XVI.

Die Mariandjei sieht nicht gerne, daß ich schreibe. Ich sollte ihr lieber ein Bildlein malen.

Da habe ich ihr ein Bildlein gemalt. Den Wald habe ich ihr gemalt; unsern Sterbewald. Mit einem schönen Rosenstrauch. Da liegen der Peter und der Pierre, da liegen wir alle drei, wie wir verstarben, wie wir uns da so im Walde verstreuten unter dem Rosenstrauch, so dahingestreut. Und da komme ich nun gegangen. Immer komme ich so durch die Nacht zu uns gegangen, wie wir daliegen und uns beweinen und uns fein brüderlich befreunden. So zwischen den Bäumen durch den Wald komme ich da mit Trost gegangen.

O so freudig in meiner Trauer komme ich da durch den Wald heran. Lautere Freude um die zerwehte Stirne. Und die Sterne immer vor mir her! Wie ein Gleichnis komme ich daher. Tag und Nacht bin ich da der Gleiche.

So hab ich ihr das Bildlein gemalt und habe es ihr auch im Schlafe gewidmet. Mit einem Vers. Den habe ich selbst gemacht.

DAMIT SIE KEIN VERGNÜGEN DARAN HAT.

Tag und Nacht gleiche

Nachtbleiche, Blindschleiche!

Ich mag auch die Mariandjei nicht mehr leiden.

Ich will lieber in unsern Sterbewald! Da warten auf mich, daß ich komme, die lieben Brüder. Ich habe sie so lieb gehabt. Ich habe sie so von Herzen lieb.