XVII.

Ich habe mich wieder verleiten lassen.

Ach, die Verwirrung ist so groß! Ach, wie das Dunkel wächst! Und die Mauern auf allen Seiten!

Man hat mir Stangen vor mein Fenster gegeben. Da soll ich meinen Verstand daran ordnen. Aber die Ordnung schneidet so hart in die Seele.

Ich verzage. Ich glaube verzagen zu müssen. Hilft mir denn niemand? Ich bitte darum.

Ach fände sich doch einer, der mir hilft! Ich glaube, ich kenne die Welt nicht mehr? Und soll sie doch aufbauen, ganz allein. Aber wenn niemand mir helfen will, so mag ich nicht länger der liebe Gott sein.

Ein einziges Wörtlein fällt mir noch ein:

Ich bin nicht gegangen — und bin doch schuldig. Ich habe nicht getötet und bin doch schuldig.

Vielleicht ist es das? Vielleicht sind wir deshalb hier versammelt? Weil wir es nicht getan haben. Weil es die andern lieben Brüder, dieweil wir unschuldig blieben, tun mußten.

Unschuldig! Das ist wohl meine Schuld?

Ach, wie bitter brennt doch die Ordnung! Sichelt so grausam durch die Seele!

Aber Ordnung muß sein, sagt die Mariandjei. Sonst werde ich nie meine Prüfung bestehen.