie wurde in der Burney-Abhandlung Seite 136 besprochen und in der „Unbefangenen Prüfung“ lächerlich gemacht. Siehe oben Seite 9. Romanes beabsichtigte an dieser Stelle seine alten Ansichten „über die Kausalität als Folge des Seins als Sein“ ausführlicher zu behandeln. — Der Herausgeber]

[58] [Siehe indessen Aubrey Moore in Lux mundi, p. 94-96 und Le Conte, Evolution in its relation to religious thought p. 355 ff.]

[59] Nämlich zwischen „natürlich“ und „übernatürlich“. — Der Übersetzer.

[60] [Es wurde jedoch nichts weiter darüber geschrieben, als was jetzt folgt. — Der Herausgeber.]

[61] [Der Verfasser wollte weiterhin die Hohlheit dieser Theorie zeigen und nachweisen, wie Mill dies selbst zu erkennen scheint, wenn er hinter den Ausdruck „unveränderlich“ den Ausdruck „bedingungslos“ einrückt; er bezieht sich auch auf Martineau, Study of Religion p. 152 — Der Herausgeber.]

[62] [Romanes Gedanken über den freien Willen sind klarer in einem Aufsatz ausgesprochen, der nach diesen Notizen in Mind and Motion and Monism p. 129 ff. veröffentlicht ist. — Der Herausgeber.]

[63] Nämlich derjenigen, die den freien Willen besitzt. — Der Übersetzer.

[64] [Siehe oben Seite 25. — Der Herausgeber.]

[65] Contemporary Review, July 1886. [Aber „die letzte Schwierigkeit“, auf die Romanes sich oben bezieht, würde das Verhältnis der mannigfachen, abhängigen Willensäußerungen, zu dem einen letzten und allumfassenden Willen sein. — Der Herausgeber.]

[66] Im engl. Original steht spiritual, es will mir scheinen als ob die Übersetzung „geistlich“ den Sinn am besten trifft, s. oben. — Der Übersetzer.

[67] Dies möchte auf deutsche Verhältnisse nicht gerade anwendbar sein. — Der Übersetzer.

[68] Vergl. Pascal, „Pensées“. „Denn wir dürfen uns nicht täuschen, wir haben in uns ebenso so viel Automatisches wie Intellektuelles, und daher kommt es, daß das Mittel der Überredung nicht Demonstration allein ist. Wie wenig Dinge werden wirklich demonstriert! Beweise können nur den Geist überzeugen; Gewohnheit liefert uns unsere stärksten Beweise und die, welche wir am festesten halten, sie regieren den Automaten, der dann den unbewußten Intellekt nach sich zieht ....... So ist es auch die Gewohnheit, die so viele Menschen zu Christen macht, Gewohnheit macht andere zu Türken, Heiden, Handwerkern, Soldaten u. s. w. Schließlich müssen wir auch zur Gewohnheit unsere Zuflucht nehmen, wenn der Geist einmal gesehen hat, wo die Wahrheit liegt, um unseren Durst zu löschen und uns in jenen Glauben zu tauchen, der uns zu jeder Stunde entwischt, denn stets Beweise bei der Hand zu haben, wäre zu beschwerlich. Wir müssen einen leichteren Glauben haben, den Glauben der Gewohnheit, der ohne Gewaltthätigkeit, ohne Kunst, ohne Argument unsern Beifall findet und dem alle unsere Kräfte zuneigen, so daß unsere Seele ihm ganz naturgemäß zufällt .....

Es ist nicht genug nur kraft der Überzeugung zu glauben, wenn der Automat geneigt ist, das Gegenteil zu glauben. Dann müssen beide Seiten in uns genötigt sein zu glauben, der Intellekt durch Argumente, der Automat durch Gewohnheit und indem man ihm nicht gestattet nach der entgegengesetzten Richtung zu neigen. Inclina cor meum Deus.“ Siehe auch Newmans Grammar of Assent. chap. VI und Church's Human Life and its conditions. S. 67-69.

[69] Eine genaue Untersuchung zeigt übrigens, daß die Zahl der „ungläubigen“ Mathematiker gegenüber derjenigen der „gläubigen“ ganz verschwindend klein ist. Vergl. meine Schrift: Die Religion der Naturforscher, Breslau 3. Auflage 1896. — Der Übersetzer.

[70] Wobei der Intellekt keine Rolle spielt. — Der Übersetzer.

[71] Nicht der Inhalt, sondern die Thatsache des Glaubens bezw. Wissens kommt hier in Betracht. — Der Übersetzer.

[72] [Der Verfasser hat hinzugefügt, „denn was das Leiden der Tiere betrifft, siehe weiter unten“, — er scheint aber über diesen Gegenstand nichts weiter geschrieben zu haben. — Der Herausgeber].

[73] [In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal erwähnen, daß G. Romanes zwei Tage vor seinem Tod seine innige Zustimmung zu Professor Knights „Aspects of Theism“ gab, — ein Werk, in welchem großer Nachdruck auf das Argument von der Anschauung in verschiedenen Formen gelegt ist. — Der Herausgeber.]

[74] Siehe darüber Pascal, „Pensées“ p. 103

[75]

Das Leben ist eitel:
Ein wenig Lieben,
Ein wenig Hassen ....
Und dann .... Ade.

Das Leben ist kurz:
Ein wenig Hoffen,
Ein wenig Träumen ....
Und dann .... Leb wohl.

[76]

Die Nacht hat tausend Augen,
Ein einz'ges nur der Tag;
Und doch erstirbt das Licht der ganzen Welt,
Wenn die Sonne niedersinkt.

Der Geist hat tausend Augen,
Ein einziges nur das Herz,
Und doch erstirbt des ganzen Lebens Licht,
Wenn die Liebe ist hin.

[77] [d. h. der Darwinismus ist eine Theorie, die zuerst als ein gefährlicher Stoß gegen die landläufigen Lehren des Christentums erschien, die aber, wie sich dann herausstellte, kein Gegner seiner Grundprinzipien ist. — Der Herausgeber.]

[78] [d. h. der Kampf in Bezug auf die christlichen Texte und Dokumente. — Der Herausgeber.]

[79] S. Gores Bampton Lectures p. 74 ff.

[80] Math. 28, 17. Apostelgesch. 2, 13.

[81] Die Theorie, daß die Evangelien später bearbeitet worden sind. — Der Übersetzer.

[82] Three essays on Theism p. 255.

[83] [Unvollendete Notiz. — Der Herausgeber.]

[84] [G. Romanes fing an, eine Sammlung von neutestamentlichen Aussprüchen zu machen, die sich auf diesen Gegenstand beziehen. — Der Herausgeber.]

[85] S. Pascal „Pensées“ p. 245.

[86] [Die Notizen über diesen Gegenstand waren zu fragmentarisch, um veröffentlicht werden zu können. — Der Herausgeber.]

[87] Psalm 51. 18 u. 19.

[88] Pensées p. 91-93.

[89] [Die oben erwähnte Abhandlung sollte zur Erklärung dieses Ausdrucks gelesen werden. Genauer würde Romanes Ansicht, denke ich, so ausgedrückt sein: „Das Ideal des christlichen Charakters besteht vor allem in dem, was wir als spezifisch weiblich ansehen, z. B. Entwicklung der Affekte, Vertrauensseligkeit, Dienstwilligkeit, Bereitwilligkeit zum Leiden u. s. w.“ — Der Herausgeber.]

[90] Siehe Analogy Part I. ch. 7; Part II. ch. 3, 4 u. ff.

[91] Siehe den Schluß, von „Darwin und nach Darwin“ Teil I.

[92] Ich werde noch zeigen, daß Butler eine viel bessere Abhandlung geschrieben haben würde, hätte er die Entwicklung als allgemeines Naturgesetz gekannt.

[93] Siehe Gore's Bampton Lectures II.

[94] „Pensées“, p. 205 ff.

[95] [Romanes Argumentation in dieser Notiz ist meines Erachtens unmöglich aufrecht zu erhalten. Der Nachdruck, den Jesus Christus auf ein Wirken von Dämonen legt, ist so groß, daß er, wenn es nicht Wahrheit ist, entweder selbst bezüglich der Wahrheiten des Seelenlebens ernstlich irrte, oder aber andere ernstlich in die Irre führte. Und weder in dem einen noch in dem anderen Fall könnte er der vollkommene Prophet sein. Ich denke, ich bin berechtigt, meine Abweichung von Romanes Argumentation in diesem Punkt ausdrücklich zu erklären. — Der Herausgeber.]

[96] [In Darwins Schriften findet sich nichts, was mir Romanes zu berechtigen scheint, ihm speziell dieses Bedenken zuzuschreiben. Aber er kannte Darwin so genau und verehrte ihn so sehr, das man einen Irrtum seinerseits nicht annehmen kann. — Der Herausgeber.]

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