Abreise von Kopenhagen. – Christiania.
Am 19. August – den folgenden Tag nach meiner Ankunft von Island – um zwei Uhr Nachmittag saß ich schon wieder zu Schiffe, und zwar auf dem schönen königlichen norwegischen Dampfer »Christiania« von 170 Pferdekraft, um nach der 304 Seemeilen entfernten Stadt Christiania zu segeln. – Bald hatten wir den Sund durchschnitten und gelangten glücklich in das Kattegat, in welchem wir uns jetzt mehr rechts hielten, als auf der Reise nach Island, denn dießmal war es uns nicht genug Schweden und Norwegen nur von der Ferne zu sehen; wir wollten auch daselbst Anker werfen, und zwar an der schwedischen Küste schon den folgenden Morgen.
Wir sahen vollkommen gut die schöne Gebirgskette, welche rechts das Kattegat begrenzt, und deren äußerste Spitze, die Kulm, sich derart in das Meer verläuft, daß sie eine lange Erdzunge bildet. – Sowohl hier, als an allen andern gefährlichen Stellen, deren es eine Menge gibt, sowohl an der dänischen als schwedischen Küste, stehen Leuchtthürme, deren Lichter uns Abends von allen Seiten entgegen schimmerten. Diese Lichter sind theils beweglich, theils unbeweglich, um dem Schiffer in finsterer Nacht die verschiedenen Stellen anzuzeigen, die er zu vermeiden hat.