DIE SIEGERIN

IBN IL MOATTAS

Nicht mehr zu lieben, hatte ich beschlossen, –
Doch sie hat mich bezwungen. Ohne mir
Die Stunde ihrer Ankunft mitzuteilen,
Trat sie zu mir, gar strahlend ausgerüstet
Mit ihrer Schönheit ganzem Waffenschmuck.

Sie zu besitzen, das ist goldnes Leben,
Sie zu verlieren, das ist dunkler Tod.

Pfeil, Bogen und ein Schwert sieht man vereint
In ihrem Blick. Gleich einer Oriflamme
Glänzt ihres Leibes goldner Gürtel. Aber
In ihren Schenkeln schreitet kühn der Sieg,
Denn wer nur ihrer Schenkel Schreiten sieht,
Der ist dem Tod durch Liebe schon verfallen.

Ich hatte mich dem Herrn geweiht. Jedoch
Da sie dann zu mir kam, zerrannen meine
Gelübde in ein Nichts. Und meine Schwüre
Vergingen all in ihres Auges Schein.