XV.

Als ich ein Kind war, schlug man mich. Einst hatte ich eine Raupe gefangen, eine große Raupe, auf einem Blatt. Da bliesen die Soldaten vor dem Tor, bunte Husaren ritten ins Manöver.

Hei! wie ich, Knabe, da fröhlich lief! Wie ich da lief! Und im Laufen zertrat ich die Raupe, zertrat auf dem Kies ihren Schlangenleib.

Oh, wie zerkrampfte sich da mein Fuß im Schuh! Oh, wie zerkrampfte sich da mein Herz! Als ich da ausglitt auf ihrem schlüpfrigen Leib, als da der Kies unter meiner Sohle knirschte.

Da warf ich mich in den Wald. Da verging ich im Wald. Da vergrub ich mich unter den Büschen im Wald. Da machte ich keine Schularbeiten mehr — und wurde geschlagen, weil ich die Raupe nicht und nicht die Henkersstelle sehen wollte.

Eigentlich wäre nun dies der Anfang. Ja, eigentlich wäre nun dies der Anfang meiner Geschichte. Aber wie soll ich Euch das erklären?

Haben Sie noch nie eine Raupe oder eine Schnecke zertreten? Ein Mäuslein vielleicht? Vielleicht eine kleine Mause-Mutter mit zwei, drei kleinen Mäuslein im Bauch?