II.

Im ersten Artikel habe ich bereits beiläufig die in Weimar befindliche Plakette eines Meisters erwähnt, der seine Vorbilder bei Jost Amman sucht, die Selbständigkeit der Composition aber sich zu wahren bestrebt ist. Das germanische Museum besitzt 7 Plaketten dieses Meisters, den ich den »Meister der Jagdscenen« nennen möchte, da der weitaus größte Teil seiner Darstellungen eben Jagdscenen sind und es mir nicht gelungen ist, irgend einen Anhalt für die Person des Künstlers zu gewinnen. Nur so viel kann man wohl vermuten, daß er Nürnberger war. Sein Stil ist ganz flötnerisch, jedoch bereits ausgestattet mit den Übertreibungen, die wir bei H. G. kennen gelernt haben, dessen Zeitgenosse er (eine Plakette trägt die Jahreszahl 1580) war. Indessen ist weder seine technische Fertigkeit, noch seine künstlerische Bedeutung mit der des H. G. zu vergleichen. Er ist in jeder Beziehung abhängiger und unbeholfener. Seine Hintergründe ähneln denen des H. G., das Wasser stellt er dar durch zarte, ziselierte Wellenlinien, der Boden ist in maßvoller Weise mit Gräsern bedeckt. Auch er hat eine Vorliebe für Weiden mit herabhängendem Laubwerke, die in gleicher Weise, wie bei Flötner und H. G. behandelt sind; seine übrigen Bäume aber, besonders diejenigen, die weiter im Vordergrunde stehen, zeigen eine so eigenartige Technik, daß sie allein schon auf den ersten Blick unsern Meister verraten. Das Laubwerk wird dargestellt durch einzelne wagerechte, parallel laufende Schuppenreihen, die dem Baume ein mosaikartiges Aussehen verleihen. Diese Schuppenreihen werden zu einzelnen Gruppen vereinigt, die, meist durch kurze Zweige mit einander verbunden, den Baum in verschiedene Etagen einteilen. Künstlerisch betrachtet macht natürlich eine in der Weise zusammengestellte Baumkrone einen höchst primitiven, handwerksmäßigen Eindruck. — Die Personen tragen meist das Kostüm der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die schlanken, hohen, bisweilen etwas steifen Gestalten gleichen denen des Jost Amman.

Von den 6 Jagdscenen gehören je drei zu einer Gruppe. Die Plaketten der ersten verjüngen sich nach unten und sind mit einer kartuschenartig verzierten Umrahmung versehen. Beide haben offenbar als Vorlagen zur Verzierung von kleinen truhenartigen Kästchen gedient.

Jagdscenen. I. Gruppe. Br. 0,094-0,089 m., H. 0,057 m. Bleigüsse.

1) Hasenjagd. K. P. 901. Katal. 537.

Links eine von rückwärts gesehene Frau, nach rechts reitend. Vor ihr steht ein Jäger, der einen erlegten Hasen an den Hinterläufen emporhält. Zu seinen Füßen; ein Hund. Rechts ein Jäger, der in der Linken Barett und Speer hält. Tracht der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Oben in der Mitte der Umrahmung Engelskopf.

Dieselbe Plakette in Bronze: Collektion Spitzer Bd. IV, S. 151, Nr. 93. Die Verjüngung ist nicht erwähnt, geringe Größenabweichungen sind auf das Beschneiden der Bleiplakette zurückzuführen. (Ich will an dieser Stelle bemerken, daß ich bei den Messungen den überstehenden unornamentierten Rand der Plakette nicht mitmesse. Bei jedem einzelnen Nachguß ergeben sich ganz naturgemäß schon durch das Bestreichen der nassen Form kleine Abweichungen). Bleiguß in Kassel.

2) Hirschjagd. K. P. 1913. Katal. 538. Tafel II.

Ein Hirsch, eine Hindin und ein Hase eilen von links her gegen ein in Schlangenlinien die Mitte der Plakette durchziehendes Fangnetz, das im Vordergrunde von einem Baume begrenzt wird. Rechts zwei Jäger, deren einer auf einem Baumstumpf sitzt und in der Rechten einen Jagdspeer hält. Neben ihm sitzt ein Hund. Oben in der Mitte der Umrahmung gekrönter bärtiger Kopf. Bleiguß in Kassel.

3) Jagd. K. P. 471. Katal. 540.

Ein Reiter, der in der vorgestreckten Rechten eine Pistole hält, galoppiert nach rechts, von zwei Hunden begleitet. Weiter im Hintergrunde eilt ein Jäger mit Horn und Speer, ebenfalls in Begleitung von zwei Hunden, nach rechts. Oben in der Mitte der Umrahmung Frauenkopf.

II. Gruppe. Br. 0,09 m. H. 0,043 m. Bleigüsse.

1) Kyparissus. K. P. 898. Katal. 534.

Kyparissus erlegt durch einen Pfeilschuß den am Boden liegenden, mit einem Perlenhalsband geschmückten Hirsch, in dessen Geweih ein Tuch geknüpft ist (Ovid, Metam. 10, 111 ff.). Im Hintergrunde links eine von der Hüfte abwärts bekleidete Gestalt mit emporgehobenem rechtem Arm (Apoll?) und ein nach rechts galoppierender Jäger mit geschwungenem Jagdspeer, von zwei Hunden begleitet. Rechts ein Mann, der pflügt, und einer, der säet.

2) Bärenjagd. K. P. 899. Katal. 535.

Von links galoppiert in Begleitung eines Hundes ein Reiter heran mit dem Schwert in der Rechten. Dem Hintergrunde zu ein Jäger mit Netz über der Schulter. Rechts greifen drei Jäger mit Speer, Säbel und Bogen einen Bären an, der bereits gegen vier Hunde, deren einer überwunden am Boden liegt, kämpft. Im Hintergrunde rechts sucht ein junger Bär (?) einen Baum zu erklimmen.

3) Falkenbeize. K. P. 900. Katal. 536.

Links im Vordergrunde steht ein von rückwärts gesehener Jäger, der auf seiner linken Hand einen Falken trägt: neben ihm zwei Hunde. Rechts ein Reiter, der einen Falken steigen läßt, außerdem zwei Jäger, deren einer einen Hasen in der Linken trägt. In der Mitte ein Falke, der einen Hasen ergriffen hat. Dahinter ein nach rechts galoppierender Reiter mit Schwert in der Rechten. Drei fliegende Falken. Kornfeld.

III. Susanna. K. P. 462. Katal. 611. Oval, H. 0,045 m., Br. 0,039 m. Bleiguß. Tafel II.

Die nackte Susanna sitzt unter einem Baume in einem Bassin, die Füße im Wasser. Sie hat den Kopf nach rechts gewandt, den gekrümmten linken Arm zur Abwehr erhoben. Von rechts und links wird sie von den beiden Alten angegriffen. Links im Vordergrunde ein kleiner Hund. An dem Bassinsteine rechts die Jahreszahl 1580. Gezahnter Rand.

Während der Meister der Jagdscenen wenigstens in Bezug auf Komposition Selbständigkeit sich wahrt, begibt sich der Monogrammist L+D in sklavische Abhängigkeit von seinem Vorbilde. Auch er gehört der jüngeren Nürnberger Richtung an. Nagler (Monogr. Bd. IV, S. 332, Nr. 1015) deutet das Monogramm auf Leonhard Danner, einen Nürnberger Mechaniker, der von 1497-1585 lebte, und die Art der bei den Plaketten von L+D angewandten Technik scheint diese Deutung zu unterstützen. Das übertrieben hohe Relief, die kräftige harte, aber außerordentlich sichere Formengebung weist entschieden auf eine schwere Hand, die in sprödem Material zu arbeiten gewohnt ist. Zur Sicherheit würde diese Vermutung, wenn es sich bestätigt hätte, daß eine im Berliner Kunstgewerbemuseum befindliche Uhr (cf. R. Fischer, historisch-kritische Beschreibung der Kunstkammer in dem Neuen Museum zu Berlin. 1859. S. 15, Nr. 1440), die mit Plaketten von L+D geziert ist, auch wirklich von L. D. angefertigt wäre. Das scheint indessen nicht der Fall zu sein, denn nach brieflicher Mitteilung des Herrn Geheimrat Lessing sind die Plaketten auf der Tafeluhr nicht völlig identisch mit den Bleigüssen. »Sie sind sehr energisch ziseliert und hierbei können die an sich kleinen Abweichungen entstanden sein. Sie sind viel gröber als die Bleigüsse und haben keine Marke.«

Leonhard Danner scheint ein grübelnder Kopf gewesen zu sein, der große technische Probleme in seinem Hirne wälzte, ohne es zu verstehen, seine Fähigkeiten zur Verbesserung seiner äußeren Lage zu verwenden. Erst im letzten Drittel seines Lebens wurde er bekannt und berühmt durch seine Maschinen. So wenigstens ist wohl der Vers, der auf seinem Grabe sich fand, zu verstehen (s. Neudörffer, ed. Lochner S. 54):

»Seht an die einfältig Gestalt,

Doch sinnreichs Verstand und ward alt

Acht und achtzig Jahr hatt sein Alter,

Seine Bekannten hießen ihn Bettler,

War allzeit dienstwillig Jedermann

Durch sein Werk ward bekannt der Mann,

Darnach verlangt ihn zu sterben,

In Hoffnung das ewig Leben zu erben.«

Gulden, Neudörffers Fortsetzer (s. Ausg. Lochner S. 213, Nr. 14) berichtet über ihn: »Hat das Schraubwerk, wie auch den Druckzeug in Holz, allerlei Figuren künstlich zu drucken, erfunden,« Doppelmayr S. 294: »Ein Mechanicus, war ebener massen, wie sein Bruder Hanns Danner, wegen geschickter Zubereitung groser Hebzeuge und starcker Schrauben-Wercke, wozu ihme seine ordentliche Profession des Schrauben-machens Anlaß gabe, wohl bekandt und berühmt. Er erfande um A. 1550 eine Maschine, die er die Brech-Schraube (davon die 4. und 5. Figur in der XIII. Kupffer-Tabellen zweyerley Gattungen, und zwar die letzte eine geringere, zeiget) benennte, und zur Ausübung übermässigen Forcen brauchte, da er mit Beyhülffe derselben die dicksten Mauren von Thürnen und andern Gebäuen zu brechen und über einen Hauffen zu werffen vermögt, gleichwie er so wohl in Nürnberg A. 1558 an einer starcken Thurn-Mauren, als ausserwärts an denen dicksten Mauren alter Gebäue, seine Proben rühmlichst erwiesen. Erst bemeldte Invention gabe ihm auch Anlaß, daß er die messinge Spindeln zu mehrerer Beförderung der Buchdruckerey, dabey ein Drucker alsdann nur seine halbe Stärke anzuwenden hatte, am ersten bey dergleichen Pressen gantz glücklich angebracht. Starb A. 1585 in dem 88. Jahr seines Alters.«

Eine auf ihn geprägte Medaille ist bei Doppelmayr Taf. XIV abgebildet. Sie zeigt ein kurzes breites Gesicht mit starker Nase, in dem nur die großen Augen den sinnenden Geist verraten. Die Umschrift: »Leonhart Danner. Æ. S. 54. A. 1561« enthält einen Irrtum, der wahrscheinlich auf den Stecher zurückzuführen ist. Statt 54 muß es heißen 64, wie auch in der darunter befindlichen Abbildung der Jamnitzer-Medaille aus 1563 1503 gemacht wurde. Daß der Mechaniker und Maschinenbauer auch Plaketten gearbeitet habe, kann bei der außerordentlichen Vielseitigkeit, durch die die meisten Nürnberger Künstler sich auszeichnen, nicht auffallen. Vielleicht gehört diese Art der Thätigkeit vor die Zeit, die ihn mit großen Maschinenplänen beschäftigte. Ob unser L. D. identisch ist mit dem Künstler, dessen Monogramm auf dem Holzmodell zu der Medaille eines Anthonius Sanftl vom Jahre 1545 (s. Erman, Deutsche Medaill. S. 48) in der k. Sammlung zu Berlin sich befindet, muß ich dahingestellt sein lassen, da ich das Stück nicht gesehen habe.

Das germanische Museum besitzt von L+D 4 Plaketten, die nach Kupferstichen H. S. Behams, und 3, die nach Stichen Aldegrevers gearbeitet sind. Charakteristisch sind die kräftig hervortretenden, stark verästeten Bäume deren Stämme meist eine wagerechte Riefelung zeigen. Die Arbeiten nach Beham weichen nur in geringen Kleinigkeiten von dem Stiche ab, die nach Aldegrever sind stark verkleinert und rund; der Hintergrund ist bei den letzteren selbständig behandelt: er ist mit der bekannten Phantasielandschaft ausgestattet. Das Monogramm des Stechers fehlt auf den Plaketten stets. Da die Stiche sämtlich dem Jahre 1540 angehören, so haben wir in diesem Jahre den terminus a quo für die Entstehungszeit der Plaketten.

Taf. III.
Aus der Plakettensammlung (II).

I. Der verlorene Sohn. K. P. 452. 225-227. Katal. 443-446. H. 0,051-0,054 m. Br. 0,087-0,09 m. Bleigüsse. Nach den Stichen H. S. Behams. B. 31-34.

1) Abschied. Aufschrift in erhabenen großen lateinischen Lettern: Pater da mihi porcionem substancia quæ ad me redit.

2) Das Gastmahl. Bezeichnet: L+D. Aufschrift: Dissipavit substanciam suam vivendo luxuriose. Luce. XV.

3) Der Sauhirt. Aufschrift: Cupiebat implere ventrem suum de siliquis. Luce. XV. (Tafel II).

4) Rückkehr. Aufschrift: Filius meus mortuus erat, et revixit, perierat, et inventus est. Luce. XV.

Abschied (1) und Rückkehr (4) Collektion Spitzer Bd. IV, S. 149 Nr. 34 und 83, Bronze, mit Rand, ohne Aufschriften. — Gastmahl (2) und Rückkehr (4) Kunstgewerbemuseum in Berlin, Bleigüsse. Nagler, Monogr. IV, S. 332 Nr. 1015 ist (nach Mitteilung des Herrn Geheimrats Lessing) dahin zu berichtigen, daß »Die Rückkehr« das Monogramm L+D nicht hat. — Ein Gipsabguß der »Rückkehr«, der auf keine der genannten Plaketten zurückgeht, befindet sich im germanischen Museum, es läßt sich aber leider nicht feststellen, von welchem Original er genommen ist. Es scheint ein Buchsrelief zu sein.

II. Evas Schöpfung. K. P. 447. Katal. 451. Durchm. 0,043 m. Bleiguß. Verkleinerte Nachbildung des Stiches von Aldegrever B. 1.

III. Sündenfall. K. P. 854. Katal. 452. Durchm. 0,043 m. Bleiguß. Verkleinerte Nachbildung des Stiches von Aldegrever B. 2.

IV. Adam und Eva. K. P. 448. Katalog 453. Durchm. 0,043 m. Bleiguß. Verkleinerte Nachbildung des Stiches von Aldegrever B. 6. (Tafel II.)

Die Darstellungen II-IV sind wahrscheinlich auf Brettsteine zurückzuführen. Während der Korrektur des vorliegenden Aufsatzes hatte Herr Direktor Bösch die Güte, mich auf einen, soeben von ihm für das Museum angekauften Brettstein von Leonhard Danner aufmerksam zu machen. Der Stein (Durchm. O,045 m.) bietet sich dar als »Empfehlungskarte« in modernstem Sinne. Die Vorderseite zeigt in der Mitte eine Tanne (Anspielung auf den Namen Danner), umrahmt von einem Blätterkranze. Die Umschrift (in großen, erhabenen lateinischen Buchstaben) lautet: »Leinhart Daner zv Nvrenberg.« Auf der Rückseite befindet sich, ebenfalls von einem Blätterkranze eingefaßt, ein Hobel und unter ihm zwei kreuzweis übereinander liegende Schrauben. Umschrift: »Schreiner vnd Schravfenmacher.« Der Brettstein ist gepreßt, wir haben es also mit einem fabrikmäßig hergestellten Gegenstande zu thun, der wahrscheinlich dutzendweise gefertigt und auf den Markt gebracht wurde, so daß er für das künstlerische Können Danners keinen Beweis liefern, die Hypothese also, daß das Monogramm L. D. auf der Plakette mit »Leonhard Danner« aufzulösen sei, nicht unterstützen kann.

Zeigten die Werke der Meister, die wir bisher betrachtet haben, eine bestimmte technische und stilistische Verwandtschaft, die man als Schule Flötners bezeichnen könnte, so mögen jetzt zwei Plakettenserien folgern, deren Schöpfer eine selbständigere, originellere Stellung einnehmen.

Die Plaketten des einen Meisters, der den besten deutschen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an die Seite gestellt werden muß, sind mit Ausnahme einiger Körperteile der Hauptfiguren in ziemlich flachem Relief gehalten, sodaß schon aus diesem Grunde der Hintergrund weniger energisch hervortritt und das Augenmerk ungeteilt an die im Vordergrunde zur Darstellung gebrachte Scene gefesselt bleibt. Die Bäume zeigen eine völlig andere Technik, als die Flötnerschen. Sie sind weniger plastisch, sondern breit, malerisch behandelt. Die Wolken werden nur schwach, oft durch Spiralen, angedeutet. Vorzüglich aber ist die Darstellung der schlanken, eleganten Personen mit ihren lebhaften und graziösen Bewegungen. Die nackten Körper sind ausgezeichnet modelliert, bei den bekleideten liegt die antike Tracht so eng an, daß man ebenfalls jede Muskel und jede Linie des Fleisches erkennen kann. Die Arbeiten erinnern an die besseren Schnitte Virgil Solis. Diesem Meister weise ich folgende Plaketten unserer Sammlung zu:

1) Hirschjagd. K. P. 897. Katal. 532. Br. 0,113 m., H. 0,05 m. Bleiguß. Tafel II.

Links Hirsch von drei Hunden angefallen, deren einen er aufspießt. Von rechts reitet ein Jäger an in antikem Kostüme, in der Linken den Jagdspeer schwingend. Rechts im Hintergrunde enteilt nach rechts eine Hindin, in der Mitte ein Jäger mit Horn und Lanze, nach links laufend. Der Schwanz des einen Hundes links ragt über den Rand hinaus.

2) Löwenjagd. K. P. 896. Katal. 533. Br. 0,118 m., H. 0,051 m. Bleiguß.

Rechts wird ein Löwe von vier Hunden angegriffen. Einer liegt bereits überwunden unter ihm. In seinem Genick sitzt ein Pfeil. Von links kommt ein mit antikem Helm bedeckter, sonst nackter Reiter angesprengt, von einem Tuche umwallt, in der Rechten einen Säbel haltend. Neben dem Gaul läuft ein Hund. Mitten im Hintergrunde nach rechts eilend ein Jäger mit gespanntem Bogen.

3) Vulkan, Amor Pfeile schmiedend. K. P. 864. Katal. 592. Oval. Br. 0,085 m., H. 0,107 m. Bleiguß.

Links, vor der Esse, sitzt Vulkan, hält in der Rechten in Lendenhöhe den Hammer, in der Linken einen Pfeil, der auf dem Ambos aufliegt. Rechts Venus, stehend, nackt, mit der Linken ein Tuch auf der Brust haltend, die Rechte gegen Vulkan vorgestreckt. An ihr rechtes Bein lehnt sich der nackte Amor, der in der Rechten den Bogen trägt. Links im Vordergrunde am Boden ein Helm, rechts am Ambos ein Hammer. Hintergrund: Flußlandschaft, Brücke, Berge, Bäume, antike und ruinenhafte Architektur.

Die Plakette ist beschnitten. Das Original, Bronze, ist viereckig. S. »Beschreibung der Bildwerke der christlichen Epoche.« Berlin 1888. (Königl. Museen zu Berlin) S. 238, Nr. 1071. Abb. Taf. XLVIII. Molinier, Les Plaqu. No. 599.

4) Aktäon. K. P. 869. Katal. 578. Oval. Br. 0,107 m., H. 0,077 m. Bleiguß. Tafel II.

Diana, die sich mit drei Nymphen links im grottenartigen Bade befindet, besprengt mit ihrer Rechten, während die Linke ein Laken vor die Scham hält, Aktäon mit Wasser. Sein Haupt ist bereits in einen Hirschkopf verwandelt. Er sucht nach rechts zu enteilen. In der Linken trägt er einen Jagdspeer, rechts und links von ihm je ein Jagdhund. Den linken führt er an der Leine.

5) Umarmung. K. P. 865. Katal. 591. Oval. Br. 0,09 m., H. 0,12 m Bleiguß.

Auf den Knieen eines nackten, nach rechts gewandten, sitzenden, vollbärtigen Mannes sitzt ein ebenfalls nacktes Weib mit emporgezogenem rechtem Knie, das er küßt und umarmt. Sie stützt ihre Linke auf sein linkes Knie. Über beiden schwebt der Liebesgott, der sie mit Blumen bestreut. Links im Vordergrunde zwei Gefäße.

Ich habe bereits auf den erhöhten Einfluß der Litteratur auf die bildende Kunst im 16. Jahrhundert hingewiesen. Waren es im Mittelalter vornehmlich biblische Geschichten und Heiligenlegenden, welche die Phantasie des Künstlers beschäftigten, so wagen sich seit dem Ende des 15. Jahrhunderts auch die weltlichen Darstellungen immer dreister hervor, bis sie innerhalb weniger Jahrzehnte die ersteren an Zahl weit überflügeln. Andererseits werden auch viele der biblischen Stoffe in einer Weise profaniert, daß man sie von den weltlichen Dingen nicht mehr scheiden darf. Es ist unnötig, auf die allgemein bekannten Gründe dieser Erscheinung nochmals hinzuweisen. Die Emblemata, die ovidischen und livischen Figuren etc., die bewußt für den Künstler und besonders den Kunsthandwerker geschaffen waren, hatte ich angeführt. Daneben aber existiert noch eine außerordentlich reichhaltige Anekdoten- und Schwanklitteratur, die sich der weitesten Verbreitung erfreute und häufig dem Künstler als Born diente, aus dem er schöpfte. Dazu gehören beispielsweise die Erzählungen, die, bereits im Mittelalter handschriftlich in den sogenannten »Gesta Romanorum« niedergelegt, im 15. Jahrhundert in lateinischer und deutscher Ausgabe erschienen, dann »Buch der Beispiele der alten Weisen«, Boccaccios Decamerone, Pauli, Schimpf und Ernst, Kirchhoff, Wendunmuth etc. etc. bis auf Samuel Meiger, der in seinem »Nucleus Historiarum« 1598 eine systematisch geordnete Zusammenstellung dieser »Geschichten« anstrebte. Manche dieser Anekdoten, die früher sicherlich zum größten Teil ganz allgemein bekannt waren, die also jeder Künstler auch, ohne befürchten zu müssen, daß er nicht verstanden werde, benutzen konnte, haben sich bis heute im Bewußtsein des Volkes erhalten, die große Mehrzahl aber ist ihm im Laufe der Zeit entschwunden. Daß man auch in Gelehrtenkreisen nicht immer diesem Anekdotenschatze die nötige Aufmerksamkeit schenkt, davon legen die oft sehr wunderlichen Erklärungen von Bildwerken der Renaissance Zeugnis ab. Als typisches Beispiel in dieser Beziehung kann die Collektion Spitzer gelten. Es ist ja allerdings nicht immer leicht, selbst wenn man die Geschichten kennt, die richtige Deutung zu finden, da der Stoff ein sehr umfangreicher ist, die Überlieferungen oft von einander abweichen und der Künstler bisweilen sich nicht streng an die schriftliche Überlieferung hält. Umsomehr wäre es eine verdienstliche Arbeit, das ganze Material einmal zu ordnen, eine Art Realencyklopädie auf diesem Gebiete anzulegen, zumal dieselbe auch einen wesentlichen Beitrag zur Erkenntnis der geistigen Interessen jener Zeit liefern würde. Ich berühre hier diesen Gegenstand, weil eine Anzahl von Plaketten eines Meisters mir vorliegen, deren einzelne völlig falsche Erklärung gefunden haben.

1) Der ungerechte Richter. K. P. 250. Katal. 574. Br. 0,065 m., H. 0,024 m. Bleiguß.

Links über einem Stuhle, hinter dem ein nackter Krieger mit Helm und Lanze steht, liegt die Haut des ungerechten Richters. Rechts davon der König in antiker Tracht, auf die Haut deutend. Neben ihm der Sohn des Geschundenen. Des weiteren vier Personen, von denen drei bewaffnet sind. Rechts ein rundbogiger Eingang.

Die Darstellung ist im Katalog der Originalskulpturen irrtümlich erklärt als: »der des Kopfes beraubte Sohn vor dem Schatzhause.« In »Collektion Spitzer« Bd. III, S. 15, Nr. 29 aber findet sich folgende treffliche Deutung: »Plusieurs personnages vêtus à l’antique regardant une sorte d’armure complète, composée d’une peau de lion posée sur un trône.« In Wirklichkeit haben wir es mit einer Erzählung zu thun, die sich in »Gesta Romanorum« ed. Österley S. 324, cap. 29, findet: »Erat quidam imperator, qui statuit pro lege, quod sub pena gravi quilibet judex recte judicaret, et si contrarium faceret nullo modo misericordiam inveniret. Accidit casus, quod quidam judex muneribus corruptus falsum judicium dedit. Imperator cum hoc andisset, servis suis precepit, ut eum excoriarent. Et sic factum est. Pellem ejus in loco, ubi judex sedere deberet, posuit ad significandum, quod ille judex cogitaret, quod amplius falsum judicium non daret. Rex vero filium judicis defuncti judicem constituit dicens ei: Sedebris super pellem patris tui, ut judices populum meum. Si vero aliquis affert tibi donum ut declines a via recta, ad pellem patris tui respicias, ne tibi hoc idem contingat«.

2) Blendung (Zaleucus). K. P. 252. Katal. 576. Br. 0,065 m., H. 0,024 m. Bleiguß.

Links sitzt ein bärtiger Mann, rechts ein bartloser, beide nackt. Jedem wird von einem nackten Schergen ein Auge ausgestochen. In der Mitte vier Personen in antikem Kostüme.

Der Darstellung liegt folgende Erzählung (Gesta Roman., ed. Österley, S. 347, Cap. 50) zu Grunde: »Refert Valerius, quod Zelongus consul edidit pro lege, quod, si quis virginem defloraret, utrumque oculum amitteret. Accidit, quod filius ejus filiam unicam cujusdam vidue defloravit. Mater hec audiens imperatori occurrens ait: O domine, legem quam fecisti, impleri faciatis. Ecce unicus filius vester unicam filiam meam rapuit et vi oppressit. Rex hoc audiens commota sunt omnia viscera ejus et precepit, ut duo oculi filii sui eruerentur. Dixerunt Satrape domino: Tantum unicum filium habes, qui est heres tuus. Toto imperio esset dampnum, si filius tuus oculos amittat. At ille: Nonne vobis constat, quod ego legem edidi? Obprobrium esset michi frangere, quod semel firmiter statui. Sed quia filius meus est primus, qui contra legem fecit, primus erit, qui penitencie subjacebit. Sapientes dixerunt: Domine, propter deum rogamus vos, ut filio vestro parcatis. Ille vero precibus devictus ait: Carissimi, ex quo ita est, audite me! Oculi mei sunt oculi filii mei et e converso. Dextrum oculum meum eruatis et sinistrum oculum fillii mei! Tunc lex est impleta. Et sic factum est, unde omnes prudenciam regis et justiciam laudabunt«.

3) Der Richter tödtet seinen Neffen. (Graf Archambeau). K. P. 251. Katal. 575. Br. 0,065 m., H. 0,024 m. Bleiguß.

Links auf einem Bette sitzt ein nackten bärtiger Mann, der in der emporgehobenen Rechten den gezückten Dolch hält. Mit der Linken zieht er eine nackte, von rückwärts gesehene Gestalt über sein Lager. Rechts vier Männer.

Derselbe Gegenstand in andrer Behandlung bei Aldegrever, B. 73.

Pauli, Schimpf und Ernst, ed. Österley, S. 93 (CXXIX): »Man liszt von einem Edelman, der was ein amptman ein richter in einer stat, der niemans vbersah, vnd was nach gottes gerechtikeit hiesch, dem gieng er nach. Vnd vff ein zeit ward er kranck, da er also an dem bet lag, da hert er ein dochter ein junckfraw schreien. Er fragt seinen diener einen, der da für gieng warumb die dochter also geschruwen hat, er wolt es wissen. Der knecht sprach, euwer veder, euwers bruders sun hat mit ir geschimpfft. Tc. Der edelman verstunt es wol, vnd nam ein brotmesser, vnd legt es vnter das Küssen, vf ein mal erblickt er in, da er für die kamer anhin gieng, er rufft im vnd hiesz in zu im kumen, vnd er kam zu im, vnd er truckt in an sein brust vnd stach im das messer zu dem rucken hinyn in das herz, vnd stach in zudot, vnd stiesz in von im, vnd hiesz in vergraben«.

4) Söhne, die auf die Leiche des Vaters schießen. K. P. 248. Katal. 572. Br. 0,065 m., II. 0,024 m. Bleiguß.

Links an einen Baum gebunden die von einem Laken verhüllte Leiche eines bärtigen Mannes. Ein Pfeil steckt in der Gegend des Herzens. Neben ihm, dem Hintergrunde zu, eine Tragbahre. In der Mitte die drei Söhne. Zwei, bärtig, stehen, mit Bögen bewehrt. Der dritte, bartlos, kniet vor dem rechts sitzenden Richter, der in der Rechten ein Scepter trägt. Im Hintergrunde die Ruinen einer Burg.

Die Darstellung ist so bekannt und künstlerisch so oft verwertet (cf. z. B. Weltmann, Holbein S. 140, Mummenhoff, Das Rathaus in Nürnberg S. 336, v. Térey, die Handzeichnungen des Hans Baldung I, 45), daß der Hinweis auf die Gesta Romanorum in der angeführten Ausgabe S. 342 f. und S. 719, 45 genügen mag. In Collect. Spitzer, Bd. III, S. 15, Nr. 29 ist allerdings die Deutung trotzdem falsch.

5) Ein Vater verurteilt seine Tochter. (S. Barbara?) K. P. 249. Katal. 573. Br. 0,065 m., H. 0,024 m. Bleiguß.

Links sitzt ein nackter bärtiger Mann mit abgewandtem Haupte, in der vorgestreckten Linken das Scepter haltend. Rechts von ihm eine bekleidete Frau und ein bärtiger Mann in antikem Kostüm, der mit der Rechten auf den Richter zeigt. Ein anderer Mann in antiker Kleidung hat seine Linke auf die Schulter der Frau gelegt und hält in der emporgehobenen Rechten das gezückte Schwert. Weiter rechts drei Krieger, die aus einem Thore kommen.

Ob wir es wirklich mit der Geschichte der h. Barbara (vergl. den Holzschnitt von Aldegrever, Nagler, Monogr. I, S. 293, Nr. 32) zu thun haben, mag dahin gestellt bleiben. Die Auswahl ist in diesem Falle eine zu große, um eine sichere Entscheidung zu erlauben.

6) Mucius Scävola. K. P. 247. Katal. 571. Br. 0,065 m., H. 0,024 m. Bleiguß.

Links auf dem Throne sitzt Porsenna, in der Rechten das Scepter haltend. Vor ihm auf rundem Postament das Kohlenbecken, aus dem die Flamme schlägt, und in das Scävola seine rechte Hand hält. Hinter ihm ein, rechts von ihm drei bewaffnete Krieger. Alle Personen in antiker Tracht.

Bleiguß in Kassel.

Drei der zuletzt beschriebenen Plaketten (1, 2 u. 4) befinden sich auf einem Pokale, der im Besitze Spitzers war und »Collektion Spitzer« Bd. III, S. 15, Nr. 29, folgendermaßen beschrieben ist: »(Argent doré) Le vase se compose d’une partie cylindrique reposant sur deux disques aplatis ornés de mascarons d’hommes et de femmes, entourés de cartouches, séparés par des godrons sur l’un desquels est gravé un dragon héraldique levant une épée, accompagné des lettres B. L. Sur la partie cylindrique sont représentées en bas-reliefs fondus et ciselés, séparés par des termes, trois scènes appartenant à une même suite (folgt die Beschreibung der Plaketten). Le pied, en balustre, est orné de mascarons en forme de termes. Sur la platte, deux figures de fleuves et deux sources couchées, appuyées sur des urnes; sur le bord, des arabesques gravées.

Le couvercle est orné sur le bord d’un rang d’oves au-dessus duquel est gravée l’inscription suivante: CAVETE AVTEM VOBIS § NE GRAVENTVR CORDA § VESTRA CRAPVLA. Au-dessus de cette inscription se déroule une frise représentant de petits génies jouant sur les flots et des monstres marins. Au-dessus d’une seconde frise est un sujet deux fois répété: un homme et une femme s’embrassant, accompagnés de deux amours. Une figurine d’enfant nu, tenant un écusson, termine le couvercle et forme le bouton. Sur l’écusson, sommé d’une mitre, d’une crosse et d’une épée, on voit un trèfle accompagné de deux étoiles en chef (Wappen des Bistums Sitten). Enfin à l’interieur du couvercle est rapportée une plaquette repoussée, représentant la Trinité. Sur le bord sont gravées les initiales L+L. Hauteur: 0,260 m.«

Der Pokal trägt zwei Marken, deren eine einen senkrecht in zwei Felder geteilten Schild zeigt, von denen das linke zwei Sterne übereinander hat. Die andere Marke bildet ein schlüsselartiger, nach unten halbmondförmig auslaufender Gegenstand. In dem halbmondförmigen Teile befindet sich ein Stern. Der außerordentlichen Liebenswürdigkeit des Herrn Professor Dr. Marc Rosenberg verdanke ich die Erklärung der ersten Marke: sie ist das Beschauzeichen von Sitten. Gleichzeitig aber übersandte mir Herr Professor R., wofür ich auch an dieser Stelle ihm meinen verbindlichsten Dank sage, Beschreibung und Abbildung eines anderen Pokales desselben Sittener Meisters, der, in Genf zur Ausstellung gebracht, eine feste Datierung giebt und im Verein mit dem Spitzerschen das hervorragende Können des Meisters darthut. (Ich erfülle gern die Pflicht, das liberale Entgegenkommen der Genfer Ausstellungskommission in dieser Sache dankend hervorzuheben.) R. urteilt über den Pokal: »Auf der Ausstellung in Genf das beste Renaissance-Becherchen«.

Die Beschreibung aus dem Katalog Nr. 2130 lautet: »Coupe sur pied à couvercle, en argent repoussé, ciselé et doré; sur la coupe le massacre des Innocents, des mascarons et des amours; sur le couvercle, surmonté d’un amour tenant un écu aux armes de la famille de Graffenried, l’insription HOC SECVLVM EST IOCANTIS FORTVNÆ LVDVS. M. D. LXII., à l’interieur du couvercle les armes accolées et émaillées des familles de Graffenried et Michel dite Schwertschwendi. Poinçon de Sion, marque indéterminée. 1562.

»Cette coupe appartenait à Nicolas de Graffenried, Gouverneur d’Aigle et banneret de la ville de Berne (1530-1580)«.

Beide Pokale zeigen in ihrem Aufbau große Ähnlichkeit, nur daß der senkrechte, cylindrische Teil der cupa bei dem Graffenried’schen im Verhältnis zum Gesamtmaß höher ist, während bei dem Spitzer’schen der Schaft freier und schlanker emporstrebt. Der den Deckel abschließende Putto ist bei beiden Stücken derselbe. Die Darstellung des Bethlehemitischen Kindermordes zeigt in der einfachen, äußerst geschickten Komposition, in den muskulösen, beweglichen Figuren eine so augenscheinliche innere Verwandtschaft mit den Plakettendarstellungen, daß ich in weiterer Berücksichtigung der in jeder Beziehung künstlerisch vollendeten Durchführung der beiden Pokale nicht im Zweifel bin, daß wir in dem Sittener Meister auch den Urheber der Plaketten zu sehen haben, daß er nicht etwa nach fremden Mustern gearbeitet hat. Hoffentlich gelingt es der Lokalforschung, auch den Namen dieses bedeutenden Künstlers festzustellen, der, 1560 in Sitten arbeitend, von Italien stark beeinflußt ist, seine Ausbildung aber zweifellos deutschen, vielleicht Straßburger Meistern, verdankt.

Über den Vorbesitzer unsrer Plaketten giebt Nr. 2, »Blendung« interessanten Aufschluß. Auf der Rückseite nämlich hat Kinderhand Linien zum »Rechnen auf der Linie« gezogen und in die Spacien Rechenpfennige mit Hilfe des Zirkels eingetragen. Außerdem aber sind Schreibversuche gemacht, die uns den Namen des jugendlichen Autors verraten. Oben lesen wir die Buchstaben des Alphabets von h—m, unten »all mechtiger«, in der Mitte aber »carollus perckmann«. Die Schrift gehört der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts an. Dieser Karl Perckmann ist, da die Plaketten später in den Hallerschen Besitz kamen, also wohl auch vorher in Nürnberg waren, sicherlich ein Mitglied der Nürnberger Goldschmiedefamilie gleichen Namens, aus der zwei Meister bekannt sind: Andreas Berckmann 1651, und Johann B. 1691.

Nürnberg.

Dr. F. Fuhse.