Sarasate.

Auf fernen Schwingen fliegt ein Ton,

Und einer noch — der letzte — rinnt

Ihm nach, und bebt, und ist entfloh’n. —

O daß ich weinen dürfte,

Wie um sein Spielzeug weint ein Kind!

Ich sitze noch — der Jubel gellt —

Und meine Sinne trinken lang

Die Luft noch einer fremden Welt,

Die meine Kindersehnsucht

Mit heißen Armen schon umschlang.

Die Luft von einer andern Welt,

Die nächtelang mit loher Brunst

Mein fiebernd Aug’ im Banne hält,

Das Land der Heimatlosen,

Das sonnenrote Reich der Kunst.

Und morgen —.

Die Nacht ist voll von reinen Sternen,

Die Ulmen reden mit den Birken,

Und überall in Nähen und Fernen

Des Sommers wunderbares Wirken.

Mein Herz greift in die schweren Fernen

Nach Heimwehschätzen und Harfenklängen,

Und schauert, und schaut hoch in den Sternen

Den Kranz zukünftiger Lieder hängen.

Mein Herz so groß! Meine Wangen brennen,

— Und morgen muß ich mit scheuen Mienen

Durch Märkte und schmutzige Gassen rennen,

Ein klein Stück Geld zu verdienen!