Nashornjagd.
Nashörner.
Als ich die Elefantenbilder gemacht hatte und gezeigt, daß sich ein sorgfältiger Pirschjäger dem afrikanischen Elefanten ebensogut mit der Kamera wie mit der Büchse nähern kann, fanden sich viele, die sagten: „Ja, aber das Nashorn, das sollten Sie mal vor die Büchse kriegen, da wird Ihnen anders!“
Und es würde mir wahrscheinlich heute noch geantwortet, daß die Hauptbeschäftigung des Nashorns sei, Menschen aufzuspießen, und daß ich mit diesem leibhaftigen Satan zusammenkommen müsse, um zu erfahren, wie einem Kulturmenschen zumute wird, wenn er einem Nashorn „in der Wildnis“ gegenübersteht: wenn ich nicht selbst Nashörnern gegenübergestanden hätte.
Berichte nervöser Männer sind an solcher Meinung schuld!
Ich freue mich deshalb, daß ich Nashörner geschossen, beobachtet und photographiert habe, und daß außer dem Gorilla, den ich selbst noch für den gefährlichsten Gegner eines Jägers halte, kein Tier der Fauna Afrikas übrig ist, auf das ich nicht gejagt habe und über dessen Verhalten ich nicht selbst in der kurzen mir zu Gebote stehenden Zeit Erfahrungen gesammelt habe.
Die Nashörner sind Pflanzenfresser und haben keinen Grund, dem Menschen nach dem Leben zu trachten, solange sie sich nicht belästigt und angegriffen fühlen.
Dann allerdings beginnt die Gefahr, für die jeder, der von Jugend auf dem Weidwerk huldigt und Soldat gewesen ist, doch wohl genügend gerüstet sein dürfte!
Vergeblich bin ich mit der Kamera dem satten und deshalb menschenscheuen Massailöwen nachgelaufen; ich habe keine Bilder mitbringen können, weil die wenigen Löwen, die ich mit eigenen Augen sah, flüchteten; scheuer waren, als alle anderen Tiere.
Aber Nashörner habe ich noch gefunden und photographiert.
Und von der erfolgreichsten Pirsch auf diese starken, ungeheuren Dickhäuter will ich erzählen.
Während noch vor drei Jahren am Kilimandscharo Nashörner in der offenen Steppe ein geradezu häufiges Wild waren, habe ich lange suchen müssen, bis ich das erste Nashorn in so freiem Terrain traf, daß ich es photographieren konnte.
Die Buren haben sich durch den leichten Verdienst locken lassen und haben die Nashörner niedergeknallt, wo sie irgend zu erreichen waren. Meist töteten sie die Tiere nur um die Hörner mitzunehmen.
Als ich nach Arusha kam, begegnete mir kurz vor dem Städtchen ein Neger mit fünf Doppelhörnern, die sein „Herr“ erbeutet hatte. Das längste Horn war handlang. Einige waren so klein, daß beide Hörner zusammen noch nicht ein Pfund wogen. Für ein Pfund Horn wird am Kilimandscharo vier Mark gezahlt; für den Preis eines Hasen wird ein solch wertvolles, riesiges Tier getötet! Und alle fünf Nashörner brachten dem glücklichen Schützen vierzig Mark ein; das ist soviel, wie er nach dem Jagdgesetz für jedes einzelne Tier Schußgeld an den Staat zahlen müßte.
Aber ich will hier nicht von den Buren sprechen; sonst müßte ich auch ihre großen Vorzüge und alle ihre Fehler nennen und dazu fehlt mir der Raum. Außerdem glaube ich, hätten hundertundzwanzig Deutsche, unter denselben Bedingungen (in derselben wirtschaftlichen Lage) an den Meru gesetzt, nicht anders gehandelt, als die Buren es taten; und wenn jeder einzelne nur soviel geschossen hätte, wie ein reisender Sportsmann schießt, dann wären die Nashörner ja auch schon vernichtet. Die weißen Männer sind den natürlichen Schätzen eines Landes gegenüber nicht besser als jene Horden König Etzels. Darüber wollen wir uns nicht mehr wundern. Und wenn von dreien, die hinausgehen, zweie erzogen sind, so wird der dritte, unerzogene allein imstande sein, zu vernichten. Die andern werden ihm bald helfen, weil ihre Enthaltsamkeit „doch nichts nutzt“.
Es war während einer Jagdreise, die ich im Herbst 1906 in die Massaisteppe machte; ich hatte sechzig Neger und keinen Europäer mit mir.
An einem einsamen Berge in der Steppe hatte ich mein Lager aufgeschlagen, um ungestört Löwen und Nashörner photographieren zu können. Tagelang war ich vergeblich umhergestreift, ließ aber den Mut nicht sinken, weil ich die Gegend täglich besser kennen lernte; weil Löwen da waren und Nashörner zur Tränke kamen.
Eines nachts schlief ich dem Berge gegenüber in einem trockenen Flußbett und erwachte, wie gewöhnlich, kurz vor Sonnenaufgang.
Schnell weckte ich die Neger, die mit mir gehen sollten, und ging auf den Berg los.
Ich kam zu der ersten Wasserstelle, fand aber dort keine Spuren und ging am Rande der Busch- und Graszone zu der zweiten Wasserstelle.
Die roten Böcke,[34] die ich täglich sah, standen wieder nahe beim Wasser.
Sollte ich auch heute keinen Erfolg haben? Ich blieb stehen; stumm standen auch meine Neger da.
Hoch über mir starrte die Steinkuppe des Berges kalt und unbewölkt in den flimmernden Äther. Die letzten Sterne konnte ich gerade noch sehen, wie sie herabsahen auf erwachende Menschen, auf Tiere, die zur Ruhe gingen. Dann goß die Sonne ihr Licht über die krausen Baumwipfel und traf mich noch nicht, denn ich stand im Schatten des Berges.
Es wird ein Tag wie viele andere; der müde Mittag kommt, der Hoffnung und Kraft ganz klein sieht und der Abend, der neue Wünsche weckt für den nächsten Morgen; der nächste, der bringt die Erfüllung!
Der Speerträger weckte mich aus meinen Träumen. „Weiter,“ sagte er halb fragend, halb ermunternd. Und als läge alle Schuld des Mißlingens bisher an uns, an mir und meinen Leuten, ermahnte ich sie noch einmal und sagte in ernstem Ton: „Schari, ich trage die Büchse selbst; du trägst nur das Doppelglas und gibst es mir, sobald ich stehen bleibe. Hamiß, du bleibst dicht bei mir mit der Kamera und — hab keine Angst!“
„Pangani, Muarico, Kinassa und Garehia, ihr haltet die Fährte, wenn wir eine finden. Ihr andern alle bleibt etwas zurück. Keinen Laut! und hinlegen, sobald Wild vor uns ist!“
Die Übersicht wurde weiter. Ich schickte einen Massai in die Ebene; der sollte langsam in derselben Richtung gehen, wie wir, Bäume besteigen und ausgucken, ob Löwen zum Walde gingen oder Nashörner vom Walde in die Ebene.
Bald waren wir unterhalb der Stelle, an der ein Bergbach versickert.
Muarico zupfte mich am Rock. „Nashorn,“ flüsterte er, „kommt vom Wasser, geht in die Ebene.“
„Nieder,“ winkte ich meinen Leuten; außer Muarico hatte keiner etwas gesehen.
Ich drückte mich so schnell, als es ohne Geräusch möglich war, an die Büsche hinan, auf die Muarico zeigte. Der kam nicht mit; er hatte vom letzten Male genug!
Das Nashorn stand so, daß ich die Gestalt bis zu den Füßen sehen konnte, fünfzehn Schritt vor mir.
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GRÖSSERES BILD
Aber ich fand einen ausgetretenen Wechsel mit der ganz frischen Fährte eines Nashorns, konnte den schmalen, grasfreien Pfad fünfzig Schritt weit hinabsehen und wußte, daß das Tier auf dem Heimweg war.
Ich sagte meinen Leuten, daß ich dem Wechsel folgen wollte und daß ich das Nashorn so lange beobachten müsse, bis die Sonne hoch genug sei zum Photographieren.
Die Fährte war so deutlich, daß ich, ihr folgend, laufen konnte.
Bevor ich die offene Steppe erreichte, sah ich den Massai von unten gelaufen kommen. Er meldete, das Nashorn — er mußte ja dasselbe Tier gesehen haben — gehe langsam in die Steppe.
„Hat es Wind?“
„Nein.“
Hinter dem Nashorn.
Ich lief so schnell ich konnte; als ich aus dem Walde kam, sah ich das Tier. Endlich was ich ersehnte: Ein Nashorn, das mich nicht witterte, in offener Steppe; also ganz in meiner Macht. Von mir hing es nun ab, von meiner Kunst, unbemerkt zu bleiben und das Tier nach Herzenslust zu beobachten, wie ich es früher mit dem Elefanten getan hatte.
Ich ließ die Leute in weiter Entfernung folgen, damit auch wechselnder Wind dem Tiere nicht Witterung bringen könnte.
Alle Umstände waren für meinen Zweck günstig: Die Sonne hatte ich im Rücken, den Wind im Gesicht. Und das schien so zu bleiben; denn der schmale, ausgetretene Wechsel, in dem das Tier ging, behielt die Richtung nach Westen.
Ich ging siebzig Schritt hinter dem Nashorn. In dem ganz offenen Terrain sah ich jede Bewegung des Dickhäuters. Er ging durch ein trockenes Flußbett, blieb am anderen Ufer stehen und knabberte Zweige von einem Dornstrauch. Dann ging er weiter und hielt den Kopf gesenkt. Alle zweihundert Schritte blieb er stehen, stellte sich, wie sichernd, halb quer zum Weg und näßte.[35]
Eine halbe Stunde ging es so weiter.
Grantgazellen, die nahe am Wege standen, äugten neugierig auf den plumpen Gesellen und auf mich, sein Gefolge. Sie flüchteten nicht; wir sahen zu harmlos aus.
Von links kam ein Rudel Zebras mit dem Wind; zwölf bunte Steppenpferde. Sie mußten mit dem Nashorn zusammentreffen.
Als sie mich auf hundert Schritt hatten, sicherten sie. Das Nashorn ging weiter. Ich mußte folgen; denn ich durfte das Tier nicht aus den Augen verlieren und mußte vermeiden, mit ihm unverhofft nachher wieder zusammen zu treffen.
Als ich den Zebras näher kam, wurden sie flüchtig; die trockenen Gräser knisterten und Steinchen gaben peitschenden Klang. Das Nashorn stutzte, hob den Kopf und richtete die beiden Trichterohren nach dem Geräusch hin.
Als das Klappern der Hufe hinterm Hügel verklang, stand das Tier noch einen Augenblick bewegungslos, wie um zu überlegen. Es glaubte vor sich die Gefahr, die es selbst nicht wahrgenommen hatte, die aber die Zebras durch das Auge erkannt hatten.
Als sich nichts mehr rührte, bog das Nashorn mit rechtsum von seinem Pfad ab und hielt eine westliche Richtung, genau in den Wind.[36]
Der Wind wehte mir jetzt gerade ins Gesicht und trug auch den im trockenen Grase stärkeren Schall meiner Tritte hinter mich.
Es war beinahe acht Uhr, als die Sonne sich frei über die Wolken hob.
Mit der Kamera bei dem Nashorn.
Ich spannte die Kamera, ging auf mein Ziel los und machte die erste Aufnahme auf fünfundzwanzig Schritt.
Während ich die Kassetten wechselte, ließ ich das Tier nicht aus den Augen.
Es gehört eine ruhige Hand dazu und auch ein ruhiges Herz, dicht vor einem Stück Wild mit den Ledertaschen, den Kassetten und dem Apparat lautlos zu „arbeiten“, wenn man noch dazu die Büchse umgehängt hat. Ich hatte alle Griffe so in der Übung, daß auch nicht das geringste Klappen hörbar war. Selbst das Spannen des Verschlusses geschah lautlos, indem ich, ähnlich wie man es bei einer Hahnflinte in der Nähe des Wildes macht, beim Spannen den Abzug drückte.
Ich ging näher und wartete mit der Kamera im Anschlag, bis das Nashorn den Kopf hob, und die beiden Hörner gut zu sehen waren.
Da knipste ich und blieb bewegungslos stehen, weil ein kleiner Vogel, der sich gerade auf die Schulter des Nashorns gesetzt hatte, aufflog, als der Schlitzverschluß rauschte. Das Rhinozeros hielt im Kauen inne und horchte. Nach einigen Sekunden beruhigte es sich wieder und ging langsam weiter.
Ich aber hatte in diesem Augenblick die Aufnahme gemacht, die auf [Seite 273] wiedergegeben ist.
Die muskulöse, kräftige Gestalt des Nashorns kommt darauf gut zum Ausdruck. Auf der Schulter sitzt der kleine Vogel.
In dem ungleichmäßigen, niedrigen und trockenen Grase standen einzelne grüne Schlingpflanzen, die das Nashorn aufnahm.
Ich war jetzt so nahe, daß ich das Kauen hörte und machte eine Aufnahme schräg von hinten. ([Abbildung Seite 283.])
An der Umgebung, den Büschen im Hintergrund, kann man sehen, daß dieses Bild kurz nach der [Aufnahme Seite 273] gemacht ist.
Dann ging ich vorsichtig zu meinen Leuten zurück und holte mir neue Kassetten.
Die Neger waren weniger erstaunt als entrüstet über meine Dreistigkeit. „Haifai bana,“ sagten sie: „das hat keinen Zweck,“ und Muarico machte ein sehr ernstes Gesicht und sagte, ich würde dabei getötet werden.
Als ich mich wieder mit aller Vorsicht in die Nähe des Nashorns gepirscht hatte und ihm folgte, durchquerte ich eine kleine Talmulde mit kniehohem, hellem, ganz trockenem Grase.
Das Nashorn stand am Ende des Tales, so daß ich die Gestalt bis zu den Füßen hinab sehen konnte.
Noch eine Aufnahme.
Da hob das Tier den Kopf und zog unwillig den Wind durch die Nüstern.
Ich hatte gerade den linken Fuß angezogen, um ihn vorzusetzen.
Wie ein Erzbild stand der Koloß vor mir und horchte gespannt.
Ich durfte mich nicht rühren; aber es knisterte unter mir! Sollte der Hund mir gefolgt sein? Nein, mein Fuß machte automatische Schwingungen unter mir, und ich traute mich nicht, ihn in dem trockenen Grase niederzusetzen.
Es ist ein verwünschter Augenblick.
Windstille: Das Nashorn wird mich hören. — Da kommen Madenhacker, kleine Vögel, angeflogen, setzen sich auf den Rücken des Nashorns und flattern an den Ohren, picken an der Flanke in einer handgroßen Wunde[37] und fliegen plötzlich mit lautem Gezwitscher nach den nächsten Bäumen; dann kehren sie zurück und beunruhigen das Tier durch ihr Umherflattern.
Ich kann nicht daran zweifeln, daß die kleinen Vögel ihren Gastgeber vor einer Gefahr warnen, die er mit seinen Sinnen nicht erkennt. Er fängt auch nicht wieder an zu äsen.
Plötzlich wendet er sich ganz mir zu. Ich stehe ohne Deckung; nicht ein Strauch ist zwischen mir und dem Ungetüm.
Ich bemerke plötzlich, daß der Wind, der erst immer schwächer wurde, mir leise, aber stetig im Nacken weht, und diese Erkenntnis bringt mir einige Sekunden, in denen in mir der Wunsch, weit weg von hier zu sein, den Reiz der Gefahr zu überwiegen droht.
Ich rühre mich nicht. — Vielleicht wird sich das Nashorn noch einmal beruhigen. Aber nein, der Wind kommt stärker durch: ich bin verraten, ich fühle mich entdeckt! Was wird geschehen?
Jetzt zieht das Tier noch einmal laut den Wind durch die Nüstern und tritt unruhig hin und her. Ich bücke mich kurz, lasse die Kamera ins Gras fallen und fasse die Büchse. —
Es ist mir klar, daß ich stehen bleiben muß, um das Tier bis zum letzten Augenblick zu täuschen.
An Verstecken war nicht zu denken und kein Baum in der Nähe, auf den ich hätte flüchten können.
Das Tier geht einmal nach links, dann nach rechts, es scheint zu äugen, doch seinen Augen nicht zu trauen.
(„He dont believe his eyes,“ sagte der Bur nicht oft so, in reinem Englisch?)
Da gibt ihm die Nase Gewißheit; im Galopp stürmt es auf mich los, bei jedem Sprung wild fauchend und prustend. Den Kopf hat es tief gesenkt.
Ein Nashorn erlegt.
Ich gehe ganz ruhig in Anschlag, lasse das wütende Tier nahe herankommen, schieße auf den Kopf und springe im nächsten Augenblick zur Seite. Die Schnelligkeit des Tieres ist so groß, daß es an mir vorbeisaust.
Schnell folgen fünf Schüsse hinter die Schulter.
Das Nashorn bleibt stehen, dreht sich im Kreise und bricht zusammen.
Ein starker Blutstrom floß aus den Nüstern. —
Meine Leute johlten in weiter Ferne; ich sah sie von den Bäumen steigen.
Es war zehn Uhr; die Kamera war unversehrt, und ein starker Nashornbulle zur Strecke.
Ohne Grund nimmt kein Nashorn den Menschen an. Dies Tier war mit der Nase tief auf dem Erdboden in seiner eigenen Fährte zurückgestürmt. Daraus glaube ich, sein Verhalten erklären zu können: es hat den Störenfried, den es dreimal schon vermutet hatte, vertreiben wollen.
Ich hatte den Eindruck, daß das Nashorn, auch wenn ich nicht geschossen hätte, schnurgerade an mir vorbeigestürmt wäre und mir kein Leids getan hätte.
Bis zum Mittag kamen fast alle meine Leute.
Das Nashorn wurde in viele Fleisch- und Felllasten zerlegt.
Am Nachmittage ging ich zu meinem großen Lager am Bergbache zurück und erwartete ungeduldig den Abend, um die seltenen Aufnahmen entwickeln zu können.
Am 9. September 1906, abends um acht Uhr, erschienen die Umrisse des plumpen Tiers, das ich noch am Morgen desselben Tages lebend so dicht vor mir hatte, auf der Platte. Ich ließ die Platten, als sie endlich zum Trocknen auf dem Bett lagen, nicht aus den Augen und schrieb in meiner Müdigkeit nur das Datum und die Uhrzeit in mein Tagebuch, als ob dieser schöne Jagderfolg ein historischer Moment sei.
Um zwei Uhr in der Nacht packte ich die getrockneten Platten in den Blechkoffer und ging zu Bett.
[34] Impallahantilopen.
[35] Hier mache ich für alle Fährtensucher die Bemerkung, daß dies Pirschzeichen beim Nashornbullen anders ausfällt als bei anderem männlichen Wild.
[36] Es ist anzunehmen, daß die Flucht der Zebras dem Nashorn eine Warnung war; denn die Zebraherde ist vor mir flüchtig geworden, und hätte sich um das Nashorn allein wahrscheinlich gar nicht gekümmert.
Das Nashorn merkte also, daß die Zebras beunruhigt waren und schlug deshalb eine andere Richtung ein.
[37] Die Wunde ist auf dem [Bilde Seite 273] zu sehen.
Hohe Mangobäume stehen am Fluß; ihre dunklen Kronen spiegeln sich in dem glatten Wasser. So hoch wie die Elefanten mit dem Rüssel reichen können, sind die Äste der sonst bis zur Erde belaubten Bäume herabgerissen. Die steilen Uferböschungen sind durch Schluchten unterbrochen, in denen Flußpferde und Elefanten zum Wasser gehen.