Erstes Kapitel.
Dem Angehörigen höherer Stände bieten sich selten Momente freudigerer Erwartung, als wenn er an der Schwelle einer Reise in ferne Länder steht. Die Pforten der Enge öffnen sich ihm; es fällt die Kette vor dem Eingang ins Heiligtum, mit unsicherem Blick nach rechts und links schreitet er vorwärts und blickt — ins Unermeßliche. In die Welt der Abenteuer und großen Taten, die Welt voll schwarzer Wetter und lockenden Sonnenscheins, die in jeder ihrer Falten eine unbeantwortete Frage, einen unlösbaren Zweifel bringt. Du mußt allein hineinschreiten, mußt dich absondern von den Scharen deiner Freunde, die die Rosengärten aufsuchen, mußt den Purpur und das feine Linnen zurücklassen, die den kämpfenden Arm hindern, — freudlos, heimat- und besitzlos will sie dich haben, diese Welt der Wunder. Statt der überredenden Worte deiner Ratgeber wirst du das Rauschen des Windes hören, Regenschauer und scharfer Frost werden dir ein stärkerer Ansporn sein als Lob und Tadel, und die Not wird ein entschiedeneres Muß sprechen als die armselige Stimme der Einsicht, die wir Menschen ganz nach Belieben zu befolgen oder zu mißachten pflegen. Du verläßt dein schützendes Heim und fühlst, sobald du den Pfad betrittst, der über die gerundeten Schultern der Erde dahinführt, gleich dem Manne im Märchen; die Reifen lösen sich, die dein Herz gefesselt halten.
Es war ein stürmischer Morgen, der 5. Februar. Der Westwind erhob sich aus dem Mittelmeer, fegte über die Erde dahin, wo die Kanaaniter Krieg führten mit den hartköpfigen Bergbewohnern Judäas, übersprang die gewaltige Gebirgsmauer, die die Könige von Assyrien und Ägypten vergebens zu überwinden versucht, schrie nach Jerusalem die Kunde von kommendem Regen hinein, jagte weiter über die öden Osthänge hinab, setzte mit einem Sprung über das tiefeingeschnittene Bett des Jordans und verschwand jenseits der hohen moabitischen Höhen in der Wüste. Und die ganze Meute des Sturmes jagte ihm nach, ein kläffendes Rudel, ostwärts jagend und sich des tollen Tanzes freuend.
Die heilige Grabeskirche.
Wer, mit frischem Leben in den Adern, möchte wohl an einem solchen Tage zu Hause bleiben? Für mich gab es überhaupt keine Wahl. Schon im grauen Dämmern waren die Maultiere mit all meinen Habseligkeiten ausgezogen. Zwei Zelte, ein Lebensmittelwagen mit so wenig luxuriösen Vorräten für einen Monat, daß selbst der abgehärtetste Reisende sich nicht mit weniger begnügen kann, zwei kleine Maultierkörbe voll photographischer Artikel, einige wenige Bücher und ein stattliches Paket Landkarten — das war alles. Mit den aus Beirut mitgebrachten Maultieren und ihren drei Führern war ich zufrieden und beabsichtigte, dieselben auch auf der Weiterreise mitzunehmen. Die Männer stammten alle aus dem Libanon, zwei, Vater und Sohn, beide Christen, aus einem Dorfe nördlich von Beirut. Der Vater — Ibrahim mit Namen — ein altes, zahnloses Individuum, saß rittlings über den Maultierkörben und murmelte fromme Worte, Segenssprüche und Beteuerungen seiner Ergebenheit gegen seinen gnädigsten Auftraggeber, ohne sich jedoch bewogen zu sehen, weitere Anstrengungen zum Wohle der Gesellschaft zu machen. Der Sohn, Habīb, zählte zwei- oder dreiundzwanzig Jahre, war dunkel, stämmig, breitschulterig, mit kühnem Blick unter schwarzen Brauen hervor, und einem Profil, das ein Grieche ihm hätte neiden können. Treiber Nummer drei war ein Druse, ein großer, schlottriger, unverbesserlich träger Mensch, ein Schurke im kleinen, der freilich meinen gerechten Unwillen hinsichtlich gestohlenen Zuckers und fehlender Piaster stets durch einen bittenden Blick aus seinen glänzenden Hundeaugen wieder zu bannen wußte. Er zeigte sich gefräßig und stumpfsinnig, Fehler, die bei einer Kost von trocknem Brot, Reis und ranziger Butter freilich wohl schwer vermeidlich sind, aber selbst mitten unter seine Todfeinde gestellt, leierte er seine Arbeit weiter und schlurfte mit derselben Miene blöder Gleichgültigkeit hinter seinen Maultieren und seinem Esel her, die er in den Straßen von Beirut zeigte. Er hieß Mohammed.
Straße in Jerusalem.
Das letzte Glied unserer Karawane war Michaïl, der Koch, ein Jerusalemer und Christ, dem die Religion freilich nicht viel Kopfzerbrechen machte. Er hatte Mr. Mark Sykes auf Reisen begleitet und von ihm folgendes Zeugnis erhalten: »Mit Ausnahme dessen, was er bei mir gelernt hat, versteht er nicht viel vom Kochen, aber er macht sich keinen Strohhalm daraus, ob er lebt oder getötet wird.« Als ich Michaïl diese Worte vorlas, lachte er immer wieder in sich hinein, und ich engagierte ihn auf der Stelle. Es war freilich ein ungenügender Grund, aber ebenso gut, wie mancher andere. Seinen Fähigkeiten entsprechend, diente er mir gut, aber er war ein empfindliches, hitziges Männchen, das mit einer Einbildungskraft, deren Größe ich selbst in unserer dreimonatigen Bekanntschaft nicht ganz ergründet habe, überall und in allem eine beabsichtigte Beleidigung witterte. Unglücklicherweise hatte Michaïl in den Jahren, die seit seinem Schiffbruch auf dem See Wan mit Mr. Sykes verflossen waren, außer dem Kochen auch noch einiges andere gelernt. Es ist typisch für ihn, daß er sich nie die Mühe gab, mir jenes Abenteuer zu schildern, obwohl er einmal, als ich es erwähnte, kopfnickend bemerkte: »Wir waren damals dem Tode so nahe, wie ein Bettler der Armut, aber Exzellenz weiß ja, daß der Mensch nur einmal sterben kann.« Dagegen traktierte er meine Ohren beständig mit Geschichten von Reisenden, die da behauptet hatten, ohne Michaïls kulinarische Künste nicht in Syrien reisen zu können und zu wollen. Die Arrakflasche war die Schwäche, die ihm verhängnisvoll werden sollte, und nachdem ich alle Maßregeln, von überredender Schmeichelei bis zur Jagdpeitsche, angewendet hatte, entließ ich ihn an der cilicischen Küste mit anderm Bedauern als der Sehnsucht nach zähen Ragouts und kalten Pfannkuchen.
St. Stephanstor in Jerusalem.
Ich hegte den Wunsch, den einsamen Weg nach Jericho ganz allein hinabzureiten, wie ich schon zuvor getan hatte, als mein Antlitz auch der Wüste zugewendet war, aber Michaïl war der Meinung, daß sich das mit meiner Würde nicht vertrüge, und ich hegte die Überzeugung, daß selbst seine schwatzhafte Gegenwart diesen Weg nicht der Einsamkeit entkleiden konnte. Um neun Uhr saßen wir im Sattel, ritten um die Mauern von Jerusalem in das Tal des Kidron hinab, vorbei an dem Schmerzensgarten von Gethsemane, und den Ölberg hinan.
Mohammedanische Prozession zieht durch die Gärten des Ölberges.
Hier hielt ich inne, um mich wieder dem Eindruck hinzugeben, den keine Vertrautheit mit der Gegend abschwächen kann, dem Eindruck der mauerumgürteten Stadt, die unter einem bleiernen Himmel grau inmitten der grauen Landschaft liegt, und doch vergoldet wird von der Hoffnung und dem unauslöschbaren Sehnen aller Pilger. Menschliches Hoffen, das blinde Tasten der gefesselten Seele nach einem Ziel, das jedem Wunsche Erfüllung, jedem müden Herzen Frieden geben wird, — das ist es, was die Stadt gleich einem halb lichten, halb wehmütigen Glorienschein umgibt, den so manche Zähre benetzt, manche Enttäuschung befleckt hat. Der West wandte mein Pferd, und vorwärts galoppierten wir über den Gipfel des Hügels und die Straße hinab, die sich durch die judäische Wüste hinzieht.
Russische Pilger.
Am Fuße des ersten Abstieges liegt eine Quelle, »Ain esh Shems«, d. i. »Sonnenquell«, von den Arabern genannt, während die christlichen Pilger ihr den Namen »Apostelbrunnen« beigelegt haben. Selten wird man hier während des Winters vorüberkommen, ohne russische Bauern zu finden, die auf ihrem beschwerlichen Wege vom Jordan herauf hier rasten. Tausende überschwemmen alljährlich das Land, alte Männer und Frauen zumeist, die ein Menschenalter lang gedarbt und gespart haben, um die etwa 150 Rubel zu erübrigen, die sie nach Jerusalem bringen sollen. Von den fernsten Grenzen des russischen Reiches kommen sie zu Fuß nach dem Schwarzen Meere, wo sie sich als Deckpassagiere auf den kleinen schmutzigen russischen Dampfern einschiffen. Als einziger Kajütenpassagier habe ich einst mit 300 dieser Pilger die Überfahrt von Smyrna nach Jaffa gemacht. Es war tiefer Winter, stürmisch und kalt für den an Deck Schlafenden, selbst wenn er mit Schafpelz und gefütterten Schaftstiefeln ausgerüstet war. Meine Reisegefährten hatten aus Sparsamkeit ihre Lebensmittel selbst mitgebracht: ein Laib Brot, etliche Oliven, eine rohe Zwiebel waren ihre tägliche Nahrung. Am Morgen und am Abend vereinigten sie sich um ein in der Schiffsküche hängendes Muttergottesbild zum Gebet, und das Summen ihrer Litaneien vereinigte sich auf seinem Wege himmelan mit dem Stampfen der Schraube und dem Plätschern der aufgewühlten Flut. Die Pilgrime erreichen Jerusalem gegen Weihnachten und verweilen bis nach Ostern, damit sie noch ihre Kerzen an der heiligen Flamme entzünden können, die am Auferstehungsmorgen aus dem Grabe Christi hervorbricht. Zu Fuß wandern sie an alle die heiligen Stätten, Obdach in den großen Unterkunftshäusern findend, die die russische Regierung für sie erbaut hat. Viele sterben infolge von Mangel, Ermüdung und den Unbilden eines unvertrauten Klimas; aber in Palästina sterben, ist ja die höchste Gunst, die die göttliche Hand verleihen kann: ruhen doch die Gebeine friedlich im Heiligen Lande, während die Seele unmittelbar ins Paradies eilt. Man kann diesen kindlich einfältigen Reisenden auf jeder Landstraße begegnen; im heimischen Pelz pilgern sie durch Sommerglut und Winterregen dahin, gestützt auf den Stab, den die eigne Hand am steilen Jordanufer geschnitten. Sie verleihen der von so schwermütiger Poesie erfüllten Landschaft einen noch ernsteren Charakter. In Jerusalem wurde mir einst eine Geschichte erzählt, die das Wesen der russischen Pilger besser beleuchtet, als es seitenlange Schilderungen vermögen. Ein Einbrecher war überführt und nach Sibirien geschickt worden, wo er viele Jahre als Sträfling verbrachte. Als seine Zeit um war, kehrte er gebessert zu seiner alten Mutter zurück, und die beiden brachen nach dem Heiligen Lande auf, wo er für seine Sünden Buße tun wollte. Nun versammelt sich um die Zeit, wo die Pilger dort weilen, der ganze Abschaum von Syrien in Jerusalem, um zu betteln und die arglosen Wallfahrer zu betrügen. Einer dieser Vagabunden ging den russischen Büßer um ein Almosen an, als dieser gerade selbst nichts hatte. Durch die Zurückweisung erbittert, schlug der Syrier den andern zu Boden und verletzte ihn so schwer, daß er drei Monate im Hospital liegen mußte. Nach seiner Genesung kam der russische Konsul zu ihm und sprach: »Wir haben den Burschen, der dich fast getötet hat; du mußt Zeugnis ablegen gegen ihn, ehe du fortgehst.« Der Pilgrim aber versetzte: »Nein, lassen Sie ihn laufen. Ich bin auch ein Verbrecher.«
Pilger werden im Jordan getauft.
Jenseits des Quells lag die Straße menschenleer, und obgleich sie mir schon bekannt war, überraschte mich doch diese tiefe Einsamkeit aufs neue. Kein lebendes Wesen, keine Blume, die kahlen Stengel der vorjährigen Disteln nur, die nackten Höhen, der steinige Weg. Und doch hat die Wüste von Judäa so manchem Feuergeiste das Leben gegeben. Grimme Propheten sind aus ihr hervorgegangen, die eine Welt mit Gottes Zorn bedrohten, an der sie selbst keinen Teil hatten, die sie nicht verstanden; die Täler sind voll von Höhlen, die jene Männer beherbergten; ja bis zum heutigen Tage sind einige von hungernden, abgemagerten Asketen bevölkert, die an einer überlieferten Religionsausübung festhalten, der selbst unser nüchterner Verstand nur schwer die Berechtigung absprechen kann. Bevor es Mittag war, erreichten wir die Karawanserei, die halbwegs nach Jericho und zwar an der Stelle liegt, wo der Legende nach der barmherzige Samariter den unter die Mörder Gefallenen fand. Ich ging hinein, um geschützt vor dem kalten Wind zu frühstücken. Drei deutsche Handlungsreisende schrieben Ansichtspostkarten im Gastzimmer und handelten mit dem Wirt um imitierte Beduinenmesser. Ich saß und horchte auf ihr Geschwätz — es waren die letzten Worte, die ich auf Wochen hinaus in einer europäischen Sprache hören sollte, aber ich fand keine Ursache, der Zivilisation nachzutrauern, die ich hinter mir ließ. Ostwärts von der Karawanserei senkt sich der Weg und kreuzt ein trocknes Flußbett, das mancher Greueltat zum Schauplatz gedient hat. An den Ufern verborgen, pflegten die Beduinen den vorüberziehenden Pilgern aufzulauern, sie auszuplündern und zu morden. Denn noch vor 15 Jahren war die Straße ebenso wenig vom Auge des Gesetzes behütet, wie jetzt das Ostjordanland; im letzten Jahrzehnt hat sich die öffentliche Sicherheit ein paar Meilen weiter ostwärts ausgedehnt. Endlich erreichten wir den Gipfel des letzten Hügels und blickten in das Tal des Jordans, auf das Tote Meer und die verschleierten moabitischen Berge im Hintergrund — die Grenze der Wüste. Zu unsern Füßen Jericho, ein unromantischer Haufen baufälliger Gasthäuser und Hütten, in denen die einzigen Araber hausen, die der Tourist zu Gesicht bekommt, ein Mischgesindel von Beduinen und Negersklaven. Ich ließ mein Pferd bei den Maultiertreibern oben am Hang, — »Der Herr schenke Ihnen Gedeihen!« — »Gelobt sei Gott!« — »Wenn es Eurer Exzellenz gut geht, sind wir zufrieden!« — und lief bergab in das Dorf. Aber Jericho genügte mir nicht für diesen herrlichen ersten Reisetag; ich sehnte mich danach, Touristen, Hotels und Ansichtspostkarten hinter mir zu lassen. Zwei weitere Stunden würden uns an das Jordanufer bringen, und dort, an der hölzernen Brücke, die West und Ost verbindet, konnten wir an einem geschützten Platz zwischen den Erdhügeln, im Dickicht von Rohr und Tamarisken unsre Zelte aufschlagen. Ein kurzer Halt, um Futter für die Pferde und Maultiere zu kaufen, und weiter ging es über den schmalen Streifen Ackerland, der Jericho umgibt, dem Ghor, dem Tale des Jordan, zu.
Kloster Kurutul oberhalb Jerichos.
Ist die Straße nach Jericho schon öde genug, so bietet das Jordantal einen Anblick fast unheimlicher Unwirtlichkeit. Hätten die Propheten des Alten Testamentes ihren Fluch über diese Gegend geschleudert, ebenso wie sie es über Babylon oder Tyrus taten, es könnte keinen besseren Beweis für die Wahrheit ihrer Prophezeiungen geben; aber sie schwiegen, und unsre Einbildungskraft muß auf die Flammen von Sodom und Gomorrha zurückgreifen, auf jenes legendenhafte Strafgericht, das in unsrer eignen Kindheit ebenso spukte, wie es in den Kindheitstagen der semitischen Rasse gespukt hat. Eine schwere, schwüle Atmosphäre lastete über diesem tiefstgelegenen Teile der Erdoberfläche; über unsern Häuptern, oben auf den Gipfeln der Hügel, wo der Mensch die freie Gottesluft atmet, raste der Wind dahin, im Tale aber war alles leb- und bewegungslos wie in der Tiefe des Meeres. Wir bahnten uns einen Weg durch das niedrige Buschwerk des dornigen Sidrbaumes, des Christusdornes, aus dessen Zweigen angeblich Christi Dornenkrone geflochten war. Man kennt zwei Arten des Christusdorns, die Araber nennen sie Zakūm und Dōm. Aus dem Zakūm ziehen sie ein medizinisches Öl, der Dōm aber trägt kleine, dem Holzapfel ähnelnde Früchte, die zur Zeit der Reife eine rötlichbraune, einladende Farbe aufweisen. Sie sind das wahre Abbild des Toten Meeres, verlockend anzusehen, auf den Lippen aber eine sandige Bitterkeit zurücklassend. Das Sidrgestrüpp lichtete sich und blieb hinter uns; wir befanden uns auf einer trocknen Schlammdecke, die nichts Grünes trägt. Sie ist von gelber Farbe und hier und da mit grauweißem, giftigem Salze bestreut, dessen Lebensfeindlichkeit sich dem Auge ganz unbewußt von selbst aufdrängt. Während wir so dahinritten, überfiel uns plötzlich ein schwerer Regenschauer. Die Maultiertreiber schauten besorgt drein, selbst Michaïls Gesicht zog sich lang: lagen doch vor uns die Schlammhänge von Genesis, die Pferd und Maultier nur bei vollständiger Trockenheit überschreiten können. Der Regen währte zwar nur sehr wenige Minuten, genügte aber, um den harten Schlamm in der Ebene in eine butterähnliche Masse zu verwandeln. Die Pferde versanken darin bis zu den Fesseln, und mein Hund Kurt winselte, als er seine Pfoten aus dem gelben Leime zog. So kamen wir an die Schlammhänge, die größte Seltsamkeit dieses unwirtlichen Landes. Eine Viertelmeile westwärts vom Jordan — auf dem Ostufer des Stromes ist dieser Streifen viel schmäler — verwandelte sich die platte Ebene plötzlich in eine Kette steiler, durch tiefe Einschnitte getrennter Schlammbänke. Sie sind nicht hoch, höchstens 30 bis 40 Fuß, aber die Gipfel sind so spitz, die Seiten so steil abfallend, daß der Reisende sich seinen Weg über und um dieselben mit der größten Sorgfalt bahnen muß. Der Regen hatte die Abhänge glatt wie Glas gemacht; selbst für den Fußgänger war es fast unmöglich, sich aufrecht zu halten. Mein Pferd stürzte, als ich es darüber führte, da wir uns aber glücklicherweise auf einem kleinen Grat befanden, gelang es dem Tiere, sich durch die erstaunlichsten gymnastischen Anstrengungen wieder emporzuarbeiten. Ich schickte ein Stoßgebet zum Himmel, als meine kleine Karawane aus dem Bereich der Schlammhänge war; bei anhaltendem Regen wären wir möglicherweise zu stundenlangem Warten verurteilt worden, denn wenn der Reiter in eine der schlammigen Vertiefungen stürzt, muß er darin warten, bis der Boden wieder trocken ist.
Zug durch das Ghor.
Am Flußufer war Leben. Der Boden war mit jungem Gras und gelben Gänseblümchen bedeckt, das rostfarbene Gezweig der Tamarisken zeigte die ersten Spuren des Frühlings. Ich sprengte auf die große Brücke mit dem Balkendach und den Seiten aus Gitterwerk zu — auf dieses Tor zur Wüste, das dem Reisenden einen tiefen Eindruck hinterläßt. Da lag der freie, mit kurzem Gras bewachsene, von den Schlammbänken begrenzte große Platz, den ich so gut in der Erinnerung hatte, und — dem Himmel sei Dank — er war leer. Wir hatten Ursache zur Besorgnis in dieser Hinsicht gehabt. Die türkische Regierung zog in dieser Zeit alle verfügbaren Truppen zusammen, um den Aufstand in Jemen zu unterdrücken. Die Regimenter des südlichen Syriens zogen über die Brücke nach 'Ammān, von wo sie mit der Bahn auf der Mekkalinie bis zu der damaligen Endstation Ma'ān, in der Nahe von Petra, befördert wurden. Von Ma'ān aus führte sie ein schrecklicher Marsch durch eine Sandwüste an die Spitze des Golfes von 'Akaba. Viel hundert Mann, viel tausend Kamele kamen um, ehe das Ziel erreicht war, denn auf dem ganzen Wege gibt es (so sagen die Araber) nur drei Brunnen, von denen der eine ungefähr zwei Meilen abseits der Heerstraße liegt und allen denen unauffindbar ist, die nicht mit dem Lande vertraut sind.
Jordanbrücke.
Wir errichteten unsere Zelte, pflöckten die Pferde an und entzündeten ein mächtiges Feuer aus Weiden- und Tamariskenholz. Es war eine ruhige, trübe Nacht, auf den Bergen regnete es, — bei uns nicht. Die jährliche Regenmenge beläuft sich auf nur wenige Zoll im Jordantal. Wir waren nicht allein. Die türkische Regierung erhebt nämlich von allen Brückenpassanten einen kleinen Zoll und hat zu diesem Zweck einen Wächter dort stationiert. Er wohnt in einer Lattenhütte neben dem Brückentor, und zwei oder drei zerlumpte Araber aus el Ghor teilen seine Einsamkeit. Einer derselben, ein grauhaariger Neger, sammelte Feuerholz für uns und durfte zur Belohnung die Nacht bei uns verbringen. Er war eine vergnügte Seele, dieser Mabūk. Unbekümmert darum, daß ihn die Natur mit einer außergewöhnlich häßlichen Mißgestalt bedacht hatte, tanzte er munter um das Lagerfeuer. Er erzählte gern von den Soldaten, den armen Burschen, die schon auf ihrer ersten Tagereise zerlumpt, mit zerfetzten Schuhen, dazu halb verhungert bei der Brücke ankamen. Am selben Morgen war ein Tābūr (900 Mann) durchgezogen, andere wurden morgen erwartet — wir hatten sie gerade verfehlt. »Mascha'llah!« sagte Michaïl, »Euer Exzellenz haben Glück. Erst entrinnen Sie den Schlammhängen und nun den Redīfs.« — »Gelobt sei Gott!« murmelte Mabūk, und von dem Tage galt es für besiegelt, daß ich unter einem glücklichen Stern reiste. Mabūk brachte uns auch die erste Kunde aus der Wüste. Unaufhörlich sprach er von Ibn er Raschīd, dem jungen Häuptling der Schammār, dem sein mächtiger Onkel Mohammed einen so unsicheren Landbesitz in Zentral-Arabien als Erbe hinterlassen. Zwei Jahre lang hatte ich nichts von Nedjd gehört — und was machte Ibn Sa'oud, der Beherrscher von Rīad und Ibn er Raschīds Nebenbuhler? Wie stand der Krieg zwischen ihnen? Mabūk hatte allerlei gehört, es hieß, Ibn er Raschīd sei in die Enge getrieben; vielleicht zogen die Redīfs gar nach Nedjd und nicht nach Jemen, — wer weiß? Hatten wir auch schon gehört, daß die 'Ajārmeh einen Scheich der Suchūr ermordet hatten, gerade als der Stamm aus dem östlichen Weideland zurückkehrte? So lief das übliche Gespräch; die Themen der Wüste — blutige Fehde und Kameldiebstahl — alle wurden sie erörtert, ich hätte vor Freude weinen mögen, als ich ihnen wieder lauschte. Ein wahres Babel von arabischen Dialekten herrschte an diesem Abend um mein Feuer: Michaïl sprach das gewöhnlich klingende, jeder Vornehmheit entbehrende Jerusalemisch, Habīb drückte sich, außerordentlich schnellsprechend, im Dialekt des Libanon aus, und Mohammed hatte den langgezogenen, monoton beirutischen Akzent, während die Lippen des Negers ein der schönen, kraftvollen Beduinensprache ähnelndes Idiom formulierten. Selbst den Männern fiel die Verschiedenartigkeit der Dialekte auf, und sie wandten sich an mich mit der Frage, welches der richtige sei. Ich konnte nur erwidern: »Das weiß Gott allein, denn er ist allwissend!« eine Antwort, die mit Lachen aufgenommen wurde, obgleich ich gestehen muß, daß ich sie nur zaghaft äußerte.
Kloster Mar Saba in der Wüste von Judäa.
Grau und windstill brach der Morgen herein. Vom Augenblick meines Erwachens an bis zum Aufbruch waren 1½ Stunden für Vorbereitungen festgesetzt; manchmal kamen wir zehn Minuten früher fort, manchmal leider auch später. Die Wartezeit verplauderte ich mit dem Brückenwärter, einem Jerusalemer Kind. Er vertraute meinem mitleidigen Ohr all seine Kümmernisse, die Streiche, die ihm die Ottomanische Regierung zu spielen pflegte, und die Schwere des Daseins in den heißen Sommermonaten. Und dann das Gehalt! ein reines Nichts! Sein Einkommen war jedoch größer, als er einzugestehen beliebte, denn ich entdeckte in der Folge, daß er für jedes meiner sieben Tiere drei statt zwei Piaster gefordert hatte. Es ist sehr leicht, sich gut mit den Orientalen zu stellen, und wenn sie ein Entgelt für ihre Freundschaft verlangen, so ist es gewöhnlich sehr bescheiden. Wir überschritten den Rubikon für drei Piaster pro Kopf und schlugen den nordwärts nach Salt führenden Weg ein. Der südliche geht nach Mādeba in Moab, der mittlere aber nach Heschbān, wo der schurkische Sultan ibn 'Ali id Diāb ul 'Adwān, der große Scheich aller Belkaaraber, wohnt. Die Ostseite des Jordantales ist viel fruchtbarer als das Westufer. Liefern doch die schönen Höhen von Ajlun Wasser genug, um die ganze Ebene in einen Garten zu verwandeln, aber das kostbare Naß wird nicht aufgespeichert, und die Araber vom Stamme 'Adwān begnügen sich damit, ein wenig Korn zu erbauen. Noch war die Zeit des Blühens nicht gekommen. Ende März aber ist das Ghor ein einziger Teppich aus den verschiedenartigsten lieblichen Blüten, die alle freilich nur einen Monat lang die sengende Hitze des Tales ertragen können, ja, dieser einzige Monat sieht die Pflanzen knospen, blühen und reifen Samen tragen. Ein armseliger Araber zeigte uns den Weg. Er war gekommen, um sich den Redīfs zuzugesellen, da ein wohlhabender Einwohner von Salt ihn gegen ein Entgelt von 50 Lire als Ersatzmann gedungen hatte. Aber er kam zu spät; als er die Brücke erreichte, war sein Regiment schon vor zwei Tagen durchmarschiert. Es tat ihm leid, denn gern wäre er dem Krieg entgegengezogen, — überdies mußte er auch wahrscheinlich die 50 Lire zurückerstatten — aber seine Tochter würde sich freuen, denn sie hatte beim Abschied geweint. Er stand still, um seinen Lederpantoffel aus dem Schlamm zu ziehen.
»Nächstes Jahr,« sprach er, nachdem er mich wieder eingeholt, »werde ich, so Gott will, nach Amerika gehen.«
Verwundert betrachtete ich die halbnackte Gestalt, die bloßen Füße in den zerrissenen Schuhen, den zerlumpten, von den Schultern gleitenden Rock, den Wüstenturban aus einem Tuch und Schnüren von Kamelshaar hergestellt.
»Kannst du Englisch?« fragte ich.
»Nein,« erwiderte er gelassen, »aber ich werde dann das Reisegeld erspart haben. Hier ist bei Gott kein Vorwärtskommen möglich.«
Ich fragte, was er in den Vereinigten Staaten zu tun gedenke.
»Handeln,« lautete die Antwort, »und wenn ich 200 Lire zusammen habe, komme ich wieder.«
Dieselbe Geschichte kann man durch ganz Syrien hören. Hunderte wandern alljährlich aus und finden, wohin sie auch kommen, mitleidige Landsleute, die ihnen eine helfende Hand reichen. Sie bieten billige Waren auf den Straßen feil, schlafen unter Brücken und leben von einer Kost, die kein freier Bürger auch nur eines Blickes würdigen würde, und kehren, haben sie ihre 200 Lire erworben, in die Heimat zurück, reiche Leute in den Augen ihres Dorfes. Im Ostjordanland sind die Auswanderungsgelüste nicht so groß, aber als ich einst im Gebirge von Haurān einen Drusen nach dem Weg fragte, gab er mir im reinsten Yankeeenglisch Bescheid. Ich hielt mein Pferd an, hörte seine Geschichte und fragte schließlich, ob er wieder nach Amerika wolle. Er wandte sich um nach den Steinhütten seines Dorfes, das knietief in Schlamm und schmelzendem Schnee eingebettet lag, »Gibt's nicht!« erwiderte er, und als ich schon weiterritt, klang noch ein fröhliches »Mein Lebtag nicht!« hinter mir her.
Die Klagemauer in Jerusalem.
Ein zweistündiger Ritt brachte uns an das Gebirge, das wir durch ein gewundenes Tal betraten. Mein Freund nannte es Wād el Hassanīyyeh, nach dem Stamme gleiches Namens. Es war voll Anemonen, weißem Ginster (rattam nennen ihn die Araber), Cyclamen, Hyazinthen und wilden Mandelbäumen. Für nutzlose Pflanzen, mögen sie noch so schön sein, hat der Araber keine Namen, sie heißen alle haschīsch, Gras, während das kleinste Gewächs, das von irgend welchem Nutzen ist, in seiner Sprache bekannt und bezeichnet ist. Der Weg, ein bloßer Saumpfad, stieg allmählich bergan. Gerade, ehe wir in die Nebelschicht eintraten, die den Gipfel des Berges einhüllte, sahen wir unter uns, nach Süden hin, das Tote Meer wie eine riesige Milchglasscheibe unter dem bleiernen Himmel daliegen. Bei richtigem Gebirgswetter, einem feuchten, dahinjagenden Nebel, erreichten wir gegen 4 Uhr Salt. Dank dem Regen, der in der vergangenen Nacht über uns weggezogen und hier niedergefallen war, hatte sich die ganze Umgebung des Dorfes in einen Sumpf verwandelt. In der Hoffnung auf ein trockneres Unterkommen zögerte ich, die Zelte aufschlagen zu lassen. Es war mein erstes Bemühen, die Wohnung Habīb Effendi Fāris' ausfindig zu machen, um dessentwillen ich nach Salt gekommen war, obgleich ich ihn nicht kannte. Auf seiner Hilfe allein beruhte die Möglichkeit, meine Reise fortzusetzen. Ich hatte nur insofern Anrecht auf seinen Beistand, als er mit der Tochter eines eingebornen Priesters in Haifa, eines würdigen alten Mannes und guten Freundes von mir, verheiratet war. Urfa am Euphrat war der Stammplatz der Familie, aber Abu Namrūd hatte lange in Salt gelebt und kannte die Wüste. Die Stunden, in denen er mich Grammatik lehren sollte, verbrachten wir größtenteils damit, den Erzählungen der Araber und seines Sohnes Namrūd zu lauschen, der mit Habīb Fāris zusammen arbeitete, und dessen Name jedem Belkaaraber bekannt war.
Juden aus Buchara.
»Wenn Sie je in die Wüste wollen, so müssen Sie zu Namrūd gehen,« sagte Abu Namrūd. Und darum war ich jetzt hier.
Nach kurzem Fragen fand ich die Wohnung Habīb Fāris'. Ich wurde freundlich aufgenommen; Habīb war ausgegangen, Namrūd auswärts (verließ mich mein guter Stern?), aber wollte ich nicht hereinkommen und ausruhen? Das Haus war klein und voller Kinder, und noch erwog ich bei mir die Frage, ob nicht der feuchte Erdboden draußen eine bessere Ruhestatt darbieten möchte, als plötzlich ein schöner, alter, ganz arabisch gekleideter Mann erschien mit der Erklärung, daß er und kein anderer mich beherbergen würde, mein Pferd am Zügel nahm und mich mit sich führte. Das Tier wurde in der Karawanserei eingestellt, ich stieg eine hohe, schlüpfrige Treppe hinauf und betrat einen steingepflasterten Hof. Jūsef Effendi eilte voraus und öffnete die Tür seines Gastzimmers. Fußboden und Diwan waren mit dicken Teppichen belegt, die Fenster blitzten, wenn sie auch viele zerbrochene Scheiben aufwiesen, eine europäische Chiffonniere stand an der Wand: ich sah mich in meinen Erwartungen weit übertroffen. Einen Augenblick später war ich ganz heimisch, trank Jūsefs Kaffee und aß meinen eignen Kuchen dazu.
Abessinische Priester.
Jūsef Effendi Sukkar (Friede sei mit ihm!) ist Christ und einer der reichsten Bewohner von Salt. Er ist ein sehr lakonischer Mann, sucht aber als Wirt seinesgleichen. Er tischte mir ein ausgezeichnetes Abendessen auf, dessen Reste Michaïl vorgesetzt wurden, nachdem ich mich gütlich getan hatte. So sorgte er zwar für meine leiblichen Bedürfnisse, konnte oder wollte aber nichts tun, um meine Besorgnisse bezüglich der Weiterreise zu zerstreuen. Glücklicherweise erschienen in diesem Augenblick Habīb Fāris und seine Schwägerin Pauline, eine alte Bekannte von mir, sowie mehrere andere Personen, die sich alle die Ehre geben wollten, den Abend mit mir zu verplaudern. (»Behüte, die Ehre ist ganz auf meiner Seite!«) Wir ließen uns nieder zu Kaffee, dem bitteren, schwarzen Kaffee der Araber, der jeden Nektar übertrifft. Die Tasse wird dir gereicht mit einem »Geruhe anzunehmen!«, leer gibst du sie zurück und murmelst dabei »Langes Leben dir!« Während du trinkst, ruft dir eins zu »Gesundheit!«, und du erwiderst »Deinem Herzen!« Als die Tassen ein- oder zweimal herumgegeben und alle erforderlichen Höflichkeitsbezeigungen ausgetauscht waren, brachte ich die Rede auf das Geschäftliche. Wie konnte ich das drusische Gebirge erreichen? Die Regierung würde mir wahrscheinlich die Erlaubnis verweigern, bei 'Ammān stand ein Militärposten am Eingang zur Wüste, und in Bosra kannte man mich, denn dort war ich ihnen vor fünf Jahren durch die Finger geschlüpft, ein Kunststück, das mir zum zweitenmal schwerlich gelingen würde. Habīb dachte nach, und schließlich schmiedeten wir einen Plan. Er wollte mich am andern Morgen nach Tneib, am Rande der Wüste, schicken, wo seine Kornfelder lagen, und wo ich Namrūd finden würde. Der mochte einen der großen Stämme benachrichtigen, unter dessen Schutz und Geleit konnte ich dann völlig sicher in die Berge reisen. Jūsefs zwei Söhnchen hörten mit erstaunten Augen zu und brachten mir am Schlusse der Unterhaltung ein Stück Zeitung mit einer Karte von Amerika. Darauf zeigte ich ihnen meine Landkarten und erzählte ihnen, wie groß und schön die Welt sei, bis die Gesellschaft gegen zehn Uhr aufbrach, und mein Wirt Decken für meine Lagerstatt auszubreiten begann. Erst jetzt bekam ich meine Wirtin zu sehen. Sie war eine außerordentlich schöne Frau, groß und bleich, mit einem ovalen Gesicht und großen, sternengleichen Augen. Sie trug sich arabisch: ein enges, dunkelblaues Gewand schlug beim Gehen um ihre bloßen Knöchel, ein dunkelblauer Schleier war mit einem roten Tuch um die Stirn befestigt und fiel lang über ihren Rücken hinunter, bis fast auf die Erde. Nach der Weise der Beduinenfrauen waren ihr auf Kinn und Hals zierliche Muster in Indigofarbe tätowiert. Sie brachte Wasser und goß es mir über die Hände; ihre große, stattliche Gestalt bewegte sich schweigend im Zimmer und verschwand, nachdem alle Obliegenheiten erfüllt waren, ebenso ruhig wieder, wie sie gekommen. Ich sah sie nicht noch einmal. »Sie trat herein und grüßte mich,« sprach jener Dichter, der in Mekka gefangen lag, »dann erhob sie sich, um Abschied zu nehmen, und als sie meinen Blicken entschwand, folgte ihr meine Seele.« Niemand darf Jūsefs Weib sehen. Obgleich er ein Christ ist, hält er sie doch in strengerer Abgeschlossenheit, als die Muselmänner ihre Frauen, — und vielleicht tut er recht daran.
An meine Fenster schlug der Regen; während ich mich auf mein Lager streckte, klang mir Michaïls Ausruf in den Ohren: »Mascha'llah! Ew. Exzellenz haben Glück!«